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Glossary AZ - Content » sortedTitle

Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Active Vocabulary
Active Vocabulary Yulia Lokshina
Eine russische Lehrerin kritisiert im Unterricht den russischen Krieg in der Ukraine und wird von einer Schülerin denunziert. Nach ihrer Flucht stellt sie den Fall mit einer Berliner Klasse nach.
Filmstill Active Vocabulary

Active Vocabulary

Active Vocabulary
Yulia Lokshina
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland
2025
82 Minuten
Deutsch,
Englisch,
Russisch,
Kirgisisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Yulia Lokshina widmet sich in ihrem dokumentarischen Experiment der Frage, wie die Institution Schule vom russischen Staat benutzt wird, um sein aggressives Expansionshandeln zu rechtfertigen, sei es durch militärische Gewalt nach außen oder durch ideologische Gewalt und Verfolgung Andersdenkender nach innen. Im Zentrum steht die Geschichte einer jungen russischen Lehrerin, die sich kurz nach der Invasion in die Ukraine im Unterricht gegen den Krieg ausspricht. Eine Schülerin zeichnet die Aussage heimlich auf und denunziert sie. Wenig später befindet sich die Frau im Fokus behördlicher Ermittlungen. Sie flieht nach Deutschland und beginnt erneut, als Lehrerin zu arbeiten. Gemeinsam mit ihrer Berliner Klasse stellt sie ihren eigenen Fall nach, um zu verstehen, warum es zu diesem Verrat kam und welche Konsequenzen Zensur und Verfolgung für die Einzelnen, aber auch für Gemeinschaften haben.
In welchem Zusammenhang stehen Schule und Politik, in welchem sollten sie stehen? Wie fühlt sich politische Überwältigung an und welche Formen des Widerstands kann es geben? Damit setzen sich die Kinder in Berlin-Moabit auseinander. Neben den Beobachtungen in der Schulklasse nutzt der Film Archivmaterial, Found Footage, dokumentarische Szenen und 3D-Animationen, um die durch Angst und Überwachung geprägte Situation in Russland auch hier spürbar und nachvollziehbar werden zu lassen.


Luc-Carolin Ziemann

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28.10.
#244
CineStar 6
Active Vocabulary
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28.10.2025
CineStar 6
#244
Active Vocabulary
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Calendar
30.10.
#414
CineStar 2
Active Vocabulary
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30.10.2025
CineStar 2
#414
Active Vocabulary
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02.11.
#734
CineStar 5
Active Vocabulary
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02.11.2025
CineStar 5
#734
Active Vocabulary
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Yulia Lokshina
Buch
Yulia Lokshina
Kamera
Nina Wesemann
Schnitt
Yulia Lokshina, Maya Klar
Produktion
Yulia Lokshina
Ton
Jakob Gross
Sound Design
Alejandro Weyler
Animation
Felix Klee

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Nominiert für: DEFA Förderpreis, MDR-Filmpreis, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube Langfilm (Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm)
Panorama: Mittel- und Osteuropa
Filmstill The Birds Are Silent
The Birds Are Silent Leo Dzhyshyashvili
Am 9. Februar 2022 besprechen vier Freunde in Kyjiw die Situation: An der Grenze harren 120.000 russische Soldat*innen – was wird geschehen? Ein gleichsam historischer wie privater Moment.
Filmstill The Birds Are Silent

