Filme A–Z

Programm & Tickets

A-Z
Filter
Filter by
View by

Glossary AZ - Content » sortedTitle

Custom type

Länge

Sektion

Retrospektive
Filmstill La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia Fernando E. Solanas
Ein Film wie ein Brandsatz, ein radikales Pamphlet. Wie kaum ein anderer Film bewegte dieser Ruf nach der Befreiung Argentiniens von Unterdrückung und Gewalt die 68er-Generation weltweit.
Filmstill La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia

La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia

La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
Fernando E. Solanas
Retrospektive
Dokumentarfilm
Argentinien
1968
88 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Ein Aufruf zum radikalen Politikwechsel, ein agitatorisches Pamphlet für die nationale Befreiung Argentiniens: „La hora de los hornos“ bewegte die 68er-Generation weltweit wie kaum ein anderer Film. Der mehr als vierstündige Filmessay war über viele Jahre nicht nur in Argentinien verboten. In Form einer vielschichtigen dokumentarischen Collage lotet er virtuos die Möglichkeiten der Bild-Ton-Montage aus und entwirft ein Panorama der herrschenden sozialen und politischen Verhältnisse. „Neocolonialismo y violencia“ analysiert die Kolonisierung Lateinamerikas, dessen ökonomische wie kulturelle Abhängigkeit von den Industriestaaten der sogenannten Ersten Welt, insbesondere den USA, sowie die Allgegenwart der Gewalt. Der zweite Teil, „Acto para la liberación“, liefert eine Chronik des Peronismus und des Widerstands nach Peróns Sturz im Jahr 1955. „Violencia y liberación“, der kürzere dritte Teil, bekennt sich offen zum bewaffneten Kampf. Nach zweijähriger klandestiner Arbeit eines kleinen Teams um Fernando E. Solanas und Octavio Getino feierte „La hora de los hornos“ am 2. Juni 1968 Weltpremiere bei der Mostra Internazionale del Cinema Nuovo in Pesaro. Anlässlich der Berlinale zeigten die Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) den Dreiteiler nur wenige Wochen später. Mit Eröffnung des Kino Arsenal im Januar 1970 in der Welserstraße in Berlin-Schöneberg folgten unzählige Vorführungen der Verleihkopien des Films im eigenen Haus und anderswo.

Florian Wüst

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Rassismus

Termine und Tickets DOK Leipzig Logo

27.10.
#233
CineStar 5
Teil der Kompilation
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
27.10.2026
CineStar 5
#233
Teil der Kompilation
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Fernando E. Solanas
Buch
Octavio Getino, Fernando E. Solanas
Kamera
Juan Carlos Desanzo
Schnitt
Juan Carlos Macías, Antonio Ripoll, Norma Torrado
Produktion
Grupo Cine Liberación

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Victoria Solanas
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Letters from the Silenced Country
Letters from the Silenced Country Andrei Kutsila
Ein Land, in dem jede Opposition verfolgt und zerschlagen wird. Aufzeichnungen aus Belarus erzählen von Opferbereitschaft, Solidarität und den menschlichen Kosten des Widerstands.
Filmstill Letters from the Silenced Country

Letters from the Silenced Country

Listy
Andrei Kutsila
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Polen,
Litauen,
Deutschland
2026
72 Minuten
Belarusisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Nur sporadisch dringen Informationen aus dem isolierten Belarus. Und nahezu unerreichbar scheinen die Menschen in belarussischer Gefangenschaft. Andrei Kutsila, der im Zuge der staatlichen Repressionen selbst nach Polen geflohen ist, macht in seinem visuell and narrativ vielstimmigen Filmzeugnis die Schicksale von drei Inhaftierten publik. Sie stehen stellvertretend für die mehr als 65.000 Personen, die seit der umstrittenen Wiederwahl Alexander Lukaschenkos im Jahr 2020 kriminalisiert und interniert wurden. Da ist Kasia, eine Studentin, die mittels ihrer Kunst nach einem Weg sucht, den Alltag in Gefangenschaft zu bewältigen. Ihre in dunklen Tönen gehaltenen Zeichnungen gewähren Einblicke in eine grausame Situation; gleichzeitig geleiten sie in animierter Form durch „Letters from the Silenced Country“. Da ist außerdem Aktivist Witold Aschurak, dem eine Freundin Fotografien ins Gefängnis schickt. Aufnahmen der Überwachungskameras belegen seine Misshandlung, bevor er in Haft verstarb. Der frühere Kriminalbeamte Andrei Astapowitsch recherchiert derweil in Polen die Verbrechen in seiner einstigen Heimat und sammelt sie für die belarussische Oppositionsorganisation BYPOL. Auch ein anonymer Mann kommt zu Wort, der sein Leben in der Angst bestreitet, jederzeit verhaftet werden zu können. Andrei Kutsilas Film ist eine Kompilation des Schreckens – entstanden inmitten Europas.

Carolin Weidner

Thematisiert Tod

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt

Trailer DOK Leipzig Logo

Termine und Tickets DOK Leipzig Logo

29.10.
#452
CineStar 7
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
29.10.2026
CineStar 7
#452
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
Calendar
30.10.
#534
CineStar 5
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
30.10.2026
CineStar 5
#534
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
Calendar
31.10.
#6C1
Cinémathèque in der naTo
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
31.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#6C1
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Andrei Kutsila
Buch
Andrei Kutsila
Kamera
Wojciech Weglarz
Schnitt
Piotr Oginski
Produktion
Mirosław Dembiński, Giedrė Žickytė, Gregor Streiber
Sound Design
Saulius Urbanavicius
Animation
Natalia Spychala

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Mirosław Dembiński
mirek@studioeverest.pl
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, MDR-Film-Preis, Leipziger Ring, FIPRESCI Preis