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Glossary AZ - Content » sortedTitle

Retrospektive
Filmstill Un día yo pregunté
Un día yo pregunté Julia de Álvarez
Drinnen predigen Priester, Gläubige leisten Fürbitten; draußen herrscht Elend. Eine polemische Collage über die Doppelmoral der katholischen Kirche im Kolumbien der 1970er Jahre.
Filmstill Un día yo pregunté

Un día yo pregunté

Un día yo pregunté
Julia de Álvarez
Retrospektive
Dokumentarfilm
Kolumbien
1970
8 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

„Ein polemischer Kurzfilm von wenigen Minuten, der Bilder jener Institution aneinanderreiht, von der die Unterprivilegierten Wunder, die Befreiung aus ihrem täglichen Elend erwarten: der katholischen Kirche, die in Kolumbien besonders reaktionär ist“, schreibt Peter B. Schumann über „Un día yo pregunté“. Für ihre politische Arbeit wurden Julia de Álvarez und Carlos Álvarez immer wieder angefeindet, neben weiteren Filmschaffenden im Juli 1972 inhaftiert, auch gefoltert. Zu ihrer Entlassung aus dem Gefängnis im Februar 1974 mag nicht unwesentlich der gemeinsame diplomatische Einsatz u.a. der Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) und der Westdeutschen Kurzfilmtage Oberhausen beigetragen haben. Für Leipzig waren die beiden ebenfalls eine bedeutende Stimme – und ein Beispiel dafür, wie eng die innerdeutschen Verbindungen waren in Bezug auf Sicherung, Vervielfältigung und Vertrieb der analogen Filmmaterialien des revolutionären lateinamerikanischen Kinos.

Florian Wüst

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28.10.
#334
CineStar 5
Teil der Kompilation
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28.10.2026
CineStar 5
#334
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Julia de Álvarez
Kamera
Carlos Álvarez
Schnitt
Carlos Álvarez

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Positions
Filmstill Union Town
Union Town Barbara Kopple
Millionen Pakete werden in New York täglich ausgeliefert, die Menschen dahinter bleiben unsichtbar. Arbeiter*innen von Amazon, UPS und Co tun sich zusammen und kämpfen für bessere Bedingungen.
Filmstill Union Town

Union Town

Union Town
Barbara Kopple
Positions
Dokumentarfilm
USA
2026
110 Minuten
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere
New York City ist die Stadt, in der alles möglich ist – auch dass du nur einen Gehaltscheck davon entfernt bist, pleite zu sein. So geht es den Arbeiter*innen von Amazon, UPS und verschiedenen Liefer-Apps. Täglich liefern sie Millionen Pakete und Bestellungen in der Stadt aus, doch bleiben als Menschen hinter dieser Arbeit oft unsichtbar. Nach den Oscar-prämierten Filmen „Harlan County, USA“ und „American Dream“ vervollständigt „Union Town“ Barbara Kopples Trilogie über Arbeitnehmer*innenrechte. Über drei Jahre begleitet sie die Arbeiter*innen in ihrem Kampf gegen einige der mächtigsten Konzerne der Welt. Während UPS-Fahrer*innen und Amazon-Beschäftigte auf Streiks und gewerkschaftliche Organisierung setzen, versuchen auch die überwiegend migrantischen Fahrradkurier*innen der Liefer-Apps, sich zusammenzuschließen. Sie alle kämpfen für gerechtere Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und die Anerkennung ihrer Arbeit. Für die Konzerne sind sie entbehrlich, doch als Union geeint lehnen sie sich auf. Zwischen Existenzangst, familiären Sorgen und dem Mut zum Streik zeigt sich, was Solidarität und Gemeinschaft bewirken kann.

Seggen Mikael

Thematisiert Tod

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27.10.
#2A2
Schaubühne Lindenfels
Union Town + Diskussion
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27.10.2026
Schaubühne Lindenfels
#2A2
Union Town + Diskussion
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29.10.
Hauptbahnhof Osthalle
Union Town

Eintritt frei

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29.10.2026
Hauptbahnhof Osthalle
Union Town

Eintritt frei

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Regie
Barbara Kopple
Kamera
Timothy Grucza, Hannes Hosp, Rachel Beth Anderson
Schnitt
Francisco Bello, Hannes Hosp, Deborah Peretz
Produktion
Barbara Kopple, Hannes Hosp, Peter Palandjian
Musik
Jongnic Bontemps