The Birds Are Silent

Movchat’ ptakhy
Leo Dzhyshyashvili
Panorama: Mittel- und Osteuropa
Dokumentarfilm
Ukraine,
Deutschland
2025
8 Minuten
Ukrainisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Am Abend des 9. Februar 2022 sitzen vier junge Männer in Kyjiw um einen Tisch. Die Freunde besprechen die Lage: 120.000 russische Militärs befinden sich vor der ukrainischen Grenze. Was wird geschehen? Regisseur und Kameramann Leo Dzhyshyashvili fängt in „The Birds Are Silent“ einen gleichermaßen privaten wie historischen Moment ein. Bezeichnend dabei ist die Klarsicht, mit der Andriy, Olexandr, Ivan und Sasha die Konsequenzen des bevorstehenden Angriffs einschätzen: Potenzielle Entscheidungen ob der eigenen Zukunft vermischen sich mit Sorgen um Angehörige sowie der Fassungslosigkeit, in eine Situation geworfen zu sein, die sowohl Hilflosigkeit als auch Ekel auslöst. Aber eine kleine Hoffnung ist noch zu vernehmen – möglicherweise sind die ausgemalten Horrorszenarien nichts weiter als Energieverschwendung? Schnitt. Aus den Diskutierenden sind teils Soldaten geworden; einer hat sich mit einer schmalen Matratze und einer Mahlzeit im Bad verschanzt. Binnen acht Minuten hat Dzhyshyashvili ein Davor und ein Danach zusammengezurrt, das schaudern macht.


Carolin Weidner

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29.10.
Polnisches Institut
Teil der Kompilation

Eintritt frei

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29.10.2025
Polnisches Institut
Teil der Kompilation

Eintritt frei

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Regie
Leo Dzhyshyashvili
Kamera
Leo Dzhyshyashvili, Ivan Baliuk, Dmytro Makarov
Schnitt
Leo Dzhyshyashvili, Daria Penkova
Produktion
Luisa Nöllke

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Kontakt
Luisa Nöllke
lnoellke@gmail.com
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Blinded by the Lights
Blinded by the Lights Francis Yushau Brown
Die Fesseln der Sklaverei abgeworfen, aber immer noch in den Ketten liegend - können sich die Bürger*innen jemals von ihrem korrupten, machtgierigen Herrscher befreien?
Filmstill Blinded by the Lights

Blinded by the Lights

Blinded by the Lights
Francis Yushau Brown
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Ghana
2025
13 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Ein Mann reißt sich aus den Ketten der Sklaverei los, wischt die traditionelle Kente-Bekleidung beiseite, zieht den Business-Anzug an – und läuft der Zukunft entgegen. Oder dem, was er für die Zukunft hält. Denn es ist kein erquicklicher Gang: Bejubelt vom Volk drängt sich der Mann in die Hinterräume eines asiatischen Restaurants, in dem er Landstücke verschachert, dann geht’s mit dem Geldkoffer weiter in den nächsten Hinterraum, um anschließend den Pfarrer zu bestechen – und zu guter Letzt ab auf die Bühne, um eine staatstragende Rede als Präsident zu halten, natürlich gegen Korruption. Der Karriereweg unseres namenlosen Protagonisten – dessen sonnenbebrilltes Gesicht wir interessanterweise erst im Scheinwerferlicht zu sehen bekommen – geht mitten durch die Straßen einer afrikanischen Großstadt, an den Protesten vorbei, die niedergeschlagen werden, durch marode Infrastruktur, kriminelle Mobs und sogar Naturkatastrophen.
In Francis Yushau Browns schonungslos kritischem Film hat sich niemand von der Sklaverei befreit. Stattdessen legen sich einige wenige selbst an die Kette des Nepotismus und halten die restliche Bevölkerung in Armut und Rückständigkeit. Sein Film ist eine Anklage in 3D, die nur so strotzt vor Wut, auch auf die westlichen und fernöstlichen (Neo-)Kolonisator*innen. Und über all dem schweben die erzürnten Götter und warten, dass das Volk dem Zustand endlich ein Ende macht.


