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Internationaler Wettbewerb Animationsfilm

Linie, Fläche, Farbe, Licht, Bewegung, Zeit. Der Animationsfilm ist imstande, aus wenigen Grundstoffen einen schier endlosen Reichtum an Interpretationen, Wandlungen und Neuerfindungen innerer und äußerer Wirklichkeiten herzustellen. In diesem Wettbewerb führen internationale Animationsfilmemacher*innen die erzählerische und technische Innovationskraft ihrer Kunst vor Augen, sowohl im pointierten kurzen als auch im abendfüllenden Format.

Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Amarelo Banana
Amarelo Banana Alexandre Sousa
„Bist du mit uns oder gegen uns?” Eine sektenartige Community in der Nachbarwohnung mit affenähnlichem Verhalten und fanatischem Glauben versucht, einen Mann an seinem Feierabend zu bekehren.
Filmstill Amarelo Banana

Amarelo Banana

Amarelo Banana
Alexandre Sousa
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Portugal,
Ungarn
2025
12 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Deutsche Premiere

„Bist du mit uns oder gegen uns?“ Nichts Geringeres als dies steht unausgesprochen im Raum. Keine Zwischentöne, keine Diskussion, kaum eine Wahl. Hat der müde Mann nach der Arbeit mit solchen Lebensentscheidungen gerechnet? Unwahrscheinlich. Er wollte einfach nur abschalten und sinnlos fernsehen, als ihn plötzlich die fremde Welt aus dem Bildschirm mitten im trauten Zuhause einholt: Eine sektenartige Community haust nebenan, affenähnlich in ihrem Verhalten, fanatisch in ihrem Glauben und entschlossen, ihn zu bekehren. Ihre Wohnung ist mit Wäldern und Wüsten gestaltet. Wer versucht, hinter die bemalte Tapete zu schauen, wer Kulisse von Wirklichkeit trennt, begeht Verrat und verdient Verbannung oder Tod. Platons Höhlengleichnis in einer radikalisierten Version für das 21. Jahrhundert.
Freiheit und Wahrheit oder Stabilität und Zugehörigkeit? Ist es ein zu hoher Preis, die verzerrte Realität zu akzeptieren, nur um leben zu dürfen? Und vor allem: Gibt es überhaupt eine lebenswerte Alternative? Die Welt draußen, hinter dem Fenster, bleibt vage und wird als Bedrohung nur angedeutet. In dieser Parabel über Passivität, Neugier und freie Wahl berührt Alexandre Sousa drängende Fragen unserer Zeit: Fragen nach Abschottung, nach Echokammern und nach der Unmöglichkeit, als Mensch unpolitisch zu bleiben. Haben wir überhaupt noch eine Chance zu widerstehen?


Irina Rubina

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29.10.
#351
CineStar 7
Teil der Kompilation
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29.10.2025
CineStar 7
#351
Teil der Kompilation
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Calendar
30.10.
#482
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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30.10.2025
UT Connewitz
#482
Teil der Kompilation
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Calendar
02.11.
#7C3
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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02.11.2025
Cinémathèque
#7C3
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Alexandre Sousa
Buch
Alexandre Sousa
Schnitt
Alexandre Sousa
Produktion
Jonas César, Tiago Ribeiro, Natália Andrade
Co-Produktion
Bella Szederkényi, Bálint Gelley
Ton
André Aires
Sound Design
André Aires
Musik
André Aires
Animation
Cristina Neto, Nina Glavaski, Alexandre Sousa
Animation Technique
2D Digital

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Joaquim Pinheiro
agencia@curtas.pt
World Sales
Joaquim Pinheiro
agencia@curtas.pt
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Ancestor
Ancestor Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
Mit ihrem pulsierenden Film, inspiriert von traditionellen Holzskulpturen, führt uns die Regisseurin zu ihren Urahninnen und Hüterinnen des Volkes der Bété an der Elfenbeinküste.
Filmstill Ancestor

Ancestor

Dédé
Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
UK
2025
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Deutsche Premiere

