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Young Eyes

Unter Young Eyes versammeln sich unsere Filme ab 12,die den bohrenden Fragen Heranwachsender mit Haltung, Klugheit und Humor begegnen. Eine Jury zwischen 12 und 16 Jahren versieht ihren besten Film mit einem Preis.

Retrospektive
Filmstill Abastecimiento
Abastecimiento Raúl Ruiz
Eine Frau aus bürgerlichem Milieu und der sozialistische Wirtschaftsminister sprechen per Tonband zueinander und aneinander vorbei: ein Bild der tief gespaltenen chilenischen Gesellschaft.
Filmstill Abastecimiento

Abastecimiento

Abastecimiento
Raúl Ruiz
Retrospektive
Dokumentarfilm
Chile
1973
15 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Raúl Ruiz war Teil der militanten Kinobewegung, die sich in den Dienst der chilenischen Volksfront stellte, verblieb aber ein Außenseiter. Auf experimentelle, ironische Weise sezierte er die gesellschaftlichen Widersprüche. In „Abastecimiento“ befasst sich Ruíz mit den Versorgungsproblemen unter der Regierung der Unidad Popular. Er konfrontiert die Ansichten einer Frau aus bürgerlichem Milieu mit denen des sozialistischen Wirtschaftsministers. Anschließend zeigt er die Tätigkeit der Juntas de Abastecimiento y Precios (JAP), lokal organisierter Komitees zur Kontrolle und gerechten Verteilung von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. Die provokante Gegenüberstellung entwirft das Bild eines unmöglichen Dialogs. Der Film durfte seinerzeit nicht gezeigt werden, galt lange als verschollen. Erst kürzlich wurde er wiederentdeckt. Leipzig war kein Ort für den nach dem Militärputsch nach Paris emigrierten Spielfilmregisseur, im Forum der Berlinale hingegen war Ruíz ein häufiger Gast.

Florian Wüst

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29.10.
#434
CineStar 5
Teil der Kompilation
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29.10.2026
CineStar 5
#434
Teil der Kompilation
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Regie
Raúl Ruiz
Kamera
Sergio Mihovilovic
Produktion
Chile Films

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Mit freundlicher Unterstützung von
Young Eyes
Filmstill Between Summers
Between Summers Romana Lanfranconi
Zwei Sommer im Freibad: Sechs Teenager zwischen Pommes, TikTok, Freundschaft und großen Fragen. Während die orangene Wasserrutsche abgebaut wird, verändert sich auch ihre Welt ein Stück.
Filmstill Between Summers

Between Summers

Zwei Sommer in der Badi
Romana Lanfranconi
Young Eyes
Dokumentarfilm
Schweiz
2026
52 Minuten
Schweizerdeutsch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Keine Premiere

Ein öffentliches Schwimmbad mitten im Wald, kurz vor dem Umbau: Zwischen Rutschen, Pommes, TikTok und Sonnencreme verbringen sechs Teenager ihre langen Sommertage in der Badi – schweizerdeutsch für Freibad. Hier wird diskutiert, gelacht, ausprobiert und einfach Zeit miteinander verbracht. Auf der Wiese, im Wasser und zwischen den Becken kreisen die Gespräche um alles, was sie gerade bewegt. Der sonnendurchflutete Film begleitet die Jugendlichen in einem Moment des Übergangs. Sie erzählen von früher, denken über die Zukunft nach und versuchen herauszufinden, wer sie sind und wie sie in einer sich verändernden Welt ihren Platz finden. Der Film bleibt nah an ihren Blicken, Gesprächen und Begegnungen. Es entsteht ein unverstellter Einblick in die jugendliche Gedankenwelt – in ihre Neugier, ihren Humor, ihre Widersprüche und ihre Unsicherheiten. Ein Sommer lang wird die Badi zu einem Ort, an dem Kindheit und Zukunft nebeneinander existieren. Und während die orangene Rutsche abgebaut wird, plätschert die Frage durch den Pool, was von diesem Sommer bleibt.