Marie Ketzscher

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28.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Passage Kinos Astoria
#263
Teil der Kompilation
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29.10.
#382
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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29.10.2025
UT Connewitz
#382
Teil der Kompilation
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31.10.
#514
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#514
Teil der Kompilation
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Regie
Francis Yushau Brown
Buch
Francis Yushau Brown
Schnitt
Charles Sam
Produktion
Ruth Ojougboh
Ton
Gomez Beatx
Sound Design
Gomez Beatx
Musik
Gomez Beatx
Animation
Francis Yushau Brown, Charles Seyi Kilanko, Kingsford Appiah, Jason Bonsu Sarpong
Animation Technique
3D Digital

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Francis Yushau Brown
hello@animaxfybstudios.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Café Kuba
Café Kuba David Shongo
Kinshasa bei Nacht, nach den Gewaltexzessen vom Februar 2025, dokumentiert im Schutz eines mobilen Kaffeestands. Die performative Erkundung einer versehrten, fragilen Stadt.
Filmstill Café Kuba

Café Kuba

Café Kuba
David Shongo
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
DR Kongo,
Belgien
2025
29 Minuten
Lingála,
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Ein mobiler Kaffeestand wird zu einer Kinoapparatur, welche die Aufzeichnung des oft Übersehenen und noch öfter Überhörten zu ermöglichen scheint. David Shongos nächtliches Kinshasa-Porträt im Nachklang der M23-Gewaltexzesse vom Februar 2025 im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine eigensinnige und verdeckte Erkundung einer fragilen Stadt, die historisch wie gegenwärtig vielen Traumatisierungen ausgesetzt war und nach wie vor von Instabilität gezeichnet ist.
Um die Frage nach Kinshasas Zukunft aufzuwerfen, deutet der kongolesische Künstler und Komponist filmhistorische Konzepte um und fügt ihnen neue Facetten hinzu: Durch eine Praxis des radikalen Zuhörens und das Hinterfragen der Grenzen des Sehens entwirft er mit starken Bildern, einem komplexen Ton und äußerst einfallsreichen performativen Inszenierungen seine Form eines „flüchtigen Kinos“.


Borjana Gaković

Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.

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28.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Passage Kinos Astoria
#263
Teil der Kompilation
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29.10.
#382
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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29.10.2025
UT Connewitz
#382
Teil der Kompilation
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31.10.
#514
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#514
Teil der Kompilation
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Regie
David Shongo
Buch
David Shongo
Kamera
David Shongo, Kevin Booto
Schnitt
David Shongo
Produktion
David Shongo, Tommy Simoens
Co-Produktion
Olga Sherazade Pitton, Tommy Simoens
Ton
Djo Wamba
Sound Design
David Shongo

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David Shongo
davidshongo@gmail.com
Retrospektive: Un-American Activities
Filmstill Committee on Un-American Activities
Committee on Un-American Activities Robert Carl Cohen
Der Untersuchungsausschuss House Un-American Activities Committee (HUAC) wird als Sinnbild einer autoritär agierenden Macht demontiert, die unter dem Deckmantel der Freiheit Unrecht tat.
Filmstill Committee on Un-American Activities

Committee on Un-American Activities

Committee on Un-American Activities
Robert Carl Cohen
Retrospektive: Un-American Activities
Dokumentarfilm
USA
1962
45 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Das House Un-American Activities Committee (HUAC), ein dem Abgeordnetenhaus angegliederter Untersuchungsausschuss, wurde 1938 gegründet, um gegen Sympathisant*innen des nationalsozialistischen Deutschland in den USA vorzugehen. In der Nachkriegszeit verschrieb sich das Gremium dem Antikommunismus, verhörte zahllose Personen, die ihm als oppositionell und aufgrund einer linken Gesinnung als der Subversion „überführt“ erschienen. Robert Cohens Film liefert eine Chronik und zugleich Demontage des HUAC, arbeitet mit einer Collage aus Archivmaterialien, leidenschaftlich in die Kamera gerichteten Interviews und satirisch angelegten Spielszenen. Dabei macht er keinen Hehl aus der Kritik an diesem Sinnbild einer autoritär agierenden Machtstruktur, die unter dem Deckmantel der Freiheit Unrecht tat.


