Filmarchiv

Filmstill A Scary Movie

A Scary Movie

Una película de miedo
Sergio Oksman
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Spanien,
Portugal
2025
72 Minuten
Spanisch,
Portugiesisch (Portugal)
Untertitel: 
Englisch
Nuno ist jetzt zwölf und fängt an, sich für Horrorgeschichten zu interessieren. Als sein Vater Sergio, der Regisseur, vorschlägt, Madrid über den Sommer zu verlassen und in einem vor kurzem geschlossenen Hotel in Lissabon zu wohnen, ist er Feuer und Flamme. Seiner Gäste beraubt und dem Verfall preisgegeben, scheint das Hotel die perfekte Geisterkulisse für seine aufkeimende Fantasie zu sein, eine neue Version des Overlook-Hotels aus „The Shining“.
Während Nuno durch die dunklen Flure streunt, sich hinter flatternden Vorhängen versteckt und auf seinem Smartphone gruselige Clips schaut, denkt Sergio im Voiceover über die Bedeutung von Angst und seine eigenen Erfahrungen damit nach: der begonnene, aber nie fertiggestellte Dokumentarfilm über einen portugiesischen Serienkiller, die in Filmarchiven spukenden Geister der Kinovergangenheit, die beängstigenden historischen Versuche, Kriminelle anhand der Form ihrer Schädel zu kategorisieren, diese eine erschreckende Begegnung mit seinem entfremdeten Vater in den Straßen von São Paulo, als er selbst noch ein Kind war. „A Scary Movie“ schwankt auf bestechend skurrile Weise zwischen Meta-Horrorfilm, ins Ausschweifen gebrachtem Essay und berührendem Vater-Sohn-Drama. Diese köstlich unklassifizierbare Mischung aus Fiktion und Dokumentation macht klar, dass das Grauen immer Teil des Alltags ist. Gibt es etwas Furchterregenderes als Familie?
James Lattimer

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Regie
Sergio Oksman
Buch
Sergio Oksman
Kamera
Jorge Rojas
Schnitt
Ana Pfaff
Produktion
Sergio Oksman
Co-Produktion
Fernando Franco
Ton
Nuno Carvalho
Filmvertrieb
Patra Spanou
Nominiert für: FIPRESCI Preis, Preis der Interreligiösen Jury
Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill A Silent Sound
A Silent Sound Maï Calon
Vibrierende Papierpyramiden werden durch vertraute Bewegungen zu zarten Lebewesen, die schüchtern ihre Umgebung erkunden. Werden sie den Mut finden, den Bildschirm zu verlassen?
Filmstill A Silent Sound

A Silent Sound

A Silent Sound
Maï Calon
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Belgien
2021
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Dieser federleichte Film kreiert die Illusion von Bewegung durch Hunderte von minimal unterschiedlichen Papierpyramiden. Bild für Bild wird einer durch den anderen geometrischen Körper ersetzt, bis der Eindruck einer Verformung entsteht. Die zarte Vibration, die der Austausch der Pyramiden erzeugt, nicht zuletzt die Positionsveränderungen im Raum verleihen ihnen Lebendigkeit.
Franka Sachse

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Regie
Maï Calon
Filmstill A Simple Soldier