Lina Dinkla

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27.10.
Hauptbahnhof Osthalle
Zwei Sommer in der Badi

Eintritt frei

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27.10.2026
Hauptbahnhof Osthalle
Zwei Sommer in der Badi

Eintritt frei

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29.10.
#412
CineStar 2
Zwei Sommer in der Badi
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29.10.2026
CineStar 2
#412
Zwei Sommer in der Badi
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Regie
Romana Lanfranconi
Buch
Romana Lanfranconi
Kamera
Luzius Wespe, Simon Weber, Samuel Röösli, Balz auf der Maur
Schnitt
Katharina Bhend
Produktion
Romana Lanfranconi, Corinna Dästner, Dodo Hunziker
Ton
Christoph Cramer, Anna Bühlmann
Sound Design
Peter von Siebenthal, Kathleen Moser
Musik
Céline Fankhauser

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Kontakt
Corinna Dästner
cd@doklab.com
Nominiert für: Young Eyes Film Award
Retrospektive
Filmstill Caracas: dos o tres cosas
Caracas: dos o tres cosas Ugo Ulive
Radio, Werbung, Caracas. Die Wege kreuzen sich, doch die Menschen begegnen sich nicht. Eine experimentelle Collage der sozialen Realitäten im Venezuela der späten 1960er Jahre.
Filmstill Caracas: dos o tres cosas

Caracas: dos o tres cosas

Caracas: dos o tres cosas
Ugo Ulive
Retrospektive
Dokumentarfilm
Venezuela
1969
16 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Ugo Ulive verließ 1967 sein Heimatland Uruguay in Richtung der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Dort realisierte er zwei Jahre später am neu gegründeten Centro de Cine Documental de la Universidad de los Andes drei Kurzfilme: „Caracas: dos o tres cosas“, „Diamantes“ und „Basta!“. Letzterer war Teil der Leipziger Retrospektive „Film im Freiheitskampf der Völker: Lateinamerika“ von 1972. Inspiriert von Antonin Artauds Konzept des „Theaters der Grausamkeit“, sticht er durch verstörende Bilder einer Autopsie hervor, die den Grad der Entmenschlichung unter Einfluss des Imperialismus offenlegen. Ebenfalls in Form einer experimentellen Collage kontrastiert Ulive in „Caracas: dos o tres cosas“, mit der Kamera durch die Straßen von Caracas streifend, das öffentliche Gesicht der gespaltenen Gesellschaft mit Audiofragmenten aus Radio, Werbung und Popmusik.

Florian Wüst

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31.10.
#633
CineStar 5
Teil der Kompilation
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31.10.2026
CineStar 5
#633
Teil der Kompilation
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Regie
Ugo Ulive
Kamera
Ugo Ulive, Fernando Toro, Roberto Siso
Produktion
Centro de Cine Documental de la Universidad de Los Andes

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Kontakt
Arsenal – Institut für Film und Videokunst
Retrospektive
Filmstill Chile lebt
Chile lebt Juan Forch, Michael Börner
Kunstschaffende im Exil machen die Solidarität mit Chile nach dem 11. September 1973 sichtbar: Ein Fest der Farben und Formen gegen die Diktatur. Alles in nur einer Minute.
1976
Filmstill Chile lebt

