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Moon Flight
Eine slawische Legende, deren Kern sich auch in tibetischen Aufzeichnungen findet, inspirierte 1970 die beiden sowjetischen Wissenschaftler Mikhail Vasin und Alexander Shcherbakov zur „Hollow Moon“-Hypothese. Der ungarische Regisseur, Autodidakt und Grafikdesigner Sándor Reisenbüchler tastet die Theorie mit diesem hypnotischen Film auf hoch poetische Weise ab und entsendet uns durch Jahrhunderte hinweg von einer imaginierten Vergangenheit in eine ferne Zukunft. Seine unverwechselbaren Collagen, die er in akribischer Präzisionsarbeit allein am Tricktisch in Bewegung setzte, kombiniert mit experimentellem Bewegtbildmaterial, rufen Erinnerungen an analoge Projektionen und die Liquid Light Shows der 1960er-Jahre wach. Organische Formen und farbige Muster entfalten einen faszinierenden Sog, der uns durch ein magisches Portal in ein hypothetisches Raumschiff im Inneren des Mondes trägt.
Franka Sachse
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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Nothing Happens After Your Absence
Seggen Mikael
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Nothing to Expect
André Eckardt
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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franz.impler@gmail.com
Ortsteil Autobahn
Die filmische Beobachtung einer Landschaft, die durch Grenzziehungen geformt wurde und bis heute bestimmt wird. Auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung sind in Marienborn Grenzen weiterhin präsent. Da ist die Gedenkstätte, die an die Gewalt des SED-Regimes erinnert. Hinzukommen – nur einen Steinwurf entfernt – neue Grenzen. In den ehemaligen Kasernen der NVA leben heute geflüchtete Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft. Um hierher zu gelangen, haben auch sie Grenzen überwunden, oft klandestin und unter Lebensgefahr. Nun trennt sie erneut eine Grenze von der Außenwelt: eine Kombination aus Mauer und Zaun, die unweigerlich an die ehemaligen Grenzsicherungsanlagen der DDR erinnert. In langen Kamerafahrten, die mit ihrem Weitwinkelblick bisweilen fast entrückt wirken, beobachtet der Film das Nebeneinander von Öffnung und Abgrenzung. Während das Bild Kontinuitäten sichtbar macht, arbeitet die Tonebene die feinen Unterschiede zwischen den einzelnen Orten heraus.
Luc-Carolin Ziemann
Thematisiert Rassismus
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luci.schwingen@gmail.com
Out of Bounds
André Eckardt
Trailer
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franz.impler@gmail.com
Pingu & Bär
Die beiden Freunde Pingu und Bär schieben gemeinsam ihr Fahrrad einen Berg hinauf. Dabei durchqueren sie Wälder, Wiesen und Wüsten. Sie kommen durch Eisstürme und müssen Lavafelder überqueren. Nach dieser langen, schier endlosen Reise erreichen sie schließlich den höchsten Gipfel. Sie nehmen all ihren Mut zusammen für die beste Abfahrt aller Zeiten.
Lina Dinkla
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Prelude and Fugues – The Wood Thrush
Entfernt singt eine Walddrossel im völligen Schwarz des Bildes. Mit massiv bassigem Brummen kommt eine Fliege akustisch näher, jäh in ihrer Flugrichtung von einem Aufprallgeräusch gestoppt. Geräusche, die so vertraut sind, dass sie uns meist entgehen, waren zentrales Klangmaterial für den renommierten Sounddesigner Claude Beaugrand. Ihm widmet der langjährige künstlerische Freund und Filmemacher Pierre Hébert seine fünf animierten Fugen. Field Recordings wie jene von Vogel und Insekt leben von der Wiedererkennbarkeit in der Wiederholung sowie von ihrer flüchtigen Natur mit zufälligen Wendungen und Variationen. Hébert formt durch Dehnen, Echoloops und Granulieren von Klängen einen Tonkörper. Und er kratzt direkt auf Film, arbeitet gegen den stofflichen Widerstand des Materials, der Emulsion. Jeder entstehende „Zeichen“-Strich hat auch etwas Unvorhergesehenes, Intuitives. Jede kraftvolle oder zarte zeichnerische Geste strahlt Lebendigkeit aus. So wie sich Drossel und Fliege akustisch begegnen, flattern nervös abstrakte Strichbündel auf der Leinwandfläche sowie in die Leinwandtiefe. Sie umkreisen die stark reduzierte Silhouette eines Menschen im freien Fall. Zwischentafeln umschreiben lyrisch einen Schmerz, der gesagt sein muss, für den es aber keine direkten Worte gibt. „Prelude and Fugues – The Wood Thrush“ ist eine unbeschreibliche Erfahrung choreographierter Geräusche, ein Kino des Inneren, das aus der feinfühligen Essenz der Animation und der unwiderstehlichen Verführung zum genauen Zuhören entsteht.
