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Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Endless Cookie
Endless Cookie Seth Scriver, Peter Scriver
In diesem ungemein gehaltvollen Cookie steckt die geballte Ladung kanadisch-indigener Geschichte, serviert als unglaublich humorvolle Familienchronik. Und sie schmeckt hervorragend!
Filmstill Endless Cookie

Endless Cookie

Endless Cookie
Seth Scriver, Peter Scriver
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Kanada
2025
97 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

„Die Vergangenheit ist ein endloser Cookie.“ Das Vergangene ist allgegenwärtig in diesem sagenhaft originellen Familienporträt. Es macht sich schon in den ersten Minuten bemerkbar, als Filmemacher Seth aus Toronto seinen Halbbruder Pete anruft, der dem Indigenen Volk der Cree angehört: Die Erdkugel, auf der die Distanz zwischen den beiden visualisiert wird, schnippt das kleine Schildchen „Dominion of Canada“ weg und gibt darunter das Wort Shamattawa frei – so heißt die First-Nations-Gemeinde, in der Pete lebt. Die Vergangenheit bleibt eben Gegenwart durch die Verletzungen, die die Cree in der weißen Mehrheitsgesellschaft erfahren (haben), darunter Polizeigewalt und Landnahme. Nichtsdestotrotz ist Humor das prägende Stilmittel der Scrivers – von subtilen Jokes über Selbstironie bis hin zum detaillierten, liebevoll-surrealen Look aller Charaktere, den sie sogar rassistischen Polizisten angedeihen lassen.
Sieben Geschichten wollten die Brüder anfangs erzählen. Am Ende sind es Hunderte geworden – denn jede Sprachaufnahme wird durch den Alltag der Großfamilie unterbrochen, jede Anekdote birgt die nächste. Ganz gleich, ob es um den Tipi-Bau, den Einkauf im Supermarkt oder das Tiere-Schächten geht. Über neun Jahre entstand diese schier unendliche Familienchronik, die auch eine besondere Chronik Kanadas entwirft. Es ist ein unverwechselbarer Cookie geworden, auf dem man lange herumkauen kann.


Marie Ketzscher

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30.10.
#441
CineStar 6
Endless Cookie
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30.10.2025
CineStar 6
#441
Endless Cookie
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31.10.
Hauptbahnhof Osthalle
Endless Cookie

Eintritt frei

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31.10.2025
Hauptbahnhof Osthalle
Endless Cookie

Eintritt frei

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02.11.
#7D1
Kinobar Prager Frühling
Endless Cookie
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02.11.2025
Kinobar Prager Frühling
#7D1
Endless Cookie
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Regie
Seth Scriver, Peter Scriver
Buch
Seth Scriver, Peter Scriver
Schnitt
Sydney Cowper
Produktion
Daniel Bekerman, Chris Yurkovich, Alex Ordanis, Jason Ryle, Seth Scriver
Sound Design
Andrew Zukerman
Animation
Seth Scriver
Animation Technique
2D Digital

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Kontakt
Phoebe Liebling
pliebling@magpictures.com
World Sales
Phoebe Liebling
pliebling@magpictures.com
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube Langfilm (Internationaler Wettbewerb Animationsfilm)
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill EX-tract
EX-tract Marcel Barelli
Ist der Mensch fähig, das Leid anderer Spezies zu begreifen? Ein filmisches Manifest gegen das Artensterben, künstlerisch und auf persönliche Weise als Mahnung verfasst.
Filmstill EX-tract

EX-tract

EX-tract
Marcel Barelli
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Schweiz
2025
3 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

