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Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Hotel Utopia
Hotel Utopia Julia Groteclaes
Ein verlassenes Luxushotel in einem bulgarischen Ski-Resort soll zur Co-Living-Heimat für digitale Nomaden werden. Eine Geschäftsidee, bei der die lokale Bevölkerung herausgerechnet wird.
Filmstill Hotel Utopia

Hotel Utopia

Hotel Utopia
Julia Groteclaes
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
86 Minuten
Englisch,
Deutsch,
Bulgarisch
Untertitel: 
Deutsch, Englisch
deutsche Untertitel
Weltpremiere

Sie entwickeln Software, sind Lifestyle-Coaches, haben Marketing-Agenturen oder einen Amazon-Shop, sie reisen um die Welt, ohne für Unterkünfte zu zahlen: digitale Nomaden, denen als Arbeitsplatz mitunter ein Reisekoffer mit einem Laptop darauf reicht. Manche ihrer Sehnsüchte bleiben dabei auf der Strecke und werden zum Projekt eines umtriebigen Münchner Entwicklers: Matthias wirbt um heimatlose Individualist*innen und clevere Investor*innen, die als „Backer“ in sein Projekt einsteigen sollen, um aus einem verlassenen ehemaligen Luxus-Hotel in den bulgarischen Bergen ein hippes Coworking-Space zu machen. Er verspricht Community-Gefühl, intensive menschliche Verbindungen und wenig Steuern, Outdoor-Pool und Lagerfeueridylle. Während die von Heimat träumenden Nomaden darauf warten, dass aus der Utopie Realität wird, fühlen die Bewohner*innen der umliegenden Dörfer mit Skepsis einen neuen „Wind of Change“. Eine brillante Strukturanalyse eines Geschäftsmodells, das mit modernen Sehnsüchten handelt und sich den Raum dafür zu nehmen weiß.

Jan Künemund

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27.10.
#212
CineStar 2
Hotel Utopia
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27.10.2026
CineStar 2
#212
Hotel Utopia
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Calendar
30.10.
#581
UT Connewitz
Hotel Utopia
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30.10.2026
UT Connewitz
#581
Hotel Utopia
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01.11.
#7B3
Schauburg
Hotel Utopia
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01.11.2026
Schauburg
#7B3
Hotel Utopia
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Regie
Julia Groteclaes
Kamera
Sina Diehl
Schnitt
Wolfgang Purkhauser
Produktion
Frank Carsten Walter, Manuel Rees, Hannah Buhr, Paradoks Film
Co-Produktion
Filmakademie Baden-Württemberg
Ton
Resonanz Kollektiv
Sound Design
Resonanz Kollektiv
Musik
Jonas Vogler

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Kontakt
Nominiert für: MDR-Film-Preis, DEFA Förderpreis, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, film.land.sachsen Preis
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm,
Fokus Ost
Filmstill Child’s Mother
Kindesmutter Konrad Schlaich
Anne (36) führt ein Leben im Chaos. Auch ihre Tochter Leonie (14) droht in die Drogenabhängigkeit zu rutschen. Kann Anne ihr Rückhalt geben, zum Vorbild werden? Ein involvierendes Porträt.
Filmstill Child’s Mother

Kindesmutter

Kindesmutter
Konrad Schlaich
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm,
Fokus Ost
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
76 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Anne (36) wohnt in Halle (Saale) und lebt im Chaos. Eine Wohnung voller Umzugskartons, ein kläffender Hund. Der Mutter erklärt sie am Telefon, dass der Strom bald wieder abgestellt werde. Manchmal schaut Tochter Leonie (14) vorbei. Sie droht wie die Mutter, in die Drogenabhängigkeit abzurutschen. Das Sorgerecht für ihre zwei jüngeren Kinder wurde Anne bereits entzogen. Die Kamera bleibt rein beobachtend, fängt lose Szenen aus dem Dasein einer Frau ein, die wieder Verantwortung übernehmen will. Der Film sucht nicht nach psychologischen Erklärungen, er zeigt Anne in ihrer Gegenwart. Sie wirkt bei ihren Fahrten durch die Plattenbausiedlung isoliert von ihrer Umgebung. Bei einem Eis an einem öffentlichen Platz nähern sich Mutter und Tochter an. Annes Besuch bei ihrer Mutter bietet Rückhalt, baut aber auch Druck auf. Immer näher kommt man Anne, wünscht sich mit ihr, dass sie ihrer Tochter ein Vorbild werden kann.

