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Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill My Brilliant Father
Mein genialer Vater Tete Hoffmann
Dem dementen Schriftsteller-Vater gehen die Worte aus. Die Kamera der Tochter begleitet ihn. Er inszeniert sich gern, sie ihn auch. Ein Porträt zwischen Hommage und Konfrontation.
Filmstill My Brilliant Father

Mein genialer Vater

Mein genialer Vater
Tete Hoffmann
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
87 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Wenn der Schriftsteller Jan Christ über sich und seine Arbeit spricht, gehen die Worte ihren eigenen Weg. „Das Arschloch, in dem ich bin“, sagt er und meint damit die fortschreitende Demenz, die nicht nur den Verlust der Erinnerung zur Folge hat, sondern auch der Sprache und der Autorität. Er arbeitet an einem letzten großen Werk, ein „Buch vom Grunde“. Er ringt um hohe Worte. Als Künstler unterstützt er die künstlerische Arbeit der Tochter, die ihn mit der Kamera in seinen letzten acht Jahren begleitet. Er inszeniert sich selbst und lässt sich inszenieren, während die Filmemacherin insistiert und gleichzeitig Sorgearbeit leistet. Zwischendurch sehen wir eine Füchsin, die durch nächtliche Berliner Straßen streift. Tete Hoffmanns Vaterporträt ist Hommage, Konfrontation, listiges Spiel und ohnmächtige Beobachtung der Auflösung eines geliebten Menschen zugleich. Wer hat hier wann das Recht auf Aufmerksamkeit? Darf man noch erkunden, wann sich der Vater und der Schriftsteller auseinanderbewegt haben? Das Festhalten an der Sprache steht dem Loslassen der Bilder gegenüber. „Du bist eine Füchsin“, sagt der geniale Vater zur genialen Tochter.

Jan Künemund

Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen

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27.10.
#213
CineStar 2
Mein genialer Vater
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27.10.2026
CineStar 2
#213
Mein genialer Vater
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Calendar
30.10.
#571
Passage Kinos Wintergarten
Mein genialer Vater
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30.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#571
Mein genialer Vater
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31.10.
#6B2
Schauburg
Mein genialer Vater
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31.10.2026
Schauburg
#6B2
Mein genialer Vater
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Regie
Tete Hoffmann
Buch
Tete Hoffmann
Kamera
Tete Hoffmann
Schnitt
Tete Hoffmann
Produktion
Tete Hoffmann
Sound Design
Christian Obermaier, Jochen Jezussek

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Kontakt
Tete Hoffmann
tetehoffmann@web.de
Nominiert für: DEFA Förderpreis, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, Gedanken-Aufschluss-Preis, film.land.sachsen Preis
Young Eyes
Filmstill Moving Sisters
Moving Sisters Christos Stefanou
Drei Schwestern, bei der Flucht von der Mutter getrennt, leben in einem Camp in Athen. Was bedeutet „Zuhause“ zwischen Anpassung und Unsicherheit? Und findet die Familie wieder zusammen?
Filmstill Moving Sisters

Moving Sisters

Moving Sisters
Christos Stefanou
Young Eyes
Dokumentarfilm
Griechenland
2026
92 Minuten
Farsi,
Griechisch,
Deutsch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Weltpremiere

Nazieh, Shazieh und Hanieh, drei Schwestern aus Afghanistan, leben mit ihrem Vater auf unbestimmte Zeit in einem Flüchtlingscamp in Athen. Ihre Mutter ist bereits in Deutschland angekommen, wo ein neues Gesetz den geplanten Familiennachzug verhindert. Es beginnt ein Aufwachsen im Wartezustand. Über sieben Jahre begleitet der Film die Schwestern und zeigt die unstete Normalität, die sie sich trotz aller Widrigkeiten gemeinsam und getrennt aufbauen: mit Sporttrainings, Sprachunterricht und dem Drehen eigener Filmszenen, die von ihren Fluchterfahrungen geprägt sind. Christos Stefanou, Pädagoge und Filmemacher, lernte die drei Schwestern bei seiner Arbeit im Geflüchteten-Camp kennen, wo er fünf Jahre als Lehrer tätig war. Im Bewusstsein ihrer vulnerablen Situation und Lebensphase verfolgt er in seinem ersten dokumentarischen Langfilm einen kollaborativen Ansatz. Beobachtend und nah fängt er Gesten, Gedanken und Alltagsroutinen der drei Schwestern ein, wodurch sich Entwicklungsschritte und das Verstreichen der Zeit nicht nur körperlich zeigen. Und während Lernerfolge angesichts der sich ständig verändernden Lebenssituation bisweilen ihre Bedeutung verlieren, bleibt die wesentliche Frage bestehen: Wird es der Familie trotz aller Unwägbarkeiten gelingen, wieder zusammenzufinden?