Tobias Hering, Tilman Schumacher

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28.10.
#233
CineStar 5
Sunday + Committee on Un-American Activities
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28.10.2025
CineStar 5
#233
Sunday + Committee on Un-American Activities
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Regie
Robert Carl Cohen
Kamera
Robert Carl Cohen
Schnitt
Robert Carl Cohen
Produktion
Robert Carl Cohen

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Hommage: Lee Anne Schmitt
Filmstill Cry Love
Cry Love Lee Anne Schmitt
In der Pandemie entstanden, beruht Schmitts neuester Kurzfilm auf dem Gegensatz zwischen der Ruhe der Natur und einem Gefühl unterschwelligen Schreckens angesichts des Zustands der Welt.
Filmstill Cry Love

Cry Love

Cry Love
Lee Anne Schmitt
Hommage: Lee Anne Schmitt
Dokumentarfilm
USA
2020
12 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Zu Beginn der Pandemie entstanden, stellt Lee Anne Schmitts neuester Kurzfilm die Ruhe der Natur dem Gefühl unterschwelligen Schreckens angesichts des Zustands der Welt gegenüber, auch wenn erstere wohl kaum immun gegen letzteres ist. Die üppigen Blätter, schlanken Stiele und Blüten in allen Formen und Farben, die wir durch runde und rechteckige Rahmen sehen, scheinen in vollkommener Harmonie mit dem sanften Klang des Windspiels zu sein, bis Schmitts Stimme die Ruhe bricht und von dem Entschluss erzählt, das Auto vollzupacken und wegzufahren. Die immer wiederkehrende Aufnahme eines Waldes mit langsam in der Lücke zwischen den Bäumen aufsteigenden Wolken. Nebel oder Rauch? „Nichts ist da, wo es sein soll.“


James Lattimer

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31.10.
#573
Passage Kinos Wintergarten
Cry Love + Evidence
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31.10.2025
Passage Kinos Wintergarten
#573
Cry Love + Evidence
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Regie
Lee Anne Schmitt
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt

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Lee Anne Schmitt
leeanneschmitt@gmail.com
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Elephants & Squirrels
Elephants & Squirrels Gregor Brändli
Eine sri-lankische Künstlerin stößt in der Schweiz auf die Sammlung einer indigenen Gemeinschaft ihres Landes und engagiert sich für die Restitution. Ein Hürdenlauf durch Behörden beginnt.
Filmstill Elephants & Squirrels

Elephants & Squirrels

Elephants & Squirrels
Gregor Brändli
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Schweiz
2025
114 Minuten
Englisch,
Singhalesisch,
Deutsch,
Vedda
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Bei Recherchen in Schweizer Museen stößt die sri-lankische Künstlerin Deneth Piumakshi Veda Arachchige auf Depot-Objekte, die als Zeugnisse für das Alltagsleben einer Indigenen Adivasi-Gemeinschaft ihres Landes zusammengetragen wurden. Auch wenn die Schweiz keine Kolonien hatte, profitierte sie vom kolonialen System. Zwischen 1883 und 1913 unternahmen die Naturforscher Fritz und Paul Sarasin Expeditionen nach Britisch-Ceylon und Niederländisch-Ostindien. Sie erkundeten diese Gebiete – mit Hilfe von Zwangsarbeiter*innen – und brachten exotische Tiere, Pflanzen, Artefakte und menschliche Gebeine nach Basel: Eine der größten ethnologischen Sammlungen im deutschsprachigen Raum entstand – paradigmatisch für koloniale Gewalt und eurozentrischen Wissenschaftsanspruch. Bereits in den 1970er Jahren forderte Sri Lanka die Rückgabe, doch die Schweiz lehnte ab.
Deneth Piumakshi Veda Arachchige macht sich auf eine Reise entlang der damaligen Route der Sarasins und setzt sich, gemeinsam mit Adivasi-Repräsentant*innen, erneut für die Restitution ein. Ein Hürdenlauf durch Behörden und starre Museumsstrukturen beginnt. Konsequent begleitet der Film die interdisziplinäre Künstlerin und Co-Autorin des Drehbuchs beim kreativen und investigativen Verhandeln von Besitzverhältnissen. Dabei wirft er ein höchst unbequemes Licht auf die kolonialen Verflechtungen und deren bis heute blinde Flecken im globalen Norden.


