Voller Kinosaal im CineStar.

Es geht los! Die Einreichung für das 63. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm läuft. 

 

Eingereicht werden können künstlerische Dokumentar- und Animationsfilme sowie animierte Dokumentarfilme aller Längen und interaktive Arbeiten rund um VR, AR, XR, Installationen, Medienkunst und andere Formate. In unserem FAQ finden Sie alles, was Sie dafür wissen müssen. Worauf warten? Wir sind gespannt auf Ihre Einreichung!

Call for Entries
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Tue, 07 Jul 2020 00:00:00 +0200
Was gibt’s Neues?
Zuschauer im Kinosaal vor einer Filmvorführung, auf der Leinwand ist das DOK Leipzig Logo zu sehen.

Besucherandrang bei DOK Leipzig 2019

DOK Leipzig ist nach einer ereignisreichen und bewegenden Woche zu Ende gegangen. 48.000 Zuschauer*innen und Besucher*innen kamen in der zurückliegenden Festivalwoche in die Kinos und zu den Veranstaltungen des Festivals.

Die Festivalleiterin Leena Pasanen: „Wir haben extrem positive Rückmeldungen von unseren Filmemacherinnen und Filmemachern bekommen. Viele waren überwältigt von der Professionalität und gleichzeitig entspannten Atmosphäre des Festivals. Vor allem aber liebten die Filmschaffenden unser Publikum, das sie als besonders interessiert und konzentriert wahrgenommen haben“.

Symposium erhält viel Zuspruch

Das erstmals im Rahmen von DOK Leipzig veranstaltete Symposium „Wem gehört die Wahrheit?“ stieß auf viel Zuspruch. Rund 900 Besucherinnen und Besucher kamen an zwei Festivaltagen in den Leipziger Kupfersaal, um sich der Frage zu widmen. „Mit dem Symposium haben wir im laufenden Festivalbetrieb einen Raum für produktive Auseinandersetzungen geschaffen und wir hoffen, uns diesen in den kommenden Jahren erhalten zu können“, sagt Ralph Eue, der Initiator der Veranstaltung.

Filme, die ihr Publikum herausfordern

„Die Hauptgewinner des Abends waren Filme, die ihr Publikum herausfordern, lange nachhallen und formal konsequent gemacht sind“, so Pasanen. Drei Preise, und damit die meisten des Abends inklusive einer Goldenen Taube, erhielt der Film Exemplary Behaviour der litauischen Filmemacher Audrius Mickevičius und Nerijus Milerius, sie ergründen darin Schuld und Sühne am Beispiel zweier zu lebenslänglicher Haft verurteilter Straftäter. Zwei Preise, darunter auch eine Goldene Taube, gingen an den deutschen Beitrag Zustand und Gelände von Ute Adamczewski. Die Regisseurin filmt Orte in Sachsen, denen man nicht mehr ansieht, dass sie 1933 Schauplätze der NS-Verfolgung waren.

So viele Fachbesucherinnen und Fachbesucher wie nie

So viele Fachbesucherinnen und Fachbesucher wie nie zuvor haben in der Woche vom 28.10. bis 3.11. das Festival besucht, um Filmprojekte voranzubringen, ihr professionelles Netzwerk zu erweitern und Filme weltweit in Umlauf zu bringen. Der Branchenbereich DOK Industry zog rund 2000 Filmschaffende aus aller Welt an.

Die Festivalleiterin schließt: „Ich danke allen Förderern, Sponsoren und Partnern für ein erfolgreiches DOK Leipzig 2019!“

Neue Festivalleitung ab 2020

Dies war das letzte Festival unter Leena Pasanen. Im kommenden Jahr findet DOK Leipzig vom 26.10. bis 1.11. statt, ab 2020 wird Christoph Terhechte die Leitung des Festivals übernehmen.

Eine Übersicht über alle Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie in unserem Archiv.

Mehrere Preisstatuen in Form einer Taube mit goldenen Flügeln stehen auf einem Tisch nebeneinander.

Auszeichnungen bei DOK Leipzig 2019

Am 2. November wurden im Rahmen der Preisverleihung die Goldenen Tauben und weitere Auszeichnungen vergeben.

