Ein liebevoll gestaltetes Dramolett um ein drolliges Puppenkerlchen mit Stupsnase und abstehenden Ohren in bedrohlichen Situationen, die wir alle aus unserer Kindheit kennen.
Ein liebevoll gestaltetes Dramolett um ein drolliges Puppenkerlchen mit Stupsnase und abstehenden Ohren in bedrohlichen Situationen, die wir alle aus unserer Kindheit kennen. Das Entsetzen auf dem Einmeterbrett, unter dem sich unendliche Tiefen auftun. Die Panik, wenn sich die Tür einer öffentlichen Toilette nicht mehr öffnen lässt. Jede Szene veranschaulicht Kinderängste. Hier lacht man nicht über einen kleinen Menschen in Nöten, sondern über sich selbst.
Irgendwo auf einem Ozean geht die Besatzung eines Fischtrawlers Tag und Nacht ihrer Arbeit nach. Die Kamera bewegt sich im gleichen rollenden Takt wie das Schiff in den Wellen.
Irgendwo auf einem Ozean geht die Besatzung eines Fischtrawlers Tag und Nacht ihrer Arbeit nach. Jeder Handgriff muss sitzen, eine Bewegung führt automatisch zur nächsten. Schwere Ketten sind zu befestigten, Netze einzuholen, Fische zügig auszunehmen und in großen Kisten mit Eis zu verpacken. Eine Zigarette ist stets fest zwischen den Lippen, und im Glas mit Schokocreme findet sich hoffentlich immer noch ein Rest. Die Kamera bewegt sich im gleichen rollenden Takt wie das Schiff in den Wellen.
Unterhaltsam und kinderleicht zeigt dieser animierte Dokumentarfilm, wie einfach das Leben sein kann, wenn mensch ins Reine mit sich kommt – und selbstverständlich akzeptiert wird.
Kinderleicht, unterhaltsam und berührend zeigt diese bunte Animation die Transition einer Frau, die im „falschen Körper“ zur Welt kam. Mit Unterstützung und Verständnis der Familie wird Ivan zu Lada – einer glücklichen, zufriedenen Person. Basierend auf einer wahren, individuellen Geschichte ist dieser Film auch eine Parabel auf den Einfallsreichtum der Transgender-Community, die manchmal ungewöhnliche Wege gehen muss, um sich einen lebenswerten Alltag in einer ignoranten Umgebung einzurichten.
Borjana Gaković
Credits
Regie
Olesya Shchukina
Buch
Anastasia Patlay
Schnitt
Olesya Shchukina
Produktion
Pavel Loparev, Irina Khodyreva
Ton
Andrey Guryanov
Animation
Iulia Voitova, Arman Avdalyan
Ausgezeichnet mit:
Silberne Taube (Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm)
Kurz vor ihrer fünfjährigen Schaffenspause als „Moderat“ geben die Bandmitglieder freimütig Auskunft über Zwischenmenschliches und die Dynamik ihrer elektrisierenden Kooperation.
Nach Jahren gemeinsamen Tourens beschließt die Berliner Supergroup „Moderat“ 2017, sich eine (kürzlich beendete) Auszeit zu gönnen. „The Last Days“ porträtiert die drei Protagonisten der „Intelligent Dance Music“ von ihrer menschlichen Seite. Schwarz-weiße Bilder, die um ihre letzte Konzerttournee herum entstanden, dienen als Projektionsfläche für Interviews im Off, in denen Sascha, Szary und Gernot sich gegenseitig beschreiben und dabei tiefe Einblicke in ihre künstlerische Dynamik zulassen.
Hinweis: In diesem Film werden Stroboskopeffekte verwendet.
In Hamsterland sind alle zu 100 Prozent glücklich und stressresistent. Eine kurzweilige Polemik auf hyperkapitalistische, neoliberale Gesellschaften, die zum Schmunzeln verleitet.
In Hamsterland sind alle zu 100 Prozent glücklich. Statistik ist die Religion und die perfekte Arbeitskraft ist jung, teamfähig und stressresistent. Selbst die stupidesten Tätigkeiten am Computer und Schufterei im Akkord machen ausnahmslos Spaß. Bis eines Tages doch einmal etwas schiefläuft und die Mantras „Think positive“ und „Follow your dreams“ vorübergehend verstummen. Eine kurzweilige Polemik auf hyperkapitalistische, neoliberale Gesellschaften, die zum Schmunzeln verleitet.
Johannes Weigelt, Pionier der Fossilisationslehre, war Paläontologe, Fotodilettant und Nazi. Dieser Essay bringt seine in Bildern fossilisierte Biografie zum Schillern.
