An der irischen Westküste, begleitet vom kritischen Blick des Großvaters, erlernt Cian das herausfordernde Handwerk des Schäfers. Eine einfühlsame Coming-of-Age-Beobachtung.
Der sechzehnjährige Cian soll nach der Schule auf dem Schäferhof der Familie einsteigen. Das Leben dort ist so rau wie die westirische Küstenlandschaft. Fürs Ausschlafen oder Fußballspielen bleibt keine Zeit. Stattdessen müssen Hammel an den Hörnern genommen werden. Aus nächster Nähe beobachtet die Kamera in dieser einfühlsamen Coming-of-Age-Studie, wie der schmächtige Kerl die herausfordernden Handgriffe des Schäferberufs erlernt, begleitet vom geduldigen und kritischen Blick des Großvaters.
Daniel Abma
Credits
Regie
Matthias Joulaud, Lucien Roux
Kamera
Matthias Joulaud, Lucien Roux
Schnitt
Selin Dettwiler
Produktion
Jaber Debzi, Jean-Guillaume Sonnier
Ton
Yatoni Roy Cantu
Musik
Yatoni Roy Cantu
Ausgezeichnet mit:
Special Mention (Internationaler Wettbewerb Kurzfilm)
Ein wunderbar untergründiger Animationsfilm über die relevante (und bis dato nie ganz geklärte) Frage, wie man seinem Kind eigentlich am wenigsten im Weg steht.
Wer heute ein Kind in die Welt setzt, trägt schwer an der neuen Verantwortung. Als Ethan Barrett als „stay at home dad“ plötzlich für das Wohlergehen seiner kleinen Tochter zuständig ist, begreift er schlagartig: Jede seiner Handlungen wird ihr Leben beeinflussen – ob er will oder nicht. Charmant, ironisch und gewitzt sondiert er, wie er ihrer perfekten Entwicklung am wenigsten im Weg stehen könnte. Nach „Burp“ (DOK Leipzig 2020) das nächste kleine Meisterwerk des untergründigen Humors.