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Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm

So divers die Umstände sind, unter denen Menschen leben, so verschieden die Perspektiven, so vielgestaltig sind auch die dokumentarischen Arbeitsweisen, mit denen Filmkünstler*innen sie aufgreifen und weitertragen. Der Internationale Wettbewerb Dokumentarfilm von DOK Leipzig stellt produktive Begegnungen her: zwischen experimentierfreudigem Nachwuchs und jenen, die der Neugier und der Kreativität ihrer Anfänge treu bleiben.

Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill After the Silence
After the Silence Matilde-Luna Perotti
Sechs Jahre nach einem sexuellen Missbrauch in der Familie sucht die Filmemacherin das Gespräch mit ihrer Großmutter und bricht das Schweigen – ein Akt persönlicher und politischer Befreiung.
Filmstill After the Silence

After the Silence

Después del silencio
Matilde-Luna Perotti
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Kanada
2024
14 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Was passiert nach einem Missbrauch? Sechs Jahre nach der Tat nimmt die Regisseurin wieder Kontakt zu ihrer Großmutter auf – nicht, um über die Tat selbst zu sprechen, die allen bewusst ist. Sie will endlich erzählen, wie es ihr danach erging: um das Schweigen zu brechen, um ihre Scham und die Trauer um den Verlust ihrer gesamten kolumbianischen Familie zu benennen – und vor allem, um die Anerkennung ihres Leids einzufordern.
In ihrem ersten Film verarbeitet Matilde-Luna Perotti ein persönliches Trauma, das viele Frauen in Lateinamerika teilen. Die Erinnerung daran steckt in allem: in alten Familienvideos, in Textnachrichten, in Stoffen und Kleidern, in den Narben der eigenen Haut. Aus diesen Fragmenten entsteht ein persönliches und zugleich kollektives Porträt, das ein tief vergrabenes Trauma sichtbar macht – und am Ende zu einem Akt der Selbstermächtigung wird.


Seggen Mikael

Thematisiert sexualisierte Gewalt

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Regie
Matilde-Luna Perotti
Buch
Matilde-Luna Perotti
Kamera
Bleue Pronovost-Teyssier, Pauline Bouhelel
Schnitt
Matilde-Luna Perotti
Produktion
Matilde-Luna Perotti
Ton
Bleue Pronovost-Teyssier, Pauline Bouhelel

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Kontakt
Christophe Chamberland
developpement@spira.quebec
World Sales
Robin Miranda das Neves
diffusion@spira.quebec
Nominiert für: Silberne Taube
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube kurzer Dokumentarfilm (Internationaler Wettbewerb Kurzfilm)
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill BAEA
BAEA Terra Long
Eine kanadische Wildtierauffangstation. Berührend, mit wie viel Sorge und Aufwand Tierpflegende unermüdlich versuchen, durch Bleimunition vergiftete Weißkopfseeadler zu retten.
Filmstill BAEA

BAEA

BAEA
Terra Long
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Kanada,
UK,
USA
2025
18 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Weltpremiere

Winter an der Pazifikküste in Kanada – eine schwierige Jahreszeit für die Tierpfleger*innen der Wildtierauffangstation in Comox, British Columbia: Es ist Jagdsaison. Trotz massiver Kritik von Tierschutzorganisationen verwenden Jäger*innen nach wie vor Bleimunition. Für die BAEA – so der offiziell in Nord- und Mittelamerika benutzte Alpha-4-Code für Weißkopfseeadler – ist sie auf besondere Weise lebensbedrohlich. Denn die Greifvögel ernähren sich von liegen gelassenen Tierkadavern. Die Überlebenschancen nach einer Bleivergiftung sind gering. Auch die Behandlung ist für die Adler eine schwere Belastung. Mit großer Geduld und liebevoller Zuwendung versuchen die Pfleger*innen, ihre Schützlinge vor dem Tod zu bewahren.
In behutsamen Bildern und respektvoll gegenüber den leidenden Vögeln begleitet Filmemacherin Terra Long den Alltag auf der Station und kontrastiert diesen mit Aufnahmen der – nur scheinbar – von Menschen unberührten Natur. Letztlich stellen sich in diesem Refugium ethische Grundsatzfragen: Wie können Wildtiere von ebenjenen Menschen versorgt und gleichzeitig ihre Würde und Wildheit erhalten werden? Und: Hat die aufwändige Behandlung überhaupt einen Nutzen angesichts der geringen Aussichten auf Veränderung der Jagdgesetze?