Anke Leweke

Thematisiert Sucht, Tod, Drogenkonsum

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28.10.
#314
CineStar 2
Kindesmutter
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28.10.2026
CineStar 2
#314
Kindesmutter
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Calendar
30.10.
#582
UT Connewitz
Kindesmutter
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30.10.2026
UT Connewitz
#582
Kindesmutter
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Calendar
31.10.
#632
CineStar 5
Kindesmutter
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31.10.2026
CineStar 5
#632
Kindesmutter
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Calendar

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Regie
Konrad Schlaich
Buch
Konrad Schlaich
Kamera
Pablo Sahin
Schnitt
Sarah Berner
Produktion
Friedemann Hottenbacher, Gregor Streiber
Co-Produktion
Konrad Schlaich
Sound Design
Jakob Ludwig, Jonas Albani

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Kontakt
Friedemann Hottenbacher
friedemann@inselfilm.de
Nominiert für: DEFA Förderpreis, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, Gedanken-Aufschluss-Preis, film.land.sachsen Preis
Retrospektive
Filmstill Nuestra voz de tierra, memoria y futuro
Nuestra voz de tierra, memoria y futuro Marta Rodríguez, Jorge Silva
Der Kampf um Land und kulturelle Selbstbestimmung einer indigenen Gemeinde im Südwesten Kolumbiens in den 1970er Jahren: Magie und Mythen bestärken den Prozess der politischen Organisierung.
Filmstill Nuestra voz de tierra, memoria y futuro

Nuestra voz de tierra, memoria y futuro

Nuestra voz de tierra, memoria y futuro
Marta Rodríguez, Jorge Silva
Retrospektive
Dokumentarfilm
Kolumbien
1981
107 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Marta Rodríguez und Jorge Silva waren erstmals 1972 in Leipzig vertreten – mit „Planas, testimonio de un etnocidio“ (1971) in der Retrospektive „Film im Freiheitskampf der Völker: Lateinamerika“ sowie im Fernseh-Wettbewerb und „Chircales“ (1972) im Kino-Wettbewerb. Beiden Filmen wurden Goldene Tauben verliehen, Rodríguez und Silva avancierten aus dem Stand zu Stars des Festivals. 1975 brachte sie „Campesinos“ zurück nach Leipzig. Dieser Film markiert den Beginn ihrer Beschäftigung mit der jahrhundertelangen Unterdrückung der indigenen Gemeinschaften der Region Cauca im Südwesten Kolumbiens und deren ebenso langem Widerstand gegen koloniale Ausbeutung und Enteignung. Das Thema mündete Jahre später in „Nuestra voz de tierra, memoria y futuro“, der einige Einstellungen aus „Campesinos“ verwendet. Rodríguez und Silva dokumentieren den Prozess der politischen Organisierung der Gemeinde Coconuco im Zuge der Landreformbewegung der 1970er Jahre unter der weitreichenden kritischen Mitarbeit ihrer Protagonist*innen. Gleichzeitig wird der Versuch unternommen, den Naturalismus der dokumentarischen Form hinter sich zu lassen und sich dem Unterbewusstsein der indigenen Kultur zu nähern, ihre „magische Welt in all ihrer Komplexität und Schönheit darzustellen“, so Silva im Gespräch mit Peter B. Schumann im Informationsblatt des Forums der Berlinale 1982. In der restaurierten digitalen Fassung feierte der Film 2019 erneut Weltpremiere im Forum.