A Simple Soldier

A Simple Soldier
Artem Ryzhykov, Juan Camilo Cruz
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Dokumentarfilm
UK,
Ukraine,
USA
2025
95 Minuten
Englisch,
Russisch,
Ukrainisch
Untertitel: 
Englisch
Als am 24. Februar 2022 die russische Invasion beginnt, tritt Artem Ryzhykov freiwillig der ukrainischen Armee bei. Ausgerüstet mit Maschinengewehr und Kamera, dokumentiert der Filmemacher seinen Alltag als Soldat. Doch schon bald zeigt sich, wie Vorstellung und Realität auseinanderdriften. Während ihn zu Beginn explodierende Bomben so sehr erschrecken, dass er in der verbarrikadierten Küche zu Boden stürzt, während verbrannte Leichen einer besiegten russischen Militäreinheit an der Front in Irpin für sensationsgierige Bilder sorgen, verlieren sich Euphorie und Sensibilität allmählich auf dem Schlachtfeld. Ryzhykov fällt langsam aus seiner beobachtenden Rolle, die Kamera verkommt zum „Spielzeug“ und wird von der Waffe abgelöst.
Das Kriegsgeschehen hinterlässt traumatische Spuren. Zunehmend entfremdet sich Ryzhykov von sich selbst und von seinem privaten Umfeld. Der überwältigende emotionale Ballast lässt sich nicht mehr so leicht katalysieren, Reflexionsräume werden immer kleiner und die Telefonate mit seiner Frau Irusya kälter und wortkarger. Co-Regisseur Juan Camilo Cruz formte aus über tausend Stunden Videomaterial einen Erzählstrang von unmittelbarer Eindrücklichkeit: ein intimer Einblick in das Leben eines Menschen, der versucht, in all dem Chaos klarzukommen.
Philipp Hechtfisch

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Regie
Artem Ryzhykov, Juan Camilo Cruz
Buch
Juan Camilo Cruz, Jesper Osmund
Kamera
Artem Ryzhykov, Ruslan Girin, Ruslan Girin
Schnitt
Jesper Osmund, Inés Boffi Sae-Ammac
Produktion
Howard Owens, Ben Silverman, James Packer, John Battsek, Marcel Mettelsiefen
Sound Design
Andrés Velásquez
Musik
Úlfur Hansson
Filmvertrieb
Daniel Thunell
Nominiert für: Filmpreis Leipziger Ring, MDR-Filmpreis
Ausgezeichnet mit: Filmpreis Leipziger Ring
Media Name: 57ac00d5-14cf-4afb-a0ed-e24f51aa5dcd.jpg

A Solar Dream

Un rêve solaire
Patrick Bokanowski
Animation und Musique Concrète 2021
Animationsfilm
Frankreich
2016
63 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Patrick Bokanowski unterzieht eigene frühe Schmalfilmaufnahmen einer magischen optischen Verwandlung. Im gleißenden Nieselregen elektronischer Klänge und unter dem tiefen Grollen von Drone-Wellen von Michèle Bokanowski entfalten sich Lichteruptionen, Farbrauschen und schattenhafte Erscheinungen, durch welche die Originalaufnahmen durchschimmern. Ein Tagebuch des wachen träumenden Beobachtens.
André Eckardt

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Regie
Patrick Bokanowski
Buch
Patrick Bokanowski
Kamera
Patrick Bokanowski
Schnitt
Patrick Bokanowski
Produktion
Patrick Bokanowski
Musik
Michèle Bokanowski
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill A Song for Dead Warriors
A Song for Dead Warriors Norma Allen, Michael Anderson, Larry Janss, Saul Landau, Rebecca Switzer, Billy Yahraus
Als militante Sioux die Gedenkstätte Wounded Knee besetzen, kommt es 1973 zum heftigen Zusammenstoß mit der US-Administration. Der Film folgt der öffentlichen Anhörung des Bureau of Indian Affairs. 
Filmstill A Song for Dead Warriors

A Song for Dead Warriors

A Song for Dead Warriors
Norma Allen, Michael Anderson, Larry Janss, Saul Landau, Rebecca Switzer, Billy Yahraus
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1974
25 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
„Sollen wir uns unterwerfen oder sollen wir ihnen sagen: Tötet mich, bevor ihr mir mein Vaterland nehmt.“ Mit diesen Worten des Sioux-Häuptlings Sitting Bull von 1877 setzt „A Song for Dead Warriors“ ein – geradezu programmatisch, denn der Film kreist um ein aktuelles Ereignis, welches verdeutlicht, dass der Konflikt zwischen US-Administration und Native Americans auch nach hundert Jahren nicht beigelegt ist. Im Gegenteil: 1973 kam es zum Zusammenstoß zwischen der Polizei und einer militanten Gruppe Sioux, die gemeinsam mit dem American Indian Movement (AIM) die Gedenkstätte Wounded Knee besetzten. Eine Anhörung des Bureau of Indian Affairs soll den Fall erörtern, aber die Fronten sind verhärtet. Wortführer der Unbeugsamen und Protagonist des Films ist der AIM-Aktivist Russell Means.
Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Norma Allen, Michael Anderson, Larry Janss, Saul Landau, Rebecca Switzer, Billy Yahraus
Produktion
Tricontinental Film Center
Deutscher Wettbewerb 2021
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A Sound of My Own Rebecca Zehr
Visuell und auditiv herausragender Film über die Musikerin Marja Burchard, Leiterin der legendären Band „Embryo“. Eine Ode ans Hören, ans Experimentieren und an die Inspiration.
Media Name: 36a165bd-5a44-4b5b-97da-abf6aeaf6218.jpg