Annina Wettstein

Enthält Darstellungen von Tod

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28.10.
#251
CineStar 7
Teil der Kompilation
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28.10.2025
CineStar 7
#251
Teil der Kompilation
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Calendar
29.10.
#3C1
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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29.10.2025
Cinémathèque
#3C1
Teil der Kompilation
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02.11.
#711
CineStar 2
Teil der Kompilation
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02.11.2025
CineStar 2
#711
Teil der Kompilation
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Regie
Terra Long
Kamera
Terra Long
Schnitt
Terra Long
Produktion
Heidi Fleisher, Mike Paterson
Ton
Colin Whitman
Musik
Kaija Siirala

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Kontakt
Luke Brawley
luke@indoxfilms.com
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Café Kuba
Café Kuba David Shongo
Kinshasa bei Nacht, nach den Gewaltexzessen vom Februar 2025, dokumentiert im Schutz eines mobilen Kaffeestands. Die performative Erkundung einer versehrten, fragilen Stadt.
Filmstill Café Kuba

Café Kuba

Café Kuba
David Shongo
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
DR Kongo,
Belgien
2025
29 Minuten
Lingála,
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Ein mobiler Kaffeestand wird zu einer Kinoapparatur, welche die Aufzeichnung des oft Übersehenen und noch öfter Überhörten zu ermöglichen scheint. David Shongos nächtliches Kinshasa-Porträt im Nachklang der M23-Gewaltexzesse vom Februar 2025 im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine eigensinnige und verdeckte Erkundung einer fragilen Stadt, die historisch wie gegenwärtig vielen Traumatisierungen ausgesetzt war und nach wie vor von Instabilität gezeichnet ist.
Um die Frage nach Kinshasas Zukunft aufzuwerfen, deutet der kongolesische Künstler und Komponist filmhistorische Konzepte um und fügt ihnen neue Facetten hinzu: Durch eine Praxis des radikalen Zuhörens und das Hinterfragen der Grenzen des Sehens entwirft er mit starken Bildern, einem komplexen Ton und äußerst einfallsreichen performativen Inszenierungen seine Form eines „flüchtigen Kinos“.


Borjana Gaković

Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.

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28.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Passage Kinos Astoria
#263
Teil der Kompilation
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29.10.
#382
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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29.10.2025
UT Connewitz
#382
Teil der Kompilation
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31.10.
#514
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#514
Teil der Kompilation
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Calendar

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Regie
David Shongo
Buch
David Shongo
Kamera
David Shongo, Kevin Booto
Schnitt
David Shongo
Produktion
David Shongo, Tommy Simoens
Co-Produktion
Olga Sherazade Pitton, Tommy Simoens
Ton
Djo Wamba
Sound Design
David Shongo

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Kontakt
David Shongo
davidshongo@gmail.com
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Clan of the Painted Lady
Clan of the Painted Lady Jennifer Chiu
Auf den Spuren ihrer Hakka-Vorfahr*innen reist eine Filmemacherin von China über Kanada bis nach Indien und verwebt persönliche Erinnerung mit den Geschichten einer globalen Diaspora.
Filmstill Clan of the Painted Lady

Clan of the Painted Lady

Clan of the Painted Lady
Jennifer Chiu
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Kanada
2025
101 Minuten
Englisch,
Chinesisch
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere

Der Painted-Lady-Schmetterling, auch bekannt als Distelfalter, legt über mehrere Generationen hinweg eine 9.000 Meilen lange Reise zurück. Jede Generation fliegt zum nächsten Ort, ohne Anfang oder Ende der Route zu kennen. Die Volksgruppe der Hakka, deren Name so viel wie „Gastfamilie“ bedeutet, teilt dieses Schicksal der ständigen Bewegung. Ihre Identität ist nicht an ein spezifisches Territorium gebunden, sondern an ihre Vorfahr*innen. Die Regisseurin, selbst Hakka, folgt der Migrationsgeschichte ihrer Familie von den Wurzeln in Nordchina über Kanada bis nach Indien. Bei ihrer Spurensuche begegnet sie Hakka aus aller Welt, die ihre eigenen Geschichten von Aufbruch, Anpassung und dem Bewahren einer einzigartigen Kultur erzählen.
Zwischen Archivmaterial, persönlichen Reflexionen und Interviews mit Mitgliedern der globalen Diaspora entsteht das vielstimmige Porträt einer Gemeinschaft, deren Sprache, Bräuche und kollektive Erinnerung vom Verschwinden bedroht sind. Der Film stellt die Frage, wie Identität entsteht, wenn Heimat sich ständig verschiebt – und wie man Wurzeln an immer neuen Orten schlägt, ohne den Blick auf die Herkunft zu verlieren.


Seggen Mikael

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28.10.
#253
CineStar 7
Clan of the Painted Lady
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28.10.2025
CineStar 7
#253
Clan of the Painted Lady
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Calendar
30.10.
#431
CineStar 5
Clan of the Painted Lady
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30.10.2025
CineStar 5
#431
Clan of the Painted Lady
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Calendar
02.11.
#762
Passage Kinos Astoria
Clan of the Painted Lady
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02.11.2025
Passage Kinos Astoria
#762
Clan of the Painted Lady
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jennifer Chiu
Buch
Jennifer Chiu, Aynsley Baldwin
Kamera
Antonia Ramirez
Schnitt
Aynsley Baldwin
Produktion
Jennifer Chiu
Co-Produktion
Brad Keeling, Sarah Jane Flynn
Ton
Oscar Vargas, Scott Gailey
Sound Design
Oscar Vargas, Scott Gailey
Musik
Scott Gailey, Oscar Vargas

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Kontakt
Jennifer Chiu
jennchiu@pm.me
Nominiert für: Silberne Taube, Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Elephants & Squirrels
Elephants & Squirrels Gregor Brändli
Eine sri-lankische Künstlerin stößt in der Schweiz auf die Sammlung einer indigenen Gemeinschaft ihres Landes und engagiert sich für die Restitution. Ein Hürdenlauf durch Behörden beginnt.
Filmstill Elephants & Squirrels

Elephants & Squirrels

Elephants & Squirrels
Gregor Brändli
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Schweiz
2025
114 Minuten
Englisch,
Singhalesisch,
Deutsch,
Vedda
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Bei Recherchen in Schweizer Museen stößt die sri-lankische Künstlerin Deneth Piumakshi Veda Arachchige auf Depot-Objekte, die als Zeugnisse für das Alltagsleben einer Indigenen Adivasi-Gemeinschaft ihres Landes zusammengetragen wurden. Auch wenn die Schweiz keine Kolonien hatte, profitierte sie vom kolonialen System. Zwischen 1883 und 1913 unternahmen die Naturforscher Fritz und Paul Sarasin Expeditionen nach Britisch-Ceylon und Niederländisch-Ostindien. Sie erkundeten diese Gebiete – mit Hilfe von Zwangsarbeiter*innen – und brachten exotische Tiere, Pflanzen, Artefakte und menschliche Gebeine nach Basel: Eine der größten ethnologischen Sammlungen im deutschsprachigen Raum entstand – paradigmatisch für koloniale Gewalt und eurozentrischen Wissenschaftsanspruch. Bereits in den 1970er Jahren forderte Sri Lanka die Rückgabe, doch die Schweiz lehnte ab.
Deneth Piumakshi Veda Arachchige macht sich auf eine Reise entlang der damaligen Route der Sarasins und setzt sich, gemeinsam mit Adivasi-Repräsentant*innen, erneut für die Restitution ein. Ein Hürdenlauf durch Behörden und starre Museumsstrukturen beginnt. Konsequent begleitet der Film die interdisziplinäre Künstlerin und Co-Autorin des Drehbuchs beim kreativen und investigativen Verhandeln von Besitzverhältnissen. Dabei wirft er ein höchst unbequemes Licht auf die kolonialen Verflechtungen und deren bis heute blinde Flecken im globalen Norden.