Florian Wüst

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30.10.
#533
CineStar 5
Teil der Kompilation
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30.10.2026
CineStar 5
#533
Teil der Kompilation
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Calendar

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Regie
Marta Rodríguez, Jorge Silva
Kamera
Jorge Silva
Schnitt
Marta Rodríguez, Jorge Silva, Caíta Villalón
Produktion
Fundación de Cine Documental in collaboration with the Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos
Ton
Ignacio Jiménez, Eduardo Burgos, Nora Drufovka
Musik
Jorge López

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Kontakt
Arsenal – Institut für Film und Videokunst
Fokus Ost
Filmstill Uncle Thuận
Onkel Thuận Minh Anh Nguyễn
Die Eltern kamen als Vertragsarbeitende in die DDR und führen heute ein Restaurant in Nordrhein-Westfalen. Die Töchter stellen Fragen nach Selbstbestimmung, Zugehörigkeit und dem Glück.
Filmstill Uncle Thuận

Onkel Thuận

Onkel Thuận
Minh Anh Nguyễn
Fokus Ost
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
57 Minuten
Vietnamesisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch, Deutsch
deutsche Untertitel
Weltpremiere

„Immer traurig“ sei er, sagt Onkel Thuận. Am Handy mit der weltweit verstreuten Familie verbunden, singt er sentimentale Lieder vom Frühling in Hanoi. Seine Frau Thúy kümmert sich indessen unermüdlich um das Restaurant, das die beiden seit zwanzig Jahren in Nordrhein-Westfalen betreiben. Mit 19 kamen sie als Vertragsarbeitende in die DDR. In Gesprächen mit ihren Töchtern entfalten sich Lebensgeschichten, in denen sie selbst kaum etwas zu entscheiden, sondern hauptsächlich fleißig zu sein und zu funktionieren hatten. Eine Rolle, die sie auch heute klaglos annehmen und rechtfertigen. Aber zunehmend werden Risse in der über Jahrzehnte aufgebauten Schutzschicht sichtbar. Und irgendwo in den ewigen, auch den Film strukturierenden Abläufen und Handgriffen in der Restaurantküche taucht sie leise auf: die Frage nach dem Glücklichsein. Mit Minh Anh Nguyễn meldet sich eine postmigrantische Generation zu Wort, die Vertragsarbeit und Rassismus in der DDR nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als Teil ihrer Geschichte betrachtet. Beiläufig und mit großer Nähe zu den Protagonist*innen erzählt sie von kolonialen Prägungen, die sich in Biographien und über Generationen hinweg fortschreiben. Zugleich zeigt sie, wie dieser Kreislauf durchbrochen werden kann. Indem die Töchter Fragen stellen, die – auch außerhalb der vietnamesischen Community und vor allem im Osten – lange überfällig sind.

Grit Lemke

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27.10.
#273
Passage Kinos Wintergarten
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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27.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#273
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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Calendar
01.11.
#711
CineStar 2
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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01.11.2026
CineStar 2
#711
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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Calendar

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Regie
Minh Anh Nguyễn
Buch
Minh Anh Nguyễn, Pujan Shakupa
Kamera
Pujan Shakupa, Stefan Stark
Schnitt
Pujan Shakupa
Produktion
Minh Anh Nguyễn, Stefan Stark, Pujan Shakupa
Ton
Eric Wehner, Stefanos Pachidis, Samuel Krupke
Sound Design
Đức Anh Nguyễn
Musik
Eric Wehner

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Kontakt
Minh Anh Nguyễn
nguyen.minh-anh@web.de
Publikumswettbewerb
Filmstill Petrolheads
Petrolheads Emil Langballe
Martin träumt von einem 1994er Honda Civic und dem Führerschein. Mit Kumpel Casper macht er sich auf den Weg – verbunden durch Trabbi-Witze, besondere Bedürfnisse und eine schwierige Kindheit.
Filmstill Petrolheads