Durch rhythmische, ekstatische Musik und Bruchstücke folkloristischen Gesangs führt uns Yasmine Djedje-Fisher-Azoume zu den mythischen Urahninnen, Göttinnen und Hüterinnen des Volkes der Bété an der Elfenbeinküste – jenem Ort, aus dem die Vorfahr*innen der Regisseurin stammen. In ihrer von traditionellen Holzskulpturen und Masken inspirierten Filmstudie verwandelt sie diese mithilfe von Kohlezeichnungen und Kupferreliefs in vielgestaltige weibliche Charaktere. Sich um die eigene Achse drehend, mehrgesichtig und allsehend, in flauschigen Gewändern tanzend, vollziehen sie Rituale und entfalten eine ansteckende Choreografie. Der ganze Film pulsiert in diesem Takt, sodass es nicht überrascht, wenn eine Figur einen wortwörtlichen Strom schöpferischer Energie freisetzt.
Dieser Strom ist so stark, dass er bis in die Gegenwart reicht – in einen modernen Tempel, in dem lebendige Göttinnen im unendlichen Fluss des Daseins rotieren. Anders als die leblos arrangierten Exponate in europäischen Museen, Zeugen der kolonialen Gewalt, versammelt Djedje-Fisher-Azoume hier ein Pantheon dessen, was sie ehrt und zutiefst bewegt. Ein Tempel, der nur für diejenigen existiert, die die eigene Herkunft kennen und diese respektvoll behandeln, um daraus Kraft für Gegenwart und Zukunft zu schöpfen. Diese Kraft der mystischen Selbsterkenntnis durchdringt den ganzen Film von der Wurzelspitze bis in die Knospen.


Irina Rubina

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28.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Passage Kinos Astoria
#263
Teil der Kompilation
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29.10.
#382
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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29.10.2025
UT Connewitz
#382
Teil der Kompilation
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31.10.
#514
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#514
Teil der Kompilation
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Regie
Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
Produktion
Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
Ton
Alex Adetiba
Sound Design
Alex Adetiba
Musik
Alex Adetiba
Animation
Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
Animation Technique
2D Digital

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Yasmine Djedje-Fisher-Azoume
opre.djedje@gmail.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill The Balcony’s View
The Balcony’s View Stella Hood
Die Apokalypse nähert sich im Schweinsgalopp – in Form einer alles erstickenden, roten Rankpflanze. Aber warum in Aktionismus verfallen, wenn man auch erst mal chillig eine rauchen kann?
Filmstill The Balcony’s View

The Balcony’s View

The Balcony’s View
Stella Hood
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Deutschland
2025
3 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Es wuchert, es knackt, es platzt auf: Der Balkon der zwei WG-Mitbewohner*innen wird langsam, aber stetig von einer roten Rankpflanze mit fies ausschauenden Knollen überzogen. Und unsere WG-Mitbewohner*innen? Sitzen mittendrin, stoisch rauchend, gelangweilt, die zerberstenden Fenster hinter sich ignorierend. Komisch geregnet habe es – aber kein Wasser.
Stella Hood verhandelt mit dieser prägnanten und einfachen One-Take-Idee und wunderbar surrealistischem Charakterdesign das Dilemma des ewigen Zuschauens: Hier sind zwei Gestalten, die registrieren, dass etwas grundsätzlich mit der Welt nicht stimmt, aber die einfach weitermachen mit ihrem Trott. Die sich weder echauffieren noch wundern noch aktiv werden. Und deren Lethargie zum Totlachen ist, auch weil sie einen unbequem an das eigene Nichtstun erinnert. Welche Weltkrise es sein könnte, die die beiden so nonchalant ausblenden? Stella Hood lässt das offen, obwohl der Klimawandel durch die Pflanzen recht naheliegend scheint. Jedenfalls wird eine Paketlieferung erwartet. Mal unten nachsehen? Schon, „aber nich heute.“ „Nee, heute nich“, entgegnet das Gegenüber. „Morgen vielleicht, mal gucken.“


Marie Ketzscher

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Regie
Stella Hood
Produktion
Stella Hood
Sound Design
Leon Fomin
Animation
Stella Hood
Animation Technique
2D Digital

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Nominiert für: Gedanken-Aufschluss-Preis, mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Balentes
Balentes Giovanni Columbu
Zwei Freunde, die wie Brüder aufwachsen, retten 1940 auf Sardinien Pferde, die zum Kriegseinsatz vorgesehen sind. Nur einer wird überleben. Eine düstere wie auch poetische Animation.
Filmstill Balentes