A Sound of My Own

A Sound of My Own
Rebecca Zehr
Deutscher Wettbewerb 2021
Dokumentarfilm
Deutschland
2021
52 Minuten
Englisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Mit elf stand sie das erste Mal mit dem legendären Krautrock-Ensemble „Embryo“ auf der Bühne. Ihr Vater, Christian Burchard, gründete die Band 1969 und leitete sie bis 2016. Heute – mit Mitte 30 – ist Marja Burchard die Bandleaderin in diesem Projekt, das für sie auch ein Stück weit Familie wurde. Doch was so einfach und organisch scheint, ist in einer stark männlich dominierten Sphäre längst nicht selbstverständlich, wie Rebecca Zehr in ihrem exakt beobachteten und präzise gestalteten Film zeigt.

Die streng und dennoch voller Leichtigkeit komponierte Melange besteht aus Archivaufnahmen, psychedelischen Animationssequenzen und alltäglichen Beobachtungen einer Musikerinnen-Normalität zwischen Organisation und Inspiration. Weil die visuelle Ebene schwarz-weiß gehalten, also ganz bewusst zurückgenommen ist, richtet sich die Aufmerksamkeit umso stärker auf den Sound. Der – wen wundert’s?! – herausragende Score nimmt dabei aber die Musik nie als „gegeben“ hin, sondern arbeitet offensiv mit unserer Wahrnehmung. Dass der Film trotz dieser Konzentration aufs Hören ungeheuer haptisch bleibt, liegt an den klaren, unaufgeregten Bildern und an der immer im Hier und Jetzt verankerten Erzählweise. Rebecca Zehr geht es nicht um das Porträt einer Musiklegende, sondern darum zu zeigen, wie es aussieht und sich anfühlen könnte, Musik nicht nur zu machen, sondern in ihr zu leben.
Luc-Carolin Ziemann

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Regie
Rebecca Zehr
Kamera
Felix Press
Schnitt
Melanie Jilg
Produktion
Rebecca Zehr, Katharina Rabl, University of Television and Film Munich (HFF)
Ton
Rebecca Zehr
Musik
Marja Burchard
Filmvertrieb
Tina Janker
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube (Deutscher Wettbewerb)
Publikumswettbewerb 2023
Filmstill A Still Small Voice
A Still Small Voice Luke Lorentzen
Mati, eine angehende Krankenhausseelsorgerin in New York, muss bei der Betreuung von Patient*innen auch auf sich und ihre eigenen Kräfte achten. Ein intimer Einblick, nah dran und feinfühlig.
Filmstill A Still Small Voice

A Still Small Voice

A Still Small Voice
Luke Lorentzen
Publikumswettbewerb 2023
Dokumentarfilm
USA
2023
93 Minuten
Englisch
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit
Das Mount Sinai Hospital in New York ist eines der ältesten und größten Krankenhäuser der Vereinigten Staaten. Hier arbeitet Mati, eine angehende Krankenhausseelsorgerin. Sie steht kurz vor dem Abschluss ihrer einjährigen Assistenzzeit in der Abteilung für „Spiritual Care“, einem Teilbereich der Palliativmedizin. Patient*innen, die mit Ungewissheit, Trauma und Trauer zu kämpfen haben, bekommen hier emotionale Unterstützung und werden spirituell betreut. 2020 und 2021 begleitet der Film Mati und ihre Kolleg*innen, in den Jahren mit den meisten Toten in der Geschichte der USA. Mati muss selbst täglich dafür kämpfen, ihr Gleichgewicht zu finden. Denn wenn, wie es ihr Supervisor ausdrückt, die eigene Bandbreite verbraucht sei, bleibt einfach kein Platz mehr für die härteren Dinge. Ein wichtiger Teil der Arbeit als Seelsorgerin ist es daher, selbst Unterstützung und Anleitung zu bekommen.

