Filmarchiv

Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill Abstract Iterations III
Abstract Iterations III Sabrina Schmid, Paul Fletcher
Im Chaos der Momentaufnahmen findet man sich simultan in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wieder. Ein Film, der von Zeit und Raum erzählt und das Jetzt in Frage stellt.
Filmstill Abstract Iterations III

Abstract Iterations III

Abstract Iterations III
Sabrina Schmid, Paul Fletcher
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
UK
2015
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

In gestaffelter Wiederholung erscheinen Einzelbilder einer kameralosen Animation auf der Leinwand. Die auf 35mm-Material gemalten, gedruckten, gekratzten Formen entwickeln sich, zeitlich minimal versetzt, von einem Bildrand zum anderen. Eine Spur bleibt zurück. Sie erzählt von der Zeit selbst und fragt: Wann genau ist „jetzt“? Im Chaos der Momente überschlagen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Franka Sachse

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Regie
Sabrina Schmid, Paul Fletcher
Animation Night 2025
Filmstill Abstronic
Abstronic Mary Ellen Bute
Ein Universum aus farbenfrohen und lebendigen rhythmischen Formen – erschaffen durch die Kombination aus traditioneller Animation und elektronischer Bilder, erzeugt durch ein Oszilloskop.
Filmstill Abstronic

Abstronic

Abstronic
Mary Ellen Bute
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1952
7 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

Handkoloriert und dem Kopf einer der innovativsten abstrakten Filmemacherinnen des 20. Jahrhunderts entsprungen, kombiniert „Abstronic“ Abstraktion und Elektronik zu einem spielerischen Bilderstrom, der an ein bewegtes abstraktes Gemälde erinnert. Mary Ellen Bute, die auch Malerin war, arbeitet hier mit einem eigens entwickelten Oszilloskop und traditioneller Animation.

Ben Sassen

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Regie
Mary Ellen Bute
Produktion
Ted Nemeth
Musik
Aaron Copland, Don Gillis
Filmstill Active Vocabulary

Active Vocabulary

Active Vocabulary
Yulia Lokshina
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Deutschland
2025
82 Minuten
Deutsch,
Englisch,
Russisch,
Kirgisisch
Untertitel: 
Englisch

Yulia Lokshina widmet sich in ihrem dokumentarischen Experiment der Frage, wie die Institution Schule vom russischen Staat benutzt wird, um sein aggressives Expansionshandeln zu rechtfertigen, sei es durch militärische Gewalt nach außen oder durch ideologische Gewalt und Verfolgung Andersdenkender nach innen. Im Zentrum steht die Geschichte einer jungen russischen Lehrerin, die sich kurz nach der Invasion in die Ukraine im Unterricht gegen den Krieg ausspricht. Eine Schülerin zeichnet die Aussage heimlich auf und denunziert sie. Wenig später befindet sich die Frau im Fokus behördlicher Ermittlungen. Sie flieht nach Deutschland und beginnt erneut, als Lehrerin zu arbeiten. Gemeinsam mit ihrer Berliner Klasse stellt sie ihren eigenen Fall nach, um zu verstehen, warum es zu diesem Verrat kam und welche Konsequenzen Zensur und Verfolgung für die Einzelnen, aber auch für Gemeinschaften haben.
In welchem Zusammenhang stehen Schule und Politik, in welchem sollten sie stehen? Wie fühlt sich politische Überwältigung an und welche Formen des Widerstands kann es geben? Damit setzen sich die Kinder in Berlin-Moabit auseinander. Neben den Beobachtungen in der Schulklasse nutzt der Film Archivmaterial, Found Footage, dokumentarische Szenen und 3D-Animationen, um die durch Angst und Überwachung geprägte Situation in Russland auch hier spürbar und nachvollziehbar werden zu lassen.