Balentes

Balentes
Giovanni Columbu
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Italien,
Deutschland
2024
69 Minuten
Italienisch,
Sardisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Sardinien, 1940. Das lockere geflügelte Wort vom gemeinsamen „Pferde stehlen“ bekommt für den 14-jährigen Michele und seinen 11-jährigen Freund Ventura eine sehr ernste und am Ende tragische Bedeutung. Als sie erfahren, dass die Bauern ihre besten Pferde für gutes Geld an den Staat und damit ans Militär für den nahenden Krieg verkauft haben, treffen die Jungs eine so naive wie intuitive Entscheidung: Sie schenken der Herde in einer heiklen Nacht- und Nebelaktion die Freiheit. Ihr Glücksgefühl aber währt nur kurz. Verraten von einem Dorfbewohner, fängt man sie schon auf dem Heimweg ab, und Ventura wird erschossen. Ein sinnloser Tod? Oder Zeichen besonderer Tapferkeit, wie der doppeldeutige sardische Filmtitel suggeriert?
Regisseur Giovanni Columbu, selbst Sarde, widmet sein spätes Animationsdebüt seiner Großmutter, die ihm einst diese Geschichte erzählte. Er war so frei, sie mit Pinselzeichnungen auf Papier zu adaptieren, und beruft sich stilistisch vor allem auf den Charme historischer Malereischulen, Tricktechniken und Filmgenres. Columbus assoziative Bildsprache, geprägt von Schwarz-, Weiß- und Grautönen, lebt von impulsiven Schraffuren, unzähligen Tupfern und großzügigen Auslassungen. Auch die Tonspur setzt eher sparsame Nuancen, die nur dezent illustrieren, sich sardischer Kulturtraditionen bedienen und zugleich den Raum für universelle Metaphern öffnen.


Andreas Körner

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29.10.
#343
CineStar 6
Balentes
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29.10.2025
CineStar 6
#343
Balentes
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30.10.
#4C1
Cinémathèque
Balentes
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30.10.2025
Cinémathèque
#4C1
Balentes
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Calendar
31.10.
DOK Stream 24h
Balentes
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31.10.2025
DOK Stream 24h
Balentes
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Calendar
02.11.
#774
Passage Kinos Wintergarten
Balentes
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02.11.2025
Passage Kinos Wintergarten
#774
Balentes
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Regie
Giovanni Columbu
Buch
Giovanni Columbu
Schnitt
Giovanni Columbu
Produktion
Giovanni Columbu
Co-Produktion
Flavia Oertwig
Musik
André Feldhaus, Filippo Ripamonti, Alessandro Olla, Hans Zeller, Pietro Mascagni
Animation
Giovanni Columbu
Animation Technique
Drawn

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Kontakt
Flavia Oertwig
flaviaoertwig@gmail.com
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Bar Croquette Freestyle
Bar Croquette Freestyle Maria Dakszewicz
Eine einsame Frau taucht so tief in einen Bollywoodfilm ein, dass sie zur Hauptfigur der lustvollen Liebesgeschichte wird. Ein Cocktail aus Tragikomik, Wucht und Körperlichkeit.
Filmstill Bar Croquette Freestyle

Bar Croquette Freestyle

Bar krokiet freestyle
Maria Dakszewicz
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Polen
2025
5 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere

Die Diskrepanz zwischen einer trostlosen, tristen Provinzstadt und einer sich nach Abenteuern sehnenden, fantasievollen Frau in den besten Jahren löst sich als mitreißender animierter Seelenschrei. Maria Dakszewiczs Protagonistin taucht so tief in einen Bollywood-Film ein, dass sie in ihrer Imagination zur Hauptfigur der bunten, himmlisch lustvollen Liebesgeschichte wird. Umso schmerzhafter ist die Rückkehr in die leere, kalte „Bar der Realität“ – mit der lästigen Nachbarschaft, dem deprimierenden Wetter, den spöttischen Slogans zur Selbstoptimierung auf Werbetafeln und in Frauenmagazinen.
Ein hochprozentiger Cocktail aus Tragikomik, garniert mit enormer Wucht, Humor, Liebe, Körperlichkeit und Melancholie. Der letzte Pinselstrich ist das Äquivalent der unerreichbaren, schimmernden Figur des Bollywood-Sultans in der Bar-Croquette-Realität, welcher auch eine Art Befriedigung mit sich bringt, wenn auch ganz anderer Natur … Mit diesem Film erschafft Dakszewicz eine unverwechselbare, originelle und wilde Ästhetik: Die Knetfigur, noch warm von Fingerabdrücken, geht nahtlos in Tuschezeichnungen über – auf den ersten Blick unpassend und doch so harmonisch verschmelzend wie geträumte Sinnlichkeit mit einem indischen Sultan in der grauen polnischen Provinz.


