DOK LEIPZIG 28. OKTOBER – 3. NOVEMBER 2019
62. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 28 October – 3 November 2019
62nd International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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Impressum

Der zweite Anschlag

Der zweite Anschlag

Zwei Hände halten ausgedrucktes Foto, auf dem ein brennendes Haus zu sehen ist

Dokumentarfilm über die Opfer rechtsradikaler Gewalttaten und den Kampf gegen alltäglichen Rassismus in Deutschland


Deutschland 2018 | R: Mala Reinhardt | 62 min.

 

Schulvorstellung

mit ausführlicher Filmdiskussion mit dem Filmteam im Anschluss an die Vorführung

 

Datum: Donnerstag, 01.11.2018

Uhrzeit: 9.30 -11.30 Uhr (Film ca. 60 min. plus Filmgespräch ca. 60 min.)
Ort: CineStar Kino (Petersstr. 44, 04109 Leipzig, Haltestellen Wilhelm-Leuschner-Platz oder Neues Rathaus)
Eintritt: 4,50 EUR pro Schüler/in, Begleitpersonen frei

Trailer Der zweite Anschlag

KontaKT


DOK Bildung

Luc-Carolin Ziemann

+49 (0)34130864-0

ziemann [at] dok-leipzig.de

Zum Inhalt

Ibrahim Arslan überlebte als Kind den Brandanschlag auf sein Elternhaus in Mölln, bei dem drei Mitglieder seiner Familie starben. Heute sagt er, seine Familie habe nicht nur einen, sondern zwei Anschläge erlitten. Kurz nachdem die Molotow-Cocktails flogen, wurden die Arslans ein zweites Mal zum Ziel von Attacken aus Medien, Politik und Gesellschaft. Diese Attacken, so sagt Arslan heute, waren schlimmer als der Brandanschlag, denn sie wären vermeidbar gewesen.

 

Der Film befragt Arslan und andere Opfer rechtsradikaler Gewalt wie der Anschläge in Rostock-Lichtenhagen 1992 und Angehörige von NSU-Opfern nach ihren Erfahrungen. Sie alle mussten nicht nur erleben, wie Familienmitglieder und Freunde einer politisch motivierten Straftat zum Opfer fielen, sondern dass sich Polizei, Politik und Medien danach von
Vorurteilen zu falschen Schlüssen verleiten ließen. So wurden die Morde des NSU jahrelang öffentlich als „Döner-Morde“ verbrämt. Die Familien der Betroffenen wurden angefeindet und kriminalisiert und leiden bis heute darunter. Die wahren Hintergründe und ihr Leiden sind öffentlich kaum bekannt. Dieser Film konzentriert sich nicht auf die Täter, sondern auf diejenigen, die grundlos durch rassistisch motivierte Gewalt aus dem Leben katapultiert wurden.


Nach der Kritik des Fußballers Mesut Özil und den Ereignissen in Chemnitz hat das Thema Rassismus in Deutschland eine neue Aktualität bekommen. An der Frage, wie rassistisch die deutsche Gesellschaft ist, scheiden sich die Geister, einfache Antworten gibt es nicht. Das macht die Diskussion darüber umso wichtiger. Dieser Film ermöglicht einen Einstieg in diese hochaktuelle Debatte, ohne dabei aus dem Blick zu verlieren, dass „die Gesellschaft“ kein abstraktes Gebilde ist, sondern aus Menschen wie Du und ich besteht. Wer sich die Mühe macht, eigene Vorurteile und Stereotype zu erkennen und Rassismus im Schulalltag, bei der Arbeit oder in der Familie entgegen zu treten, der hat den wichtigsten Schritt schon getan.

Wer kann mitmachen

Altersempfehlung: ab 12 Jahre

Klassenstufen: ab 7. Klasse


Themen: Rassismus, Gewalt, Vorurteile, Medien, Justiz, Strafverfolgung, Empowerment, Solidarität

Lehrplanbezüge: Politik und Medien, Recht und Gerechtigkeit
Unterrichtsfächer: Gemeinschaftskunde, Geschichte, Politik, Ethik, Religion, Deutsch

 

Anmeldung: Schicken Sie uns eine Mail mit folgenden Informationen

  • Anzahl der Schüler/innen
  • Schulform
  • Klassenstufe
  • Art der Gruppe (Klasse, Leistungskurs, Fachkurs)

an bildung@dok-leipzig.de.

 

Mehr als Kino – Dok Leipzig kommt in die Schule

Das Vermittlungskonzept von DOK Bildung besteht aus drei Teilen:

 

  • Vorbereitungsstunde vor der Vorführung in Ihrer Schule im Zeitraum 22.10.–26.10.2018
    Bitte stimmen Sie mit uns einen Termin ab! Dieses Angebot ist NICHT mit zusätzlichen Kosten verbunden!

  • Pädagogische Handreichungen erleichtern die individuelle Vor- und Nachbereitung des Films.

  • Ausführliches Filmgespräch nach der Vorführung im Kino.