Luc-Carolin Ziemann

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Regie
Yulia Lokshina
Buch
Yulia Lokshina
Kamera
Nina Wesemann
Schnitt
Yulia Lokshina, Maya Klar
Produktion
Yulia Lokshina
Ton
Jakob Gross
Sound Design
Alejandro Weyler
Animation
Felix Klee
Key Collaborator
Isabelle Bertolone
Nominiert für: DEFA Förderpreis, MDR-Filmpreis, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube Langfilm (Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm)
Filmstill After the Silence

After the Silence

Después del silencio
Matilde-Luna Perotti
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Kanada
2024
14 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch

Was passiert nach einem Missbrauch? Sechs Jahre nach der Tat nimmt die Regisseurin wieder Kontakt zu ihrer Großmutter auf – nicht, um über die Tat selbst zu sprechen, die allen bewusst ist. Sie will endlich erzählen, wie es ihr danach erging: um das Schweigen zu brechen, um ihre Scham und die Trauer um den Verlust ihrer gesamten kolumbianischen Familie zu benennen – und vor allem, um die Anerkennung ihres Leids einzufordern.
In ihrem ersten Film verarbeitet Matilde-Luna Perotti ein persönliches Trauma, das viele Frauen in Lateinamerika teilen. Die Erinnerung daran steckt in allem: in alten Familienvideos, in Textnachrichten, in Stoffen und Kleidern, in den Narben der eigenen Haut. Aus diesen Fragmenten entsteht ein persönliches und zugleich kollektives Porträt, das ein tief vergrabenes Trauma sichtbar macht – und am Ende zu einem Akt der Selbstermächtigung wird.

Seggen Mikael

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Regie
Matilde-Luna Perotti
Buch
Matilde-Luna Perotti
Kamera
Bleue Pronovost-Teyssier, Pauline Bouhelel
Schnitt
Matilde-Luna Perotti
Produktion
Matilde-Luna Perotti
Ton
Bleue Pronovost-Teyssier, Pauline Bouhelel
Filmvertrieb
Robin Miranda das Neves
Nominiert für: Silberne Taube
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube kurzer Dokumentarfilm (Internationaler Wettbewerb Kurzfilm)
Filmstill Alter Ego

Alter Ego

Alter Ego
Sonia Leliukh
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Deutschland,
Ukraine
2025
10 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

Diese gleichzeitig rohe und zärtliche Erinnerungsarbeit fräst sich durch Gedanken, Gefühle, Anekdoten, Fotos und Zeichnungen. Ein Versuch, die Trauer um den geliebten Großvater, der dem Krebs zum Opfer fiel, in filmische Bilder zu bannen, sie handhabbar zu machen. Dabei nimmt sich Sonia Leliukh heraus, aus einer bewusst subjektiven Perspektive zu sprechen und ihre Aussagen nicht durch vermeintlich geltende Sprach- und Benimmregeln abzuschwächen. Mit ihrem nur auf den ersten Blick verspielt wirkenden Desktop-Dokumentarfilm begegnet sie der radikalen Trauer mit einer ebenso radikalen Ehrlichkeit. Indem sie die alten Computerspiele, mit denen der Großvater sich von den Schmerzen ablenkte, auf die Leinwand holt, versetzt sie nicht nur sich selbst, sondern auch das Publikum in die Rolle des Sterbenskranken. Wenn mein Finger zuckt, weil ich die Solitärkarte an die richtige Stelle schieben oder beim Minesweeper ein anderes Kästchen anklicken will, dann bin ich schon mittendrin im Geschehen und muss mir auch die Frage stellen, wie ich selbst mit Trauer, Liebe oder Ablehnung umgehe. Sowohl in der Gegenwart, besonders aber dann, wenn die Menschen, die diese Gefühle auslösen, nicht mehr länger da sind. Sonia Leliukhs Arbeit ist die filmgewordene Weigerung, diese Gefühle zu Objekten der Vergangenheit sedimentieren zu lassen.