Irina Rubina

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Regie
Maria Dakszewicz
Buch
Maria Dakszewicz
Schnitt
Maria Dakszewicz
Produktion
Agata Golańska
Sound Design
Jakub Krzyszpin, Maria Dakszewicz
Musik
Maria Dakszewicz
Animation
Maria Dakszewicz
Animation Technique
2D Digital, Clay, Mixed Media

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Kontakt
Maria Dakszewicz
mariadakszewicz@gmail.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Blinded by the Lights
Blinded by the Lights Francis Yushau Brown
Die Fesseln der Sklaverei abgeworfen, aber immer noch in den Ketten liegend - können sich die Bürger*innen jemals von ihrem korrupten, machtgierigen Herrscher befreien?
Filmstill Blinded by the Lights

Blinded by the Lights

Blinded by the Lights
Francis Yushau Brown
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Ghana
2025
13 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Ein Mann reißt sich aus den Ketten der Sklaverei los, wischt die traditionelle Kente-Bekleidung beiseite, zieht den Business-Anzug an – und läuft der Zukunft entgegen. Oder dem, was er für die Zukunft hält. Denn es ist kein erquicklicher Gang: Bejubelt vom Volk drängt sich der Mann in die Hinterräume eines asiatischen Restaurants, in dem er Landstücke verschachert, dann geht’s mit dem Geldkoffer weiter in den nächsten Hinterraum, um anschließend den Pfarrer zu bestechen – und zu guter Letzt ab auf die Bühne, um eine staatstragende Rede als Präsident zu halten, natürlich gegen Korruption. Der Karriereweg unseres namenlosen Protagonisten – dessen sonnenbebrilltes Gesicht wir interessanterweise erst im Scheinwerferlicht zu sehen bekommen – geht mitten durch die Straßen einer afrikanischen Großstadt, an den Protesten vorbei, die niedergeschlagen werden, durch marode Infrastruktur, kriminelle Mobs und sogar Naturkatastrophen.
In Francis Yushau Browns schonungslos kritischem Film hat sich niemand von der Sklaverei befreit. Stattdessen legen sich einige wenige selbst an die Kette des Nepotismus und halten die restliche Bevölkerung in Armut und Rückständigkeit. Sein Film ist eine Anklage in 3D, die nur so strotzt vor Wut, auch auf die westlichen und fernöstlichen (Neo-)Kolonisator*innen. Und über all dem schweben die erzürnten Götter und warten, dass das Volk dem Zustand endlich ein Ende macht.


Marie Ketzscher

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28.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Passage Kinos Astoria
#263
Teil der Kompilation
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Calendar
29.10.
#382
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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29.10.2025
UT Connewitz
#382
Teil der Kompilation
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Calendar
31.10.
#514
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#514
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Francis Yushau Brown
Buch
Francis Yushau Brown
Schnitt
Charles Sam
Produktion
Ruth Ojougboh
Ton
Gomez Beatx
Sound Design
Gomez Beatx
Musik
Gomez Beatx
Animation
Francis Yushau Brown, Charles Seyi Kilanko, Kingsford Appiah, Jason Bonsu Sarpong
Animation Technique
3D Digital

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Kontakt
Francis Yushau Brown
hello@animaxfybstudios.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm,
DOK im Knast
Filmstill Clot
Clot Levi Stoops
Frankie fühlt sich todkrank, doch das kümmert niemanden. Dann verwandelt sich sein Körper in einen wilden Planeten, auf dem die Evolution im Zeitraffer von Schöpfung bis Zerstörung stattfindet.
Filmstill Clot