Luke Lorentzen betrachtet diesen Kosmos sehr feinfühlig und, bei aller Nähe, gleichzeitig angenehm zurückhaltend. Die ruhige Kamera bleibt oft auf Abstand, gerade in den Momenten des Zweifelns oder beim Beobachten von Konflikten im Team. Ein Film ohne Angst vor Intimität, der einen nachdenklich stimmenden Bogen schlägt: zwischen Fragen des Glaubens, des Verlusts und der beruflichen Nachhaltigkeit.
Lina Dinkla

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Regie
Luke Lorentzen
Kamera
Luke Lorentzen
Schnitt
Luke Lorentzen
Produktion
Kellen Quinn, Luke Lorentzen
Co-Produktion
Ashleigh McArthur, Robina Riccitiello
Ton
César González Cortés, Javier Quesada
Filmvertrieb
Andrea Hock
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2020
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Der Schornsteinsegler Frédéric Schuld
England, Mitte des 19. Jahrhunderts: Kinder sorgen in engen, verrußten Kaminabzügen für freie Abluft. Der Bericht eines Essenkehrers jener Zeit wird durch Zeichenanimation lebendig.
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Der Schornsteinsegler

Der Schornsteinsegler
Frédéric Schuld
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2020
Animationsfilm
Deutschland
2020
5 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch

Mitte des 19. Jahrhunderts bildet ein gigantischer Kamin das zentrale Prunkstück eines jeden herrschaftlichen Hauses in England. Kinder sind wendig genug, um in der Enge der dunklen Essen für freie Abluft zu sorgen. Ihre junge Haut schabt sich an den verrußten Steinwänden blutig. Ihre Angst vor dem Absturz ist ebenso groß wie die vor dem züchtigenden Meister. Schwarz-braun-rote Zeichenstiftschraffuren und ungewöhnliche Kameraperspektiven verlebendigen den Bericht eines Essenkehrers jener Zeit.

André Eckardt

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Regie
Frédéric Schuld
Buch
Frédéric Schuld, Fabian Driehorst
Schnitt
Frédéric Schuld
Produktion
Fabian Driehorst
Ton
Alex Müller-Welt
Musik
Frédéric Schuld
Animation
Rebecca Blöcher, Alba Dragonetti, Frédéric Schuld
Filmvertrieb
Daniela Conrad
Funding institution
FFHSH
Sprecher*in
Henry Holland, Joschua Zühlke
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2024
Filmstill The Womb He Crawled from Still Is Going Strong
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch Josef Hovorka
Im kollektiven Gedächtnis ist der jüdische Widerstand gegen die Verfolgung und Ermordung der Juden und Jüdinnen in Europa durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg auch nach 1945 nicht präsent.
Filmstill The Womb He Crawled from Still Is Going Strong

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch
Josef Hovorka
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2024
Spielfilm
DDR,
Tschechoslowakei
1973
10 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Tschechoslowakei 1939 wurde die jüdische Bevölkerung entrechtet und ermordet. Daran gemahnt diese Etüde, inszeniert in der Gedenkstätte Terezín. Dass es selbst in Vernichtungslagern wie Sobibór erfolgreichen jüdischen Widerstand gab, passte nicht in das tradierte Bild der passiven Opfer, das dieser Film melodramatisch unterstreicht.
Konstantin Wiesinger

