Eine hypnotische und musikalische Reise, die sich aus den gefilmten Momenten heraus assoziativ zu einem Tableau über Menschen auf der Suche nach Transzendenz und Ekstase entfaltet.
Ein zentrales Element in Peter Mettlers preisgekröntem Schaffen ist das Motiv der Bewegung im Film: Sein Reisen entführt uns hier von Kanada über die USA in die Schweiz bis nach Indien und entfaltet sich aus den gefilmten Momenten heraus assoziativ zu einem Tableau über verschiedene Menschen. Sie alle sind auf ihre Weise auf der Suche nach Transzendenz und Ekstase. In diesem hypnotischen Trip über Zeit und Vergänglichkeit lässt sich der Regisseur stets auf Unerwartetes ein. Neugierde und Unvoreingenommenheit prägen seinen Blick. Weit über hundert Stunden Drehmaterial fließen in eine brillante Montage, in der Transition und Entrückung auch eine visuelle und akustische Entsprechung finden.
Die Filmcrew macht sich auf die Suche nach den Nordlichtern. Ausgestattet mit einer ausgeklügelten Spezialkamera, geben sie sich dem Warten, den Umständen und den Menschen vor Ort hin.
Zusammen mit dem Fotografen Andreas Züst und einer kleinen Filmcrew macht sich Peter Mettler auf die Suche nach den Nordlichtern. Um dieses Naturwunder überhaupt auf Filmbildern erfassen zu können, hat das Team eine Spezialkamera angefertigt, die den klimatischen Extrembedingungen standhalten muss. Vor Ort geben sie sich geduldig dem Zustand des Wartens hin. Sie befinden sich im Grenzbereich zwischen geografischem Norden und besiedeltem Süden. In seiner formalen Struktur bewegt sich der Film wiederum zwischen trancehaftem Essay und analytischer Forschungsreise. Und dem Filmemacher bleibt die Grundsatzfrage, ob die Erfahrung des spektakulären Naturphänomens überhaupt gefilmt werden kann.
Annina Wettstein
Credits
Regie
Peter Mettler
Buch
Peter Mettler
Kamera
Peter Mettler
Schnitt
Peter Mettler, Mike Munn
Produktion
Andreas Züst, Peter Mettler, A. Gill
Sound Design
Peter Mettler, Peter Bräker, A. Gill, Leon Johnson, Gaston Kyriazi
Was erkennen wir, wenn wir auf unser Leben zurückblicken, auf den Lebenszyklus und den konstanten Wandel der Welt? Ist das Gras auf der anderen Seite tatsächlich immer grüner?
Ein Film, der uns Achtsamkeit lehrt. In seinem audiovisuellen Tagebuch nimmt der preisgekrönte schweizerisch-kanadische Filmemacher Peter Mettler Abschied von seiner Mutter und von seinem Vater. Der Film geht jedoch weit über eine persönliche Trauerarbeit hinaus. In einer stets dialogisch ausgerichteten Suchbewegung über den Lebenszyklus denkt er über das Diesseits und das Jenseits, über das Sein und die Zeit nach. Es ist ein ewiger Kreislauf und ein Fließen – wie das fortwährende Vorbeiziehen von Wolken und Flüssen.
Visuell und inhaltlich schöpft Peter Mettler aus persönlichen Gesprächen, aus philosophischen und spirituellen Texten wie auch aus seinem eigenen Film- und Soundarchiv. Sein Zugang ist geprägt von Offenheit und Demut gegenüber dem Leben und der Natur. Diese aufmerksame Haltung charakterisiert die Auffassung des Regisseurs vom „Filme Machen“ per se, die sein ganzes Werk bestimmt. „While the Green Grass Grows“ umfasst zwei Teile eines größer angelegten epischen Tagebuchprojekts mit gleichnamigem Titel.