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Strahlen
1995. Es ist der sechste Sommer nach dem Mauerfall. Künstler*innen leben, lieben und arbeiten auf einem Hof in Ostdeutschland. Sie filmen sich mit einer Videokamera. Sie haben etwas von der Welt gesehen, gestaunt und gelernt, bekamen Heimweh und kehrten zurück. Dahin, wo Platz war. An den Bäumen hängen Früchte, Spatzen tschilpen, im Garten stehen Skulpturen. Immer wieder fängt die Kamera eine junge Frau ein, ihren offenen Blick, ihre Konzentration. Das heute fragile Material vibriert, kommt ins Stocken, friert ein. Die Erzählung beschwört unbeirrt das Hohelied des Sommers, nach dem für eine von ihnen kein siebter mehr kommt. Ein weißes Licht strahlt in die Gegenwart.
Jan Künemund
Thematisiert Tod
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juliane.ebner@gmx.de
Tanzpartner
Drei Schmetterlinge sind ganz vertieft in ihren anmutigen Ballett-Tanz und drehen gekonnt eine Pirouette nach der nächsten. Sie ignorieren die tollpatschige Raupe, die so gerne mit ihnen tanzen möchte. Nur der kleinste Falter reicht ihr dir Hand. Als die Raupe sich verpuppt und wieder schlüpft, ist die Überraschung groß. Eine weitere Folge der KiKa-Reihe „Lenas Farm“.
Lina Dinkla
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Tricontinental, Letter to Open in Case Of
Die französische Kritikerin und Aktivistin Michèle Firk starb mit 31 Jahren und hinterließ nur wenig: Einige Texte in der Filmzeitschrift Positif, den Drehbuchentwurf eines unverwirklichten Films, Tagebucheinträge und einen Abschiedsbrief für den Fall ihres Todes. Ausgehend von diesen Schriftstücken zeichnet Laura Cazador ein kurzes, radikales Leben in den späten 1950er- und 1960er-Jahren nach. Ein Leben, das nicht nur mit der Filmgeschichte, sondern mit den linken Diskursen und den anti-imperialistischen Bewegungen jener Zeit eng verbunden ist. Firk politisiert sich während des Algerienkriegs, engagiert sich im sozialistischen Kuba und schließt sich später dem bewaffneten Kampf in Guatemala an. Ben Barka, Salvador Allende, Fidel Castro und Ché Guevara geistern durch das faszinierend dichte Archivmaterial dieses Films – allesamt verbunden durch die Idee der Tricontinental. Die Konferenz in Havanna, an der Firk mitarbeitete, sollte 1966 ein neues, blockfreies Bündnis der Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas ins Leben rufen. Cazador, als Regisseurin selbst in Kuba ausgebildet, versteht Firk als Reibungs- und Bezugspunkt für das eigene, gegenwärtige Schaffen. So reflektiert der Film den Zusammenhang von Cinephilie und politischem Engagement nicht nur anhand Firks Texten, sondern auch mit den Bildern des „Dritten Kinos“.
Jan-Philipp Kohlmann
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mrkolexa@gmail.com
Übergang
Silvester 2023 beginnt Thomas Heise die Dreharbeiten zu einem neuen Film. Er soll „Übergang“ heißen. Seine Idee: ein Heimatfilm mit der Berliner Schönhauser Allee als Mittelpunkt, wo er seit Jahrzehnten lebt. Der Autor soll Figur im Film sein. Wenige Monate später erkrankt Heise schwer und stirbt. Das kleine Team setzt die Filmarbeiten fort. Aus Heises Nachlass und Archiven bergen sie unveröffentlichte Texte und Bilder. „Bilder sind […] geräumig“, wird Heiner Müller zitiert, doch Träume gerinnen schnell. Die persönliche Geschichte wird, sobald sie zum falschen Bild wird, sanft, aber beharrlich ins Verhältnis gesetzt. Ein berührender E-Mail-Wechsel Heises mit einer Abiturientin aus Karlsruhe, die auf der Suche nach Wahrheit ist, enthält einen ganzen Leitfaden für das dokumentarische Arbeiten: „Sehen Sie, was Sie sonst nicht zu sehen kriegen. Bleiben Sie geduldig. […] Erwarten Sie niemals Sicherheiten. Seien Sie froh darüber, denn es wird so bleiben.“ Peter Badel und Chris Wright haben keine hermetische Künstler-Hommage produziert, sondern, ganz im Sinne von Thomas Heise, Fragmente gelebter Geschichte montiert.
Jan Kündemund
Thematisiert Tod
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Eintritt frei
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VEB Edelpelz Schkeuditz [excerpt]
Disclaimer: Der Dokumentarfilm enthält keine Bilder aus Pelztierfarmen, ebenfalls sind keine Aufnahmen der Schlachtung, Häutung oder Tötung von Tieren zu sehen.
Meike Weimann
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Wir bauen eine neue Welt, Willi Wiberg
Ein Bilderbuch-Film aus der Willi Wiberg-Reihe. Papa geht einkaufen und ermahnt Viktor und Willi, bloß alles am Platz zu lassen, da er gerade erst aufgeräumt hat. Aber die Freude der beiden, „unsichtbar“ zu spielen, ist einfach zu groß. Auf einmal ist die halbe Einrichtung im Spiel und im Wohnzimmer verteilt. Schaffen die beiden Freunde es, alles wieder aufzuräumen, bevor Papa wieder zurück ist?
Lina Dinkla
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jennifer@bokmakaren.se
A Wish
André Eckardt
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franz.impler@gmail.com
Zellenkumpel
Sam, ein mürrischer Waschbär, muss sich eine Zelle mit Bob teilen, einer liebenswerten, aber etwas begriffsstutzigen Seekuh. Beim chaotischen Ausbruch aus dem Gefängnis kommt Sams weicher Kern immer mehr zum Vorschein, während Bob verlässlich zu Sam hält. Wird ihr Ausbruch gelingen? Das ist auf einmal nicht mehr so wichtig. Gemeinsam haben sie bereits etwas viel Schöneres erfahren: Zusammenhalt. Eine knuffige Knetfiguren-Animation zum absoluten Liebhaben.
Lina Dinkla