Zu Beginn der Pandemie entstanden, stellt Lee Anne Schmitts neuester Kurzfilm die Ruhe der Natur dem Gefühl unterschwelligen Schreckens angesichts des Zustands der Welt gegenüber, auch wenn erstere wohl kaum immun gegen letzteres ist. Die üppigen Blätter, schlanken Stiele und Blüten in allen Formen und Farben, die wir durch runde und rechteckige Rahmen sehen, scheinen in vollkommener Harmonie mit dem sanften Klang des Windspiels zu sein, bis Schmitts Stimme die Ruhe bricht und von dem Entschluss erzählt, das Auto vollzupacken und wegzufahren. Die immer wiederkehrende Aufnahme eines Waldes mit langsam in der Lücke zwischen den Bäumen aufsteigenden Wolken. Nebel oder Rauch? „Nichts ist da, wo es sein soll.“
James Lattimer