Ein Leben für den Verfall. Johannes Weigelt (1890–1948) war Paläontologe, Fotodilettant und Nazi, immer glühend. Dem Pionier der Fossilisationslehre widmet sich dieser Essay – nüchtern und zugleich aufregend in der Form. Drei Bildfelder füllen sich mit wechselnden Inhalten: Schwarz-Weiß-Dokumente von Tierleichenfeldern, ein Schnappschuss mit Göring, Texttafeln, kunstsinnige Fotomontagen. Sie laden sich gegenseitig auf und bergen eine in Bildern fossilisierte Biografie, die lebhaft schillert.
Paul Klee grüßt die Shadoks in diesem fantasievollen Animationsfilm, der geometrischen Formen Leben einhaucht und eine berührende Lovestory in den Tiefen des Weltraums erzählt.
Im All ist es einsam, und wärmen kann einen nur die Sonne. Darko Masnec erweckt in seinem fantasievollen 2D-Animationsfilm Linien zum Leben und haucht abstrakten geometrischen Figuren Atem ein, als feierte Paul Klee mit den Shadoks ein farbenfrohes Bankett der Metamorphosen. Aus stilisierten Formen sprießen leuchtende organische Verbindungen, die von einer berührenden Lovestory im Weltraum erzählen.
Blind geboren, sieht der tragische Held des Films seine Umgebung mit sieben Jahren Verspätung. Die Bilder des Vergangenen werden zum Fluch, unvereinbar mit der erlebten Gegenwart.
Blind geboren, erscheinen dem Helden des Films erst im Alter von sieben Jahren Bilder der Vergangenheit, die ihn alsbald wie ein Fluch begleiten. Wie die Sterne am Nachthimmel, so ist das, was er sieht, oft längst verflossen und erloschen. Die beinahe greifbare, pastellfarbene Cutout-Technik der Gegenwartserzählung kontrastiert in diesem tragischen Meisterwerk des Duos Kijek/Adamski mit einer zarten, schwarz-weißen 2D-Animation, die für die Schatten des Versunkenen steht.
Christoph Terhechte
Credits
Regie
Katarzyna Kijek, Przemysław Adamski
Buch
Katarzyna Kijek, Przemysław Adamski
Kamera
Katarzyna Kijek, Przemysław Adamski
Schnitt
Katarzyna Kijek, Przemysław Adamski
Produktion
Piotr Szczepanowicz, Grzegorz Wacławek
Co-Produktion
Przemysław Adamski, Katarzyna Kijek, Bruno Caetano
Ton
Philip Lenkowsky, Carlos Abreu, Miguel Gonçlaves
Musik
Piotr Kaliński
Animation
Katarzyna Kijek, Przemysław Adamski, Ala Nunu, João Gonzalez, Jakub Kaczmarek, Bartosz Stępnik, Hugo Sequeria
Eine erfolgsverwöhnte junge Animationsfilmemacherin arbeitet an ihrem Diplomfilm – und bekommt Zweifel. Eine liebevolle Film-im-FiIm-Puppenanimation mit überraschendem Ende.
Der Vorgänger-Film unserer Filmheldin war auf vielen Festivals eingeladen und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Der Erfolg hat sie vielleicht ein klein wenig abheben lassen. Vor lauter Arbeit verbrachte sie vier Jahre ohne einen einzigen Urlaubstag. Nun sitzt sie bei ihren Eltern in der Garage und werkelt an ihrem Diplomfilm. Dessen Filmheldin ist die Animationsfilmstudentin Julita, die an ihrem Abschlussfilm feilt. Eine liebevolle Film-im-Film-Puppenanimation mit überraschendem Ende.
Yasin El Harrouk ist Yonii ist Schauspieler, Musiker, Schwabe, Marokkaner. Dieses Porträt stellt ihn als stolzen Besitzer mehrerer Kulturen vor – die ihn stets auch herausfordern.
Yasin El Harrouk ist Yonii ist Schauspieler, Rapper, Sänger, Schwabe, Marokkaner. Dieses Porträt stellt ihn als quirligen Wandler zwischen Lebens- und Kreativkulturen vor, zwischen Rollen, die er im Studio und vor der Kamera spielt, und Erwartungen, die Familie und Community an ihn haben. Yonii besitzt zwei Sprachen und noch mehr Welten – und genießt diesen Reichtum. Aber auf dem Sofa im Stuttgarter Wohnzimmer seiner Mutter zeigt sich, dass Weltenvielfalt auch andauerndes Abwägen bedeutet.