Die Kreide jagt den Schatten. Ist er eingefangen, bleiben nur Spuren des Spiels zurück. Ein Wettlauf zwischen flüchtigen und manifesten Formen, der keinen Gewinner kennt.
Die Kreide jagt den Schatten. Ist er eingefangen, bleiben nur Spuren des Spiels zurück. Auf porösem Grund wird gezeichnet, gelöscht, gezeichnet. Wie auf einer liederlich gesäuberten Schultafel schlagen Reste von Bildern durch, die es längst nicht mehr gibt. Špela Čadež veranstaltet einen Wettlauf zwischen flüchtigen und manifesten Formen, der – gerade filmtheoretisch – keinen Gewinner kennt.
Milanka Fabjančič lässt aus sepia- und pastellgetönten Zeichnungen die Wundergeschichte der Fabrikarbeiterin Liliana erstehen, die ein leuchtendes Geheimnis in ihrem Herzen trägt.
Nostalgisch verklärt, entführt dieser Film in die Vergangenheit. Die versierte Illustratorin Milanka Fabjančič lässt aus sepia- und pastellgetönten Zeichnungen die Wundergeschichte der fleißigen und duldsamen Fabrikarbeiterin Liliana erstehen. Abend für Abend nimmt sie ein leuchtendes Halsband ab und legt es morgens wieder an. Tagsüber bleibt das Geheimnis ihrer Duldsamkeit in ihrem Herzen verborgen.
Schmerzen im Herzen, nimmer mehr trocknen wollende Tränen und umgedrehte Köpfe sind schwer zu behandeln. Eine animierte organmedizinische Fallgeschichte der Liebeskrankheit.
Schmerzen im Herzen, nimmer mehr trocknen wollende Tränen und umgedrehte Köpfe sind schwer zu behandeln, aber zum Glück nicht unheilbar. In Röntgenbildern und Gewebeproben, auf Untersuchungsliegen und im Wartezimmer, stets unter ärztlicher Aufsicht widmet sich Špela Čadežs Puppenanimation der schwer zu diagnostizierenden Liebeskrankheit. Eine animierte organmedizinische Fallgeschichte.