Die trans Thailänderin Renée ist auf der Suche nach Asyl. In den nächtlichen Straßen von Paris ist sie für andere unsichtbar. Eine Einladung an die Zuschauenden, ihre Perspektive einzunehmen.
Renée, eine Asylbewerberin aus Thailand, wandert durch die nächtlichen Straßen von Paris. Vom Asylsystem ausgespuckt und für Passant*innen unsichtbar, ist sie weder hier noch dort. Für eine Nacht sind wir eingeladen mitzuwandern – in einer filmischen, von Licht- und Schattenspielen geleiteten VR-Erfahrung. „Another Place“ entstand in Zusammenarbeit mit der Protagonistin und basiert auf ihrem Erleben.
Dana Melaver
Credits
Regie
Domenico Singha Pedroli
Produktion
Luc-Jérôme Bailleul
Produktionsfirma
Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains
Bei diesem AR-Projekt liegt die Kunst in der Bewegung: Sie bringt die Figuren zusammen, die die Besuchenden der Ausstellung selber zeichnen. Ein Kunstwerk aller, im stetigen Wandel.
Kunst liegt oft im Verborgenen, und bei diesem AR-Projekt liegt die Kunst in der Bewegung. Sie ist es, die die wechselnden Figuren zusammenbringt, die von Ausstellungsbesucher*innen gezeichnet und täglich aktualisiert werden. Diese Werke von Unbekannten und Nichterwählten kommen ins Museum – und rütteln am musealen Raum als Hort exklusiver Urheberschaft. Kommen Sie zeichnen!
Die animierte VR-Erfahrung dreht sich um Mr. Saul, einem alternden Mann, der in einem Bordell arbeitet und ein großes Geheimnis verbirgt. Eine mit Musik unterlegte Reise zu Selbstakzeptanz.
Eine Reise zur Selbstbejahung, erfüllt von Musik. In dieser VR-Erfahrung begegnen wir Herrn Saul, einem alternden Mann, der in einem Bordell arbeitet und ein großes Geheimnis verbirgt. Durch Samba, Karneval und ein bisschen Freundlichkeit lernt er, sich selbst anzunehmen. „Finally Me“ wurde feinfühlig von Marcio Sal animiert, der Herrn Saul mit seiner eigenen Stimme und seinen eigenen Bewegungen Leben einhaucht.
Ein experimenteller Science-Fiction-Film, der sich ständig mit dem Wetter verändert. Er reagiert auf Echtzeitdaten aus aller Welt. Eine lebendige Interaktion zwischen Computergrafik und Natur.
Dieser Cyborg unter den Filmen lässt Computergrafik und Natur dynamisch interagieren. Auf der Basis planetarer Daten von über vierzig Orten auf der ganzen Welt werden Rhythmus und Sequenzierung in Echtzeit vom Wettergeschehen umgeformt. Konzipiert im Geist der Geomantie, die den Geschichten der Erde lauscht und ihr antwortet, ist hier eine Erfahrung von wahrhaft magischer Qualität zu machen.
59 Charaktere, quer aus aller Welt und dem Geschlechterspektrum, in verträumten und surrealen Landschaften. Eine inklusive Darstellung in einer virtuellen Welt, wie sie auch sein könnte.
Willkommen im Glitchbodies-Versum, einem virtuellen Raum, in dem man über sein Image selbst bestimmt. Das Spiel bietet den Teilnehmer*innen verschiedene Umgebungen an, in denen sie auf 59 Protagonist*innen aus der ganzen Welt treffen. Mit seinem inklusiven und kollaborativen Charakter steht „Glitchbodies“ in entschiedenem Widerspruch zu den heteronormativen Machtballungen des Internetzeitalters, und das in einem unverwechselbaren Stil.
Die Sphinx, das alte Rom und der Eiffelturm an einem Tag? Der 360°-Film spielt mit unseren Maßstäben und setzt sich mit unseren Ideen der Welterschaffung und der virtuellen Realität auseinander.
Zur Sphinx, ins alte Rom, zum Eiffelturm – an nur einem Tag! Dieser 360°-Film führt uns in einen Miniaturpark und macht uns mit dessen Baumeister, dem Schöpfer, bekannt. „Minitourism“ irritiert den Sinn für Größenverhältnisse und setzt sich mit Ideen des Weltenbaus sowie Virtual Reality als Medium auseinander. Spielerisch und zugleich kontemplativ kommen wir ins Nachdenken über unsere eigenen Weltkonstruktionen.
Der animierte Film führt in eine poetische Unterwasserwelt, folgt einem Jungen auf seiner Reise nach Europa. Begleitet wird er dabei von den Geschichten derer, die ihre Reise nicht beenden konnten.
Ein Tauchgang im Meer, der berührt. Wir begegnen dem Teenager Kanope auf seiner Reise nach Europa. Und wir, unter Wasser, sind mit ihm. Der poetische und wunderschön animierte Film erzählt die Tragödie aller, die ihre Reise nie beenden konnten. In „Murmuration“ flossen authentische Erlebnisberichte minderjähriger Migrant*innen ein. Hier sind auch ihre Stimmen zu hören.