Petrolheads

Petrolheads
Emil Langballe
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Dänemark
2026
76 Minuten
Dänisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

Martin träumt nicht von einem Leben im Reichtum. Sein größter Wunsch ist ein 1994er Honda Civic und ein Führerschein. Mit fünf Monaten kam er zu seiner Pflegefamilie. Mit neun wurden bei ihm Autismus diagnostiziert, ADHS und eine sogenannte Bindungsstörung. Dann traf er Casper, und die beiden bauten eine Bindung auf, die auf ihrer gemeinsamen Liebe für Autos beruht, auf Trabbi-Witzen und dem Verständnis für die Schwierigkeiten des jeweils anderen – beide von ihren Behinderungen und von der frühen Jugend im Waisenhaus geformt, die ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigt haben. Von seinem Bruder, dem Regisseur Emil Langballe, mit Ehrlichkeit und Sorgfalt gefilmt, folgt der Film Martin, der in einer Spirale aus Drogensucht und Ärger gefangen ist. Doch die ganze Zeit arbeitet er weiter mit Casper an seinem Honda Civic. Ein Film über Brüche und Reparaturen, über Autos und Beziehungen, Unterstützungssysteme und die Zärtlichkeit der Freundschaft.

Sevara Pan

Enthält Darstellungen von Drogenkonsum, psychische Erkrankungen

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27.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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27.10.2026
Passage Kinos Astoria
#263
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar
30.10.
#522
CineStar 4
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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30.10.2026
CineStar 4
#522
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar
31.10.
#611
CineStar 2
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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31.10.2026
CineStar 2
#611
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar

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Regie
Emil Langballe
Buch
Emil Langballe, Christian Einshøj
Kamera
Anders Nydam, DFF
Schnitt
Christian Einshøj
Produktion
Julie Friis Walenciak , Claes Hedlund
Ton
Kasper Janus Rasmussen
Musik
Björn Olsson

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Kontakt
Jasmina Vignjevic
jasmina@verita-films.com
World Sales
Jasmina Vignjevic
Verità Films
jasmina@verita-films.com
Hommage: Helena Třeštíková
Filmstill René
René Helena Třeštíková
20 Jahre eines Lebens, das sich größtenteils in Gefängnissen abspielt. Ein Mann, der immer wieder neu beginnt, scheitert, Schriftsteller wird und die Regisseurin permanent herausfordert.
Filmstill René

René

René
Helena Třeštíková
Hommage: Helena Třeštíková
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2008
83 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere
1989 beginnt Helena Třeštíková, den jugendlichen Strafgefangenen René zu filmen. Fast zwanzig Jahre folgt sie dem Rhythmus eines Lebens, das sich in Gefängnissen abspielt, nur von kurzen Phasen der Freiheit unterbrochen. Zwanzig Jahre, in denen sich epochale gesellschaftliche Umbrüche vollziehen. Systeme, Staatsformen und Regierungen wechseln – angedeutet in Fernsehbildern, die in Renés Zelle dringen. Der Reglosigkeit und Abwesenheit von Tempo im „Drinnen“ steht ein ruheloses „Draußen“ entgegen, in dem René auf Plätzen, an Bahnhöfen, in Zügen unterwegs ist – ohne jemals anzukommen. Die Verbindung zwischen drinnen und draußen ist die Regisseurin selbst, die zur einzigen verlässlichen Konstante im Leben ihres Protagonisten wird. Eine widersprüchliche, wechselvolle Beziehung, die René in seinen Briefen an Třeštíková reflektiert. Von ihm gelesen, erweitern sie den Film um eine Ebene, in der die Filmemacherin praktisch zur zweiten Protagonistin wird. René, der mit ihrer Hilfe im Lauf der Zeit selbst zum erfolgreichen Autor avanciert, erweist sich dabei als ebenbürtiger, aber schwieriger Partner. Aufmerksamkeit fordert er drastisch ein und hinterfragt wieder und wieder das Verhältnis von Filmemacherin und Protagonist. Die Versuche, ihn zum Mitautoren des Films zu machen, sind Teil der Geschichte. Eine Geschichte von überwältigender Kraft, die dorthin reicht, wo es wehtut.