Luc-Carolin Ziemann

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Regie
Sonia Leliukh
Kamera
Sonia Leliukh
Produktion
Sonia Leliukh, Kunsthochschule für Medien Köln
Sound Design
Abonti Mukherjee
Filmstill Amarelo Banana

Amarelo Banana

Amarelo Banana
Alexandre Sousa
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Portugal,
Ungarn
2025
12 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

„Bist du mit uns oder gegen uns?“ Nichts Geringeres als dies steht unausgesprochen im Raum. Keine Zwischentöne, keine Diskussion, kaum eine Wahl. Hat der müde Mann nach der Arbeit mit solchen Lebensentscheidungen gerechnet? Unwahrscheinlich. Er wollte einfach nur abschalten und sinnlos fernsehen, als ihn plötzlich die fremde Welt aus dem Bildschirm mitten im trauten Zuhause einholt: Eine sektenartige Community haust nebenan, affenähnlich in ihrem Verhalten, fanatisch in ihrem Glauben und entschlossen, ihn zu bekehren. Ihre Wohnung ist mit Wäldern und Wüsten gestaltet. Wer versucht, hinter die bemalte Tapete zu schauen, wer Kulisse von Wirklichkeit trennt, begeht Verrat und verdient Verbannung oder Tod. Platons Höhlengleichnis in einer radikalisierten Version für das 21. Jahrhundert.
Freiheit und Wahrheit oder Stabilität und Zugehörigkeit? Ist es ein zu hoher Preis, die verzerrte Realität zu akzeptieren, nur um leben zu dürfen? Und vor allem: Gibt es überhaupt eine lebenswerte Alternative? Die Welt draußen, hinter dem Fenster, bleibt vage und wird als Bedrohung nur angedeutet. In dieser Parabel über Passivität, Neugier und freie Wahl berührt Alexandre Sousa drängende Fragen unserer Zeit: Fragen nach Abschottung, nach Echokammern und nach der Unmöglichkeit, als Mensch unpolitisch zu bleiben. Haben wir überhaupt noch eine Chance zu widerstehen?

Irina Rubina

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Regie
Alexandre Sousa
Buch
Alexandre Sousa
Schnitt
Alexandre Sousa
Produktion
Jonas César, Tiago Ribeiro, Natália Andrade
Co-Produktion
Bella Szederkényi, Bálint Gelley
Ton
André Aires
Sound Design
André Aires
Musik
André Aires
Animation
Cristina Neto, Nina Glavaski, Alexandre Sousa
Filmvertrieb
Joaquim Pinheiro
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Filmstill Ancestor

Ancestor

Dédé
Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
UK
2025
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Durch rhythmische, ekstatische Musik und Bruchstücke folkloristischen Gesangs führt uns Yasmine Djedje-Fisher-Azoume zu den mythischen Urahninnen, Göttinnen und Hüterinnen des Volkes der Bété an der Elfenbeinküste – jenem Ort, aus dem die Vorfahr*innen der Regisseurin stammen. In ihrer von traditionellen Holzskulpturen und Masken inspirierten Filmstudie verwandelt sie diese mithilfe von Kohlezeichnungen und Kupferreliefs in vielgestaltige weibliche Charaktere. Sich um die eigene Achse drehend, mehrgesichtig und allsehend, in flauschigen Gewändern tanzend, vollziehen sie Rituale und entfalten eine ansteckende Choreografie. Der ganze Film pulsiert in diesem Takt, sodass es nicht überrascht, wenn eine Figur einen wortwörtlichen Strom schöpferischer Energie freisetzt.
Dieser Strom ist so stark, dass er bis in die Gegenwart reicht – in einen modernen Tempel, in dem lebendige Göttinnen im unendlichen Fluss des Daseins rotieren. Anders als die leblos arrangierten Exponate in europäischen Museen, Zeugen der kolonialen Gewalt, versammelt Djedje-Fisher-Azoume hier ein Pantheon dessen, was sie ehrt und zutiefst bewegt. Ein Tempel, der nur für diejenigen existiert, die die eigene Herkunft kennen und diese respektvoll behandeln, um daraus Kraft für Gegenwart und Zukunft zu schöpfen. Diese Kraft der mystischen Selbsterkenntnis durchdringt den ganzen Film von der Wurzelspitze bis in die Knospen.