Internationaler Wettbewerb

Der Film Exemplary Behaviour hat die Goldene Taube im Internationalen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm gewonnen. Die litauischen Filmemacher Audrius Mickevičius und Nerijus Milerius ergründen darin Schuld und Sühne am Beispiel zweier zu lebenslänglicher Haft verurteilter Straftäter. Nach der Ermordung seines Bruders fragt sich Audrius Mickevičius, ob Schuld jemals verjährt und Mord tatsächlich gesühnt werden kann. Noch vor Fertigstellung des Films erkrankte und verstarb Audrius Mickevičius. Nerijus Milerius vollendete das Projekt. In der Jurybegründung heißt es: „In unseren dunkelsten Stunden erkennen wir, wer wir wirklich sind, und das Licht der Menschlichkeit strahlt am hellsten. Ele­gant und respektvoll erzählen die Filmemacher eine unerwartete Geschichte von Wiedergutmachung.“ 

Deutscher Wettbewerb

Die Goldene Taube im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm ging an den Beitrag Zustand und Gelände von Ute Adamczewski. Die Regisseurin filmt Orte in Sachsen, denen man nicht mehr ansieht, dass sie 1933 Schauplätze der NS-Verfolgung waren. Aus dem Off werden Dokumente von damals und Erinnerungsberichte von Betroffenen aus der Zeit nach dem Krieg vorgelesen. Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem wie folgt: „Nicht nur ein sehr wichtiger, sondern auch ein äußerst formstar­ker Film.“ 

Next Masters Wettbewerb

Mit der Goldenen Taube im Next Masters Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm wurde Sicherheit123 der österreichischen Filmemacher/innen Julia Gutweniger und Florian Kofler ausgezeichnet. In den Alpen gedreht, erkundet der Film ein nahezu unsichtbares Sicherheitssystem. Dieses soll die Menschen vor Gefahren durch Naturgewalten wie Lawinen schützen, an denen die Menschheit selbst nicht unbeteiligt ist. Eine Lobende Erwähnung erhielt die brasilianische Produktion Arid Zone von Fernanda Pessoa.

Internationaler Wettbewerb Kurzfilm

Im Internationalen Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm wurden die russische Produktion Puberty von Elena Kondrateva als bester Dokumentarfilm sowie der iranische Kurzfilm Am I a Wolf? von Amir Houshang Moein als bester Animationsfilm mit Goldenen Tauben ausgezeichnet. Eine Lobende Erwähnung ging an Asho von Jafar Najafi, ebenfalls ein iranischer Film.

Deutscher Wettbewerb Kurzfilm

Die Goldene Taube für den besten kurzen deutschen Dokumentar- und Animationsfilm ging an die deutsche Produktion Opera Glasses von Mila Zhluktenko. Lobende Erwähnungen erhielten The last Painting von Tom Salt und Gravedad von Matisse Gonzalez.

Next Masters Wettbewerb Kurzfilm

Die Goldene Taube im Next Masters Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm ging an den ukrainischen Beitrag Deep Love von Mykyta Lyskov. 

Insgesamt wurden in diesem Jahr bei DOK Leipzig 24 Preise in einem Gesamtwert von 82.000 Euro vergeben, darunter sieben Goldene Tauben.

Preisträgerscreenings

Am Festivalsonntag, den 3.11., zeigen wir fünf der Preisträgerfilme noch einmal auf großer Leinwand. Los gehts's 12:30 mit In the Name of Scheherazade oder der erste Biergarten in Teheran, 12:45 Uhr ist der Kurzfilm Opera Glasses noch einmal zu sehen. Der Dreifachgewinner Exemplary Behaviour läuft um 16 Uhr und der mehrfach ausgezeichnete Film Zustand und Gelände wird im Rahmen des ver.di-Screenings heute Abend um 18:45 Uhr gezeigt. 

Außerdem präsentieren wir in sechs Vorführungen auch nochmal die diesjährigen Publikumslieblinge, unsere sogenannten DOK Busters.