Helena Třeštíková gewann mit René 2008 in Leipzig die Goldene Taube.

Grit Lemke, DOK Leipzig Katalog 2008

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28.10.
#373
Passage Kinos Wintergarten
René
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28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#373
René
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Calendar

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Regie
Helena Třeštíková
Buch
Helena Třeštíková
Kamera
Tadeáš Věrčák, Martin Kubala, Petr Pešek, Stano Slušný, Václav Smolík, Marek Dvořák, Ondřej Belica, Miroslav Souček, Vlastimil Hamerník
Schnitt
Jakub Hejna
Produktion
Helena Třeštíková, Kateřina Černá, Pavel Strnad, Czech Television
Ton
Vladimir Nahodil, Pavel Sádek, Jan Valouch, Václav Hejduk, Miroslav Šimčík, Štěpán Mamula, Daniel Němec, Zbyněk Mikulík, Petr Provazník, Jan Valouch

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Kontakt
Daniel Vadocký
Young Eyes
Filmstill Second Course
Second Course Julie Talon
Haute Cuisine trifft auf Lachanfälle: Cocktails mixen, Krawatten binden, gehobener Service – nebenbei versuchen die Jugendlichen an einer Hotelfachschule, den Weg ins Erwachsensein zu finden.
Filmstill Second Course

Second Course

À Votre Service
Julie Talon
Young Eyes
Dokumentarfilm
Frankreich
2026
59 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Internationale Premiere

An einer berufsbildenden Hotelfachschule tauschen Alma, Moussa, Chaïli, Sarah und ihre Mitschüler*innen Alltagskleidung, Smartphones und Kaugummi gegen Uniformen und Serviertabletts. Im Schulrestaurant und Klassenzimmer lernen sie die Regeln und die präzisen Abläufe des französischen Restaurantservice: eine Branche, in der Tradition, Disziplin und Perfektion einen sehr hohen Stellenwert einnehmen. Die Lehrer*innen vermitteln streng, aber fair die Werte eines Berufs, der vor allem Geduld und das Hintanstellen eigener Bedürfnisse verlangt. Zwischen Unterricht und Serviceabläufen entsteht das Porträt einer Generation, die mit den Erwartungen der Arbeitswelt konfrontiert wird: dem Anspruch, einen Beruf zu erlernen und sich anzupassen, während sie zugleich nach Anerkennung und einem eigenen Weg sucht. Der Film beobachtet die Jugendlichen in ihrem Ausbildungsalltag wohlwollend zugewandt und beleuchtet den Kontrast zwischen einem idealisierten Bild von Gastronomie und der schnöden Realität. Für die Jugendlichen ist diese Ausbildung nicht immer eine freie Entscheidung, sondern lediglich einer der wenigen möglichen Wege ins Arbeitsleben. Ein lebendiger, ungeschönter Blick auf das Erwachsenwerden und die Suche nach einem Platz in einer Zukunft, die wenig zu bieten hat und viele Kompromisse verlangt.

