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Filmstill Ping Pong

Ping Pong

Ping Pong
Tianji Yu
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Belgien,
Ungarn,
Portugal,
China
2025
15 Minuten
Chinesisch
Untertitel: 
Englisch

Das Offensichtliche eröffnet den Film: Das Problem der Körperlosigkeit der KI – sie kann kein Pingpong mit dem Regisseur Tianji Yu spielen. Aber wäre es für Yu denkbar, sich mit einem ehemaligen Freund und Spielkameraden, der heute Trump wählt, zum Pingpong zu verabreden? Hat der Freund durch seine politische Fremdheit und physische Abwesenheit genau dieselbe Körperlosigkeit wie die KI? Ist diese Abwesenheit unüberwindbar – die der KI und die des Freundes?
Es entsteht ein Pingpong-Gespräch, in dem die oberflächliche und banale KI durch die tiefen Erinnerungen und ehrlichen Überlegungen des Regisseurs zu einem tatsächlichen Ersatzpartner wird. Zu einem Partner, der eine langsame Annäherung an die verflogene Freundschaft ermöglicht und Reflexionen über den Menschen als politisches Wesen auslöst. Schicht für Schicht blättert die Künstlichkeit der KI ab. Yu stimuliert uns visuell, durch die poetisch fesselnden Schichten der Bildgestaltung zum Kern der Dinge vorzudringen: Wir starten mit dokumentarischen Aufnahmen, die durch einen verzerrenden Spiegel verfremdet werden, und wechseln dann zu einem bewegten Gemälde aus einfachen, semi-realistischen 3D-Animationen, die wie hinter einem Pinselstrich-Filter ablaufen.

Irina Rubina

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Tianji Yu
Kamera
Yifan Wen
Schnitt
Tianji Yu
Produktion
Tianji Yu
Ton
Tianji Yu
Sound Design
Tianji Yu
Animation
Tianji Yu
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill The Faults
The Faults Gao Yang
Mit digitalen Pinselstrichen spürt dieser Film traditionellen chinesischen Tuschmalereien nach und erfindet eine ganz eigene Art der Landschaftsmalerei, fremd und doch vertraut.
Filmstill The Faults

The Faults

Duàn céng
Gao Yang
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
China
2021
2 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Die digitalen Formen, die in diesem Videokunstwerk gen Himmel wachsen, erinnern an chinesische Tuschelandschaften. Sie streben nach oben, wie der Sound, der sie an unsichtbaren Fäden in die Höhe zu ziehen scheint. All das ist in essigsaure Farben getaucht, die die Landschaft dem Menschenreich entheben. Eine Reise in eine fremde und doch vertraute Welt.

Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Gao Yang