Tina Jany

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28.10.
#311
CineStar 2
Moving Sisters
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28.10.2026
CineStar 2
#311
Moving Sisters
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29.10.
#462
Passage Kinos Astoria
Moving Sisters
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29.10.2026
Passage Kinos Astoria
#462
Moving Sisters
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01.11.
#7A2
Schaubühne Lindenfels
Moving Sisters
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01.11.2026
Schaubühne Lindenfels
#7A2
Moving Sisters
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Regie
Christos Stefanou
Buch
Christos Stefanou
Kamera
Christos Stefanou
Schnitt
Rodrigo Tejero Hernandez, Evgenia Papageorgiou
Produktion
Michalis Kastanidis, Christos Stefanou
Ton
Christos Stefanou
Sound Design
Jose Bautista
Musik
Mahmood Schricker

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Kontakt
Christos Stefanou
christef@gmail.com
World Sales
Michalis Kastanidis
Fabula Productions
fabula.productions@yahoo.com
Nominiert für: Young Eyes Film Award, film.land.sachsen Preis
Publikumswettbewerb
Filmstill Nicole Nicole
Nicole Nicole Lauren Dällenbach
Mit 55 lebt Nicole noch bei ihrer Mutter am Genfer See. In der familiären Symbiose stellt sich die Frage nach mehr Eigenständigkeit. Eine zärtliche Geschichte über Bindung und Emanzipation.
Filmstill Nicole Nicole

Nicole Nicole

Nicole Nicole
Lauren Dällenbach
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Schweiz,
Frankreich
2026
81 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch, Deutsch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

Alberte und Nicole sind Mutter und Tochter, drei Jahrzehnte trennen sie. Mit 55 und 87 leben sie immer noch zusammen in einer Villa am Genfer See und haben sich in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit eingerichtet: Nicole zögert, ihre Mutter zu verlassen, während es Alberte schwer fällt, sie gehen zu lassen; sie fürchtet das Alleinleben. In einem Haus voller Erinnerungsstücke, Katzen und zu vielen Uhren fühlt sich das Vertraute sicher an für das Mutter-Tochter-Duo, das oft gleichzeitig, wie Synchronschwimmerinnen, einnickt. Doch mit der Zeit macht sich die Familie Sorgen über Nicoles Selbstständigkeit. Nicole gilt als neuro-atypisch, „ambivalent“ in Bezug auf ihren vermeintlichen Zustand, und es gibt wenig Einrichtungen, die sie adäquat versorgen können. Dann beschließt Nicoles Schwester Danielle, ihr bei der Suche nach einer Wohnung und einer Arbeit zu helfen. Diese Szenen spielen sich parallel zum Alltag der Familie und den intimen Gesprächen vor der Kamera ab. Außerdem macht sich Nicole mit ihrer filmemachenden Nichte Lauren an eine spielerische kreative Übung, in der sie sich die vielen Szenarien des Lebens ausdenkt.

Sevara Pan

Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen

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29.10.
#422
CineStar 4
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole
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29.10.2026
CineStar 4
#422
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole
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30.10.
#512
CineStar 2
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole
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30.10.2026
CineStar 2
#512
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole
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Calendar
31.10.
Hauptbahnhof Osthalle
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole

Eintritt frei

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31.10.2026
Hauptbahnhof Osthalle
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole

Eintritt frei

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01.11.
DOK Stream 24h
Nicole Nicole
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01.11.2026
DOK Stream 24h
Nicole Nicole
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Regie
Lauren Dällenbach
Kamera
Greg Bindschedler, Charlotte Müller, Lauren Dällenbach
Schnitt
Emma Augier
Produktion
Agnès Boutruche, Véronika Vergari
Co-Produktion
Jean-Charles Leyris
Ton
Camille Bonard, Julien Matthey, Théo Panagia, Ilù Seydoux
Musik
Vincent Tille