Clot

Klonter
Levi Stoops
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm,
DOK im Knast
Animationsfilm
Belgien
2025
15 Minuten
Niederländisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Seinen nackten Körper, in Tomatensoße ertränkt, auf einer Tiefkühlpizza betrachten - das ist der Inbegriff entfremdeter Lohnarbeit. Vor allem, wenn es sich dabei um jenes Massenprodukt handelt, dessen Qualität man tagtäglich hundertfach am Fließband kontrollieren muss. Ist es diese Entfremdung, der mehrfache tägliche Konsum ebendieser Mahlzeit oder schlicht die Abwesenheit bedeutender menschlicher Beziehungen, die dazu führen, dass Frankie sich todkrank fühlt und bereit ist, sich von seinem als wertlos und leer empfundenen Dasein zu verabschieden? Es kümmert niemanden, bis sein Körper sich in einen wilden Planeten verwandelt, auf dem die Evolution im Schnelldurchlauf stattfindet: Entstehung des Lebens, Miniatur Frankies mit absurden Penis-Tänzen, Kannibalismus, Darwinismus, gegenseitige Vernichtung, Ausrottung anderer Spezies – und schließlich das Verglühen des Frankie-Planeten selbst.
Levi Stoops lässt uns laut auflachen – und doch verspüren wir den bitteren Geschmack der Selbstzerstörung auf der Zunge. Wird Frankie nach dieser apokalyptischen Erfahrung eine Lebenswende wagen? Oder hält ihn das System so fest in den Klauen, dass heilsame Naturdokus mit exotischen Blumen schon Trost genug sind – anstelle von Kochshows, in denen Steinofenpizzen schwungvoll in die Luft geworfen werden?


Irina Rubina

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28.10.
#2C1
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Cinémathèque
#2C1
Teil der Kompilation
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Calendar
29.10.
JSA Regis-Breitingen
Clot + Sedimente

Eintritt frei

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29.10.2025
JSA Regis-Breitingen
Clot + Sedimente

Eintritt frei

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Calendar
31.10.
#511
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#511
Teil der Kompilation
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Calendar
01.11.
#663
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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01.11.2025
Passage Kinos Astoria
#663
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Levi Stoops
Buch
Levi Stoops
Schnitt
Levi Stoops
Produktion
Annemie Degryse
Ton
Paulo Rietjens
Sound Design
Paulo Rietjens
Musik
Wiet Lengeler
Animation
Camiel Hermans, Sarah Menheere, Karolien Raeymaekers, Neyrouz Jemour, Jana Leeuwerck
Animation Technique
2D Digital

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Kontakt
Luce Grosjean
festival@miyu.fr
World Sales
Annabel Sebag
sales@miyu.fr
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis, Gedanken-Aufschluss-Preis
Ausgezeichnet mit: Gedanken-Aufschluss-Preis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Death Does Not Exist
Death Does Not Exist Félix Dufour-Laperrière
Eine Gruppe junger Aktivist*innen überfällt ein Nobelanwesen. Der Rachefeldzug misslingt. Nur Hélène erhält eine fatale zweite Chance und gerät in einen surrealistischen Strudel.
Filmstill Death Does Not Exist

Death Does Not Exist

La mort n’existe pas
Félix Dufour-Laperrière
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Kanada,
Frankreich
2025
72 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Als Marc seiner Freundin Hélène gesteht, dass er sie liebt, antwortet sie nur: „Später!“ Der Zeitpunkt für sein Geständnis könnte ungünstiger nicht sein, hinter Hélènes Erwiderung steckt eine viel größere Dimension. Die beiden gehören zu einer Gruppe von Aktivist*innen, die im Wald gerade ihre Smartphones verbrannt und sich den letzten wichtigen Fragen gestellt haben. Fragen nach Angst, Macht, Mut, Loyalität und nach Zweifeln. Im Anschluss überfallen sie – stellvertretend für die Schuldigen am Dilemma dieser Welt, wie sie meinen – ein reiches und einflussreiches Rentnerpaar in dessen Nobelanwesen. Die bewaffnete Attacke endet in einem Blutbad. Hélène aber wird mitten im Schusswechsel von einer seltsamen Erstarrung heimgesucht und gerät bald danach in den surrealistischen Strudel einer fatalen zweiten Chance.
Der kanadische Regisseur und Drehbuchautor Félix Dufour-Laperrière sagt, er schreibe „mit Farben im Kopf, Metamorphosen, traumhaften Sequenzen und mentalen Bildern, die sich auf der Leinwand materialisieren“. Aus handgezeichneten Vorlagen entstand eine vor allem symbolwuchtige 2D-Animation fließender Figuren und Silhouetten, die sich weder offensiv formulierten Botschaften noch der überbordenden Magie des Formats verweigert.