André Eckardt
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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distribution@videographe.org
Quiet
Ganz im Stillen und Verborgenen spielen sich Dramen ab, die viele Kinder aushalten müssen: Das Mädchen, das sich an den Hund kuschelt, weil die eigene Mutter mit Rotweinglas schwankt, vermutlich wieder mal schwanger. Der Junge als Spielball zwischen den aggressiven Eltern, die ihre Streitigkeiten mit hackenden Schnäbeln auf ihn niederprasseln lassen. Ein weiteres Mädchen, das eine gefährlich wackelnde Wippe mit Familienmitgliedern balanciert. Marianne Bundgaard Nielsen blättert mit ihrem intimen Cut-out-Animation-Film metaphorisch in den Familienalben und zeigt die Geschichten, die sich hinter den gestellten Bildern verbergen. Die Erwachsenen sind trostlose Marionetten, manchmal verblassende Zeichnungen, innerfamiliäre Suizide thematisierend. Die Kinder sind hingegen viel lebhaftere Figuren, mit großen anklagenden Augen, kleinen roten Herzchen und manchmal sogar bunten Schmetterlingsflügeln. Die man flattern und fliegen lassen muss, anstatt ihnen so viel eigenes Elend zuzumuten.
Marie Ketzscher
Thematisiert Suizid, Sucht
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claus@trollfilm.no
Son of a Bitch
Franka Sachse
Enthält Darstellungen von Mord, körperliche Gewalt, Nacktheit
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Eintritt frei
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daniela@lancafilmes.com.br
Die stille Ecke
Ein schelmischer kleiner Pinguin, der sich beim Abendessen danebenbenimmt: Er schlürft, kleckert, kippelt und wird zur Strafe auf die Bank, in die „Stille Ecke“ geschickt. Es dauert aber nicht lange, bis er Gesellschaft bekommt. Und die Gelegenheiten für weiteren Unfug sind noch lange nicht erschöpft. Ein bezaubernder Puppentrickfilm ohne Dialoge.
Lina Dinkla
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daveajohnson62@icloud.com
Swarm
Im November 2013 schickte die European Space Agency (ESA) im Rahmen der SWARM-Mission drei baugleiche Satelliten in Erdumlaufbahnen, um das Magnetfeld unseres Heimatplaneten genauer zu studieren. Die Übersetzung der Messdaten in Klang machte die Schwankungen des Magnetfeldes unseres Planeten hörbar. Kamil Czapiga, der mit seinem 2019 ins Leben gerufenen intermedialen Kunstprojekt „Cosmodernism“ der Frage nach einer ganz persönlichen Version von Abstraktion im Mikro- und Makrokosmos nachgeht, verbindet diese Klänge mit faszinierendem Material aus seinem Bewegtbilduniversum. Obwohl sie fremdartig und unwirklich anmuten, entstehen seine Kompositionen aus ganz irdischen Zutaten, wie Ölen, gefärbtem Wasser und magnetischen Flüssigkeiten, die in mikroskopisch kleinen Filmsets zu chemischen Reaktionen angeregt werden. Selbstgebaute Mechaniken und spezielle Beleuchtung steigern die entstehenden Aufnahmen zu einem visuellen Erlebnis, das nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Franka Sachse
In Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation
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hello@cosmodernism.com
Tanzpartner
Drei Schmetterlinge sind ganz vertieft in ihren anmutigen Ballett-Tanz und drehen gekonnt eine Pirouette nach der nächsten. Sie ignorieren die tollpatschige Raupe, die so gerne mit ihnen tanzen möchte. Nur der kleinste Falter reicht ihr dir Hand. Als die Raupe sich verpuppt und wieder schlüpft, ist die Überraschung groß. Eine weitere Folge der KiKa-Reihe „Lenas Farm“.
Lina Dinkla