Filmtyp
Länge
Ollas populares
In der Provinz Tucumán, einer der ärmsten Gegenden Argentiniens, werden unzählige Familien nach der jährlichen Zuckerrohrernte arbeitslos. Der Staat richtet gegen den Hunger sogenannte Volksküchen ein. Nahezu apathisch löffeln Kinder und Alte die dünne Brühe. „Karg und elementar sind diese Bilder. Die Kamera konfrontiert kommentarlos mit einer Situation des Elends, wie sie eloquente Plädoyers nicht zu beschreiben in der Lage sind,“ merkt Peter Kress im Bericht der Westdeutschen Kurzfilmtage 1970 an. Kontrapunktisch zu den Bildern ist „Ollas populares“ die argentinische Nationalhymne unterlegt. Lässt sich deren Text nur als Ausdruck von Zynismus verstehen? Vielleicht kann er ganz anders verstanden werden – als revolutionäres Fanal: „Hört den Lärm gesprengter Ketten. / Seht auf dem Thron die edle Gleichheit.“ Gerardo Vallejos Film entstand unter ständiger Furcht vor Aufdeckung der Urheberschaft, weshalb er im Oberhausener Programm anonymisiert aufgeführt ist.
Florian Wüst
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Omsorg
Die Unbeschwertheit eines sommerlichen Tages erfüllt die Leinwand. Ein See lädt zum Baden und Toben ein, die Sonne lässt das Wasser funkeln. Eine junge Frau steht unentschlossen am Ufer, eine andere reicht ihr die Hand. Über die ausgelassenen Szenen legt sich die Erzählung einer weiteren Frau, sie handelt von frühen, schmerzhaften sexuellen Erfahrungen. Wort und Bild scheinen zunächst einen Gegensatz zu bilden. Doch je länger die Sonne am Himmel steht, desto näher kommen sich Beschreibungen und Bilder. Die Erzählerin aus dem Off spricht sich frei, berichtet, wie sie die Wünsche und Bedürfnisse ihres Körpers zunächst verdrängte. Die Begegnung mit einer Frau lässt sie ihr Begehren und ihre Lust entdecken. Die Impressionen vom See vergegenwärtigen ihre immer schöner werdenden Schilderungen – romantischer könnte ein Tag kaum enden.
Anke Leweke
Thematisiert sexualisierte Gewalt
Trailer
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
em.johrden@gmail.com
Otá Layò
Die Brüder Matheus und José leben in Brasilien an den Flüssen des Kalunga-Quilombo, einer Gemeinschaft von Nachfahren geflohener Sklaven. Die Quellen und Flüsse sind ein wichtiger Teil ihres Lebens, und die beiden wissen, wie kostbar und schützenswert diese Gewässer sind. Am liebsten sammeln sie dort Steine, die sie für ihre Kunstwerke verwenden. Der Film begleitet die Brüder ein Stück auf ihren Streifzügen am Wasser und erzählt von ihrer besonderen Verbindung zu diesem Ort.
Lina Dinkla
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
contato.acarajefilmes@gmail.com
Out of Bounds
André Eckardt
Trailer
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
franz.impler@gmail.com