Heute wird im Sächsischen Landtag der Regierungsentwurf zum Doppelhaushalt 2025/26 besprochen. Der Entwurf sieht unter anderem vor, die institutionelle Förderung für DOK Leipzig um ca. 22% zu kürzen. Für die Umsetzung barrierefreier Angebote werden vom SMWK zudem keinerlei Mittel mehr bereitgestellt.
„Bei der gegenwärtigen Haushaltslage sind Mittelkürzungen natürlich unvermeidbar”, so Festivalleiter Christoph Terhechte. „Wir haben mit Einschränkungen gerechnet und dementsprechend im Team bereits verschiedene Einsparmöglichkeiten diskutiert. Jedoch sind wir überrascht von den überproportional starken Kürzungen. Für vergleichbare Kulturinstitutionen sieht der Entwurf eine Verringerung der Mittel von etwa 10% vor.
Die unerwartet massiven Kürzungen bei DOK Leipzig hätten kurzfristig vor allem zur Folge, dass die Gehälter der Mitarbeitenden nicht an die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst werden können. Auch Einschnitte in der Programmplanung blieben nicht aus, da die Kapazitäten für Festivalangebote jenseits des Kernprogramms fehlen würden.
„Angesichts der unvermeidbaren Einsparungen bemühen wir uns intensiv, das Qualitätsniveau des Festivals zu halten. Mittelfristig werden wir allerdings mit den Preisentwicklungen nicht mithalten können, sollten die Mittelkürzungen in der geplanten Höhe umgesetzt werden. Dies könnte DOK Leipzig ernsthaft beschädigen”, betont Terhechte.
Nach einer überaus erfolgreichen Edition in 2024 mit neuem Publikumsrekord schauen wir nun mit Sorge in die Zukunft und appellieren an den Sächsischen Landtag, zum einen die Summe der institutionellen Förderung für DOK Leipzig erneut zu diskutieren und zum anderen die Projektförderung für die Schaffung barrierefreier Angebote nicht vollständig einzustellen. Der Bereich Inklusion sollte nicht unter den Sparplänen leiden, wenn die Regierung anstrebt, dass alle Bürger*innen Sachsens gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.