Filmarchiv

Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill Making Patterns Move
Making Patterns Move Ian Helliwell
Op-Art-Muster, herausgefiltert aus einem 1980er-Jahre Do-it-yourself-Buch, sind die Grundlage für dieses hypnotische Werk. Abstrakter Film kann humorvoll sein? Bitte mit Ausrufezeichen!
Filmstill Making Patterns Move

Making Patterns Move

Making Patterns Move
Ian Helliwell
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
UK
2021
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Musterbeispiele aus einem Do-it-yourself-Buch über Op-Art-Patterns sind die Grundlage für diesen hypnotischen Film. Die Bilder bewegen sich wie von selbst vor dem Auge. Farbwechsel und Überblendungen treiben ihr Fließen und Flimmern voran, bis die Grenzen zwischen tatsächlicher und imaginierter Bewegung verschwimmen. Nicht nur Soundtrack und Titel verweisen auf den schelmischen Spirit des Werkes.

Franka Sachse

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Regie
Ian Helliwell
Young Eyes 2025
Filmstill Mary Anning
Mary Anning Marcel Barelli
Mary ist ein 12-jähriges Mädchen im 19. Jahrhundert: wissbegierig, hartnäckig und fasziniert von Fossilien. Ein unterhaltsames und liebenswertes Biopic über eine der ersten Paläontologinnen.
Filmstill Mary Anning

Mary Anning

Mary Anning
Marcel Barelli
Young Eyes 2025
Animationsfilm
Schweiz,
Frankreich,
Belgien
2025
72 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Es geht auf eine kleine Zeitreise zurück ins frühe 19. Jahrhundert an die Südküste Englands. Hier lebt Mary Anning. Das 12-jährige Mädchen ist wissbegierig, hartnäckig und fasziniert von Fossilien. Jede freie Minute verbringt sie unten am Strand, um in den Erdschichten der Steilküste ihres Heimatortes nach den versteinerten Überresten längst ausgestorbener Tierarten zu suchen. Auch ihr Vater ist begeistert von diesem Hobby und verdient sich mit dem Verkauf der Versteinerungen ein Zubrot für den Unterhalt seiner Familie. Als er nach einem Klippenabbruch verschwunden bleibt, gerät Marys Leben ins Wanken. Alles, was der Vater hinterlässt, ist eine mysteriöse Zeichnung, deren Bedeutung Mary erst nach und nach versteht. Sie ist entschlossen, gemeinsam mit unerwarteten Verbündeten das Geheimnis dahinter zu lüften. Ein unterhaltsames und liebenswertes Biopic über eine der ersten Paläontologinnen.

Lina Dinkla

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Regie
Marcel Barelli
Buch
Marcel Barelli, Pierre-Luc Granjon, Magali Pouzol
Kamera
Marjolaine Perreten
Schnitt
Marcel Barelli, Julie Brenta
Produktion
Nicolas Burlet
Co-Produktion
Arnaud Demuynck, Tatjana Kozar
Ton
Jérôme Vittoz
Sound Design
Jérôme Vittoz
Musik
Shyle Zalewski
Animation
Maëlle Chevallier
Filmvertrieb
Lisa Lejeune
Nominiert für: Young Eyes Film Award
Filmstill Melt

Melt

Melt
Nikolaus Geyrhalter
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Österreich
2025
125 Minuten
Japanisch,
Deutsch,
Englisch,
Französisch
Untertitel: 
Englisch

Etwa zwei Prozent des Wassers auf unserem Planeten bedeckt gefroren die Erdoberfläche. Das ist mehr als doppelt so viel, wie in Flüssen, Seen und der Atmosphäre vorkommt, also der Großteil unseres Süßwassers. Mit der Erderwärmung drohen sich diese Verhältnisse dramatisch zu verschieben. Nikolaus Geyrhalter findet in seinem jüngsten Werk opulente Bilder einer Welt aus Eis und Schnee und evoziert zugleich eine lebhafte Vorstellung von der bevorstehenden großen Schmelze.
Von 2021 bis 2025 hat er eingeschneite Landschaften in der nordwestjapanischen Provinz Niigata besucht, den Schweizer Aletschgletscher und ein Dorf in den Osttiroler Bergen. In der Inuvik-Region in Kanada erfährt er, dass die Straßen erst in der Frostperiode befahrbar sind und nur dann Familienfeste gefeiert werden können. Er beobachtet, wie im japanischen Toyama präzise gezogene Schneewände Hunderte Schaulustige anlocken, wie sich der französische Skiort Val d’Isère durch Schneekanonen zu retten versucht, während man am österreichischen Dachstein Skilifte demontiert. Ob am Vatnajökull-Gletscher in Island, der nun auch im Winter dahinschmilzt, ob auf der deutschen Forschungsstation Neumayer III im Ekström-Schelfeis in der Antarktis – überall trifft Geyrhalter auf Menschen, deren Dasein von Naturgewalten geprägt ist. Und sie alle ahnen, dass sie die letzte Generation sein könnten, die mit der Schönheit von Eis und Schnee lebt.