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Kontakt
Stephan Riguet
World Sales
Stephan Riguet
Andana Films
sriguet@andanafilms.com
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill The Nights
The Nights Ana Bovino
Buenos Aires bei Nacht. La Pichi spricht ungehemmt von Beziehungen, Familie, Körperbildern und sozialen Schichten. Was könnte befreiender sein, als das Leben nach eigenen Regeln zu erzählen?
Filmstill The Nights

The Nights

Las Noches
Ana Bovino
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Argentinien
2026
82 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere
Jimena ist in ihren Zwanzigern, eine junge Frau, die unter dem Spitznamen La Pichi bekannt ist und am Rand von Buenos Aires in der Nähe des Hafens aufwuchs, auf der anderen Seite der unsichtbaren Grenze zwischen Zentrum und Stadtrand. Das sind nicht einfach Zuschreibungen – so erzählt sie es selbst. Ihre Redseligkeit kennt kein Ende, was sie zur perfekten Geschichtenerzählerin macht. Wie eine Porteña-Scheherazade trägt La Pichi jeden Abend eine neue Geschichte vor, und es sind so viele, dass man schon mal den Überblick verlieren kann. Mit extravaganten Titeln klingen ihre Geschichten von Beziehungen, Familie, Körperbild und Gesellschaftsschichten erfunden, doch sie stammen alle aus ihrer Alltagsrealität. Es ist die gleiche Realität, die wir in samtigen nächtlichen Bildern zwischen ihren Voiceover-Monologen sehen. Die Erzählungen prägt ein ansteckender Enthusiasmus und Humor, der über ihren ambivalenten Subtext hinwegtäuscht: die Geschichte des Liebhabers, der nicht mit ihr gesehen werden wollte, die Geschichte der transvestiten-liebenden Großmutter, die herrliche Mahlzeiten kochte, die sie nicht essen durfte, die Geschichte des Vaters mit Vitiligo, der auf einmal nicht mehr da war. Und doch ist dies keine Erzählung von Elend und Leiden, sondern eine von unbezwingbarer, inspirierender Freude. Denn was kann ermächtigender sein, als den Raum zu bekommen, die eigene Biografie nach eigenem Gutdünken aufzuzeichnen? Wie La Pichi selbst sagt: „Ich war nicht ein Wort, ich war viele.“

James Lattimer

Enthält Darstellungen von Nacktheit, explizite Sexszenen

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27.10.
#254
CineStar 7
The Nights
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27.10.2026
CineStar 7
#254
The Nights
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28.10.
#321
CineStar 4
The Nights
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28.10.2026
CineStar 4
#321
The Nights
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29.10.
DOK Stream 24h
The Nights
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29.10.2026
DOK Stream 24h
The Nights
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31.10.
#664
Passage Kinos Astoria
The Nights
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31.10.2026
Passage Kinos Astoria
#664
The Nights
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Calendar

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Regie
Ana Bovino
Buch
Ana Bovino
Kamera
Delfina Margulis Darriba
Schnitt
Laura Basombrío
Produktion
Ana Bovino, Natalia de la Vega
Ton
Mercedes Tennina, Victoria Maréchal
Sound Design
Mercedes Tennina

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Kontakt
Ana Bovino
Nominiert für: Silberne Taube, Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Retrospektive
Filmstill Nuestra voz de tierra, memoria y futuro
Nuestra voz de tierra, memoria y futuro Marta Rodríguez, Jorge Silva
Der Kampf um Land und kulturelle Selbstbestimmung einer indigenen Gemeinde im Südwesten Kolumbiens in den 1970er Jahren: Magie und Mythen bestärken den Prozess der politischen Organisierung.
Filmstill Nuestra voz de tierra, memoria y futuro