Lina Dinkla

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27.10.
#262
Passage Kinos Astoria
Second Course
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27.10.2026
Passage Kinos Astoria
#262
Second Course
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Calendar
30.10.
#513
CineStar 2
Second Course
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30.10.2026
CineStar 2
#513
Second Course
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Julie Talon
Kamera
Julie Talon, Nina Bernfeld, Laurent Fénart
Produktion
Clara Vuillermoz

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Kontakt
Samy Pollet-Villard
samy@andanafilms.com
World Sales
Stephan Riguet
Andana Films
sriguet@andanafilms.com
Nominiert für: Young Eyes Film Award
Doc Alliance
Filmstill A Song Without Home
A Song Without Home Rati Tsiteladze
„Mein Leben ist ein Gefängnis“, sagt die Transfrau Adelina aus Georgien. Nach elf Jahren Hausarrest sucht sie in Wien ein freieres Leben. Intimes, impressionistisches Langzeit-Porträt.
Filmstill A Song Without Home

A Song Without Home

A Song Without Home
Rati Tsiteladze
Doc Alliance
Dokumentarfilm
Georgien
2025
75 Minuten
Georgisch,
Deutsch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

„Mein Leben ist ein Gefängnis“, sagt Adelina. Die junge Frau raucht und schaut in die Kamera, rechts und links von ihr sitzen die Eltern auf dem Sofa. In Schwarzweiß und im schmalen 4:3-Format wirkt die Familienszene beklemmend: Elf Jahre hat Adelina dort im Hausarrest verbracht, mit einem Vater, der ihre Identität nicht anerkennt, und einer Mutter, die liebevoll, aber machtlos scheint. Für Transpersonen wie Adelina gibt es in Georgien weder Freiheit noch Sicherheit. Queerfeindliche Angriffe passieren auf offener Straße, die rechtliche Lage der LGBTQ-Community hat sich zuletzt weiter verschlechtert. Als die Protagonistin schließlich das Dorf ihrer Eltern verlässt und nach Wien geht, verändert sich auch der Stil von Rati Tsiteladzes Debütfilm. Rot leuchtet der Lippenstift, neongelb die Lichter der Großstadt. Ein anderes, freieres Leben scheint möglich. Doch mit der Freiheit kommen neue Herausforderungen: finanzielle und gesundheitliche Probleme, die Verständigung in einer fremden Sprache – und Einsamkeit. „A Song Without Home“ ist ein intimes, impressionistisch erzähltes Langzeit-Porträt einer Person, die sich selbst entwerfen möchte und an einer unerschütterlichen Überzeugung festhält: „Kein Gesetz kann auslöschen, wer wir sind.“

Jan-Philipp Kohlmann

Thematisiert Diskriminierung von LGBTQIA2S+-Personen

Enthält Darstellungen von Diskriminierung von LGBTQIA2S+-Personen

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29.10.
Polnisches Institut
kiss kiss bang bang + A Song Without Home

Eintritt frei

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29.10.2026
Polnisches Institut
kiss kiss bang bang + A Song Without Home

Eintritt frei

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Calendar
31.10.
#623
CineStar 4
kiss kiss bang bang + A Song Without Home
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31.10.2026
CineStar 4
#623
kiss kiss bang bang + A Song Without Home
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rati Tsiteladze
Kamera
Rati Tsiteladze
Schnitt
Rati Tsiteladze
Produktion
Olga Slusareva
Musik
Marius Leftărache

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Kontakt
Olga Slusareva
olyaslusareva@gmail.com
Nominiert für: MDR-Film-Preis
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm,
MDR Special Screening,
Fokus Ost
Filmstill Transition
Übergang Peter Badel, Chris Wright
Thomas Heise starb im Mai 2024 und hinterließ ein angefangenes Projekt. Er selbst sollte eine Figur im Film sein. Sein Team machte weiter. Fragmente eines Lebens als gelebte Geschichte.
Filmstill Transition

Übergang

Übergang
Peter Badel, Chris Wright
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm,
MDR Special Screening,
Fokus Ost
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
120 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Audiodeskription
Deutsche Premiere