Andreas Körner

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28.10.
#241
CineStar 6
God Is Shy + Death Does Not Exist
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28.10.2025
CineStar 6
#241
God Is Shy + Death Does Not Exist
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Calendar
31.10.
#571
Passage Kinos Wintergarten
God Is Shy + Death Does Not Exist
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31.10.2025
Passage Kinos Wintergarten
#571
God Is Shy + Death Does Not Exist
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Calendar
02.11.
#7B2
Schauburg
God Is Shy + Death Does Not Exist
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02.11.2025
Schauburg
#7B2
God Is Shy + Death Does Not Exist
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Calendar

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Regie
Félix Dufour-Laperrière
Produktion
Nicolas Dufour-Laperrière
Animation
Félix Dufour-Laperrière
Animation Technique
Drawn

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Kontakt
Best Friend Forever
business@bffsales.eu
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Endless Cookie
Endless Cookie Seth Scriver, Peter Scriver
In diesem ungemein gehaltvollen Cookie steckt die geballte Ladung kanadisch-indigener Geschichte, serviert als unglaublich humorvolle Familienchronik. Und sie schmeckt hervorragend!
Filmstill Endless Cookie

Endless Cookie

Endless Cookie
Seth Scriver, Peter Scriver
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Kanada
2025
97 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

„Die Vergangenheit ist ein endloser Cookie.“ Das Vergangene ist allgegenwärtig in diesem sagenhaft originellen Familienporträt. Es macht sich schon in den ersten Minuten bemerkbar, als Filmemacher Seth aus Toronto seinen Halbbruder Pete anruft, der dem Indigenen Volk der Cree angehört: Die Erdkugel, auf der die Distanz zwischen den beiden visualisiert wird, schnippt das kleine Schildchen „Dominion of Canada“ weg und gibt darunter das Wort Shamattawa frei – so heißt die First-Nations-Gemeinde, in der Pete lebt. Die Vergangenheit bleibt eben Gegenwart durch die Verletzungen, die die Cree in der weißen Mehrheitsgesellschaft erfahren (haben), darunter Polizeigewalt und Landnahme. Nichtsdestotrotz ist Humor das prägende Stilmittel der Scrivers – von subtilen Jokes über Selbstironie bis hin zum detaillierten, liebevoll-surrealen Look aller Charaktere, den sie sogar rassistischen Polizisten angedeihen lassen.
Sieben Geschichten wollten die Brüder anfangs erzählen. Am Ende sind es Hunderte geworden – denn jede Sprachaufnahme wird durch den Alltag der Großfamilie unterbrochen, jede Anekdote birgt die nächste. Ganz gleich, ob es um den Tipi-Bau, den Einkauf im Supermarkt oder das Tiere-Schächten geht. Über neun Jahre entstand diese schier unendliche Familienchronik, die auch eine besondere Chronik Kanadas entwirft. Es ist ein unverwechselbarer Cookie geworden, auf dem man lange herumkauen kann.


Marie Ketzscher

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30.10.
#441
CineStar 6
Endless Cookie
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30.10.2025
CineStar 6
#441
Endless Cookie
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Calendar
31.10.
Hauptbahnhof Osthalle
Endless Cookie

Eintritt frei

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31.10.2025
Hauptbahnhof Osthalle
Endless Cookie

Eintritt frei

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Calendar
02.11.
#7D1
Kinobar Prager Frühling
Endless Cookie
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02.11.2025
Kinobar Prager Frühling
#7D1
Endless Cookie
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Seth Scriver, Peter Scriver
Buch
Seth Scriver, Peter Scriver
Schnitt
Sydney Cowper
Produktion
Daniel Bekerman, Chris Yurkovich, Alex Ordanis, Jason Ryle, Seth Scriver
Sound Design
Andrew Zukerman
Animation
Seth Scriver
Animation Technique
2D Digital