Nuestra voz de tierra, memoria y futuro

Nuestra voz de tierra, memoria y futuro
Marta Rodríguez, Jorge Silva
Retrospektive
Dokumentarfilm
Kolumbien
1981
107 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Marta Rodríguez und Jorge Silva waren erstmals 1972 in Leipzig vertreten – mit „Planas, testimonio de un etnocidio“ (1971) in der Retrospektive „Film im Freiheitskampf der Völker: Lateinamerika“ sowie im Fernseh-Wettbewerb und „Chircales“ (1972) im Kino-Wettbewerb. Beiden Filmen wurden Goldene Tauben verliehen, Rodríguez und Silva avancierten aus dem Stand zu Stars des Festivals. 1975 brachte sie „Campesinos“ zurück nach Leipzig. Dieser Film markiert den Beginn ihrer Beschäftigung mit der jahrhundertelangen Unterdrückung der indigenen Gemeinschaften der Region Cauca im Südwesten Kolumbiens und deren ebenso langem Widerstand gegen koloniale Ausbeutung und Enteignung. Das Thema mündete Jahre später in „Nuestra voz de tierra, memoria y futuro“, der einige Einstellungen aus „Campesinos“ verwendet. Rodríguez und Silva dokumentieren den Prozess der politischen Organisierung der Gemeinde Coconuco im Zuge der Landreformbewegung der 1970er Jahre unter der weitreichenden kritischen Mitarbeit ihrer Protagonist*innen. Gleichzeitig wird der Versuch unternommen, den Naturalismus der dokumentarischen Form hinter sich zu lassen und sich dem Unterbewusstsein der indigenen Kultur zu nähern, ihre „magische Welt in all ihrer Komplexität und Schönheit darzustellen“, so Silva im Gespräch mit Peter B. Schumann im Informationsblatt des Forums der Berlinale 1982. In der restaurierten digitalen Fassung feierte der Film 2019 erneut Weltpremiere im Forum.

Florian Wüst

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30.10.
#533
CineStar 5
Teil der Kompilation
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30.10.2026
CineStar 5
#533
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marta Rodríguez, Jorge Silva
Kamera
Jorge Silva
Schnitt
Marta Rodríguez, Jorge Silva, Caíta Villalón
Produktion
Fundación de Cine Documental in collaboration with the Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos
Ton
Ignacio Jiménez, Eduardo Burgos, Nora Drufovka
Musik
Jorge López

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Kontakt
Arsenal – Institut für Film und Videokunst
Fokus Ost
Filmstill Uncle Thuận
Onkel Thuận Minh Anh Nguyễn
Die Eltern kamen als Vertragsarbeitende in die DDR und führen heute ein Restaurant in Nordrhein-Westfalen. Die Töchter stellen Fragen nach Selbstbestimmung, Zugehörigkeit und dem Glück.
Filmstill Uncle Thuận

Onkel Thuận

Onkel Thuận
Minh Anh Nguyễn
Fokus Ost
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
57 Minuten
Vietnamesisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch, Deutsch
deutsche Untertitel
Weltpremiere

„Immer traurig“ sei er, sagt Onkel Thuận. Am Handy mit der weltweit verstreuten Familie verbunden, singt er sentimentale Lieder vom Frühling in Hanoi. Seine Frau Thúy kümmert sich indessen unermüdlich um das Restaurant, das die beiden seit zwanzig Jahren in Nordrhein-Westfalen betreiben. Mit 19 kamen sie als Vertragsarbeitende in die DDR. In Gesprächen mit ihren Töchtern entfalten sich Lebensgeschichten, in denen sie selbst kaum etwas zu entscheiden, sondern hauptsächlich fleißig zu sein und zu funktionieren hatten. Eine Rolle, die sie auch heute klaglos annehmen und rechtfertigen. Aber zunehmend werden Risse in der über Jahrzehnte aufgebauten Schutzschicht sichtbar. Und irgendwo in den ewigen, auch den Film strukturierenden Abläufen und Handgriffen in der Restaurantküche taucht sie leise auf: die Frage nach dem Glücklichsein. Mit Minh Anh Nguyễn meldet sich eine postmigrantische Generation zu Wort, die Vertragsarbeit und Rassismus in der DDR nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als Teil ihrer Geschichte betrachtet. Beiläufig und mit großer Nähe zu den Protagonist*innen erzählt sie von kolonialen Prägungen, die sich in Biographien und über Generationen hinweg fortschreiben. Zugleich zeigt sie, wie dieser Kreislauf durchbrochen werden kann. Indem die Töchter Fragen stellen, die – auch außerhalb der vietnamesischen Community und vor allem im Osten – lange überfällig sind.