Silvester 2023 beginnt Thomas Heise die Dreharbeiten zu einem neuen Film. Er soll „Übergang“ heißen. Seine Idee: ein Heimatfilm mit der Berliner Schönhauser Allee als Mittelpunkt, wo er seit Jahrzehnten lebt. Der Autor soll Figur im Film sein. Wenige Monate später erkrankt Heise schwer und stirbt. Das kleine Team setzt die Filmarbeiten fort. Aus Heises Nachlass und Archiven bergen sie unveröffentlichte Texte und Bilder. „Bilder sind […] geräumig“, wird Heiner Müller zitiert, doch Träume gerinnen schnell. Die persönliche Geschichte wird, sobald sie zum falschen Bild wird, sanft, aber beharrlich ins Verhältnis gesetzt. Ein berührender E-Mail-Wechsel Heises mit einer Abiturientin aus Karlsruhe, die auf der Suche nach Wahrheit ist, enthält einen ganzen Leitfaden für das dokumentarische Arbeiten: „Sehen Sie, was Sie sonst nicht zu sehen kriegen. Bleiben Sie geduldig. […] Erwarten Sie niemals Sicherheiten. Seien Sie froh darüber, denn es wird so bleiben.“ Peter Badel und Chris Wright haben keine hermetische Künstler-Hommage produziert, sondern, ganz im Sinne von Thomas Heise, Fragmente gelebter Geschichte montiert.

Jan Kündemund

Thematisiert Tod

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27.10.
#214
CineStar 2
Übergang
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27.10.2026
CineStar 2
#214
Übergang
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Calendar
28.10.
Hauptbahnhof Osthalle
Übergang

Eintritt frei

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28.10.2026
Hauptbahnhof Osthalle
Übergang

Eintritt frei

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Calendar
01.11.
#764
Passage Kinos Astoria
Übergang
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01.11.2026
Passage Kinos Astoria
#764
Übergang
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Peter Badel, Chris Wright
Buch
Peter Badel, Chris Wright, Based on an original idea by Thomas Heise
Kamera
Anja Simon
Schnitt
Chris Wright
Produktion
Heino Deckert
Ton
Johannes Schmelzer-Ziringer, Oliver Prasnikar
Sound Design
Michael Kaczmarek

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Kontakt
Vaidute Fischer
World Sales
Film Harbour
German Distributor
GMfilms
Nominiert für: VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, Gedanken-Aufschluss-Preis, film.land.sachsen Preis
Publikumswettbewerb
Filmstill White Lies
White Lies Alba Zari
Die „Kinder Gottes" sind berüchtigt für den systemischen Missbrauch Tausender Anhänger*innen – die Künstlerin Alba Zari stellt sich schmerzhaften Fragen zur Vergangenheit ihrer Familie in der Sekte.
Filmstill White Lies

White Lies

White Lies
Alba Zari
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Italien,
Belgien
2025
98 Minuten
Italienisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

Alba Zari wurde in Bangkok geboren, in einer angeblichen „Hippie-Kommune“, der sich ihre Großmutter Rosa und ihre Mutter Ivana angeschlossen hatten. Aber sie erinnert sich nicht an viel aus ihrer Kindheit. Der Wunsch nach Antworten bringt Alba dazu, sich in die schmerzhafte Arbeit des Erinnerns zu vertiefen: der Versuch, die Entscheidung ihrer Großmutter, sich der Children of God-Sekte anzuschließen, zu verstehen, die weitreichenden Folgen der Indoktrination ihrer Mutter, und die Identität ihres Vaters. In Gesprächen und Alltagsmomenten mit ihrer Großmutter und Mutter erfährt Alba mehr über die Sekte, die Praxis des „Flirty Fishing“ und den weit verbreiteten sexuellen und psychologischen Missbrauch ihrer Mitglieder, einschließlich der Kinder. Die Spuren des Schmerzes sind noch Jahre später spürbar, zeigen sich in Albas Tränen, die noch vor den Worten heraussprudeln, im Zittern der Hände und den konstanten übertriebenen Entschuldigungen ihrer Mutter. Alba „lebt die Fragen“ in der Hoffnung auf Antworten; doch je weiter die Reise geht, desto klarer wird ihr, dass es vielleicht nicht um Antworten geht, sondern darum, Abwesenheit als eine konstante Präsenz zu akzeptieren und nicht davon bestimmt zu werden. Ein Film über Familienverletzungen, Erinnerung, und die Widerstandskraft der Bande, die uns zusammenhalten.