Eine Frau hält eine Urkunde in der Hand, daneben zwei Frauen, die sich zur Beglückwünschung umarmen.

DOK Co-Pro Market zeichnet Filmemacherinnen aus

Drei Preise wurden an neue Dokumentarprojekte überreicht, die bei DOK Leipzig 2019 am Co-Pro Market teilgenommen haben.

DOK Leipzig und das russischsprachige Netzwerk Current Time haben sich zusammengetan, um ein außergewöhnliches Dokumentarfilmprojekt aus Zentral- oder Osteuropa auszuzeichnen. Dieses Jahr geht der Preis an Irena von Giedrė Žickytė. Der Preis is dotiert mit 2.000 US Dollar.
Der Zonta Club Leipzig-Elster hat seinen Talententwicklungspreis mit bis zu 1.000 Euro vergeben, der die Reisekosten von einer teilnehmenden Produzentin übernimmt. Der Preis geht in diesem Jahr an Godisamang Khunou mit dem Projekt Black Women and Sex. Diese Auszeichnung ermöglichte es der Filmemacherin am Co-Pro Market teilzunehmen.

EWA- the European Women’s Audiovisual Network vergibt den EWA Entwicklungspreis für das beste Projekt von Regisseurinnen im Circle Women’s Doc Accelerator schon zum vierten Mal in Folge und zeichnet in diesem Jahr zwei Projekte aus: Die finanzielle Unterstützung geht an Between two Years von Alina Gorlova. Anna Savchenko erhält ein einjähriges Mentorship, um ihr Projekt 72 Hours weiterzuentwickeln.

Wir gratulieren allen Co-Pro Gewinnern 2019, danken unseren Partnern und freuen uns auf die weiteren Entwicklungen aller teilnehmenden Filmprojekte.

Lesen Sie hier mehr über den DOK Co-Pro Market

Zwei Frauen auf einer Bühne vor einer Leinwand, die Frau links hält eine Urkunde in den Händen und lacht.

Preis der Kunstministerin vergeben

Kaum ist das Festival eröffnet, schon gibt es eine erste Preisträgerin! Der Preis der Kunstministerin für das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin wurde im Rahmen unserer Eröffnungsveranstaltung am 28.10. im CineStar 8 vor rund 700 geladenen Gästen vergeben.

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange überreichte den mit 5.000 Euro dotierten Preis an die südafrikanische Regisseurin Godisamang Khunou für ihr Projekt Black Women and Sex.

Die Jury, bestehend aus Toni Bell, Anca Paunescu und Katja Wildermuth, hatte über die Preisvergabe im Vorfeld des Festivals entschieden. 

Jurystatement

„Wir waren sehr stolz, die 20 Projekte sichten zu dürfen, die für den Preis der Kunstministerin im Rahmen des DOK Co-Pro Market ausgewählt worden sind. Die Projektauswahl umspannte den Globus und demonstriert uns die Einzigartigkeit und Universalität weiblich geprägter Geschichten. Das preisgekrönte Projekt gibt Einblicke in weibliche Sexualität schwarzer Frauen in Nigeria, Südafrika und Zamibia durch die Augen einer Transfrau, einer Entertainerin und einer Mutter, die die Kühnheit besitzt zu glauben und zu lehren, dass Gott den Sex für Männer wie Frauen als ein gleichermaßen genussvolles Erlebnis kreiert hat. Für ihre einzigartige und mutige Stimme und für die Inangriffnahme eines Themas, das bei Frauen in der afrikanischen Diaspora auf viel Resonanz stoßen wird, vergeben wir den Preis der Kunstministerin an Godisamang Khunou for Black Women and Sex.“

Lobende Erwähnung

Eine Lobende Erwähnung erhielt das südkoreanische Projekt My Missing Aunt der Regisseurin Juyeon Yang.

Für den Preis kamen Projekte von Regisseurinnen infrage, die für den DOK Co-Pro Market ausgewählt worden sind. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst stiftet diesen Preis.

Mehr zu den Preisträger*innen 2019 erfahren Sie in unserem Archiv.

63. Ausgabe von DOK Leipzig
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