„Kann uns das Verschwinden der Nashörner berühren, wenn wir noch nie einen Schmetterling auf der Hand gespürt haben?“, fragt Marcel Barelli nicht ohne Pathos, aber ins Mark treffend, in seinem animierten Manifest. Er zitiert damit Daniel Paulys Shifting-Baseline-Syndrom-Theorie: Wir Menschen würden Normalität immer an unseren eigenen Erfahrungswelten und nicht an historischen Veränderungen bemessen und deshalb auch die Umweltzerstörung eher akzeptieren. Es ist nicht die einzige Anspielung, die in Barellis kompaktem Dreiminüter steckt: Er referenziert die „sechste Auslöschung“, also das aktuell stattfindende, menschengemachte Artensterben, und das Sanduhr-Symbol der Extinction-Rebellion-Bewegung. Dieser Film, den man unbedingt als Aufruf zum aktiven Widerstand verstehen sollte, bettet seine Überlegungen allerdings künstlerisch ein.
Mit der verdunstenden Wasseranimation auf Papier hat Barelli sich für eine einfache und stimmige Animationstechnik entschieden, die mittels Flüchtigkeit Arten-Sterben und Arten-Vergessen perfekt einfängt. Hinzu kommt Archivmaterial. Anders als die von ihm verehrten „Cinétracts“-Flugblattfilme von 1968, aber ebenso eindringlich, wählt er für seinen Appell eine zeitgemäße, persönliche Ansprache. Berührend verwebt er seine Thesen mit der eigenen Biografie: Familienbilder weisen in eine Zeit, als Barelli selbst noch „mit Dinosauriern spielte und Hühnchen aß“.


Marie Ketzscher

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28.10.
#251
CineStar 7
Teil der Kompilation
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28.10.2025
CineStar 7
#251
Teil der Kompilation
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29.10.
#3C1
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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29.10.2025
Cinémathèque
#3C1
Teil der Kompilation
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02.11.
#711
CineStar 2
Teil der Kompilation
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02.11.2025
CineStar 2
#711
Teil der Kompilation
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Regie
Marcel Barelli
Produktion
Nicolas Burlet
Animation
Marcel Barelli
Animation Technique
Drawn

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Kontakt
Marcel Barelli
festival@beforfilms.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Floating
Floating Jelena Milunović
Ein Vater verschwindet, fliegt regelrecht davon. Was tun, wenn ein Elternteil an einer psychischen Krankheit leidet? Eine zärtliche Vater-Tochter-Annäherung in poetischen Bildern.
Filmstill Floating

Floating

Floating
Jelena Milunović
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Serbien,
Kroatien,
Deutschland
2025
7 Minuten
Serbisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Als die Frau mit Lockenwicklern die Tür öffnet, ist es um den Papa geschehen: Wie ein Lufthauch, ein Sturm oder Tornado weht es ihn herein und wieder hinaus. Auch in seiner eigenen Wohnung lässt er sich nicht (be-)greifen: Er wächst und schrumpft, wird zerbrechlich, dann wieder bedrohlich, wirft dabei alles um. Und dann fliegt er regelrecht davon, schmeißt mit Eiern nach Passant*innen. Zwischendrin die Tochter, die erst nur hilflos dabeistehen kann und der es zunehmend schwerer fällt, ihn zu besuchen – die Stufen werden höher, der Boden zu Kaugummi. Schließlich schaut sie in den Himmel und sieht ihn dort schweben.
Was tun, wenn der Vater an einer psychischen Krankheit leidet? Wie geht man damit um, wenn so früh im Leben die (Sorge-)Verantwortung die Seiten wechselt? Das verhandelt Jelena Milunović mit mutigen, sehr zärtlichen und nicht immer auflösbaren Gleichnissen. Sie setzt starke Farbakzente: Die depressiven Episoden sind klaustrophobisch schwarz-weiß, die ekstatischen Hochs bunt und frei gezeichnet. Und der rote Luftballon, der als metaphorischer Hoffnungsträger schon anfangs kurz im Bild erscheint, könnte vielleicht einen Weg weisen, die beiden wieder zusammenzubringen.