Christoph Terhechte

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Regie
Nikolaus Geyrhalter
Kamera
Nikolaus Geyrhalter
Schnitt
Gernot Grassl
Produktion
Nikolaus Geyrhalter, Michael Kitzberger, Wolfgang Widerhofer, Markus Glaser
Ton
Sophia Laggner, Hjalti Bager-Jonathansson, Eva Hausberger, Sergey Martynyuk, Ariane Pellini
Sound Design
Florian Kindlinger, Flora Rajakowitsch
Filmvertrieb
Stephanie Fuchs
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Filmstill Menschen und Bücher

Menschen und Bücher

Menschen und Bücher
Hans Cürlis
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
Deutschland
1929
2 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

1929 erklärte der Börsenverein der Deutschen Buchhändler den 22. März, Goethes Todestag, zum „Tag des Buches“. Um das Datum zu verankern, wurde der politisch wandelbare Kulturfilmer Hans Cürlis für diesen stummen Signature-Spot verpflichtet. Mittels Überblendungen verschmelzen die imaginierten Welten verschiedenster Leser*innen – ob jung oder alt, ob werktätig oder intellektuell – mit ihren stilisierten Lebenswirklichkeiten.

Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
Hans Cürlis
Produktion
Institut für Kulturforschung
Filmstill Messefilm der Fa. Gebrüder Brehmer [Ausschnitt]

Messefilm der Fa. Gebrüder Brehmer [Ausschnitt]

Messefilm der Fa. Gebrüder Brehmer [Ausschnitt]
unknown
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
Deutschland
0
12 Minuten
deutsche Titel
Untertitel: 
Keine

Die Firma Gebrüder Brehmer stellte Drahtheft- und Falzmaschinen her und gehörte mit zeitweise über 1.000 Beschäftigten zu den größten ihrer Art in Deutschland. Schon zu frühen Zeiten des Mediums nutzte das Unternehmen den Film, um Güter anzupreisen und sein Ansehen zu pflegen. Dieser Imagefilm stellt das Werk in Plagwitz und spezielle Falzmaschinen vor, zum Beispiel die „¾-automatische Bogenzuführung“.

Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
unknown
Produktion
Industrie-Film Berlin
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill Millhouse: A White Comedy
Millhouse: A White Comedy Emile de Antonio
Drei Jahre bevor Richard Nixon durch die Watergate-Affäre zu Fall kam, entlarvte de Antonio den Präsidenten mit dieser grausam-komischen Materialmontage als Scharlatan.
Filmstill Millhouse: A White Comedy

Millhouse: A White Comedy

Millhouse: A White Comedy
Emile de Antonio
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1971
92 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

Drei Jahre bevor Richard Nixon durch die Watergate-Affäre zu Fall kam, entlarvte de Antonio den Präsidenten mit dieser grausam-komischen Materialmontage als Scharlatan. Aus einem Interview im „Protokoll“ der Leipziger Dokumentarfilmwoche 1972: Frage – „In jedem Ihrer Filme stellen Sie eine amerikanische Hauptinstitution bloß […]. Wen haben Sie sich für ‚Millhouse‘ ausgesucht?“ De Antonios Antwort – „Nichts Geringeres als das traditionelle politische Geschehen in seiner Ganzheit. Der Film ist keineswegs ein nur persönlicher Angriff auf Nixon. Denn um einen politischen Gegner bloßzustellen, reicht es, für ihn einen Saal zu mieten. Der Film attackiert das amerikanische System, die Glaubwürdigkeit dieses Systems, in dem er sich dem perfekten Symbol dieses Systems, dem Präsidenten, zuwendet.“

Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Emile de Antonio
Kamera
Ed Emshwiller, Richard Kletter, Bruce Shaw, Mike Gray, Dan O’Reilly
Schnitt
Mary Lampson
Produktion
Emile de Antonio, Mark Lane
Animation Night 2025
Filmstill Mona Lisa(モナリザ)
Mona Lisa(モナリザ) Toshio Matsumoto
Beim ersten Einsatz des Scanimate-Videosynthesizers in Japan nimmt Matsumoto die Mona Lisa mit auf eine Reise durch surreale Landschaften und verwandelt sie in eine schillernd-psychedelische Vision.
Filmstill Mona Lisa(モナリザ)

Mona Lisa(モナリザ)

Mona Lisa(モナリザ)
Toshio Matsumoto
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1973
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Mithilfe des Scanimate-Videosynthesizers tritt da Vincis Porträt der Lisa del Giocondo eine surreale Reise durch echte und künstliche Landschaften an. Dabei projiziert Toshio Matsumoto eine Art Fantasiewelt elektronischer Bilder, explodierender Farben und Bewegungen auf sein Subjekt und animiert die Mona Lisa so zu einer schimmernden psychedelischen Vision, die von einem abstrakten elektronischen Soundtrack begleitet wird.