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Kontakt
Phoebe Liebling
pliebling@magpictures.com
World Sales
Phoebe Liebling
pliebling@magpictures.com
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube Langfilm (Internationaler Wettbewerb Animationsfilm)
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill EX-tract
EX-tract Marcel Barelli
Ist der Mensch fähig, das Leid anderer Spezies zu begreifen? Ein filmisches Manifest gegen das Artensterben, künstlerisch und auf persönliche Weise als Mahnung verfasst.
Filmstill EX-tract

EX-tract

EX-tract
Marcel Barelli
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Schweiz
2025
3 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

„Kann uns das Verschwinden der Nashörner berühren, wenn wir noch nie einen Schmetterling auf der Hand gespürt haben?“, fragt Marcel Barelli nicht ohne Pathos, aber ins Mark treffend, in seinem animierten Manifest. Er zitiert damit Daniel Paulys Shifting-Baseline-Syndrom-Theorie: Wir Menschen würden Normalität immer an unseren eigenen Erfahrungswelten und nicht an historischen Veränderungen bemessen und deshalb auch die Umweltzerstörung eher akzeptieren. Es ist nicht die einzige Anspielung, die in Barellis kompaktem Dreiminüter steckt: Er referenziert die „sechste Auslöschung“, also das aktuell stattfindende, menschengemachte Artensterben, und das Sanduhr-Symbol der Extinction-Rebellion-Bewegung. Dieser Film, den man unbedingt als Aufruf zum aktiven Widerstand verstehen sollte, bettet seine Überlegungen allerdings künstlerisch ein.
Mit der verdunstenden Wasseranimation auf Papier hat Barelli sich für eine einfache und stimmige Animationstechnik entschieden, die mittels Flüchtigkeit Arten-Sterben und Arten-Vergessen perfekt einfängt. Hinzu kommt Archivmaterial. Anders als die von ihm verehrten „Cinétracts“-Flugblattfilme von 1968, aber ebenso eindringlich, wählt er für seinen Appell eine zeitgemäße, persönliche Ansprache. Berührend verwebt er seine Thesen mit der eigenen Biografie: Familienbilder weisen in eine Zeit, als Barelli selbst noch „mit Dinosauriern spielte und Hühnchen aß“.


Marie Ketzscher

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28.10.
#251
CineStar 7
Teil der Kompilation
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28.10.2025
CineStar 7
#251
Teil der Kompilation
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Calendar
29.10.
#3C1
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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29.10.2025
Cinémathèque
#3C1
Teil der Kompilation
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Calendar
02.11.
#711
CineStar 2
Teil der Kompilation
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02.11.2025
CineStar 2
#711
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marcel Barelli
Produktion
Nicolas Burlet
Animation
Marcel Barelli
Animation Technique
Drawn

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Kontakt
Marcel Barelli
festival@beforfilms.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Floating
Floating Jelena Milunović
Ein Vater verschwindet, fliegt regelrecht davon. Was tun, wenn ein Elternteil an einer psychischen Krankheit leidet? Eine zärtliche Vater-Tochter-Annäherung in poetischen Bildern.
Filmstill Floating

Floating

Floating
Jelena Milunović
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Serbien,
Kroatien,
Deutschland
2025
7 Minuten
Serbisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Als die Frau mit Lockenwicklern die Tür öffnet, ist es um den Papa geschehen: Wie ein Lufthauch, ein Sturm oder Tornado weht es ihn herein und wieder hinaus. Auch in seiner eigenen Wohnung lässt er sich nicht (be-)greifen: Er wächst und schrumpft, wird zerbrechlich, dann wieder bedrohlich, wirft dabei alles um. Und dann fliegt er regelrecht davon, schmeißt mit Eiern nach Passant*innen. Zwischendrin die Tochter, die erst nur hilflos dabeistehen kann und der es zunehmend schwerer fällt, ihn zu besuchen – die Stufen werden höher, der Boden zu Kaugummi. Schließlich schaut sie in den Himmel und sieht ihn dort schweben.
Was tun, wenn der Vater an einer psychischen Krankheit leidet? Wie geht man damit um, wenn so früh im Leben die (Sorge-)Verantwortung die Seiten wechselt? Das verhandelt Jelena Milunović mit mutigen, sehr zärtlichen und nicht immer auflösbaren Gleichnissen. Sie setzt starke Farbakzente: Die depressiven Episoden sind klaustrophobisch schwarz-weiß, die ekstatischen Hochs bunt und frei gezeichnet. Und der rote Luftballon, der als metaphorischer Hoffnungsträger schon anfangs kurz im Bild erscheint, könnte vielleicht einen Weg weisen, die beiden wieder zusammenzubringen.