Sevara Pan

Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen

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27.10.
#264
Passage Kinos Astoria
White Lies
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27.10.2026
Passage Kinos Astoria
#264
White Lies
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
Calendar
28.10.
#333
CineStar 5
White Lies
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
28.10.2026
CineStar 5
#333
White Lies
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Calendar
31.10.
#682
UT Connewitz
White Lies
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31.10.2026
UT Connewitz
#682
White Lies
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
Calendar

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Regie
Alba Zari
Buch
Alba Zari
Kamera
Matteo Tortone
Schnitt
Pierpaolo Filomeno
Produktion
Manuela Buono
Ton
Massimiliano Borghesi
Sound Design
Massimiliano Borghesi

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Kontakt
World Sales
Manuela Buono
Slingshot Films
manuela@slingshotfilms.it
Retrospektive
Filmstill Yawar Mallku
Yawar Mallku Jorge Sanjinés
Ein Verbrechen, in Rückblenden erzählt: US-Entwicklungshelfer*innen sterilisieren heimlich indigene Frauen. Kampfansage gegen den „Yankee-Imperialismus“ und die Klassengesellschaft Boliviens.
Filmstill Yawar Mallku

Yawar Mallku

Yawar Mallku
Jorge Sanjinés
Retrospektive
Spielfilm
Bolivien
1969
70 Minuten
Quechua,
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Jorge Sanjinés‘ Kurzfilm „Revolución“ (1963) wurde neben den kubanischen Filmen als einer der ersten lateinamerikanischen Filme 1964 in Leipzig gezeigt. Mit seinem dokumentarischen Spielfilm „Yawar Mallku“ (Sangre de Condor) unternahm Sanjinés den Schritt hin zu einem Kino, das Geschichte macht. Der Film, in Rückblenden erzählt, basiert auf realen Ereignissen: US-amerikanische Entwicklungshelfer*innen sterilisieren heimlich indigene Frauen. Der Vorsteher einer Quechua-Gemeinde entdeckt das Verbrechen, die Dorfgemeinschaft übt Rache. Schließlich wird er von der Polizei niedergeschossen und überlebt schwerverletzt. Er wird in die Stadt gebracht, doch der Rettungsversuch scheitert: Es fehlt das Geld für eine Bluttransfusion. Die Kampfansage des Films richtet sich sowohl gegen den „Yankee-Imperialismus“ als auch gegen die bolivianische Klassengesellschaft. Infolge der zunächst verbotenen öffentlichen Vorführung mussten die sogenannten Friedenskorps aus dem Land abziehen. Im Rahmen der „Woche des jungen Films: Lateinamerika“ der Berlinale 1970 premierte „Yawar Mallku“ in West-Berlin. Danach zeigten die Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) Sanjinés Film über Jahre vielfach im Kino Arsenal, selbst unter der Überschrift „Geburtenkontrolle als Genozid“ im Kontext des Ersten Internationalen Frauen-Filmseminars im November 1973. Die gleiche Wertschätzung im Osten: Unter nur drei lateinamerikanischen Filmen in den „Film-Blättern. Kurzmonographien zu klassischen Filmen“ des Staatlichen Filmarchivs der DDR findet sich mit Nr. 183 „Das Blut des Condors“.

Florian Wüst

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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jorge Sanjinés
Buch
Jorge Sanjinés, Óscar Soria
Kamera
Antonio Eguino
Schnitt
Jorge Sanjinés
Produktion
Ukamau Ltd.
Musik
Alfredo Domínguez, Ignacio Quispe, Alberto Villalpando

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Pedro Lijerón Vargas
pedro@ukamau.org