Grit Lemke

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27.10.
#273
Passage Kinos Wintergarten
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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27.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#273
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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Calendar
01.11.
#711
CineStar 2
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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01.11.2026
CineStar 2
#711
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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Calendar

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Regie
Minh Anh Nguyễn
Buch
Minh Anh Nguyễn, Pujan Shakupa
Kamera
Pujan Shakupa, Stefan Stark
Schnitt
Pujan Shakupa
Produktion
Minh Anh Nguyễn, Stefan Stark, Pujan Shakupa
Ton
Eric Wehner, Stefanos Pachidis, Samuel Krupke
Sound Design
Đức Anh Nguyễn
Musik
Eric Wehner

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Kontakt
Minh Anh Nguyễn
nguyen.minh-anh@web.de
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill The Orbit of Minor Satellites
The Orbit of Minor Satellites Chris Sullivan
Rosemary ist Patientin, Dr. Richards ihr Psychiater – aber wer braucht hier eigentlich wen? Eine Behandlung auf dem schmalen Grat zwischen imaginierten Welten und Therapiesitzungs-Realität.
Filmstill The Orbit of Minor Satellites

The Orbit of Minor Satellites

The Orbit of Minor Satellites
Chris Sullivan
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
USA,
Japan
2026
117 Minuten
Englisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Ist denn der Psychiater nicht auch vom Patienten abhängig? Für Chris Sullivan ist die Sache klar: Das ist er, gerade in langen, intensiven Behandlungen, die viel Empathie benötigen. Für seinen schwarz-weißen Langfilm hat er sich deswegen einen radikalen narrativen Ansatz erwählt, in dem Behandlungsraum und Krankheit ständig assoziativ ineinander übergehen, sodass wir nicht wissen, wo genau wir uns eigentlich befinden. Nur die Ankerpunkte sind definiert: Rosemary Hamm ist als langjährige Patientin das Forschungsobjekt und Buchsujet von Dr. Durwood Richards. Sie leidet unter Schizophrenie und ist daher manchmal überzeugt, im Kalten Krieg der 60er-Jahre in einer sowjetischen Raumstation zu leben. Dort hält sie auch Zwiegespräche mit einem großen Büffel (mit der Stimme von Boris Karloff, der 1931 Frankensteins Monster legendär verkörperte). Den schmalen Grat zwischen den imaginierten Welten von Rosemary (Animation) und der Therapiesitzungs-Realität (Live-Action) macht Sullivan immer wieder spürbar – manchmal bleibt die animierte Patientin im Zimmer sitzen, manchmal schält sie sich unwillig aus ihrer rotoskopierten Hülle. In allen Welten, fiktional oder real, überschneiden sich aber auch die Themen, die Arzt und Patientin wie Satelliten umkreisen: Es geht um Verlust, um Liebe und vor allem um Vergebung.

Marie Ketzscher

Thematisiert Tod

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27.10.
#243
CineStar 6
The Orbit of Minor Satellites
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27.10.2026
CineStar 6
#243
The Orbit of Minor Satellites
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Calendar
28.10.
DOK Stream 24h
The Orbit of Minor Satellites
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28.10.2026
DOK Stream 24h
The Orbit of Minor Satellites
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Calendar
29.10.
#4C2
Cinémathèque in der naTo
The Orbit of Minor Satellites
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29.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#4C2
The Orbit of Minor Satellites
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31.10.
#672
Passage Kinos Wintergarten
The Orbit of Minor Satellites
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31.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#672
The Orbit of Minor Satellites
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Chris Sullivan
Buch
Chris Sullivan
Kamera
Leah Corbin
Schnitt
Chris Sullivan
Produktion
Chris Sullivan
Co-Produktion
Nobuaki Doi
Ton
Chris Sullivan
Sound Design
Chris Sullivan
Animation
Chris Sullivan
Animation Technique
Mixed Media

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Kontakt
Chris Sullivan
chrissullivanx@gmail.com
Publikumswettbewerb
Filmstill Petrolheads
Petrolheads Emil Langballe
Martin träumt von einem 1994er Honda Civic und dem Führerschein. Mit Kumpel Casper macht er sich auf den Weg – verbunden durch Trabbi-Witze, besondere Bedürfnisse und eine schwierige Kindheit.
Filmstill Petrolheads

Petrolheads

Petrolheads
Emil Langballe
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Dänemark
2026
76 Minuten
Dänisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