Marie Ketzscher

Thematisiert psychische Erkrankungen

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29.10.
#311
CineStar 2
Teil der Kompilation
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29.10.2025
CineStar 2
#311
Teil der Kompilation
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Calendar
30.10.
#4C2
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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30.10.2025
Cinémathèque
#4C2
Teil der Kompilation
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02.11.
#731
CineStar 5
Teil der Kompilation
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02.11.2025
CineStar 5
#731
Teil der Kompilation
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jelena Milunović
Buch
Jelena Milunović
Produktion
Miloš Ivanović
Co-Produktion
Draško Ivezić, Jelena Milunović, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Sound Design
Luka Barajevic
Animation
Jelena Milunović, David Lovrić
Animation Technique
2D Digital

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Kontakt
Jelena Milunović
jelena.milunovic9@gmail.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Force Times Displacement
Force Times Displacement Angel Yun Wu
Arbeit ist gleich Kraft mal Weg. Von dieser physikalischen Formel aus denkt Angel Wu über Arbeit, Selbstausbeutung und Hamsterräder nach – und über die Möglichkeiten eines Auswegs.
Filmstill Force Times Displacement

Force Times Displacement

Force Times Displacement
Angel Yun Wu
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Taiwan
2025
12 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Deutsche Premiere

Ist das ein Bauch oder eine Zelle, in der es sichtlich rumort? In Angel Wus Film ist das kapitalistische Hamsterrad jedenfalls ein lebender Organismus – nur dass nicht klar ist, ob wir in ihm leben oder er in uns. Als ein junger Fabrikarbeiter einen Holzfetisch anfertigt, ihn anbetet und ihn sich dann einverleibt, brennt in ihm auch ganz körperlich sichtbar der Ehrgeiz, die Arbeitswut. Aus den Menschen am Feuer ersteht mir nichts dir nichts eine Fabrikarbeiterkolonne mit zahlenbetrachtender Managementebene, das freilaufende Zebra kommt in einen Käfig, der schnell als Container verschifft wird. Wu inszeniert diese Entwicklung aber nicht als simple Abfolge erkennbarer Kapitalismusmarker, sondern behält die kryptische, haptische Qualität ihrer grandiosen Mixed-Media-Reflexion auch in der inhaltlichen Ausgestaltung bei.
Ist der Fetisch ein Amboss, der für die menschliche Formbarkeit steht? Sehnt sich der Arbeiter nach etwas anderem? Sind die fein gezeichneten Einblicke ins Innere des Apparats nun Höllenvisionen oder lapidares Anthropozän im Endstadium? Ausgehend von der physikalischen Formel „Arbeit ist gleich Kraft mal Weg“ kombiniert Wu nicht nur digitale 2D-Animation, Fotografie, Collage und Zeichnung – sowie taiwanesische Musik mit unappetitlichem Würgen. Sie verdichtet vielmehr das Nachdenken über das Arbeitsleben in (asiatischen) Gesellschaften und unser Gefangensein in ihm.


Marie Ketzscher

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28.10.
#2C1
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Cinémathèque
#2C1
Teil der Kompilation
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Calendar
31.10.
#511
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#511
Teil der Kompilation
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Calendar
01.11.
#663
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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01.11.2025
Passage Kinos Astoria
#663
Teil der Kompilation
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Regie
Angel Yun Wu
Buch
Angel Yun Wu
Kamera
Angel Yun Wu
Schnitt
Angel Yun Wu
Produktion
Angel Huang
Co-Produktion
Singing Chang
Ton
Fen Cheng
Sound Design
Jin-De Lin
Musik
Fen Cheng
Animation
Angel Yun Wu, Ji-Tian Li, Vanto Chien, Hao Ping Wang
Animation Technique
Mixed Media, 2D Digital

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Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis