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Barrierefrei
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Atlas of Disappearance
Seggen Mikael
Thematisiert Mord, Tod
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internacional@agenciafreak.com
Heat
Carolin Weidner
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sales@taskovskifilms.com
Holy Wood Dust
„Bäume sind das Leben selbst“, sagt der berühmte Botaniker Stefano Mancuso, als er eine Schar Kinder durch eine einst dicht bewaldete Gegend führt. Dies liefert den Rahmen für Victor Kossakovskys und Mancusos ausgedehnte filmische Reise durch Europa und sogar bis in die Vatikanstadt, auf den Spuren des Schicksals der Bäume. In den Dolomiten stehen Bäume wie Geister, nachdem der Sturm Vaia die Wälder verwüstet hat. Die Monokultur-Pflanzungen ökonomisch wertvoller Tannen haben sie verwundbarer gemacht. Nach dem Sturm folgten weitere Schäden, da die geschwächten und umgefallenen Bäume zu Brutstätten für den Borkenkäfer wurden. Was denken oder fühlen Bäume? Die Kamera taucht ein in ihre Tiefen, fängt immer noch sprießendes und hartnäckiges Leben ein. Doch während der Winter ins Land geht, könnten Bäume die Festtage nicht überleben. Auf Nadelbaumfarmen arbeiten unermüdlich die Kettensägen. Wie seltsame Kokons packt man sie jetzt in Netze und schnürt sie zu festen Bündeln, die auf ihren Versand in Wohnungen und auf öffentliche Plätze warten. Aber die Zuneigung der Menschen könnte von kurzer Dauer sein.
Sevara Pan
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Hotel Utopia
Sie entwickeln Software, sind Lifestyle-Coaches, haben Marketing-Agenturen oder einen Amazon-Shop, sie reisen um die Welt, ohne für Unterkünfte zu zahlen: digitale Nomaden, denen als Arbeitsplatz mitunter ein Reisekoffer mit einem Laptop darauf reicht. Manche ihrer Sehnsüchte bleiben dabei auf der Strecke und werden zum Projekt eines umtriebigen Münchner Entwicklers: Matthias wirbt um heimatlose Individualist*innen und clevere Investor*innen, die als „Backer“ in sein Projekt einsteigen sollen, um aus einem verlassenen ehemaligen Luxus-Hotel in den bulgarischen Bergen ein hippes Coworking-Space zu machen. Er verspricht Community-Gefühl, intensive menschliche Verbindungen und wenig Steuern, Outdoor-Pool und Lagerfeueridylle. Während die von Heimat träumenden Nomaden darauf warten, dass aus der Utopie Realität wird, fühlen die Bewohner*innen der umliegenden Dörfer mit Skepsis einen neuen „Wind of Change“. Eine brillante Strukturanalyse eines Geschäftsmodells, das mit modernen Sehnsüchten handelt und sich den Raum dafür zu nehmen weiß.
Jan Künemund
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hannahbuhr@outlook.de
Onkel Thuận
„Immer traurig“ sei er, sagt Onkel Thuận. Am Handy mit der weltweit verstreuten Familie verbunden, singt er sentimentale Lieder vom Frühling in Hanoi. Seine Frau Thúy kümmert sich indessen unermüdlich um das Restaurant, das die beiden seit zwanzig Jahren in Nordrhein-Westfalen betreiben. Mit 19 kamen sie als Vertragsarbeitende in die DDR. In Gesprächen mit ihren Töchtern entfalten sich Lebensgeschichten, in denen sie selbst kaum etwas zu entscheiden, sondern hauptsächlich fleißig zu sein und zu funktionieren hatten. Eine Rolle, die sie auch heute klaglos annehmen und rechtfertigen. Aber zunehmend werden Risse in der über Jahrzehnte aufgebauten Schutzschicht sichtbar. Und irgendwo in den ewigen, auch den Film strukturierenden Abläufen und Handgriffen in der Restaurantküche taucht sie leise auf: die Frage nach dem Glücklichsein. Mit Minh Anh Nguyễn meldet sich eine postmigrantische Generation zu Wort, die Vertragsarbeit und Rassismus in der DDR nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als Teil ihrer Geschichte betrachtet. Beiläufig und mit großer Nähe zu den Protagonist*innen erzählt sie von kolonialen Prägungen, die sich in Biographien und über Generationen hinweg fortschreiben. Zugleich zeigt sie, wie dieser Kreislauf durchbrochen werden kann. Indem die Töchter Fragen stellen, die – auch außerhalb der vietnamesischen Community und vor allem im Osten – lange überfällig sind.