Martin träumt nicht von einem Leben im Reichtum. Sein größter Wunsch ist ein 1994er Honda Civic und ein Führerschein. Mit fünf Monaten kam er zu seiner Pflegefamilie. Mit neun wurden bei ihm Autismus diagnostiziert, ADHS und eine sogenannte Bindungsstörung. Dann traf er Casper, und die beiden bauten eine Bindung auf, die auf ihrer gemeinsamen Liebe für Autos beruht, auf Trabbi-Witzen und dem Verständnis für die Schwierigkeiten des jeweils anderen – beide von ihren Behinderungen und von der frühen Jugend im Waisenhaus geformt, die ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigt haben. Von seinem Bruder, dem Regisseur Emil Langballe, mit Ehrlichkeit und Sorgfalt gefilmt, folgt der Film Martin, der in einer Spirale aus Drogensucht und Ärger gefangen ist. Doch die ganze Zeit arbeitet er weiter mit Casper an seinem Honda Civic. Ein Film über Brüche und Reparaturen, über Autos und Beziehungen, Unterstützungssysteme und die Zärtlichkeit der Freundschaft.

Sevara Pan

Enthält Darstellungen von Drogenkonsum, psychische Erkrankungen

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27.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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27.10.2026
Passage Kinos Astoria
#263
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar
30.10.
#522
CineStar 4
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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30.10.2026
CineStar 4
#522
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar
31.10.
#611
CineStar 2
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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31.10.2026
CineStar 2
#611
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Emil Langballe
Buch
Emil Langballe, Christian Einshøj
Kamera
Anders Nydam, DFF
Schnitt
Christian Einshøj
Produktion
Julie Friis Walenciak , Claes Hedlund
Ton
Kasper Janus Rasmussen
Musik
Björn Olsson

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Kontakt
Jasmina Vignjevic
jasmina@verita-films.com
World Sales
Jasmina Vignjevic
Verità Films
jasmina@verita-films.com
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Prelude and Fugues – The Wood Thrush
Prelude and Fugues – The Wood Thrush Pierre Hébert
Fünf animierte Fugen, dem Sounddesigner-Freund gewidmet. Gewandelte Naturklänge und flatterhafte Strichbündel aus Film-Kratzern formen diese Choreographie, die zum genauen Zuhören verführt.
Filmstill Prelude and Fugues – The Wood Thrush

Prelude and Fugues – The Wood Thrush

Prélude et fugues – La grive des bois
Pierre Hébert
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Kanada
2026
50 Minuten
englische Titel,
Französisch
Untertitel: 
Keine
Internationale Premiere

Entfernt singt eine Walddrossel im völligen Schwarz des Bildes. Mit massiv bassigem Brummen kommt eine Fliege akustisch näher, jäh in ihrer Flugrichtung von einem Aufprallgeräusch gestoppt. Geräusche, die so vertraut sind, dass sie uns meist entgehen, waren zentrales Klangmaterial für den renommierten Sounddesigner Claude Beaugrand. Ihm widmet der langjährige künstlerische Freund und Filmemacher Pierre Hébert seine fünf animierten Fugen. Field Recordings wie jene von Vogel und Insekt leben von der Wiedererkennbarkeit in der Wiederholung sowie von ihrer flüchtigen Natur mit zufälligen Wendungen und Variationen. Hébert formt durch Dehnen, Echoloops und Granulieren von Klängen einen Tonkörper. Und er kratzt direkt auf Film, arbeitet gegen den stofflichen Widerstand des Materials, der Emulsion. Jeder entstehende „Zeichen“-Strich hat auch etwas Unvorhergesehenes, Intuitives. Jede kraftvolle oder zarte zeichnerische Geste strahlt Lebendigkeit aus. So wie sich Drossel und Fliege akustisch begegnen, flattern nervös abstrakte Strichbündel auf der Leinwandfläche sowie in die Leinwandtiefe. Sie umkreisen die stark reduzierte Silhouette eines Menschen im freien Fall. Zwischentafeln umschreiben lyrisch einen Schmerz, der gesagt sein muss, für den es aber keine direkten Worte gibt. „Prelude and Fugues – The Wood Thrush“ ist eine unbeschreibliche Erfahrung choreographierter Geräusche, ein Kino des Inneren, das aus der feinfühligen Essenz der Animation und der unwiderstehlichen Verführung zum genauen Zuhören entsteht.

André Eckardt

Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.

