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Jahr

Animation Night 2024
Filmstill Max Cooper: Cardano Circles
Max Cooper: Cardano Circles Mario Carrillo
Atemberaubend schön – und dazu wissenschaftsbasiert: Coopers euphorisierender Electronica-Track und dessen Visualisierung im Rausch eines geometrischen Prinzips, das seinen Ursprung anno 1570 hat.
Filmstill Max Cooper: Cardano Circles

Max Cooper: Cardano Circles

Max Cooper: Cardano Circles
Mario Carrillo
Animation Night 2024
Animationsfilm
Mexiko
2024
4 Minuten
ohne Dialog

Atemberaubend schön und exakt synchron vollführen Kreise Linienbewegungen – sinnliche Hochgefühle, aber wissenschaftsbasiert. Der Electronica-Produzent und promovierte Naturwissenschaftler Max Cooper hat für seinen euphorisierenden, treibenden Track in einem von Gerolamo Cardano anno 1570 beschriebenen geometrischen Prinzip und in Mario Carrillos Animation das perfekte visuelle Passstück gefunden.

André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Mario Carrillo
Filmstill Men of Salt

Men of Salt

Hombres de sal
Luis Armando Sosa Gil
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Dokumentarfilm
Mexiko,
USA
2022
14 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch

Cristobal, ein junger Fischer bei der Arbeit vor dem mexikanischen Hafen Lázaro Cárdenas, teilt seine Erkenntnisse: Fischen sei härter als ein Work-out. Außerdem verbände ihn und das Meer eine sich verschlimmernde Krankheit. Des Nachts nimmt er wahr, was nur vom Boot aus erfasst werden könne: die Chemikalien, die ins Wasser gelangen, den Gestank, das rote Leuchten der Stahlfabrik. „Men of Salt“ kündet von einem Dilemma: Was, wenn man sich mit einem Ökosystem identifiziert, das fortwährend misshandelt wird?

Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Luis Armando Sosa Gil
Buch
Luis Armando Sosa Gil
Kamera
Luis Armando Sosa Gil
Schnitt
Luis Armando Sosa Gil
Produktion
Luis Armando Sosa Gil, Beuukubi Arenas
Ton
Luis Armando Sosa Gil, Carlos Cortés Navarrete, Oscar Victoria, Odin Acosta
Sound Design
Carlos Cortés Navarrete, Oscar Victoria, Odin Acosta
Musik
Jorge Alba
Sprecher*in
Cristobal Ortega
Filmstill Miralles

Miralles

Miralles
Maria Mauti
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2024
Dokumentarfilm
Spanien,
Mexiko
2024
90 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch

Über zwanzig Jahre liegt der Tod des katalanischen Architekten Enric Miralles bereits zurück. Mit seinen Bauten hinterließ er nicht nur in und um Barcelona ikonische Spuren – auch das schottische Parlament in Edinburgh beruht auf seinen Entwürfen. Maria Mauti nähert sich ihrem imposanten Protagonisten auf poetische Weise, in elf Variationen. Sie führen zur Friedhofsanlage Igualada, zu einem Gemeindezentrum in Hostalets de Balenyà, zur Sporthalle in Huesca oder zum Bürowolkenkratzer Torre Marenostrum in Barcelona. Auch das Wohnhaus des Architekten mitsamt seinen offenen und zugleich verwinkelten Zügen erhält einen gewichtigen Platz, wird zu Ausgangsstätte und Epizentrum eines besonderen Geistes.
Mit Sorgfalt tastet Maria Mauti die noch immer belebten Architekturen ab, setzt sie in Szene. So scheint sich in Huesca der Geruch einer verschwitzten Fußballmannschaft mit dem omnipräsenten, kühlen Rohbeton zu mischen, während im futuristischen Gemeindezentrum eine Gruppe spanischer Cowboys und Cowgirls die Lederstiefel schwingt. „Miralles“ kommt, trotz aller Tragik, die sich aus dem jäh abgebrochenen Werk des zu früh Verstorbenen speist, mit einem gewissen Witz daher. Als schwebender Essay, der sich sowohl persönlich als auch theoretisch äußert, entsteht eine Vielschichtigkeit, die selbst an einen Miralles-Entwurf erinnert: luftig und dicht, abrupt und fließend, unbedingt eigensinnig.

Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Maria Mauti
Kamera
Ciro Frank Schiappa
Schnitt
Núria Esquerra
Produktion
Antonio Chavarrías, Alba Bosch
Ton
Eva Valiño, Bernat Fortiana, Leo Dogan, Lucía Herrera
Filmvertrieb
Yvette De los Santos
Nominiert für: Silberne Taube, Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
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