Basierend auf dem visuellen Archiv und der Musik von Brian Eno sowie neuen Interviews wird diese meditative Erfahrung kontinuierlich durch die „Fantasie“ einer Maschine erzeugt.
Ewig könnte er weitergehen, zumindest, bis wir ihn abschalten: Dieser generative Film entsteht in Kollaboration zwischen einem Filmemacher, einem Künstler und einer Maschine vor unseren Augen – die ganze Festivalwoche lang. Bild- und Musikarchive von Brian Eno sowie neue Interviews werden zu einer meditativen audiovisuellen Echtzeiterfahrung zusammengeführt, die der Vorstellungskraft eines Computers entspringt.
Eine abstrakte Welt, gezeichnet mit digitaler Tinte, inspiriert von der taoistischen Philosophie: Ein Spiel, das Erfahrungen vom Fliegen und Schweben ermöglicht, die Menschen sonst vorenthalten sind.
Fliegen wir durch eine abstrakte, mit digitaler Tinte gezeichnete Welt! Inspiriert von der taoistischen Philosophie und den Schriften von Zhuang Zhou, verleiht dieses interaktive Spiel Flügel, lässt uns schwimmen oder schweben und erlaubt uns, etwas anderes – und vielleicht mehr – als ein Mensch zu sein. Die Steuerung erfolgt durch Bewegungen auf einem speziell angefertigten Balance-Ball-Controller, was die körperliche Erfahrung noch verstärkt.
Oto führt ein ruhiges Leben bis ein Raumschiff landet und dessen Kapitän den halben Planeten beansprucht. – Eine heitere Geschichte mit schwarzem Humor über unseren eigenen Planeten.
Oto führt ein ruhiges Leben, bis eines Tages ein Raumschiff auf seinem Planeten abstürzt. Exo klettert heraus – und beansprucht die Hälfte von Otos Welt für sich. Die heitere, mit schwarzem Humor gefärbte Geschichte hält unserer Erde den Spiegel vor. Während man die Ereignisse verfolgt, darf Otos Planet gedreht und gewendet werden, um ihn von allen Seiten betrachten zu können. Otos Planet liegt in unseren Händen.
Dana Melaver
Credits
Regie
Gwenael François
Produktion
Julien Becker, Nicolas S. Roy, Vincent Guttmann, Voyelle Acker
Ein im Krieg zerstörtes Zuhause in Syrien wird durch AR und die Erinnerungen der einstigen Bewohner wieder aufgebaut. Eine Reflexion über das Gefühl von Heimat und dessen Verlust.
Ein Zuhause, kaputt und zerschossen, wird als weißes Modell nachgebaut und mit Augmented-Reality-Mitteln wiederbelebt. Zwei syrische Geflüchtete tragen Details aus dem Gedächtnis zusammen. Sie und die Kraft der Animation helfen beim Wiederaufbau. Dieses Projekt nimmt direkt Bezug auf den Krieg in Syrien, das Modell steht jedoch für etwas Universelles: für die Schrecken jedes Krieges, aber auch für die Macht der Erinnerung.
Seefahrer Abel Tasman kehrt zurück, um neues Land für niederländische Klimaflüchtlinge zu erobern. Zwischen Satire und Kritik entspinnt sich ein collagenartiges Narrativ über Kolonialgeschichte.
In einem Museum der Zukunft sind historische und imaginierte Objekte, Pop-up-Werbung und Easter Eggs ausgestellt, aus denen extravagant-sardonisch die Kolonialmaschinerie hervorgrinst. Das Gemälde in der Mitte zeigt den Entdecker Abel Tasman, der aus dem 17. Jahrhundert zurückkehrte, um Neuland für niederländische Klimaflüchtlinge zu kolonisieren. Eine epische Hypercollage, in der die Audiospur dem Blick folgt.
Nouakchott, Mauretanien: eine Stadt, die sich bewegt. Das Herzstück der Installation ist ein 360°-Film, der durch Archiv- und Privatmaterial aus der Region erlaubt, die Stadt zu erleben.
Die multimediale Vertiefung in ein Paradoxon: eine Stadt, die sich bewegt. Das Herzstück dieser gemeinschaftlich entwickelten Installation ist ein neuer 360°-Film, der uns einen Moment lang mit dem ehemaligen Nomaden Mohamed durch die Außenbezirke der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott streifen lässt. Aus Archiv- und authentischem Alltagsmaterial entsteht das komplexe Bild einer vielgestaltigen Metropole.
Die 9-jährige Juniper navigiert durch vielschichtige Erinnerungen: In einer Papierwelt entfalten sich ungerechte Machtverhältnisse im Umgang mit einer Bediensteten der Familie.
Tauchen wir ein in die Welt der 9-jährigen Juniper, in ihre komplizierten und beschämenden Erinnerungen an Magnolia, die als Haushaltshilfe in die Familie kam. Animation und Ton sind so zart wie trügerisch. „The Dollhouse“ entlarvt das Zuhause als Werkstatt, in der ungerechte Machtdynamiken ausgeformt werden. Die Geschichte entfaltet sich in alle Richtungen und bietet manchmal Möglichkeiten zur Interaktion.