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29.10.
#441
CineStar 6
Prelude and Fugues - The Wood Thrush
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29.10.2026
CineStar 6
#441
Prelude and Fugues - The Wood Thrush
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Calendar
30.10.
#574
Passage Kinos Wintergarten
Prelude and Fugues - The Wood Thrush
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30.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#574
Prelude and Fugues - The Wood Thrush
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Calendar
01.11.
#7C1
Cinémathèque in der naTo
Prelude and Fugues - The Wood Thrush
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01.11.2026
Cinémathèque in der naTo
#7C1
Prelude and Fugues - The Wood Thrush
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Regie
Pierre Hébert
Produktion
Pierre Hébert
Animation
Pierre Hébert
Animation Technique
Drawn

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Hommage: Helena Třeštíková
Filmstill Private Universe
Private Universe Helena Třeštíková
Eine ganz normale Familie, 37 Jahre lang im Fokus der Kamera. Im Kleinen wird der Wandel der tschechischen Gesellschaft nachvollzogen, ein Leben zwischen Karel Gott und John Lennon.
Filmstill Private Universe

Private Universe

Soukromý Vesmír
Helena Třeštíková
Hommage: Helena Třeštíková
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2012
83 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

„Die Zukunft ist ein relatives Konzept. Sie uns vorzustellen, liegt an uns.“ Wie recht hat doch die Fernsehmoderatorin, die, zu einer Zeit in der Menschen erstmals den Mond begehen und Panzer in Prag einfahren – beides mit unabsehbaren Folgen –, wohlfrisiert und in Schwarz-Weiß auf eine womöglich farbenfrohe Zukunft anstößt. Denn wer kann schon wirklich wissen, wie die Menschen in einigen Jahrzehnten leben werden. Als Petr 1974 am Tag seiner Hochzeit mit Jana in Prag ein Tagebuch beginnt, weiß er nicht, wie die Welt und sein kleines Familienuniversum sich entwickeln werden – und wie sich beides gegenseitig beeinflussen wird. Als Helena Třeštíková kurz darauf beginnt, Janas Schwangerschaft mit der Kamera zu begleiten, weiß sie nicht, dass daraus 37 Jahre später ihre bisher längste Langzeitdokumentation entsteht: „Private Universe.“ Petrs Tagebuchaufzeichnungen bilden das variable Gerüst für dieses stets leichtfüßige Familienportrait. Aus der Tagebuch-Perspektive erscheinen große politische Umbrüche zuweilen als Randnotizen, erste Zähne als zentrale Ereignisse. Im Kleinen wird der Wandel der Tschechischen Gesellschaft nachvollzogen, ein Leben zwischen Karel Gott und John Lennon. Die ganze Dimension des Filmtitels offenbart sich aber erst, als Sohn Honza, der Widerspenstige, sich zum eigentlichen Protagonisten entwickelt. Zur Stunde seiner Geburt vor 37 Jahren ahnte er noch nicht, dass er bereits unter dem Stern der Kamera stand. Ein guter Stern?

Lars Meyer, DOK Leipzig Katalog 2012

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29.10.
#472
Passage Kinos Wintergarten
The Miracle + Private Universe
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#472
The Miracle + Private Universe
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Helena Třeštíková
Buch
Helena Třeštíková
Kamera
Vlastimil Hamerník, Jiří Chod, David Cysař
Schnitt
Jakub Hejna
Produktion
Kateřina Černá, Pavel Strnad
Co-Produktion
Czech Television, RWE, Helena Třeštíková
Ton
Lukáš Moudrý

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Daniel Vadocký
Hommage: Helena Třeštíková
Filmstill René
René Helena Třeštíková
20 Jahre eines Lebens, das sich größtenteils in Gefängnissen abspielt. Ein Mann, der immer wieder neu beginnt, scheitert, Schriftsteller wird und die Regisseurin permanent herausfordert.
Filmstill René

René

René
Helena Třeštíková
Hommage: Helena Třeštíková
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2008
83 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere
1989 beginnt Helena Třeštíková, den jugendlichen Strafgefangenen René zu filmen. Fast zwanzig Jahre folgt sie dem Rhythmus eines Lebens, das sich in Gefängnissen abspielt, nur von kurzen Phasen der Freiheit unterbrochen. Zwanzig Jahre, in denen sich epochale gesellschaftliche Umbrüche vollziehen. Systeme, Staatsformen und Regierungen wechseln – angedeutet in Fernsehbildern, die in Renés Zelle dringen. Der Reglosigkeit und Abwesenheit von Tempo im „Drinnen“ steht ein ruheloses „Draußen“ entgegen, in dem René auf Plätzen, an Bahnhöfen, in Zügen unterwegs ist – ohne jemals anzukommen. Die Verbindung zwischen drinnen und draußen ist die Regisseurin selbst, die zur einzigen verlässlichen Konstante im Leben ihres Protagonisten wird. Eine widersprüchliche, wechselvolle Beziehung, die René in seinen Briefen an Třeštíková reflektiert. Von ihm gelesen, erweitern sie den Film um eine Ebene, in der die Filmemacherin praktisch zur zweiten Protagonistin wird. René, der mit ihrer Hilfe im Lauf der Zeit selbst zum erfolgreichen Autor avanciert, erweist sich dabei als ebenbürtiger, aber schwieriger Partner. Aufmerksamkeit fordert er drastisch ein und hinterfragt wieder und wieder das Verhältnis von Filmemacherin und Protagonist. Die Versuche, ihn zum Mitautoren des Films zu machen, sind Teil der Geschichte. Eine Geschichte von überwältigender Kraft, die dorthin reicht, wo es wehtut.