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Regie
Josef Hovorka
Buch
Josef Hovorka
Kamera
Rainer Hässelbarth
Produktion
AmateurFilmClub “Energie” VEB Energiekombinat Berlin, Filmové Studio Odborový dům kultury pracujících Ústí nad Labem
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Filmstill Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Austellung Leipzig 1971 [Ausschnitt]
Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Ausstellung Leipzig 1971 [Ausschnitt] Lotte Thiel
Das Making-of der IBA 1971. Von der Idee über den Messebau bis zur Eröffnung und der Preisverleihung. Lotte Thiel, eine der wenigen Regisseurinnen ihrer Zeit, fängt alles für die DEFA ein.
Filmstill Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Austellung Leipzig 1971 [Ausschnitt]

Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Ausstellung Leipzig 1971 [Ausschnitt]

Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Ausstellung Leipzig 1971 [Ausschnitt]
Lotte Thiel
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
DDR
1971
5 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Im Auftrag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler begleitet Lotte Thiel, auf Bild- und Tonspur prominent unterstützt, die Vorbereitungen für die Internationale Buchkunst-Ausstellung 1971. Die Tradition der Leistungsschau vom Vorläufer BUGRA 1914 über die erste IBA 1927 bis zu den alle fünf bis sechs Jahre stattfindenden Folgeveranstaltungen ab 1959 wird aufgerufen, prämierte Illustrationen sind en détail zu betrachten.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
Lotte Thiel
Buch
Kurt Eifert
Kamera
Hans Borrmann
Schnitt
Waltraud Hartmann
Produktion
DEFA-Studio für Kurzfilme
Musik
Jean Kurt Forest
Künstlerisches Design
Albert Kapr
Sprecher*in
Gerry Wolff
Filmstill The Engineer’s Voice

Die Stimme des Ingenieurs

Die Stimme des Ingenieurs
André Siegers
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2024
Dokumentarfilm
Deutschland
2024
21 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Aus dem Off spricht ein Mann. Er zählt einzelne Wörter auf, hat Schwierigkeiten mit der Artikulation. Zunächst handelt es sich um abstrakte Begriffe, das Bild bleibt schwarz. Zu Himmel, Straße, Dorf und Haus hingegen gibt es die dazugehörigen Aufnahmen. Sie nehmen uns mit in das Leben des Sprechenden. Es ist sein Haus. Es sind seine Rollläden, die sich automatisch öffnen. Man blickt in die Küche, in der seine Frau etwas zubereitet. Er macht Sportübungen in einem eigens dafür hergerichteten Zimmer. Später sitzt er wieder vor dem Mikrofon. Offenbar nimmt er seine Stimme auf, um sie zu bewahren. Zwischen den aufgezeichneten Wörtern und Sätzen und jenseits der Bilder entsteht eine weitere Dimension. Eine Unausweichlichkeit steht im Raum – und eine große Liebe. Der Staubsaugerroboter zieht seine Bahnen. Wer wird die im Computer abgespeicherten Wörter später in einen Sinnzusammenhang bringen?
Anke Leweke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
André Siegers
Kamera
Karsten Krause
Produktion
Karsten Krause, Julia Cöllen, Frank Scheuffele
Sound Design
Kris Jakobs
Nominiert für: Gedanken-Aufschluss-Preis
Retrospektive 2023
Filmstill Ballad of the Matches
Die Streichholzballade Johannes Hempel
In der DDR sind die Streichhölzer alle! Die Arbeiter drohen auf die Barrikaden zu gehen. Ein harmloser Puppentrickfilm? Die Satire entstand kurz nach dem Aufstand vom 17. Juni 1953.
Filmstill Ballad of the Matches

Die Streichholzballade

Die Streichholzballade
Johannes Hempel
Retrospektive 2023
Animationsfilm
DDR
1953
16 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Sichtlich erbost reagieren die Menschen, darunter erstaunlich viele Arbeiter*innen, auf den plötzlichen Mangel an Streichhölzern – und drohen auf die Barrikaden zu gehen. Das Problem wird gelöst, natürlich. Aber ist der Zorn der Bevölkerung damit auch beigelegt? Der Puppentrickfilmregisseur Johannes Hempel schuf die Satire nach einer Vorlage von Wolfgang Kohlhaase – zeitgleich zum Volksaufstand vom 17. Juni 1953.
Katharina Franck, Andreas Kötzing

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Regie
Johannes Hempel
Buch
Wolfgang Kohlhase, Johannes Hempel
Kamera
Rolf Sperling
Schnitt
Manfred Porsche
Produktion
DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme
Musik
H. W. Wiemann
Animation
Johannes Hempel, Herbert K. Schulz, Rosemarie Küssner
Retrospektive 2021
Media Name: e613bfde-aa61-4e79-8966-86b9a8e18502.jpg
Die Stürmer Dagobert Loewenberg, Peter Voigt
Ein empörtes Filmpamphlet nimmt die westdeutsche Berichterstattung über den Sechstagekrieg zum Anlaß, um einen verbalen Rundumschlag gegen die Bonner Republik zu führen.
Media Name: e613bfde-aa61-4e79-8966-86b9a8e18502.jpg

Die Stürmer

Die Stürmer
Dagobert Loewenberg, Peter Voigt
Retrospektive 2021
Dokumentarfilm
DDR
1967
10 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
„Wer stürmen will, greift zu Stürmer-Methoden“, heißt es hier in direkter Bezugnahme auf das berüchtigte antisemitische Hetzblatt der NS-Zeit. Dieses empörte Filmpamphlet zu schrillen Trompetenklängen nimmt, so scheint es, den drastischen Jargon der „westdeutschen Monopolpresse“, insbesondere der Springerpresse in der Berichterstattung über den Sechstagekrieg zwischen Israel und dem arabischen Bündnis aus Ägypten, Jordanien und Syrien auseinander. Dabei greift es den geschmähten Duktus für die eigene Argumentation auf. Unter Federführung der DEFA-Kinowochenschau-Redaktion „Der Augenzeuge“ entsteht aus Nachrichtenbildern und eingeblendeten Zeitungsartikeln ein Rundumschlag gegen die Bonner Republik.
Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Dagobert Loewenberg, Peter Voigt
Buch
Dagobert Loewenberg
Kamera
Dieter Frycia
Produktion
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Musik
Kurt Zander
Genius Loci 2020
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S-Bahn Leipzig [Ausschnitt] Ralph Kollowa
Die Leipziger S-Bahn wurde 1968/69 als hochmodernes Mobilitätsangebot für die Bevölkerung eingeweiht. Die bis heute erkennbare Herzform der Linienführung geht auf diese Zeit zurück.
Media Name: 3f80bc65-dfa3-4b98-8ec6-93196502a7d9.png

S-Bahn Leipzig [Ausschnitt]

S-Bahn Leipzig [Ausschnitt]
Ralph Kollowa
Genius Loci 2020
Dokumentarfilm
DDR
1969
9 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Zum Jahreswechsel 1968/69 wird die Einführung der Leipziger Stadtschnellbahn beschlossen, um als „attraktives Personennahverkehrssystem den innerstädtischen Verkehr zu entlasten“. Eine vorausschauende verkehrspolitische Maßnahme, die – in einer Zeit, da die autogerechte „City“ noch das dominante stadtplanerische Konzept war – ein reizvolles Mobilitätsangebot für die Bürger Leipzigs darstellte.
Konstantin Wiesinger

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Regie
Ralph Kollowa
Produktion
Filmstudio Kulturhaus der Eisenbahner Leipzig
Publikumswettbewerb 2024
Filmstill Sabbath Queen
Sabbath Queen Sandi DuBowski
„Erlösung kommt nur durch Grenzüberschreitung!“ Amichai Lau ist Rabbi, Drag Queen, Vater und Revolutionär. Langzeitporträt eines Menschen, dem sein Glaube genauso wichtig ist wie seine Freiheit.
2024
Filmstill Sabbath Queen

Sabbath Queen

Sabbath Queen
Sandi DuBowski
Publikumswettbewerb 2024
Dokumentarfilm
USA
2024
105 Minuten
Englisch,
Hebräisch,
Yiddish
Untertitel: 
Englisch
„Wer bist du, dass du es wagst, etwas zu ändern!?“, erzürnt sich Yisrael Meir Lau, einst aschkenasischer Oberrabbiner von Israel, über nicht-orthodoxe Bestrebungen im Judaismus. Sein Neffe, der queere Aktivist Amichai Lau-Lavie, gibt eine Antwort, die es in sich hat: 1961 am israelischen Unabhängigkeitstag geboren, 38 Generationen von Rabbinern auf der Ahnentafel, Sohn eines Holocaust-Überlebenden, Dragqueen, inzwischen ebenfalls ordinierter Rabbi und spiritueller Anführer einer überkonfessionellen jüdischen Gemeinde in New York. Amichai will ein „Virus im System“ sein, um patriarchale Traditionen zu brechen und das Judentum menschlicher, offener zu gestalten. Sein Drag-Alter-Ego mahnt: „Erlösung kommt nur durch Grenzüberschreitung!“
Über zwanzig Jahre begleitete Regisseur Sandi DuBowski seinen Protagonisten. Die lange Produktionszeit erlaubte ihm, verschiedene Lebensabschnitte zu dokumentieren, Amichai feiernd, weinend, zweifelnd und triumphierend zu zeigen. Unterstützer*innen und Kritiker*innen kommentieren dabei jede Entscheidung und Lebenswende. So entsteht ein komplexes Porträt, das nicht nur Amichai, sondern auch seine Familie und Gemeinde einfühlsam vorstellt. Eine inspirierende Geschichte, die Hoffnung macht.
Daria Janke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Sandi DuBowski
Buch
Francisco Bello, Jeremy Stulberg, Sandi DuBowski
Kamera
Kirsten Johnson, Wolfgang Held, Dan Gold, Laela Kilbourn, Dror Lebendiger, Sandi DuBowski, Nadia Hallgren
Schnitt
Jeremy Stulberg, Francisco Bello, Jeremy Stulberg, Kyle Crichton, Philip Shane
Produktion
Sandi DuBowski
Co-Produktion
Simon Mendes, Ben Lowy
Ton
Judy Karp, Sean O'Neil
Sound Design
Tom Paul
Musik
Joel Goodman
Animation
Yaron Shin
Nominiert für: Filmpreis Leipziger Ring
Hommage: Isabel Herguera 2024
Filmstill Sailor’s Grave
Sailor’s Grave Vuk Jevremović, Juan Camilo González, Cecilia Traslaviña, Isabel Herguera, José Belmonte, Carlos Santa, Richard Reeves, Kemei Cheng, Liming Wang, Koldo Almandoz
Ein Schiffsunglück, die Nebelglocken eines Leuchtturms, der Wechsel der Gezeiten. Ein Film als Ergebnis eines interozeanischen Workshops: Aus kollektivem Schöpfungsakt entsteht intuitive Erzählung.
Filmstill Sailor’s Grave

Sailor’s Grave

La tumba del marinero
Vuk Jevremović, Juan Camilo González, Cecilia Traslaviña, Isabel Herguera, José Belmonte, Carlos Santa, Richard Reeves, Kemei Cheng, Liming Wang, Koldo Almandoz
Hommage: Isabel Herguera 2024
Animationsfilm
Spanien,
Kolumbien,
China,
Oman,
USA,
Singapur
2013
6 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Tätowierte Haut, Hafenmusik, die Schrecken eines Schiffsunglücks, die Nebelglocken eines Leuchtturms, der Wechsel der Gezeiten. Dieser Film über die ruhm- und todbringende See, der einen in die Tiefe der Meere zieht, ist das Ergebnis eines interozeanischen Workshops, der die kreativen Mechanismen des Cadavre-Exquis-Verfahrens anwendet: Aus einem kollektiven Schöpfungsakt entsteht eine intuitive Erzählung.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Vuk Jevremović, Juan Camilo González, Cecilia Traslaviña, Isabel Herguera, José Belmonte, Carlos Santa, Richard Reeves, Kemei Cheng, Liming Wang, Koldo Almandoz
Schnitt
Koldo Almandoz
Produktion
Isabel Herguera
Ton
Xavier Erkizia, Gianmarco Serra