Grit Lemke
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nguyen.minh-anh@web.de
Petrolheads
Martin träumt nicht von einem Leben im Reichtum. Sein größter Wunsch ist ein 1994er Honda Civic und ein Führerschein. Mit fünf Monaten kam er zu seiner Pflegefamilie. Mit neun wurden bei ihm Autismus diagnostiziert, ADHS und eine sogenannte Bindungsstörung. Dann traf er Casper, und die beiden bauten eine Bindung auf, die auf ihrer gemeinsamen Liebe für Autos beruht, auf Trabbi-Witzen und dem Verständnis für die Schwierigkeiten des jeweils anderen – beide von ihren Behinderungen und von der frühen Jugend im Waisenhaus geformt, die ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigt haben. Von seinem Bruder, dem Regisseur Emil Langballe, mit Ehrlichkeit und Sorgfalt gefilmt, folgt der Film Martin, der in einer Spirale aus Drogensucht und Ärger gefangen ist. Doch die ganze Zeit arbeitet er weiter mit Casper an seinem Honda Civic. Ein Film über Brüche und Reparaturen, über Autos und Beziehungen, Unterstützungssysteme und die Zärtlichkeit der Freundschaft.
Sevara Pan
Enthält Darstellungen von Drogenkonsum, psychische Erkrankungen
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jasmina@verita-films.com
Second Course
An einer berufsbildenden Hotelfachschule tauschen Alma, Moussa, Chaïli, Sarah und ihre Mitschüler*innen Alltagskleidung, Smartphones und Kaugummi gegen Uniformen und Serviertabletts. Im Schulrestaurant und Klassenzimmer lernen sie die Regeln und die präzisen Abläufe des französischen Restaurantservice: eine Branche, in der Tradition, Disziplin und Perfektion einen sehr hohen Stellenwert einnehmen. Die Lehrer*innen vermitteln streng, aber fair die Werte eines Berufs, der vor allem Geduld und das Hintanstellen eigener Bedürfnisse verlangt. Zwischen Unterricht und Serviceabläufen entsteht das Porträt einer Generation, die mit den Erwartungen der Arbeitswelt konfrontiert wird: dem Anspruch, einen Beruf zu erlernen und sich anzupassen, während sie zugleich nach Anerkennung und einem eigenen Weg sucht. Der Film beobachtet die Jugendlichen in ihrem Ausbildungsalltag wohlwollend zugewandt und beleuchtet den Kontrast zwischen einem idealisierten Bild von Gastronomie und der schnöden Realität. Für die Jugendlichen ist diese Ausbildung nicht immer eine freie Entscheidung, sondern lediglich einer der wenigen möglichen Wege ins Arbeitsleben. Ein lebendiger, ungeschönter Blick auf das Erwachsenwerden und die Suche nach einem Platz in einer Zukunft, die wenig zu bieten hat und viele Kompromisse verlangt.
Lina Dinkla
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samy@andanafilms.com
White Lies
Alba Zari wurde in Bangkok geboren, in einer angeblichen „Hippie-Kommune“, der sich ihre Großmutter Rosa und ihre Mutter Ivana angeschlossen hatten. Aber sie erinnert sich nicht an viel aus ihrer Kindheit. Der Wunsch nach Antworten bringt Alba dazu, sich in die schmerzhafte Arbeit des Erinnerns zu vertiefen: der Versuch, die Entscheidung ihrer Großmutter, sich der Children of God-Sekte anzuschließen, zu verstehen, die weitreichenden Folgen der Indoktrination ihrer Mutter, und die Identität ihres Vaters. In Gesprächen und Alltagsmomenten mit ihrer Großmutter und Mutter erfährt Alba mehr über die Sekte, die Praxis des „Flirty Fishing“ und den weit verbreiteten sexuellen und psychologischen Missbrauch ihrer Mitglieder, einschließlich der Kinder. Die Spuren des Schmerzes sind noch Jahre später spürbar, zeigen sich in Albas Tränen, die noch vor den Worten heraussprudeln, im Zittern der Hände und den konstanten übertriebenen Entschuldigungen ihrer Mutter. Alba „lebt die Fragen“ in der Hoffnung auf Antworten; doch je weiter die Reise geht, desto klarer wird ihr, dass es vielleicht nicht um Antworten geht, sondern darum, Abwesenheit als eine konstante Präsenz zu akzeptieren und nicht davon bestimmt zu werden. Ein Film über Familienverletzungen, Erinnerung, und die Widerstandskraft der Bande, die uns zusammenhalten.
Sevara Pan
Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen
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manuela@slingshotfilms.it