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Haken
Meike Weimann
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Hallo Debus
Ein bizarres Stillleben. Alltagsgegenstände liegen sorgfältig aufgereiht rund um ein Bett: Scheren, Schüsseln, Audiokassetten. Auf einem Teller liegt ein toter Fisch, umrahmt von Zitronen und Tomaten. Ein junger Mann vegetiert auf dem Bett – auch als das Telefon klingelt und der Anrufbeantworter angeht, wird er sich nicht regen. Eine streng choreografierte Szenerie trifft auf die reale Stimme eines Vaters. Er scheint bedürftig, verlangt absurderweise nach Anchovis. Plötzlich ist der Körper des Sohnes von einem blubbernden Sack umhüllt, nur noch die Füße schauen heraus, ein Schlauch liefert Wasser. Der Vater wünscht sich Roquefort, aber den echten. Überforderung und Ohnmacht nehmen auf eigenwillige Weise Gestalt an – und das ist noch nicht alles.
Anke Leweke
Thematisiert psychische Erkrankungen
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rosa.gocht@filmuniversitaet.de
Heat
Carolin Weidner
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Heralds of the Monsoon
Marie Ketzscher
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k.meera28@gmail.com
Herminda de la Victoria
In einer groß angelegten Aktion besetzt eine Gruppe obdachloser Familien im März 1967 brachliegendes Land am Rand von Santiago. Beim Räumungsversuch durch die Polizei stirbt ein Mädchen, die kleine Herminda, in den Armen ihrer Mutter. Die Räumung wird abgebrochen, die Menschen können bleiben und ohne vorhandene Infrastruktur die heute noch existierende Siedlung errichten: Herminda de la Victoria. „Voller Irrtümer und Fehler ist [der Film] meine erste Annäherung ans Kino, allerdings an ein ‚neues Kino‘, ein durch die Unterentwicklung gekennzeichnetes lateinamerikanisches Kino. Trotzdem bedeutet der filmische Prozess, Schnitt und Vertonung für mich eine vollgültige Erfahrung. ‚Herminda de la Victoria‘ engagiert sich für die Interessen der Obdachlosen in Chile, leidet mit ihnen, ist Zeugnis und ein ‚Dokument‘, das zur Stellungnahme zwingt.“ (Douglas Hübner)
Florian Wüst
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Hi Mom :O
Das Filmarchiv der Mutter wirft Fragen auf. Was hat sie in den vielen Puppengesichtern gesehen, die uns durch ihre Kamera anstarren? Warum so viele Aufnahmen von Blumen? Wenn sie selbst darauf zu sehen ist, ist sie immer in Bewegung. Wollte sie weg vor irgendwas? Das erzählende Ich will seine eigenen Motive finden. Aber wo? Die Mutter kann leicht sagen: Film deine eigene Realität! Klingt toll, aber wie denn, wenn man das Gefühl hat, anders zu sein? Aus der Materialbefragung heraus finden immer mehr eigene Bilder in den Film. Sie integrieren sich. Vielleicht stellen sie die gleichen Fragen an die Welt.
Jan Künemund
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peer.langenheim@zhdk.ch
Hidden Message
André Eckardt
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franz.impler@gmail.com
Holy Wood Dust
„Bäume sind das Leben selbst“, sagt der berühmte Botaniker Stefano Mancuso, als er eine Schar Kinder durch eine einst dicht bewaldete Gegend führt. Dies liefert den Rahmen für Victor Kossakovskys und Mancusos ausgedehnte filmische Reise durch Europa und sogar bis in die Vatikanstadt, auf den Spuren des Schicksals der Bäume. In den Dolomiten stehen Bäume wie Geister, nachdem der Sturm Vaia die Wälder verwüstet hat. Die Monokultur-Pflanzungen ökonomisch wertvoller Tannen haben sie verwundbarer gemacht. Nach dem Sturm folgten weitere Schäden, da die geschwächten und umgefallenen Bäume zu Brutstätten für den Borkenkäfer wurden. Was denken oder fühlen Bäume? Die Kamera taucht ein in ihre Tiefen, fängt immer noch sprießendes und hartnäckiges Leben ein. Doch während der Winter ins Land geht, könnten Bäume die Festtage nicht überleben. Auf Nadelbaumfarmen arbeiten unermüdlich die Kettensägen. Wie seltsame Kokons packt man sie jetzt in Netze und schnürt sie zu festen Bündeln, die auf ihren Versand in Wohnungen und auf öffentliche Plätze warten. Aber die Zuneigung der Menschen könnte von kurzer Dauer sein.
Sevara Pan
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Hope Is a Word
Jan-Philipp Kohlmann
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anita@smau.no
Hotel Utopia
Sie entwickeln Software, sind Lifestyle-Coaches, haben Marketing-Agenturen oder einen Amazon-Shop, sie reisen um die Welt, ohne für Unterkünfte zu zahlen: digitale Nomaden, denen als Arbeitsplatz mitunter ein Reisekoffer mit einem Laptop darauf reicht. Manche ihrer Sehnsüchte bleiben dabei auf der Strecke und werden zum Projekt eines umtriebigen Münchner Entwicklers: Matthias wirbt um heimatlose Individualist*innen und clevere Investor*innen, die als „Backer“ in sein Projekt einsteigen sollen, um aus einem verlassenen ehemaligen Luxus-Hotel in den bulgarischen Bergen ein hippes Coworking-Space zu machen. Er verspricht Community-Gefühl, intensive menschliche Verbindungen und wenig Steuern, Outdoor-Pool und Lagerfeueridylle. Während die von Heimat träumenden Nomaden darauf warten, dass aus der Utopie Realität wird, fühlen die Bewohner*innen der umliegenden Dörfer mit Skepsis einen neuen „Wind of Change“. Eine brillante Strukturanalyse eines Geschäftsmodells, das mit modernen Sehnsüchten handelt und sich den Raum dafür zu nehmen weiß.
Jan Künemund
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hannahbuhr@outlook.de
How to Catch a Butterfly
Carolin Weidner
Thematisiert Mord, Rassismus
Enthält Darstellungen von Rassismus
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purplerayfilm@gmail.com