Annina Wettstein

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28.10.
#254
CineStar 7
Elephants & Squirrels
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28.10.2025
CineStar 7
#254
Elephants & Squirrels
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30.10.
#411
CineStar 2
Elephants & Squirrels
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30.10.2025
CineStar 2
#411
Elephants & Squirrels
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Calendar
01.11.
#6C1
Cinémathèque
Elephants & Squirrels
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01.11.2025
Cinémathèque
#6C1
Elephants & Squirrels
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Regie
Gregor Brändli
Buch
Gregor Brändli, Deneth Piumakshi Veda Arachchige
Kamera
Jonas Jäggy
Schnitt
Gregor Brändli
Produktion
Frank Matter
Co-Produktion
Urs Augstburger
Ton
Gregor Brändli
Sound Design
Thomas Rechberger
Musik
Yanik Soland

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Loredana Fernandez
fernandez@soapfactory.ch
World Sales
Michaela Čajková
michaela@filmotor.com
Nominiert für: Silberne Taube, FIPRESCI Preis, Preis der Interreligiösen Jury
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube Langfilm (Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm)
Hommage: Lee Anne Schmitt
Filmstill Evidence
Evidence Lee Anne Schmitt
Ein autobiografischer Blick auf das Erbe des berüchtigten amerikanischen Chemiekonzern Olin Corporation, der mit seinen Gewinnen rassistische, klassistische neokonservative Bewegungen finanzierte.
Filmstill Evidence

Evidence

Evidence
Lee Anne Schmitt
Hommage: Lee Anne Schmitt
Dokumentarfilm
USA
2025
76 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Lee Anne Schmitts formidabler vierter Langfilm ist ein Bericht zur Lage der USA und ihrer Vorgeschichte, der kaum gründlicher, pointierter, verstörender und faszinierender hätte ausfallen können. Ihr Ausgangspunkt ist persönlich: die Arbeit des Vaters für den berüchtigten amerikanischen Chemiekonzern Olin Corporation. Die Puppen, die er ihr von Geschäftsreisen schickte, bilden eines der Leitmotive dieser etwas anderen Unternehmensgeschichte. Während Olin im ganzen Land die Umwelt zerstörte, sorgte eine Firmenstiftung mit ihren tiefen Taschen für den enormen Aufstieg der rassistischen, klassistischen neokonservativen Bewegung. Wichtige Orte, Archivmaterial, Zitate in Zwischentiteln, Aufnahmen einschlägiger Literatur und Fetzen aus dem Familienleben: die Bausteine einer umfassenden politischen Abrechnung.


James Lattimer

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31.10.
#573
Passage Kinos Wintergarten
Cry Love + Evidence
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31.10.2025
Passage Kinos Wintergarten
#573
Cry Love + Evidence
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Calendar

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Regie
Lee Anne Schmitt
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt
Ton
Sara Suarez
Musik
Jeff Parker

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Kontakt
Lee Anne Schmitt
leeanneschmitt@gmail.com
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Far from the Light of Day
Far from the Light of Day Yotam Ben-David
Zwei Männer, Liebende, ein Palästinenser und ein Israeli, zusammen in ihrem Pariser Apartment, der eine schläft, der anderen ist wach. Wie einen Umgang mit dem Geschehen in der Heimat finden?
Filmstill Far from the Light of Day