Annina Wettstein

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28.10.
#254
CineStar 7
Elephants & Squirrels
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28.10.2025
CineStar 7
#254
Elephants & Squirrels
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Calendar
30.10.
#411
CineStar 2
Elephants & Squirrels
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30.10.2025
CineStar 2
#411
Elephants & Squirrels
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Calendar
01.11.
#6C1
Cinémathèque
Elephants & Squirrels
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01.11.2025
Cinémathèque
#6C1
Elephants & Squirrels
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Calendar

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Regie
Gregor Brändli
Buch
Gregor Brändli, Deneth Piumakshi Veda Arachchige
Kamera
Jonas Jäggy
Schnitt
Gregor Brändli
Produktion
Frank Matter
Co-Produktion
Urs Augstburger
Ton
Gregor Brändli
Sound Design
Thomas Rechberger
Musik
Yanik Soland

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Kontakt
Loredana Fernandez
fernandez@soapfactory.ch
World Sales
Michaela Čajková
michaela@filmotor.com
Nominiert für: Silberne Taube, FIPRESCI Preis, Preis der Interreligiösen Jury
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube Langfilm (Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm)
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Equal Dust
Equal Dust Jani Peltonen
Eine Nachtfahrt durch Helsinki schafft erstaunliche Verbindungen: Selten lagen Eurovision Song Contest, Atombomben und eine berüchtigte NATO-Kommandoübung näher beieinander.
Filmstill Equal Dust

Equal Dust

Elämä ja yö
Jani Peltonen
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Finnland
2025
14 Minuten
Finnisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Helsinki bei Nacht. Ein Auto fährt regennasse Straßen ab, kaum ein Mensch in Sicht. Jani Peltonen nutzt einen alten Kameratest, um die Kaurismäki-artigen Aufnahmen in ein apokalyptisches Szenario umzuwidmen: Der Radius der Fahrt entspräche ungefähr der Fläche, welche von der Detonationswelle nach einer Atombombenexplosion betroffen wäre. Peltonen, der in „Equal Dust“ mit Splitscreens arbeitet, bricht gewissermaßen das Raum-Zeit-Kontinuum auf und verschränkt es neu. Denn über die Straßenbilder legt sich die Erzählung der europaweiten Kommandoübung „Able Archer 83“, mit der die NATO im November 1983 den atomaren Ernstfall simulierte. Eine Aktion, die nicht nur die Sowjetunion veranlasste, echte Sprengköpfe in Ostdeutschland zu stationieren – auch die finnische Musiklandschaft verarbeitete die schwelende Angst in eindringlich-pathetischen Beiträgen für den Eurovision Song Contest. So warnte etwa Sänger Kojo davor, die Augen zu verschließen – und wurde prompt mit null Punkten abgestraft. „Equal Dust“ ist eine Zeitreise in den Kalten Krieg und antizipierten Weltuntergang, aber mindestens genauso sehr ein Dokument expressiver Frisuren und einen Wunden verursachenden Gesangswettbewerb.


Carolin Weidner

Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.

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28.10.
#2A1
Schaubühne Lindenfels
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Schaubühne Lindenfels
#2A1
Teil der Kompilation
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31.10.
#513
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#513
Teil der Kompilation
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01.11.
#681
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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01.11.2025
UT Connewitz
#681
Teil der Kompilation
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Regie
Jani Peltonen
Buch
Jani Peltonen
Schnitt
Matti Näränen
Produktion
Kaarle Aho, Pauliina Maus
Ton
Antti Onkila
Sound Design
Antti Onkila

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Kontakt
Otto Suuronen
otto.suuronen@ses.fi
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Ether
Ether Luiza Calagian
Eine 96-Jährige beginnt zu erzählen: von ihrer Spiritualität, ihrer Sicht auf das Leben und ihrer Perspektive auf das, was vor ihr liegt. Sanft verwebt die Enkelin Momente und Erinnerungen.
Filmstill Ether

