Eine filmische Geisterbeschwörung: Ante Zlatko Stolica erinnert sich mit Horrorfilm-Versatzstücken an Kindheitsängste, die eine Frau aus dem Dorf seiner Großmutter in ihm auslöste.
In dieser filmischen Geisterbeschwörung erinnert sich Ante Zlatko Stolica an Kindheitsängste, die eine gehörlose Frau aus dem Dorf seiner Großmutter in ihm auslöste. Der Geist von Janja, eine Anspielung auf die slawische Märchengestalt Baba Jaga, suchte ihn in Träumen heim, lauerte an dunklen Orten und verbündete sich mit anderen Gruselfiguren. Stillleben, Horrorfilme und eine düstere Soundkulisse evozieren das Unbehagen, das den Regisseur, auch nach dem Tod von Janja, noch immer beschäftigt.
Geistesabwesend ausgeführte Alltagsroutinen im Café „White Horse“ überlagern sich mit Tagträumen und Klangschleifen, bis der Realität der Boden unter den Füßen wegbricht.
Im Café „White Horse“ gehen Kellnerin und Gäste apathisch ihren Routinen nach. Die Realität um sie herum scheint sich derweil immer weiter zu destabilisieren: zwischen weißem Rauschen und dem Klang von Stimmgabeln, zwischen Tagträumen mit galoppierenden Rittern und ewig wachsenden Bergen aus rieselndem Tütenzucker. Ivana Bošnjak Volda und Thomas Johnson Volda schichten diese Bilder und Töne übereinander, bis sie aufbrechen – und den Weg zum Atmen freigeben.