Helena Třeštíková gewann mit René 2008 in Leipzig die Goldene Taube.

Grit Lemke, DOK Leipzig Katalog 2008

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28.10.
#373
Passage Kinos Wintergarten
René
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28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#373
René
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Regie
Helena Třeštíková
Buch
Helena Třeštíková
Kamera
Tadeáš Věrčák, Martin Kubala, Petr Pešek, Stano Slušný, Václav Smolík, Marek Dvořák, Ondřej Belica, Miroslav Souček, Vlastimil Hamerník
Schnitt
Jakub Hejna
Produktion
Helena Třeštíková, Kateřina Černá, Pavel Strnad, Czech Television
Ton
Vladimir Nahodil, Pavel Sádek, Jan Valouch, Václav Hejduk, Miroslav Šimčík, Štěpán Mamula, Daniel Němec, Zbyněk Mikulík, Petr Provazník, Jan Valouch

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Daniel Vadocký
Young Eyes
Filmstill Second Course
Second Course Julie Talon
Haute Cuisine trifft auf Lachanfälle: Cocktails mixen, Krawatten binden, gehobener Service – nebenbei versuchen die Jugendlichen an einer Hotelfachschule, den Weg ins Erwachsensein zu finden.
Filmstill Second Course

Second Course

À Votre Service
Julie Talon
Young Eyes
Dokumentarfilm
Frankreich
2026
59 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Internationale Premiere

An einer berufsbildenden Hotelfachschule tauschen Alma, Moussa, Chaïli, Sarah und ihre Mitschüler*innen Alltagskleidung, Smartphones und Kaugummi gegen Uniformen und Serviertabletts. Im Schulrestaurant und Klassenzimmer lernen sie die Regeln und die präzisen Abläufe des französischen Restaurantservice: eine Branche, in der Tradition, Disziplin und Perfektion einen sehr hohen Stellenwert einnehmen. Die Lehrer*innen vermitteln streng, aber fair die Werte eines Berufs, der vor allem Geduld und das Hintanstellen eigener Bedürfnisse verlangt. Zwischen Unterricht und Serviceabläufen entsteht das Porträt einer Generation, die mit den Erwartungen der Arbeitswelt konfrontiert wird: dem Anspruch, einen Beruf zu erlernen und sich anzupassen, während sie zugleich nach Anerkennung und einem eigenen Weg sucht. Der Film beobachtet die Jugendlichen in ihrem Ausbildungsalltag wohlwollend zugewandt und beleuchtet den Kontrast zwischen einem idealisierten Bild von Gastronomie und der schnöden Realität. Für die Jugendlichen ist diese Ausbildung nicht immer eine freie Entscheidung, sondern lediglich einer der wenigen möglichen Wege ins Arbeitsleben. Ein lebendiger, ungeschönter Blick auf das Erwachsenwerden und die Suche nach einem Platz in einer Zukunft, die wenig zu bieten hat und viele Kompromisse verlangt.

Lina Dinkla

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27.10.
#262
Passage Kinos Astoria
Second Course
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27.10.2026
Passage Kinos Astoria
#262
Second Course
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30.10.
#513
CineStar 2
Second Course
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30.10.2026
CineStar 2
#513
Second Course
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Julie Talon
Kamera
Julie Talon, Nina Bernfeld, Laurent Fénart
Produktion
Clara Vuillermoz

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Samy Pollet-Villard
samy@andanafilms.com
World Sales
Stephan Riguet
Andana Films
sriguet@andanafilms.com
Nominiert für: Young Eyes Film Award