Die DDR befürwortete im israelisch-palästinensischen Konflikt zunächst explizit den UN-Teilungsplan von 1948, um sich ab 1965 jedoch zunehmend einseitiger zu positionieren.
Im Zeichen internationaler Solidarität wird arabischen Kindern aus Flüchtlingslagern in Jordanien 1970 ein Ferienaufenthalt in der DDR ermöglicht. Diese politische Geste reihte sich in eine kurz zuvor neu ausgerichtete Positionierung der DDR im israelisch-palästinensischen Konflikt ein. Anlässlich der Weltjugendspiele 1973 sah man dann bereits Jassir Arafat neben Erich Honecker vor den Kameras.
„Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“, so Lenin. Das größte Land der Erde, vorgestellt in gewaltigen Bildern, die in Ehrfurcht erstaunen lassen sollen.
Sankt Petersburg als Wiege der Oktoberrevolution 1917, Moskau als Geburtsort der Sowjetunion 1922: Gemäß Lenins Diktum „Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“ wird die Beherrschung der Naturkräfte und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in eindrucksvollen Bildern belegt – unter Betonung der Eigenständigkeit und Brüderlichkeit aller Sowjetrepubliken.
Die ganz großen politischen Leitlinien – Zwei-Lager-Theorie, historische Verpflichtung, militärische Bündnistreue – werden abgeleitet aus der Schmalfilmsammlung eines Sowjetbürgers in Riga.
Ein Sowjetbürger und Filmenthusiast im lettischen Riga erinnert sich beim Betrachten seiner Schmalfilmsammlung an seine Zeit als Soldat in der DDR. Damals war die gegenseitige militärische Unterstützung innerhalb des Warschauer Paktes Garant für die Wehrhaftigkeit gegenüber Angriffsversuchen aus dem imperialistischen Westen – stets vor dem Hintergrund der Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg.
Die erfahrene Amateurfilmerin Liselotte Schließer rekapituliert ihren Werdegang und wundert sich über die geringe Zahl weiblicher Regisseure und Kameraleute.
Die im Haupterwerb als technische Zeichnerin tätige Liselotte Schließer wird in ihrem privaten und beruflichen Alltag begleitet. Sie gibt Auskunft über ihre Leidenschaft, die zweite Lebensaufgabe wurde. Lange Jahre einzige Frau im organisierten Amateurfilmwesen, vermisst sie, inzwischen Leiterin des Amateurfilmclubs Radebeul, weiterhin weibliche Regisseure und Kameraleute.
Eine zeitgenössische Dokumentation aus Chile über den Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl 1970 zur Unterstützung des später weltweit bekannten Kandidaten Salvador Allende.
Nach dem Militärputsch in Chile und dem Tod Salvador Allendes 1973 wurden Zehntausende Oppositionelle verfolgt und ermordet. Die DDR nahm etwa 2.000 Geflüchtete auf, darunter auch die neunjährige Tania und ihre Familie. Dass die DDR die Politik Allendes zunächst skeptisch betrachtete und nur ausgewählte Chilen*innen in den Genuss politischen Asyls kamen, gehörte zur Logik einer bipolaren Weltordnung.
Vier Bürger der DDR, unter ihnen der bildende Künstler Willi Sitte, erläutern ihre Beweggründe für ihre Unterstützung Vietnams mit unterschiedlichsten Mitteln.
Rentner Lehmann, Volkskünstler Köppe, Ingenieur Krahnstöver und der berühmte Maler Willi Sitte: Vier DDR-Bürger erläutern ihre Motive und Taten für die Solidarität mit Vietnam. Betont wird das Weltumspannende des Protests gegen den Krieg in Fernost, auch und gerade in westlichen Ländern, und damit der systemübergreifende Charakter der Bewegung. Eine Aufforderung an das Filmpublikum zu eigenem Engagement.
Konstantin Wiesinger
Credits
Regie
collective
Produktion
Filmkollektiv VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld
Der Umweltschutz war in der Gesetzgebung des Industriestaates DDR fest verankert. Nur das Spannungsverhältnis zwischen Ausbeutung und Bewahrung der Natur schien unauflöslich.
Anlässlich des 1970 verabschiedeten Landeskulturgesetzes der DDR erläutert ein Sprecher die vielfältigen Aspekte des Umweltschutzes anhand plastischer, visuell zugespitzter Beispiele. Der grundsätzliche Widerspruch zwischen Ausbeutung und Bewahrung der Natur in einem entwickelten Industriestaat wird hierbei immer wieder thematisiert, ohne ihn jedoch auflösen zu können.
Ein sowjetischer Tanzpädagoge soll die Authentizität der Choreografie osteuropäischer und zentralasiatischer Volkstänze eines Kinder- und Jugendtanzensembles sicherstellen.
Ohne Einleitung findet sich der Zuschauer inmitten des Filmthemas wieder: Mit eindringlicher Stimme leitet der sowjetische Ballettmeister Arkadi Sacharow das Kinder- und Jugendtanzensemble des Kreiskulturhauses Radebeul an. Belarussische, ukrainische, usbekische und russische Volkstänze werden unter strenger Anleitung einstudiert und im örtlichen, voll besetzten Kulturhaus zur Aufführung gebracht.