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Autlook Filmsales GmbH
World Sales
Autlook Filmsales GmbH
Nominiert für: Leipziger Ring
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill When the Sea Was Calm
When the Sea Was Calm Mamuka Tkeshelashvili
Sommer, Fußball, erste Schwärmerei: Es ist 1993 im georgischen Sochumi, noch bevor sich alles ändern wird. Ergreifend-poetische Erinnerungen aus dem Exil an Tage der Unbeschwertheit.
Filmstill When the Sea Was Calm

When the Sea Was Calm

When the Sea Was Calm
Mamuka Tkeshelashvili
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Georgien
2026
18 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Deutsche Premiere
Vom Dach hat man einen fabelhaften Blick über Sochumi – und außerdem sieht man so, dass ein wunderschönes Mädchen mit Hund ins Haus gegenüber einzieht. In Mamuka Tkeshelashvilis wehmütig-poetischem Stop-Motion-Kurzfilm genießt der 13-jährige Protagonist die sommerliche Unbeschwertheit auf dem Fußballplatz und am Strand. Vor allem, wenn das Mädchen auch da ist. Doch die Tage der Unschuld sind schnell vorüber, als er sieht, wie sie Hals über Kopf flüchtet und Flieger über die Stadt jagen. Mamuka Tkeshelashvili erinnert mit seiner Puppen- und Cut-Out-Animation an das Massaker von Sochumi im Jahr 1993: Abchasische Separatisten ermordeten Schätzungen zufolge bis zu 7000 georgische Zivilist*innen. Doch Tkeshelashvili deutet die Gewalt nur an, er konzentriert sich primär auf positive Erinnerungen an den Ort, und die Sehnsucht im Exil – die fliegenden roten Haare des Mädchens oder die schönen, liebevoll gearbeiteten Gebäude-Miniaturen, die vom einstigen Charme Sochumis zu erzählen wissen.

Marie Ketzscher

Enthält Darstellungen von Kriegsszenen

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28.10.
#322
CineStar 4
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28.10.2026
CineStar 4
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29.10.
#452
CineStar 7
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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29.10.2026
CineStar 7
#452
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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30.10.
#534
CineStar 5
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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30.10.2026
CineStar 5
#534
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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31.10.
#6C1
Cinémathèque in der naTo
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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31.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#6C1
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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Regie
Mamuka Tkeshelashvili
Schnitt
Levan Kukhashvili
Produktion
Vladimer Katcharava
Sound Design
Betkho
Animation
Mamuka Tkeshelashvili
Animation Technique
Cutout, Puppets

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Vladimer Katcharava
katcharava@gmail.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis, Gedanken-Aufschluss-Preis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Xiangzidian Village: The Stage
Xiangzidian Village: The Stage Hu Sanshou
Der Bau einer Autobahn in Nordchina als Langzeitstudie voll stiller Schönheit und vielsagender Details. Erinnerungen der Gemeinschaft werden archiviert, während Tradition der Moderne weicht.
Filmstill Xiangzidian Village: The Stage

Xiangzidian Village: The Stage

Xiangzidian: Wutai
Hu Sanshou
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
China
2026
150 Minuten
Chinesisch
Untertitel: 
Englisch
Europapremiere
Genau bei Ausbruch der Pandemie begann die Planungsphase für eine neue Autobahn, die mitten durch Xiangzidian, ein Dorf in der Provinz Shaanxi, verlaufen sollte. So konnte Regisseur Hu Sanshou, geboren und aufgewachsen in diesem Dorf und wegen Covid dort gestrandet, den Prozess von Anfang an dokumentieren, in langen Totalen und sanften Schwenks von unaufdringlicher Schönheit, deren allumfassender Fokus immer wieder von Kommentaren der durch das Bild wandernden Dorfbewohner*innen und Hus eigenem Voiceover unterbrochen wird. Vor Beginn der Bauarbeiten, die sich über Jahre und zahlreiche Jahreszeitenwechsel hinziehen, werden Entschädigungsbescheide aufgehängt und Gräber umgebettet. Als die Straßenoberfläche dann fertig ist, ähnelt sie wahrhaftig einer Bühne, und die Einheimischen bewegen sich darauf, als bekämen sie aus der Ferne Regieanweisungen – was nicht ganz falsch ist. Doch die ausgedehnte weiße Kieselfläche ähnelt auch den Seiten eines riesigen Buches, das Hu mit romanhaften Details füllt, indem er zahllose Anekdoten über Freunde, Familienmitglieder und Bekannte erzählt, die in der Gegenwart beginnen und weit in die Vergangenheit zurückreichen und so den Takt dieser amorphen Zwischenphase zwischen Tradition und Moderne einfangen, der bald im Verkehrslärm untergehen wird. Auch wenn die Härte des Dorflebens wenig Raum für Nostalgie lässt, ist es doch eine traurige Erzählung. Ob die Geschichten von Freuden, Nöten oder einfach vom Durchhalten handeln, das kollektive Gedächtnis einer Gemeinschaft und dessen Verlust berühren uns alle.