Ether

Éter
Luiza Calagian
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Brasilien,
Kuba
2025
20 Minuten
Portugiesisch (Brasilien)
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Eine Enkelin besucht ihre fast 100 Jahre alte Großmutter in deren Landhaus. Die Enkelin sehen wir nie, sie bleibt hinter der Kamera, und die Großmutter sehen wir nur flüchtig, wie sie durch die schattigen Innenräume wandelt, wie sie in ihrem Gemüsebeet Kräuter für den Tee pflückt, wie sie eine auf ihrer Hand sitzende Gottesanbeterin betrachtet. Doch „Ether“ ist ebenso das Porträt einer betagten Dame wie das der Räume, die sie bewohnt – obwohl wir auch diese nie ganz zu Gesicht bekommen. Es gibt nur sorgfältig ausgewählte Fragmente, eingebettet in Kompositionen, die mit Schärfe und Schatten spielen: Nippes und Schmuck, Fotos, Texturen, Fensterblicke auf den Himmel, Ameisen, Schmetterlingsflügel, ruhende Tauben, eine in ihre Handfläche geschmiegte Wespe, das Fell des letzten verbliebenen Hundes.
Geräusche kommen und gehen in diesem stillen Bestiarium des Alltäglichen: die Stimme der Großmutter, die im Voiceover über Familie, Geister und Hunde-Reinkarnation spricht, das Rauschen der Räume auf den Fotos, der im Hintergrund plärrende Fernseher, die verschiedenen Schichten einer wellenförmigen Ruhe, die hochkommen, wenn alles andere verstummt. Wie fängt man ein ganzes Leben in nur 20 Minuten ein? Indem man seinen Echos im Raum lauscht.


James Lattimer

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29.10.
#312
CineStar 2
Ether + Nonna
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29.10.2025
CineStar 2
#312
Ether + Nonna
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31.10.
#574
Passage Kinos Wintergarten
Ether + Nonna
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31.10.2025
Passage Kinos Wintergarten
#574
Ether + Nonna
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01.11.
#661
Passage Kinos Astoria
Ether + Nonna
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01.11.2025
Passage Kinos Astoria
#661
Ether + Nonna
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Luiza Calagian
Buch
Luiza Calagian
Kamera
Luiza Calagian
Schnitt
Luiza Calagian
Produktion
Luiza Calagian, Branca Meliza Mandetta

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Kontakt
Luiza Calagian
luizacalagian@gmail.com
Nominiert für: Silberne Taube
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Far from the Light of Day
Far from the Light of Day Yotam Ben-David
Zwei Männer, Liebende, ein Palästinenser und ein Israeli, zusammen in ihrem Pariser Apartment, der eine schläft, der anderen ist wach. Wie einen Umgang mit dem Geschehen in der Heimat finden?
Filmstill Far from the Light of Day

Far from the Light of Day

Rahok me’oro shel yom
Yotam Ben-David
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Frankreich
2025
27 Minuten
Hebräisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Wo die beiden Männer sind, ist zunächst nicht zu sehen. Wir hören nur einen von ihnen im Voiceover hebräisch sprechen. Der Israeli findet keinen Schlaf, während sein palästinensischer Freund neben ihm im Bett von quälenden Albträumen hin und her geworfen wird. Nachts kommt alles hoch. Dieses Zuhause, wo sich der Hund zwischen die beiden kuschelt, liegt in Paris, erklärt der Sprecher. Aber er streift das nur nebenbei. Sein Sprechen ist vielmehr der Versuch, die politische Lage in der Heimat verständlich zu machen, einen Krieg, eine so schreckliche, andauernde Katastrophe, dass sie sich im Grunde unmöglich beschreiben lässt. Jeder Versuch dieser Art muss wohl scheitern. Aber was sonst kann man tun?
Der Sprecher weiß sich eloquent ausdrücken, seine Worte wirbeln und drehen sich um sich selbst, erzählen von Gräueln, Protesten, Diskriminierung, aber auch von Familie, Intimität, freudvollen Erinnerungen. Wie die Worte falten sich auch die Bilder ineinander, schweifen durch die dunkle Wohnung, manchmal sogar nach draußen, zu Metrostationen, vagen Landschaften, eingeschneiten Straßen. Lichtkontraste schaffen Perspektiven, obwohl Dunkelheit herrscht. Trotz allem wird vom nächsten Morgen gesprochen, von Neuanfängen, seien sie auch noch so unfassbar weit weg. Zärtlich fällt der Blick auf das Bett im Tageslicht und den Mann, der darin aufwacht. Woran sonst kann man sich noch festhalten?