Marie Ketzscher

Thematisiert psychische Erkrankungen

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29.10.
#311
CineStar 2
Teil der Kompilation
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29.10.2025
CineStar 2
#311
Teil der Kompilation
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30.10.
#4C2
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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30.10.2025
Cinémathèque
#4C2
Teil der Kompilation
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02.11.
#731
CineStar 5
Teil der Kompilation
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02.11.2025
CineStar 5
#731
Teil der Kompilation
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Regie
Jelena Milunović
Buch
Jelena Milunović
Produktion
Miloš Ivanović
Co-Produktion
Draško Ivezić, Jelena Milunović, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Sound Design
Luka Barajevic
Animation
Jelena Milunović, David Lovrić
Animation Technique
2D Digital

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Kontakt
Jelena Milunović
jelena.milunovic9@gmail.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Four Percent
Four Percent Monika Masłoń
Ist es nicht die radikalste Form der Selbstverwirklichung, als Fabelwesen, Maus oder Furry-Figur zu leben? In ihrem Film bewegt sich Masłoń als Avatar durch VR-Räume und erforscht Berührung.
Filmstill Four Percent

Four Percent

Four Percent
Monika Masłoń
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Deutschland,
Polen,
Argentinien
2025
14 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch
Weltpremiere

Ist das nicht die unbegrenzte Freiheit, die radikalste Form der Selbstverwirklichung, als fliegendes Fabelwesen, als traurige Maus oder als Furry-Figur mit verlängerter, nackter Wirbelsäule als Schwanz in jeder erdenklichen Szenerie zu existieren? In ihrem Film bewegt sich Monika Masłoń als Avatar durch unterschiedlichste Räume und erforscht die Themen Berührung und Berührtwerden auf VR-Plattformen. Dort kann alles, wozu unsere Fantasie fähig ist, aus Pixeln erschaffen werden. Die Grenzen der eigenen Existenz lassen sich mit einem Klick ins Unendliche verschieben. Doch wie verhält es sich mit zwischenmenschlicher – oder avatarischer – Nähe? Lässt sich in dieser VR-Welt ein emotionales Signal wie das Händeschütteln trotz völliger Körperlosigkeit simulieren? Wenn ich sehe, wie mein Avatar berührt wird, kann mir dann mein Körpergedächtnis suggerieren, dass ich selbst dieses taktile Ereignis spüre, obwohl der andere physische Körper fehlt?
Mit feinem Humor erkundet Masłoń diese Fragen im Austausch mit anderen Avataren. Doch dann betreten wir einen VR-Raum, der sich intimer anfühlt: Sie nimmt uns mit auf ein persönliches Date. Wie unterscheidet sich die Unmöglichkeit der physischen Berührung in der eigenen Fernbeziehung von jener in der VR? Kann ein VR-Date mehr körperliche Präsenz schaffen und die Sehnsucht nach dem geliebten Menschen besser stillen als andere Kommunikationswege?


Irina Rubina

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Regie
Monika Masłoń
Kamera
Monika Masłoń, Pablo Quarta
Schnitt
Monika Masłoń
Produktion
Monika Masłoń
Co-Produktion
Pablo Quarta, Peter Zorn
Sound Design
Alejandro Weyler
Animation Technique
Mixed Media, Live Action, Game Engine

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Kontakt
Monika Masłoń
monikamaslon@gmail.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Lina
Lina Remo Rauscher
Kinder, die ungeboren oder zu früh starben – kein seltenes Schicksal. Aber in der Gesellschaft wird darüber kaum gesprochen. Der Film gibt Eltern Raum, zu trauern und das Schweigen zu überwinden.
Filmstill Lina

Lina

Lina
Remo Rauscher
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Österreich
2025
19 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

