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Retrospektive 2024
Filmstill The Truth About Fidel Castro Revolution
The Truth About Fidel Castro Revolution Victor Pahlen
Hollywoodstar Errol Flynn liebt Havanna, die Spielcasinos, die Cocktails. Als Augenzeuge der Kubanischen Revolution lernt er auch, Fidel Castro zu lieben, den „kubanischen Robin Hood“.
Filmstill The Truth About Fidel Castro Revolution

The Truth About Fidel Castro Revolution

The Truth About Fidel Castro Revolution
Victor Pahlen
Retrospektive 2024
Dokumentarfilm
USA,
Kuba
1959
51 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

Als Hollywoodstar Errol Flynn 1960 auf der Leipziger Festivalleinwand erschien, war er seit einem Jahr tot. Das Publikum sah ihn in seiner letzten Rolle: als gealterter Liebhaber – von Havanna, Spielcasinos und Cocktails, als Nemesis der kubanischen Befreiungsbewegung, die verderbten Bonvivants wie ihm den Kampf angesagt hatte. Der Kino- schwärmt für den Kuba-Haudegen Fidel Castro und moderiert lässig, mit der Zigarettenspitze in der Hand die Diktatur- und Befreiungsgeschichte des Inselstaates.
Hat Hollywood in Leipzig angerufen, um diesen Film zu empfehlen? Vermutlich war es Moskau, denn dort soll 1959 Welturaufführung gewesen sein. Aber wie kam der erklärte Antikommunist Errol Flynn zu dieser Liebeserklärung? Vielleicht hat ihm sein neuer Freund Fidel nicht die ganze Wahrheit gesagt?

Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Victor Pahlen
Buch
Victor Pahlen
Produktion
Victor Pahlen
Sprecher*in
Errol Flynn
Retrospektive 2021
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Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet Kurt Gerron, Karel Pečený
In Fragmenten überlieferte NS-Propaganda, die das Lager als Ruhesitz für jüdische „Aussiedler“ inszeniert. Der Häftling und zwangsverpflichtete Co-Regisseur Kurt Gerron starb im Gas.
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Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet

Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet
Kurt Gerron, Karel Pečený
Retrospektive 2021
Dokumentarfilm
Deutschland
1944
17 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine

Ein nur in Fragmenten überlieferter NS-Propagandafilm, der seine Wirkung nie „erproben“ konnte. Erst intensive Forschungen identifizierten die verstreuten Reste, berichtigten den kolportierten Titel „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ und klärten, wer den ursprünglich etwa 90-minütigen Betrugsversuch vor dessen Verschwinden überhaupt hatte sehen können. Die avisierte internationale Öffentlichkeit war 1944/1945 nicht mehr zu erreichen. Aber wäre sie von dem hier inszenierten Ruhesitz für „ausgesiedelte“ Jüdinnen und Juden überzeugt gewesen? Kurt Gerron, Film- und Theaterberühmtheit, im Getto interniert und als Co-Regisseur zwangsverpflichtet, wurde noch 1944 nach Auschwitz deportiert und vergast.

Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Kurt Gerron, Karel Pečený
Buch
Kurt Gerron
Kamera
Ivan Fric, Čeněk Zahradníček, Josef Cepelak, Karel Pečený
Schnitt
Ivan Fric
Produktion
Karel Pečený
Ton
Jaroslav Sechura, Josef Francek