James Lattimer

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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Yotam Ben-David
Buch
Yotam Ben-David
Kamera
Yotam Ben-David
Schnitt
Yotam Ben-David
Produktion
Yotam Ben-David

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Kontakt
Yotam Ben-David
xiu.who@gmail.com
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Green Desert
Green Desert Meliza Luna Venegas
Mit Wut und Melancholie erzählt die Regisseurin von ihrer Heimat in Chile. Das einstige Naturparadies bedecken nun monotone Kiefernwälder – fremd, durstig, auf den nächsten Brand wartend.
Filmstill Green Desert

Green Desert

Desierto verde
Meliza Luna Venegas
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Chile
2025
70 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Schwer zu sagen, welche Bilder aus der Vergangenheit stammen und welche von heute – etwa wenn die Regisseurin im Haus ihrer Urgroßeltern in den Spiegel blickt und darin mehrere Generationen ihrer mütterlichen Verwandtschaftslinie gleichzeitig sieht, all die Frauen, die früher Figuren aus Ton fertigten und zur Vihuela, einer Art Gitarre, Lieder sangen. Das Haus steht im Wald, in den Bergen: knorrige Baumstämme, rauschendes Wasser, grünes Laub und schimmernde Blüten auf Zelluloid, das Farben und Texturen zu einem hinreißenden Ganzen verschmelzen lässt. Aber dieses Naturparadies ist verschwunden, Waldbrände haben die alten Eichen mitsamt ihrem Unterholz zu Asche gemacht.
Wenn der Mann auf dem Pferd ein Holzkreuz durch das jetzt kahle Gelände zieht, scheint es, als würde er die Landschaft selbst betrauern. Die von der Regierung angelegte Kiefern-Monokultur ist kein Ersatz, nur noch mehr Futter für die Holzindustrie, das darauf wartet, in den riesigen Häcksler zu wandern und sich als Staub aus Spänen und Splittern auf den nackten Körper der Regisseurin zu senken. „Green Desert“ ist ein enorm persönlicher Essayfilm voller Schönheit, Wut und Reue. Er verbindet das Schicksal einer Familie mit allgemein lebensformenden Traditionen, er verknüpft eine unfreiwillig verformte Region in Chile mit einem allgemeinen ökologischen Unwohlsein.


James Lattimer

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30.10.
#451
CineStar 7
Green Desert
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30.10.2025
CineStar 7
#451
Green Desert
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31.10.
#533
CineStar 5
Green Desert
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31.10.2025
CineStar 5
#533
Green Desert
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Calendar
02.11.
#7C2
Cinémathèque
Green Desert
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02.11.2025
Cinémathèque
#7C2
Green Desert
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Calendar

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Regie
Meliza Luna Venegas
Buch
Meliza Luna Venegas
Kamera
Ignacio Igna Martinez, Cristina Daza
Schnitt
Melisa Miranda, Macarena Ortiz
Produktion
Isabel Orellana Guarello
Co-Produktion
Vestigio Cine
Ton
Pablo Pinto
Sound Design
Romina Cano
Musik
Santiago Jara

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Kontakt
Isabel Orellana Guarello
isabel@araucariacine.com
Nominiert für: FIPRESCI Preis, Silberne Taube, Preis der Interreligiösen Jury
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill The Inheritors
The Inheritors Serge-Olivier Rondeau
Vor 100 Jahren wurde die Ringschnabelmöwe fast bis zur Ausrottung gejagt. Ein Müllberg in Montreal ermöglicht ihr Weiterleben. Wer kann es der Natur verübeln, dass sie einen Weg gefunden hat? 
Filmstill The Inheritors