„Mir hat das erst passieren müssen, dass ich wusste, dass es ‚normal‘ ist.“ Dieser Satz einer Protagonistin bringt auf den Punkt, wie unsere Gesellschaft mit ungeborenen und früh verstorbenen Kindern umgeht: Sternenkinder sind omnipräsent (jede vierte Mutter hat ein Kind verloren) und doch abwesend. Uns fehlen die Vokabeln, die Sensibilität und die Stille, um den Eltern die Trauer zu ermöglichen.
Remo Rauschers animierter Dokumentarfilm konfrontiert uns mit ebendieser Unfähigkeit. Hier sprechen zwanzig trauernde und mit Trauer befasste Menschen: Sie denken laut nach, ringen um Worte, betrachten den Schmerz aus unterschiedlichen Perspektiven, entdecken Würde und Kraft darin und helfen uns so, das Tabu zu überwinden. Sie wehren sich dagegen, ein „Fehler im System“ zu sein, die Sprachlosigkeit hinzunehmen. Die Dunkelheit in Rauschers Film ist ambivalent und auf allen Ebenen spürbar: Sie wirkt sogartig und zugleich fürsorglich. Sie ist großzügig und schenkt uns Momente von Schönheit, Demut und Hoffnung. Die 2D-Animationen in gedeckten Farben auf dunklem Hintergrund bleiben abstrakt, skizzenhaft und zurückhaltend – ein Ausdruck von Feingefühl und Respekt. Nur gelegentlich lenken sie Aufmerksamkeit auf sich, während die Stimmen viel Raum bekommen und sich angstfrei entfalten können. Dieser Film öffnet einen Raum zum Trauern, den die Gesellschaft noch nicht bieten kann.


Irina Rubina

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Regie
Remo Rauscher
Produktion
Remo Rauscher
Animation
Remo Rauscher
Animation Technique
2D Digital

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Kontakt
Remo Rauscher
email@remorauscher.at
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Paradaïz
Paradaïz Matea Radic
Explodierende Tomaten, durchlöcherte Wände, Schnecken auf der Suche nach Häusern. Rückkehr in eine Kindheit während des Bosnienkriegs, in der schöne Erinnerungen neben traumatischen liegen.
Filmstill Paradaïz

Paradaïz

Paradaïz
Matea Radic
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Kanada
2025
10 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Deutsche Premiere

In das Paradies kann man nicht zurück. Zwischen dem Jetzt und dem Damals liegt der Bruch, die Erkenntnis: Es gibt diesen Ort nicht mehr. Das muss auch unsere Protagonistin erfahren, als sie das Grün der Landkarte unter sich wie eine Decke anhebt, um mit einem Paradeiser in der Hand darunter zu kriechen – zurück nach Sarajevo, nach Jugoslawien. Die Fremdheit des Rückflugs mit obligatorischem Tomatensaft ist erst so nostalgisch-aufregend wie die Smiley-Sticker, die überall kleben. Aber spätestens im Elternhaus holt die Vergangenheit sie in Gänze ein: In der verlassenen Wohnung werfen die Einschusslöcher Lichtkegel auf alte Familienfotografien im Flur, und als sie den Kühlschrank öffnet, löst der Anblick einer einzelnen Tomate plötzlich Erinnerungen an Bomben und Explosionen in ihr aus.
Mit eindrücklichen und originellen Bildern visualisiert Matea Radic ihr eigenes traumatisches Erleben des Bosnienkrieges und dessen verwirrendes Verwoben-Sein mit haptisch-sinnlichen Kindheitserinnerungen – dadaistische Šipad-Möbel-Reklame und bosnische Melodien inklusive. Ihr großzügiger und doch aufs Wesentliche reduzierter Animationsstil hebt das kindliche Staunen ihrer Protagonistin wunderbar hervor. Mit aufgeschlagenen Knien und Babydoll-Kleid stakst sie durch die Welt. Und sie lernt, dass es okay ist, auch mal keinen Smiley-Sticker drüberzukleben, sondern vielleicht lieber ein Pflaster.