Irina Rubina

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Regie
Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
Produktion
Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
Ton
Alex Adetiba
Sound Design
Alex Adetiba
Musik
Alex Adetiba
Animation
Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Animation Night 2025
Filmstill ANIMAC Demos
ANIMAC Demos Lee Harrison
Der Filmblock präsentiert einige der frühesten Beispiele für Videosynthese mit analogen Computern sowie frühe Beispiele elektronisch entworfener und animierter Figuren.
Filmstill ANIMAC Demos

ANIMAC Demos

ANIMAC Demos
Lee Harrison
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1968
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Diese Kompilation von vier Filmen demonstriert die Möglichkeiten des analogen ANIMAC-Computers. Der Vorläufer des späteren Scanimate-Videosynthesizers sollte in den 1970er Jahren eine neue Ära des Motion-Design einleiten. Die flotten und fließenden Formen des ANIMAC, das Ergebnis manuell gesteuerter Kathodenstrahlen, die in Echtzeit auf die Leinwand zeichneten, sind ein frühes Beispiel für elektronisch entworfene und animierte Figuren.

Ben Sassen

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Regie
Lee Harrison
DOK Neuland 2025
Filmstill Another Place
Another Place Domenico Singha Pedroli
Die trans Thailänderin Renée ist auf der Suche nach Asyl. In den nächtlichen Straßen von Paris ist sie für andere unsichtbar. Eine Einladung an die Zuschauenden, ihre Perspektive einzunehmen.
2025
Filmstill Another Place

Another Place

Another Place
Domenico Singha Pedroli
DOK Neuland 2025
XR
Frankreich
2025
19 Minuten
Thai,
Französisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch

Renée, eine Asylbewerberin aus Thailand, wandert durch die nächtlichen Straßen von Paris. Vom Asylsystem ausgespuckt und für Passant*innen unsichtbar, ist sie weder hier noch dort. Für eine Nacht sind wir eingeladen mitzuwandern – in einer filmischen, von Licht- und Schattenspielen geleiteten VR-Erfahrung. „Another Place“ entstand in Zusammenarbeit mit der Protagonistin und basiert auf ihrem Erleben.

Dana Melaver

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Regie
Domenico Singha Pedroli
Produktion
Luc-Jérôme Bailleul
Produktionsfirma
Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains
Animation Night 2025
Filmstill Aquarelles
Aquarelles Vibeke Sorensen, Tom DeWitt, Dean Winkler
Ein Dreamteam talentierter Künstler-Ingenieure zieht uns hinein in eine Welt aus synthetischen New-Age-Landschaften aus Vaporwave-Farben und wirbelnden, fraktalartigen Formen.
Filmstill Aquarelles

Aquarelles

Aquarelles
Vibeke Sorensen, Tom DeWitt, Dean Winkler
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1980
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Sorensen, DeWitt und Winkler waren ein Dream-Team von Künstler-Ingenieuren, ein talentiertes Trio, dessen perfekte Beherrschung neuer Medien und Technologien ihnen Preise und Ehrungen einbrachte. Ihr Händchen für Videosynthese und Processing springt in diesem traumartigen, psychedelischen Driften durch synthetisierte New-Age-Landschaften aus Vapourwave-Farben und wabernden, fraktalartigen Formen sofort ins Auge.

Ben Sassen

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Regie
Vibeke Sorensen, Tom DeWitt, Dean Winkler
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36)
Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36) Newsreel
Der Film zeigt Vietnames*innen und amerikanische Soldaten als Opfer einer erbarmungslosen Militärmaschine, deren wahre Nutznießer in Waffenindustrie und Militäradministration zu finden sind.
Filmstill Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36)

Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36)

Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36)
Newsreel
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1969
19 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

Unter Einsatz von O-Tönen und Kriegsbildern dokumentiert dieser Film das Erstarken der Antikriegsbewegung im US-Militär. Soldaten sprechen über ihre wachsende Wut. Wir sehen, wie sie gedrillt und indoktriniert werden – mit der Folge, dass die Grausamkeiten, für die sie dann im Vietnamkrieg verantwortlich waren, mit militärischem Gehorsam gerechtfertigt wurden. Die bisweilen brutalen Montagen zeigen sowohl die Vietnames*innen als auch die amerikanischen Soldaten als Opfer einer erbarmungslosen Militärmaschine, deren wahre Nutznießer der Film in der Waffenindustrie und der Militäradministration ausmacht. Am Ende steht der Aufruf eines Nationalgardisten im Inlandseinsatz, sich mit den Protestierenden, die er eigentlich in Schach halten soll, zu verbrüdern.

Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Newsreel
Produktion
Newsreel
Kids DOK 2025
Filmstill Astral
Astral Judith Ordonneau
Esther steht am Strand und beobachtet fasziniert die Sterne durch ein Teleskop. Das Fischwesen will sie davon überzeugen, dass die Unterwasserwelt mindestens ebenso so schön leuchtet.
Filmstill Astral

Astral

Astral
Judith Ordonneau
Kids DOK 2025
Animationsfilm
Schweiz
2025
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Am Abendhimmel leuchten die Sterne, das Meer plätschert, Esther steht am Strand mit ihrem Teleskop bereit. Sie kann sich an den Himmelskörpern gar nicht sattsehen! Ein Fischwesen taucht auf, schaut von vorn ins Fernrohr und geht Esther auf die Nerven. Was ist an diesen Sternen bloß so interessant, fragt sich der Meeresbewohner. Auch die Unterwasserwelt hat doch leuchtende Entdeckungen zu bieten!

Lina Dinkla

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Regie
Judith Ordonneau
Kamera
Judith Ordonneau
Schnitt
Zoltán Horváth, Judith Ordonneau
Produktion
Nicolas Burlet
Sound Design
Jérôme Vittoz
Animation
Judith Ordonneau
Distributor
Samuel Wanja
Young Eyes 2025
Filmstill Blue – A Black European Tale
Austroschwarz Mwita Mataro, Helmut Karner
In Greenland sind alle Wesen grün außer Bluekid. Über eine teilanimierte Bastelwelt reflektiert Mwita Mataro mit Kindern und Expert*innen Rassismuserfahrungen in Österreich.
Filmstill Blue – A Black European Tale

Austroschwarz

Austroschwarz
Mwita Mataro, Helmut Karner
Young Eyes 2025
Dokumentarfilm
Österreich
2025
98 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Mit Anfang zwanzig setzte sich Mwita Mataro drei große Ziele: Rockstar werden, einen Film drehen und danach eine Kunstschule in Tansania gründen. Das mit dem Rockstar hat er schon geschafft – er ist Frontmann einer Band. Und mit diesem Film gibt er nun sein Regiedebüt. Viele Themen wären dafür infrage gekommen, etwas Schönes wie Freundschaft zum Beispiel. Aber eine Sache treibt ihn dringlicher um, als seine weißen Filmkolleg*innen, nämlich die eigene Hautfarbe. Was also bedeutet es, als Salzburger mit tansanischen Wurzeln, als Schwarze Person of Colour im mehrheitlich weißen Österreich aufzuwachsen? Um dies zu ergründen, erschafft er gemeinsam mit jungen BPoC die animierte Fantasiewelt Greenland: ein Ort, an dem alle Kartoffelwesen grün sind, nur Bluekid und seine blaue Familie nicht. Um nicht aufzufallen, malen sie sich grün an. Da das nicht immer so richtig funktioniert, erlebt Bluekid Zurückweisungen und Ausgrenzung.
In seinem dokumentarischen Essay reflektiert Mataro eine Lebenswirklichkeit nach Farben: Rassismus, Fremdzuschreibungen, Anderssein, Blues-Erfahrungen in Greenland. Er hört Kindern und Erwachsenen zu, lässt das Publikum an Gesprächen mit Pädagog*innen, Psycholog*innen und Politiker*innen teilhaben und öffnet sich selbst vor der heimischen Kamera. Und mit „Austroschwarz“ kommt Mwita Mataro auch seinem dritten Ziel wieder einen Schritt näher.

Tina Jany

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Mwita Mataro, Helmut Karner
Buch
Mwita Mataro, Helmut Karner
Kamera
Jasmin Schwendinger
Schnitt
Christin Veith
Produktion
Stephan Herzog, Andrea Elaiza Arnold
Ton
Cristi Iorga
Sound Design
Eli Frauscher
Musik
Nicola Mpunga
Animation
Vladimir Savić
Nominiert für: Gedanken-Aufschluss-Preis, Young Eyes Film Award, Filmpreis Leipziger Ring