Far from the Light of Day

Rahok me’oro shel yom
Yotam Ben-David
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Frankreich
2025
27 Minuten
Hebräisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Wo die beiden Männer sind, ist zunächst nicht zu sehen. Wir hören nur einen von ihnen im Voiceover hebräisch sprechen. Der Israeli findet keinen Schlaf, während sein palästinensischer Freund neben ihm im Bett von quälenden Albträumen hin und her geworfen wird. Nachts kommt alles hoch. Dieses Zuhause, wo sich der Hund zwischen die beiden kuschelt, liegt in Paris, erklärt der Sprecher. Aber er streift das nur nebenbei. Sein Sprechen ist vielmehr der Versuch, die politische Lage in der Heimat verständlich zu machen, einen Krieg, eine so schreckliche, andauernde Katastrophe, dass sie sich im Grunde unmöglich beschreiben lässt. Jeder Versuch dieser Art muss wohl scheitern. Aber was sonst kann man tun?
Der Sprecher weiß sich eloquent ausdrücken, seine Worte wirbeln und drehen sich um sich selbst, erzählen von Gräueln, Protesten, Diskriminierung, aber auch von Familie, Intimität, freudvollen Erinnerungen. Wie die Worte falten sich auch die Bilder ineinander, schweifen durch die dunkle Wohnung, manchmal sogar nach draußen, zu Metrostationen, vagen Landschaften, eingeschneiten Straßen. Lichtkontraste schaffen Perspektiven, obwohl Dunkelheit herrscht. Trotz allem wird vom nächsten Morgen gesprochen, von Neuanfängen, seien sie auch noch so unfassbar weit weg. Zärtlich fällt der Blick auf das Bett im Tageslicht und den Mann, der darin aufwacht. Woran sonst kann man sich noch festhalten?


James Lattimer

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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Yotam Ben-David
Buch
Yotam Ben-David
Kamera
Yotam Ben-David
Schnitt
Yotam Ben-David
Produktion
Yotam Ben-David

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Kontakt
Yotam Ben-David
xiu.who@gmail.com
Retrospektive: Un-American Activities
Filmstill Golub
Golub Jerry Blumenthal, Gordon Quinn
Wie kann man auf die Gräuel, die sich tagtäglich in der Welt ereignen, mit Kunst antworten? Leon Golub gibt Einblicke in sein New Yorker Atelier und zeigt seine schonungslos politische Malerei.
Filmstill Golub

Golub

Golub
Jerry Blumenthal, Gordon Quinn
Retrospektive: Un-American Activities
Dokumentarfilm
USA
1988
55 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Wie hängen Kunst und gesellschaftliche Wirklichkeit zusammen? Wie kann man auf die Gräuel, die sich tagtäglich in der Welt ereignen, mit Kunst antworten? Ab wann ist Kunst politisch, ab wann vom Markt korrumpiert? In seinem New Yorker Atelier arbeitet Leon Golub (1922–2004) an riesigen Leinwänden, nimmt sich Pressefotos als Vorlagen, destilliert Gesten daraus, trägt Farbe auf, trägt sie ab, schabt vormals Verdecktes frei. Das hat etwas Gewaltsames – wie die martialischen Motive seiner Werke. Sie zeigen Erschießungen, Folterungen oder fratzenhafte Gestalten, die an ihren unmenschlichen Taten Gefallen finden. Es sind Motive, wie sie normalerweise der Investigativjournalismus zu Kriegszeiten zutage fördert. Nun hängen sie im vermeintlich alltagsbefreiten Ausstellungsraum – und schockieren.