Marie Ketzscher

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28.10.
#2A1
Schaubühne Lindenfels
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Schaubühne Lindenfels
#2A1
Teil der Kompilation
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Calendar
31.10.
#513
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#513
Teil der Kompilation
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Calendar
01.11.
#681
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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01.11.2025
UT Connewitz
#681
Teil der Kompilation
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Calendar

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Regie
Matea Radic
Produktion
Jelena Popović
Sound Design
Tyler Fitzmaurice
Musik
Tyler Fitzmaurice
Animation
Matea Radic
Animation Technique
Drawn, 2D Digital

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Kontakt
Élise Labbé
festivals@nfb.ca
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis, Gedanken-Aufschluss-Preis
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube Kurzfilm (Internationaler Wettbewerb Animationsfilm)
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Passageways
Passageways Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Wie fühlt sich das an, wenn der Körper ein anderer wird? Über die Wechseljahre wird viel zu selten positiv gesprochen. Hier geht es um den feierlichen Abschied dieser großen Transformation.
Filmstill Passageways

Passageways

Voies de passage
Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Kanada
2024
5 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Wie fühlt sich das an, wenn der Körper ein anderer wird? Milla Cummings und Geneviève Tremblay erkunden die (Peri-)Menopause auf leiblich-konkrete Art: Die von ihnen gezeigten Wechseljahre sind ein lebender Stop-Motion-Organismus, eine Höhle mit pulsierenden Außenwänden, in der eine nackte, ältere Frau ihre letzten Eizellen behutsam zu Grabe trägt. Dabei berichten uns verschiedene reife Frauen aus dem Off von ihren Erfahrungen – von der trockenen Haut, besonders im Vaginalbereich, von der Wut auf den allseits behaupteten Sex Appeal alternder Männer und vom zunehmenden Verlust der eigenen gesellschaftlichen Sichtbarkeit.
Für jeden negativ erlebten Aspekt formulieren diese lebensklugen Erzählerinnen in authentischen Tondokumenten eine Kehrseite oder eine konstruktive Handlungsoption. Und sie berichten auch von den positiven Seiten dieser einschneidenden Transformation: Die Energie, die der Körper mit den Eizellen für das Kinderkriegen zurückgehalten hätte, würde nun frei für ganz neue Projekte! Passend dazu öffnet sich im On ein Vorhang und gibt den Blick auf gleißend-glitzernden Möglichkeitsschaum frei. Am Schluss verlässt unsere Protagonistin die Höhle und erklimmt den nächsten Berg. Dieser Film beschreibt mehr als nur beschwerliche Durchgänge, durch die man irgendwie durchmuss: Die „Passageways“ können ebenso gut auch Übergänge in ein neues Leben sein.


Marie Ketzscher

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Regie
Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Buch
Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Kamera
Geneviève Tremblay
Schnitt
Milla Cummings
Produktion
Geneviève Tremblay, Milla Cummings
Sound Design
Dave Gagné
Musik
Patrick Ouellet
Animation
Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Animation Technique
Puppets

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Kontakt
Geneviève Tremblay
gen_trem@hotmail.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Ping Pong
Ping Pong Tianji Yu
Eine KI kann kein Ping-Pong spielen. Aber mit dem ehemaligen Freund, der mittlerweile Trump wählt, geht das auch nicht mehr. Ein Gespräch über physische Abwesenheit und politische Fremdheit.
Filmstill Ping Pong

Ping Pong

Ping Pong
Tianji Yu
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Belgien,
Ungarn,
Portugal,
China
2025
15 Minuten
Chinesisch
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere

Das Offensichtliche eröffnet den Film: Das Problem der Körperlosigkeit der KI – sie kann kein Pingpong mit dem Regisseur Tianji Yu spielen. Aber wäre es für Yu denkbar, sich mit einem ehemaligen Freund und Spielkameraden, der heute Trump wählt, zum Pingpong zu verabreden? Hat der Freund durch seine politische Fremdheit und physische Abwesenheit genau dieselbe Körperlosigkeit wie die KI? Ist diese Abwesenheit unüberwindbar – die der KI und die des Freundes?
Es entsteht ein Pingpong-Gespräch, in dem die oberflächliche und banale KI durch die tiefen Erinnerungen und ehrlichen Überlegungen des Regisseurs zu einem tatsächlichen Ersatzpartner wird. Zu einem Partner, der eine langsame Annäherung an die verflogene Freundschaft ermöglicht und Reflexionen über den Menschen als politisches Wesen auslöst. Schicht für Schicht blättert die Künstlichkeit der KI ab. Yu stimuliert uns visuell, durch die poetisch fesselnden Schichten der Bildgestaltung zum Kern der Dinge vorzudringen: Wir starten mit dokumentarischen Aufnahmen, die durch einen verzerrenden Spiegel verfremdet werden, und wechseln dann zu einem bewegten Gemälde aus einfachen, semi-realistischen 3D-Animationen, die wie hinter einem Pinselstrich-Filter ablaufen.