James Lattimer

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28.10.
#353
CineStar 7
Xiangzidian Village: The Stage
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28.10.2026
CineStar 7
#353
Xiangzidian Village: The Stage
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30.10.
#564
Passage Kinos Astoria
Xiangzidian Village: The Stage
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30.10.2026
Passage Kinos Astoria
#564
Xiangzidian Village: The Stage
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01.11.
#7B2
Schauburg
Xiangzidian Village: The Stage
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01.11.2026
Schauburg
#7B2
Xiangzidian Village: The Stage
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Regie
Hu Sanshou
Kamera
Hu Sanshou
Schnitt
Hu Sanshou
Produktion
Hu Sanshou
Ton
Hu Sanshou

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Hu Sanshou
husanshou@qq.com
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Retrospektive
Filmstill Yawar Mallku
Yawar Mallku Jorge Sanjinés
Ein Verbrechen, in Rückblenden erzählt: US-Entwicklungshelfer*innen sterilisieren heimlich indigene Frauen. Kampfansage gegen den „Yankee-Imperialismus“ und die Klassengesellschaft Boliviens.
Filmstill Yawar Mallku

Yawar Mallku

Yawar Mallku
Jorge Sanjinés
Retrospektive
Spielfilm
Bolivien
1969
70 Minuten
Quechua,
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Jorge Sanjinés‘ Kurzfilm „Revolución“ (1963) wurde neben den kubanischen Filmen als einer der ersten lateinamerikanischen Filme 1964 in Leipzig gezeigt. Mit seinem dokumentarischen Spielfilm „Yawar Mallku“ (Sangre de Condor) unternahm Sanjinés den Schritt hin zu einem Kino, das Geschichte macht. Der Film, in Rückblenden erzählt, basiert auf realen Ereignissen: US-amerikanische Entwicklungshelfer*innen sterilisieren heimlich indigene Frauen. Der Vorsteher einer Quechua-Gemeinde entdeckt das Verbrechen, die Dorfgemeinschaft übt Rache. Schließlich wird er von der Polizei niedergeschossen und überlebt schwerverletzt. Er wird in die Stadt gebracht, doch der Rettungsversuch scheitert: Es fehlt das Geld für eine Bluttransfusion. Die Kampfansage des Films richtet sich sowohl gegen den „Yankee-Imperialismus“ als auch gegen die bolivianische Klassengesellschaft. Infolge der zunächst verbotenen öffentlichen Vorführung mussten die sogenannten Friedenskorps aus dem Land abziehen. Im Rahmen der „Woche des jungen Films: Lateinamerika“ der Berlinale 1970 premierte „Yawar Mallku“ in West-Berlin. Danach zeigten die Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) Sanjinés Film über Jahre vielfach im Kino Arsenal, selbst unter der Überschrift „Geburtenkontrolle als Genozid“ im Kontext des Ersten Internationalen Frauen-Filmseminars im November 1973. Die gleiche Wertschätzung im Osten: Unter nur drei lateinamerikanischen Filmen in den „Film-Blättern. Kurzmonographien zu klassischen Filmen“ des Staatlichen Filmarchivs der DDR findet sich mit Nr. 183 „Das Blut des Condors“.

Florian Wüst

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31.10.
#633
CineStar 5
Teil der Kompilation
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31.10.2026
CineStar 5
#633
Teil der Kompilation
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Regie
Jorge Sanjinés
Buch
Jorge Sanjinés, Óscar Soria
Kamera
Antonio Eguino
Schnitt
Jorge Sanjinés
Produktion
Ukamau Ltd.
Musik
Alfredo Domínguez, Ignacio Quispe, Alberto Villalpando

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Kontakt
Pedro Lijerón Vargas
pedro@ukamau.org