The Inheritors

Les héritiers
Serge-Olivier Rondeau
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Kanada
2025
79 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Am Anfang scheinen die Menschen weit weg, nur die blinkenden Lichter Montreals über dem Wasser am Horizont künden von ihnen. Auf der Île Deslauriers lebt eine der weltgrößten Ringschnabelmöwen-Kolonien in einem Reich nur für sie allein: Heerscharen eleganter weißer Vögel versammeln sich im Gras, flattern, hocken, kreischen, kopulieren, die Kamera mitten unter ihnen, stets auf Vogelhöhe, um zu sehen, was sie sehen. Aber dieses nicht-menschliche Utopia wird nur heraufbeschworen, um es nach und nach zu untergraben: mit Bodenmarkierungen, aufgestellten Fallen und der Entnahme einzelner Exemplare. Einige entlässt man beringt oder etikettiert in die Freiheit, andere haben weniger Glück.
Der Himmel über dem Gelände ist schwarz von Flügeln, und wenn die vielen Schnäbel sich zu einem gemeinsamen Schrei zusammentun, ist der Lärm ohrenbetäubend. Kein Wunder, dass die Radiostimme vor Kontrollverlust warnt, auch wenn das die angepeilte Lösung kaum rechtfertigt. Vögel jagen Vögel, ein Naturvorgang. Ihn nun von Menschenhand gesteuert zu sehen, ist grausam. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Ringschnabelmöwe durch menschliche Bejagung fast ausgestorben. Hier besteht ihre Art fast ungebrochen fort – die Natur fand einen Weg, wer wollte es ihr verübeln. Heute sind die Gewichte verschoben, die alten Gesetze greifen nicht mehr. Werden die Sanftmütigen auch in Zukunft das Erdreich besitzen?


James Lattimer

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28.10.
#231
CineStar 5
The Inheritors
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28.10.2025
CineStar 5
#231
The Inheritors
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Calendar
29.10.
#353
CineStar 7
The Inheritors
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29.10.2025
CineStar 7
#353
The Inheritors
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Calendar
01.11.
#612
CineStar 2
The Inheritors
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01.11.2025
CineStar 2
#612
The Inheritors
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Calendar

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Regie
Serge-Olivier Rondeau
Kamera
Serge-Olivier Rondeau, Serge-Olivier Rondeau
Schnitt
Anouk Deschênes
Produktion
Serge-Olivier Rondeau
Ton
Serge-Olivier Rondeau, Félix Lamarche, Jean Paul Vialard
Sound Design
Samuel Gagnon-Thibodeau

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Clotilde Vatrinet
cvatrinet@f3m.ca
World Sales
Clotilde Vatrinet
cvatrinet@f3m.ca
Nominiert für: Silberne Taube, Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill It Must Be Because I Decided to Leave
It Must Be Because I Decided to Leave Zhuoyun Chen
Die Grenzen zwischen Traum, Erinnerung, Kino und der Suche nach sich selbst lösen sich in dieser ungewöhnlichen Mischung aus Tagebuch, Autofiktion und freier Assoziation auf.
Filmstill It Must Be Because I Decided to Leave

It Must Be Because I Decided to Leave

Yi ding shi yin wei wo yao li kai
Zhuoyun Chen
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
USA
2025
19 Minuten
Chinesisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Die Grenzen zwischen Traum, Erinnerung, Kino und verschiedenen Teilen des Selbst lösen sich in diesem neuen Kurzfilm der in Los Angeles lebenden chinesischen Künstlerin Zhuoyun Chen auf hinreißende Weise auf. Wie benommen pendelt „It Must Be Because I Decided to Leave“ zwischen Tagebuch, Autofiktion und freier Assoziation, steckt voller halb erinnerter Gespräche, ansteckend surrealer Bilder und dem Wunsch der Erzählerin, in all dem einen Sinn zu finden, was ihr freilich nie ganz gelingt. Es wimmelt von traumartigen Motiven aller Art: Steine werden von Händen umschlossen oder verschmelzen mit Gesichtern, Bildschirme erscheinen in Fensterscheiben oder Scheinwerfern, ein glänzender roter Sportwagen dreht sich in der kalifornischen Wüste, eine schemenhafte Gestalt betritt eine Höhle, ein Hund paddelt rückwärts aus einem Pool, seine krabbelnden Gliedmaßen dargestellt in eleganten Überblendungen. Die Erzählerin lässt ihre Gedanken über Begehren, Familie und Entwurzelung kreisen. Sie erwähnt jede Menge „Dus“ und „Ichs“, die aber ebenso gut ein und dieselbe Person sein könnten. Falls es stimmt, dass „wir Landschaften in uns tragen“, dann lernen wir sie auf dieser Reise kennen.


James Lattimer

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29.10.
#351
CineStar 7
Teil der Kompilation
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29.10.2025
CineStar 7
#351
Teil der Kompilation
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30.10.
#482
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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30.10.2025
UT Connewitz
#482
Teil der Kompilation
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02.11.
#7C3
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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02.11.2025
Cinémathèque
#7C3
Teil der Kompilation
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Regie
Zhuoyun Chen
Buch
Zhuoyun Chen
Kamera
Luca Cioci
Schnitt
Zhuoyun Chen
Produktion
Zhuoyun Chen
Ton
Zhuoyun Chen, Paul Mason
Sound Design
Zhuoyun Chen
Musik
Keju Luo

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Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill L’mina
L’mina Randa Maroufi
Im marokkanischen Jerada findet der Abbau von Kohle inoffiziell statt. Wie gefährlich das Unterfangen ist, zeigt Randa Maroufi mittels visuell versierter Reinszenierungen und 3D-Scans.
Filmstill L’mina

L’mina

L’mina
Randa Maroufi
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Frankreich,
Marokko,
Italien,
Katar
2025
26 Minuten
Arabisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Unwirklich mutet die Landschaft an, die Randa Maroufi im finalen Teil ihrer Trilogie über marokkanische Städte präsentiert. Es handelt sich um Jerada, wo einst eine Kohlenmine zahlreiche Arbeiter in die Region lockte. Und obschon das Bergwerk bereits 2001 schloss, findet der Abbau noch immer statt – heimlich und unter gefährlichen Umständen. Maroufi verflicht Super8-Aufnahmen der Kumpel und ihrer Familien mit 3D-Scans des Areals. Am eindrucksvollsten aber ist ihre Reinszenierung der Abläufe und Bedrohungen mit den in Jerada Tätigen selbst: In langen Einstellungen, sowohl über als auch unter der Erde, wird ein Malochen sichtbar, physisch, ausdauernd, ausgeführt mit den einfachsten Mitteln. Hände mit Schaufeln befüllen Kohlesäcke und laden sie auf ein umgebautes Motorrad, einige Meter darunter kriechen Männer durch engste Gänge, die jederzeit einzustürzen drohen. Gemeinsam mit einer ausgeklügelten Soundkulisse beschwört „L’mina“ einen fast surrealen Ort herauf. Gleichzeitig gemahnen dokumentarische Bilder daran, dass die Minengegend kein begehbares Diorama ist, sondern Realität. In ihrer Widmung zum Schluss formuliert Maroufi mit Nachdruck: „Für all jene, die im Schatten leben, um uns zu erleuchten“.


Carolin Weidner

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28.10.
#2C1
Cinémathèque
Teil der Kompilation
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28.10.2025
Cinémathèque
#2C1
Teil der Kompilation
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31.10.
#511
CineStar 2
Teil der Kompilation
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31.10.2025
CineStar 2
#511
Teil der Kompilation
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01.11.
#663
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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01.11.2025
Passage Kinos Astoria
#663
Teil der Kompilation
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Regie
Randa Maroufi
Buch
Randa Maroufi
Kamera
Luca Coassin CCS
Schnitt
Céline Perréard, Randa Maroufi
Produktion
Randa Maroufi, Oumayma Zekri Ajarrai
Co-Produktion
Oumayma Zekri Ajarrai
Ton
Sara Kaddouri, Toni Geitani, Randa Maroufi

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