Ben Sassen

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Regie
Toshio Matsumoto
Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)
Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments) Gwendolyn Lootens
Eine wunderbare Sammlung kleinster Bewegtbildmomente voller Klugheit, Witz und Poesie. Das Kleine, mit der Lupe betrachtet, bietet Raum für Überraschungen – und große Erkenntnisse.
Filmstill Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)

Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)

Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)
Gwendolyn Lootens
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Belgien,
Niederlande
2023
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Eine wunderbare und hochpoetische Sammlung kleinster Bewegtbildmomente, die uns durch clevere Kameraperspektiven und klug gewählte Bildausschnitte, durch Lichtsetzung, Montage und die verwendeten Materialien ästhetischen Hochgenuss schenkt. Dieses Archiv der Kleinigkeiten bleibt stumm. Die Augen werden zum Hörorgan. Der Sound entsteht im Kopf. Einfach bezaubernd.

Franka Sachse

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Regie
Gwendolyn Lootens
Filmstill Murmuration

Murmuration

Zwermen
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Niederlande,
Belgien
2025
13 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Die Stare kreisen in Schwärmen über dem Altersheim. Murmurationen nennt man diese beeindruckenden Naturschauspiele, die von fern wie ein kollektives Murmeln klingen. Nicht alle hören oder sehen sie, aber der alte Mann nimmt sie wahr. Manchmal entsenden die Stare einen einzelnen zwitschernden Boten vor sein Fenster. Oft sind die Vögel für ihn präsenter als seine Mitmenschen, präsenter als der alte demente Heimkollege, der regelmäßig ein Blumenstillleben wässert, präsenter als die Heimnachbar*innen im Freizeitchor. Und dann passiert es: Der alte Mann findet die erste Feder im Haar, darauf eine zweite, schließlich mehrere. Bald wächst ihm ein Schnabel, sodass er statt singen nur mehr krächzen kann.
Der letzte Lebensabschnitt, dem wir hier beiwohnen, ist liebevoll animiert: Die Puppenanimation wurde mit Mullbinden gestaltet – eine schöne Annäherung an die Verletzlichkeit, die dem Älterwerden anhaftet. Der hier gezeigte Abschied vom Leben kommt ganz ohne Pathos aus, sogar ohne jene überinszenierte Trauer, die man von vielen Todeserzählungen kennt. Selbst das Altersheim ist ein völlig banaler, wertfrei porträtierter Ort. Stattdessen verfolgen wir dieses Tschüss-Sagen im Fiedergewand als eine leise, aber zunehmende Entfremdung von der Welt, ein Nicht-mehr-Dazugehören. Und irgendwann wachsen uns allen die dazu passenden Flügelschwingen.

Marie Ketzscher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Buch
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Kamera
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Schnitt
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Produktion
Peter Lindhout
Co-Produktion
Annemie Degryse, Janneke Swinkels, Tim Frijsinger, Ben Tesseur
Ton
Corinne Dubien
Sound Design
Corinne Dubien
Musik
Roos Rebergen, Sjoerd Bruil
Animation
Rosanne Janssens, Mirjam Plettinx, Geertrui de Vijlder
Filmvertrieb
Annabel Sebag
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis, Gedanken-Aufschluss-Preis
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill My Country Occupied (Newsreel #151)
My Country Occupied (Newsreel #151) Heather Archibald, Tami Gold
Von einer ausgebeuteten Tagelöhnerin zur Guerillera: Die Ich-Erzählerin berichtet von ihrer politischen Bewusstwerdung und dem Kampf gegen die Einflussnahme der United Fruit Company auf ihr Land.
Filmstill My Country Occupied (Newsreel #151)

My Country Occupied (Newsreel #151)

My Country Occupied (Newsreel #151)
Heather Archibald, Tami Gold
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1971
29 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

Zu kontrastreichen Bilderfolgen in Schwarz-Weiß, die mitunter zum Stehen kommen, skandiert die Ich-Erzählerin eine eindringliche Ansprache, die von ihrer politischen Bewusstwerdung handelt: Ihre Entwicklung von einer ausgebeuteten Tagelöhnerin zu einer Guerillera im Kampf gegen die politisch-ökonomische Einflussnahme der USA auf lateinamerikanische Staaten, hier exemplarisch die global agierende United Fruit Company und ihre Dominanz in Guatemala. „My Country Occupied“ ist ein Film auf der Suche nach einer politischen Form, pendelt hin und her zwischen rapide geschnittener Agitprop im Geiste des lateinamerikanischen Third Cinema, polemisch eingesetzten Fremdmaterialszenen und eher eingängigen, folkloristisch anmutenden Passagen von Land und Leuten.

Tobias Hering, Tilman Schumacher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Heather Archibald, Tami Gold
Produktion
Newsreel