Irina Rubina

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28.10.
#2A1
Schaubühne Lindenfels
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Schaubühne Lindenfels
#2A1
Teil der Kompilation
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31.10.
#513
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#513
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Calendar
01.11.
#681
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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01.11.2025
UT Connewitz
#681
Teil der Kompilation
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Tianji Yu
Kamera
Yifan Wen
Schnitt
Tianji Yu
Produktion
Tianji Yu
Ton
Tianji Yu
Sound Design
Tianji Yu
Animation
Tianji Yu
Animation Technique
3D Digital, Painting, 2D Digital

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Kontakt
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill string pieces
String Pieces Vatae Kimlee
Eine Studentin führt ein einsames Leben im Viertel Songrim-dong. Als sie über ein aufgezeichnetes Gespräch mit ihren Großeltern stolpert, wird sie ihre Stimmen und Geschichten nicht mehr los.
Filmstill string pieces

String Pieces

Garak
Vatae Kimlee
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Südkorea
2024
28 Minuten
Koreanisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Das einsame Leben einer Studentin in Incheon. Sie schickt spätnachts Aufsätze ab, geht aus ihrer beengten Wohnung zum Rauchen auf die Straße, scrollt durch alte Werbefilme im Internet. Auf ihrem USB-Stick entdeckt sie zufällig eine MPEG-Datei. Per Klick löst sie ein Gespräch mit ihren Großeltern aus. Die zwei berichten von ihrem Leben in exakt jenem Stadtviertel, in dem die Enkelin jetzt wohnt. Einmal freigesetzt, sind die Stimmen nicht mehr zum Schweigen zu bringen, schleichen sich in ihren Alltag und ihre Träume ein. Während sie von Vorurteilen gegen nordkoreanische Flüchtlinge erzählen, von der über Nacht gebauten Behelfsunterkunft aus Pappresten von einem US-Militärstützpunkt, vom Handel mit selbst gemachten Malztoffees, werden all diese Unternehmungen in Stop-Motion-Sequenzen lebendig, die – wie die Erzählstimmen selbst – aus einer anderen Zeit zu kommen scheinen. Doch dies ist nur eine von vielen visuellen Ideen und Animationstechniken, die hier Anwendung finden. Zu sehen sind Handzeichnungen in verschiedensten Ausführungen, 3D-Scans zur raffiniert unvollkommenen Nachbildung der städtischen Architektur, echte Fotos und Realfilmszenen, die an einer Stelle sogar die Menschen hinter den Stimmen zeigen. Die Geschichte schweigt nie; hier sehen wir sie in all ihren sich überlagernden Schichten.


James Lattimer

Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.

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28.10.
#2C1
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Cinémathèque
#2C1
Teil der Kompilation
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31.10.
#511
CineStar 2
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CineStar 2
#511
Teil der Kompilation
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01.11.
#663
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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Passage Kinos Astoria
#663
Teil der Kompilation
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Regie
Vatae Kimlee
Buch
Vatae Kimlee
Kamera
Junyong Lee, Eunsol Cho
Schnitt
Vatae Kimlee
Produktion
Saehoon Yoon
Ton
Luuk Bakkum, Tongxin Guo
Sound Design
Tongxin Guo
Animation
Vatae Kimlee

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Kontakt
Vatae Kimlee
kupaatembo@gmail.com
Nominiert für: Silberne Taube
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube Kurzfilm (Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm)