Filmarchiv

Seelendinge 2022
Filmstill A Quiet Week in the House
A Quiet Week in the House Jan Švankmajer
Sinnbilder für Seelentiefen folgen einer eigenen Logik. Ein Mann wird mittels einer Traummaschine mit persönlichen Mythen konfrontiert, die ihn unterbewusst schon lange begleiten.
Filmstill A Quiet Week in the House

A Quiet Week in the House

Tichý týden v domě
Jan Švankmajer
Seelendinge 2022
Experimentalfilm
Tschechoslowakei
1969
20 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Der Unergründlichkeit ihres Daseins entsprechend, bedarf es wohl einer ganz eigenen Logik, um Sinnbilder der seelischen Tiefen entschlüsseln zu können. Anhand einer Art selbst gebastelter Traummaschine konfrontiert Švankmajer den Protagonisten mit dessen persönlichen Mythen, die ihn das ganze Leben lang unterbewusst begleiten und ihn noch im Erwachsenenalter wie ein hilfloses Kind leiden lassen.

Malte Stein

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jan Švankmajer
Buch
Jan Švankmajer
Kamera
Svatopluk Malý, Karel Suzan
Schnitt
Helena Lebdusková
Produktion
Erna Kmínková, Jirí Vanek
Animation
Zdenek Sob
Filmstill Queens of Joy

Queens of Joy

Korolevy radosti
Olga Gibelinda
Publikumswettbewerb 2025
Dokumentarfilm
Ukraine,
Frankreich,
Tschechische Republik
2025
92 Minuten
Ukrainisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch

„Wir sammeln heute Spenden für die 206. Brigade der Territorialverteidigung“, ruft Diva Monroe auf einer Dragshow in einem Kellerklub in Kyjiw. Ob an der Front oder durch ziviles Engagement: Zahlreiche Menschen aus der ukrainischen LGBTQ+-Community setzen sich den russischen Angriffen zur Wehr – viele davon schon vor der Invasion von 2022. Dabei wäre es verständlich, vor Krieg und Diskriminierung zu fliehen. Lange Zeit gab es für Queers in der Ukraine kaum gesellschaftliche Akzeptanz. Doch seit die Propaganda des Kreml nicht mehr nach Kyjiw durchdringt, ist es besser geworden. So erzählt es der Film von Olga Gibelinda am Beispiel dreier Dragqueens: Monroe, die sich ans Empowerment der Maidan-Proteste erinnert und seitdem fürs Fernsehen und als Influencerin arbeitet. Aura, damals noch auf Seiten der prorussischen Regierung, heute in Diensten der Armee unter Oberbefehlshaber Selenskyj. Und Marlen, die als Transfrau in der Vergangenheit Verletzungen erlitten hat und heute auf der Bühne Freude verbreitet.
Prägnant kontrastiert der Film die Show- und die private Alltagswelt der Dragqueens. Dabei gibt er auch ihren politischen Forderungen Raum. So verlangen sie etwa, dass queere Partnerschaften gerade jetzt anerkannt werden sollten, damit Angehörige von Gefallenen und Verletzten die gleichen rechtlichen Ansprüche haben.

Jan-Philipp Kohlmann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Olga Gibelinda
Buch
Olga Gibelinda, Ivanna Khitsinska
Kamera
Kyrylo Nikrashevich
Schnitt
Zuzana Walter
Produktion
Ivanna Khitsinska
Co-Produktion
Louis Beaudemont, Hana Blaha Šilarová
Ton
Mykhailo Zakutskyy
Musik
Artem Baburin
Broadcaster
Serhii Nedzelskyy, Natasha Movshovych, Aloina Holiakova, Claudia Bucher, Béatrice Meier, Barbara Bouillon
Nominiert für: MDR-Filmpreis
Kids DOK 2022
Filmstill The Queen of the Foxes
The Queen of the Foxes Marina Rosset
Die Fuchskönigin ist traurig. Um sie aufzuheitern, suchen die anderen Füchse nach weggeworfenen Liebesbriefen der Menschen. Doch darin steht gar nichts über schönes rotes Fell …
Filmstill The Queen of the Foxes

The Queen of the Foxes

La reine des renards
Marina Rosset
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Schweiz
2022
9 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Deutsch (Overvoice), Englisch

Um die traurige Fuchskönigin aufzuheitern, durchstreifen die anderen Füchse des Rudels nun Nacht für Nacht die Stadt. Sie suchen im Abfall der Menschen nach Liebesbriefen, die nicht abgeschickt wurden. Doch diese Banausen schreiben gar nichts Schwärmerisches über pelzige Ohren und buschiges rotes Fell! Die Königin bleibt betrübt und die Füchse müssen sich etwas anderes überlegen.

Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marina Rosset
Kamera
Marina Rosset
Schnitt
Marina Rosset
Produktion
Marina Rosset
Ton
Peter Bräker
Musik
Rahel Zimmermann
Animation
Marina Rosset
Filmvertrieb
Stine Wangler
Animation und Musique Concrète 2021
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The Quiet Zone Karl Lemieux, David Bryant
Elektromagnetische Wellen sind kaum wahrnehmbar. Der animierte Dokumentarfilm gibt mit Zersetzungsschäden im originalen 16mm-Filmmaterial und subtilen Drone-Klängen einen Eindruck.
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The Quiet Zone

The Quiet Zone
Karl Lemieux, David Bryant
Animation und Musique Concrète 2021
Experimentalfilm
Kanada
2015
14 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

Elektromagnetische Wellen sind mit der herkömmlichen Sinnesausstattung nicht erfahrbar, werden aber von elektrosensiblen Menschen als belastend wahrgenommen, „wie eine Substanz, die sich über einen ergießt“. Karl Lemieux und David Bryant übersetzen die unsichtbare, unhörbare Bedrohung mit Zersetzungsschäden im originalen 16mm-Filmmaterial. Visuelle Wunden, umhüllt von subtilen Drone-Klängen.

André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Karl Lemieux, David Bryant
Kamera
Karl Lemieux, David Bryant, Mathieu Laverdière
Schnitt
Mathieu Bouchard-Malo
Produktion
Julie Roy
Ton
Olivier Calvert, David Bryant
Musik
David Byrant
Animation
Karl Lemieux