Tobias Hering, Tilman Schumacher

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08.11.
Luru Kino
Golub

Ticket erhältlich im Luru Kino

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08.11.2025
Luru Kino
Golub

Ticket erhältlich im Luru Kino

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Regie
Jerry Blumenthal, Gordon Quinn
Kamera
Gordon Quinn
Schnitt
Jerry Blumenthal
Produktion
Kartemquin Films

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Kartemquin Films
Hommage: Lee Anne Schmitt
Filmstill The Last Buffalo Hunt
The Last Buffalo Hunt Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Eine Untersuchung der verschiedenen Einflüsse, die das Leben in den Henry Mountains in Utah geprägt haben, der Heimat einer der letzten Bisonherden in den USA, die bis heute gejagt werden.
Filmstill The Last Buffalo Hunt

The Last Buffalo Hunt

The Last Buffalo Hunt
Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Hommage: Lee Anne Schmitt
Dokumentarfilm
USA
2011
76 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

In ihrem zweiten Langfilm verlässt Lee Anne Schmitt Kalifornien Richtung Utah und geht den disparaten Gründen für das sich wandelnde Leben in den Henry Mountains nach. Dort ist eine der letzten verbliebenen Büffelherden des Landes zu Hause, genau wie die Büffeljagd. Stärker beobachtend als in den meisten ihrer Arbeiten, bleiben Schmitt und ihre bewegliche Kamera dicht an den Alltagsrhythmen der modernen Cowboys, die diese mittlerweile touristischen Jagden organisieren. Die Bilder von Büffeln, die aus nächster Nähe erschossen, ausgeweidet oder ausgestopft werden, sprechen für sich, ebenso wie die endlosen Landschaften, die hartnäckige Ikonografie des alten Wilden Westens und der im Off erzählte Native American Dream: die unmögliche Rückkehr in ein Land, das nie wieder leer sein wird.


James Lattimer

Enthält Darstellungen von gewalt gegen Tiere

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29.10.
#372
Passage Kinos Wintergarten
The Wash + The Last Buffalo Hunt
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29.10.2025
Passage Kinos Wintergarten
#372
The Wash + The Last Buffalo Hunt
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt

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Kontakt
Lee Anne Schmitt
leeanneschmitt@gmail.com
Retrospektive: Un-American Activities
Filmstill Millhouse: A White Comedy
Millhouse: A White Comedy Emile de Antonio
Drei Jahre bevor Richard Nixon durch die Watergate-Affäre zu Fall kam, entlarvte de Antonio den Präsidenten mit dieser grausam-komischen Materialmontage als Scharlatan.
Filmstill Millhouse: A White Comedy

Millhouse: A White Comedy

Millhouse: A White Comedy
Emile de Antonio
Retrospektive: Un-American Activities
Dokumentarfilm
USA
1971
92 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Drei Jahre bevor Richard Nixon durch die Watergate-Affäre zu Fall kam, entlarvte de Antonio den Präsidenten mit dieser grausam-komischen Materialmontage als Scharlatan. Aus einem Interview im „Protokoll“ der Leipziger Dokumentarfilmwoche 1972: Frage – „In jedem Ihrer Filme stellen Sie eine amerikanische Hauptinstitution bloß […]. Wen haben Sie sich für ‚Millhouse‘ ausgesucht?“ De Antonios Antwort – „Nichts Geringeres als das traditionelle politische Geschehen in seiner Ganzheit. Der Film ist keineswegs ein nur persönlicher Angriff auf Nixon. Denn um einen politischen Gegner bloßzustellen, reicht es, für ihn einen Saal zu mieten. Der Film attackiert das amerikanische System, die Glaubwürdigkeit dieses Systems, in dem er sich dem perfekten Symbol dieses Systems, dem Präsidenten, zuwendet.“


Tobias Hering, Tilman Schumacher

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26.10.
Luru Kino
Millhouse: A White Comedy

Ticket erhältlich im Luru Kino

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26.10.2025
Luru Kino
Millhouse: A White Comedy

Ticket erhältlich im Luru Kino

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Calendar

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Regie
Emile de Antonio
Kamera
Ed Emshwiller, Richard Kletter, Bruce Shaw, Mike Gray, Dan O’Reilly
Schnitt
Mary Lampson
Produktion
Emile de Antonio, Mark Lane

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