Chile lebt

Chile lebt
Juan Forch, Michael Börner
Retrospektive
Animationsfilm
DDR
1976
1 Minute
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Der europaweite Protest gegen die chilenische Militärdiktatur äußerte sich neben der politischen Arbeit in einer Vielzahl künstlerischer Aktionen. Zu einem visuellen Markenzeichen wurde die farbenfrohe Ästhetik der Straßenkunst der Unidad Popular, bekannt geworden durch die Ramona-Parra-Brigaden. Nach deren Vorbild realisierte z.B. die Brigada Pablo Neruda, zu der bekannte chilenische Künstler*innen im Pariser Exil wie José Balmes, Gracia Barrios und Guillermo Núñez gehörten, 1977 am Rand der documenta 6 in Kassel ein 60 Meter langes Wandbild. Dessen Entstehen dokumentiert Franz Lehmkuhls Film „Chilenische Wandmalerei“ (1977–80), den Leipzig 1980 zeigte. In seinem mit Michael Börner koproduzierten Agitationsfilm „Chile lebt“ verwendet der chilenische Journalist und Filmemacher Juan Forch Bilder der Brigada Pablo Neruda, um dem Ausdruck zu verleihen, was die Hoffnung in seiner Heimat am Leben hält: die internationale Solidarität. 1979 kehrte Forch aus dem DDR-Exil zurück nach Chile.

Florian Wüst

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01.11.
#733
CineStar 5
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 5
#733
Teil der Kompilation
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Regie
Juan Forch, Michael Börner
Kamera
Michael Börner
Schnitt
Juan Forch, Michael Börner
Produktion
DEFA-Studio für Trickfilme
Ton
Heinz Kaiser
Animation Technique
Cutout, Collage

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Retrospektive
Filmstill Eine chilenische Hochzeit
Eine chilenische Hochzeit Rainer Ackermann, Valentin Milanow
Ein junges chilenisches Paar heiratet im DDR-Exil. Es wird fröhlich gefeiert, doch auf den Gesichtern der Gäste liegt Traurigkeit: die Erinnerung an Inhaftierung und Folter.
Filmstill Eine chilenische Hochzeit

Eine chilenische Hochzeit

Eine chilenische Hochzeit
Rainer Ackermann, Valentin Milanow
Retrospektive
Dokumentarfilm
DDR
1977
8 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

1977 hospitierte Valentin Milanow, bulgarischer Student an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR, im DEFA-Studio für Dokumentarfilme. Regisseur Rainer Ackermann war ihm als Mentor zugewiesen. Milanow kam auf die Idee, die Lebensrealität von Exil-Chilen*innen in der DDR zu porträtieren. Ein befreundetes junges Paar, Alejandra Holzapfel und José Fuica, wohnte im gleichen Plattenbaukomplex in Potsdam-Babelsberg. Sie studierte Veterinärmedizin, er wurde Lehrer für Marxismus-Leninismus. Milanow durfte ihre Hochzeit mit der Kamera begleiten. Am Rand der scheinbar fröhlichen Feier kommen die Gespräche auf die Erinnerung an Verhöre und Folter durch die Militärjunta sowie auf die Sorge um zurückgelassene Angehörige. Was die Braut selbst damals nicht erzählte: Als linke Untergrundkämpferin war sie u.a. im Gefangenenlager „Venda Sexy“ schlimmsten Misshandlungen ausgesetzt gewesen. Dieser Ort ist heute die Gedenkstätte Asociación de Memoria y Derechos Humanos Irán 3030. Geleitet wird sie von Alejandra Holzapfel.

Florian Wüst

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01.11.
#733
CineStar 5
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 5
#733
Teil der Kompilation
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Regie
Rainer Ackermann, Valentin Milanow
Kamera
Karl Faber, Eberhard Geick
Schnitt
Werner Wendt
Produktion
DEFA-Studio für Dokumentarfilme

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Retrospektive
Filmstill Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind
Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind Walter Heynowski, Gerhard Scheumann, Peter Hellmich
Zwei Jahre nach dem Militärputsch. Menschen auf Santiagos Straßen versammeln sich um die Kamera: Man könne hier nicht sprechen. Alle hätten Angst. Und doch beginnt Chile zu sprechen.
Filmstill Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind

Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind

Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind
Walter Heynowski, Gerhard Scheumann, Peter Hellmich
Retrospektive
Dokumentarfilm
DDR
1976
66 Minuten
Spanisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Der nach einer Gedichtzeile von Pablo Neruda betitelte Dokumentarfilm stellt eine Momentaufnahme Chiles nach zwei Jahren Militärdiktatur dar. In der für das Studio H & S typischen agitatorischen Rhetorik des Kalten Krieges porträtiert er sowohl Vertreter*innen des Regimes als auch die Opfer des Terrors, die sich im Zuge der Suche nach den Verhafteten und Verschwundenen zu organisieren beginnen. Anfang 1973 hatten Walter Heynowski, Gerhard Scheumann und Peter Hellmich mehrere Monate in Chile verbracht, um die Reformanstrengungen Allendes sowie die Umtriebe der rechtsradikalen Kräfte festzuhalten. Hellmich blieb länger vor Ort: Ihm gelangen am 11. September 1973 die legendären Aufnahmen der Bombardierung des Präsidentenpalastes, das erste Interview mit General Augusto Pinochet nach dem Putsch sowie die Bilder politischer Gefangener im Konzentrationslager Chacabuco in der Atacama-Wüste. Für die äußerst riskanten Interviews und Dreharbeiten von „Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind“ musste das Studio H & S ein westdeutsches Team – Gerhard Biroth, George Boultwood und Frederico Füllgraf – nach Chile schicken. Das wahre Vorhaben hinter dem durchsichtigen Alibi, „Landschaftsaufnahmen für Tourismus-Werbung“ machen und den „wirtschaftlichen Erfolg der Regierung Pinochet“ dokumentieren zu wollen, wie sich Füllgraf erinnert, blieb trotz ständiger Überwachung und dank allerlei Tricks unentdeckt. Diese Vorführung ist die Premiere der durch das Förderprogramm Filmerbe geförderten restaurierten und digitalisierten Fassung des Films.

Florian Wüst

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29.10.
#434
CineStar 5
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29.10.2026
CineStar 5
#434
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Regie
Walter Heynowski, Gerhard Scheumann, Peter Hellmich
Kamera
George Boultwood
Schnitt
Traute Wischnewski, Ilse Radtke
Produktion
Studio H & S
Ton
Gerhard Biroth, Manfred Berger
Musik
Sergio Ortega, Grupo Aparcoa

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Retrospektive
Filmstill El primer año
El primer año Patricio Guzmán
Das erste Jahr unter Allendes Volksregierung: Die Arbeiterklasse Chiles feiert den Sieg und packt an. Doch die Rechte sabotiert den Umbau zu einer gerechteren Gesellschaft mit allen Kräften.
Filmstill El primer año

El primer año

El primer año
Patricio Guzmán
Retrospektive
Dokumentarfilm
Chile,
Frankreich
1972
100 Minuten
Spanisch,
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

„El primer año“ dokumentiert das erste Jahr der Unidad Popular: das böse Erwachen der herrschenden Klasse Chiles angesichts der demokratisch gewählten sozialistischen Regierung. Von der direkt einsetzenden Wirtschaftssabotage der Rechten über feiernde Arbeiter*innen, die Situation der Mapuche, die Agrarreform, die Verstaatlichung des Kohle- und Kupferbergbaus und Fidel Castros Besuch bis zum „Marsch der Kochtöpfe“ bürgerlicher Frauen, die nach Brot schreien, das sie in Fülle haben, schließt sich der Kreis der Errungenschaften und Schwierigkeiten. Neben dem journalistischen Interesse galt das Anliegen Patricio Guzmáns und seiner Mitsteiter*innen der atmosphärischen Ebene des Aufbruchs zu einer gerechteren Gesellschaft unter Salvador Allende, was „El primer año“ zu einem so berührenden Zeitdokument macht. Chris Marker bot an, mithilfe des Filmkollektivs SLON eine französischsprachige Fassung zu produzieren. Dieser sind Fotografien von Raymond Depardon vorangestellt, unterlegt mit einem Vorwort zur Geschichte Chiles. Guzmán setzte seine Arbeit an der Chronik der Ereignisse fort, bis er nach dem Militärputsch vom 11. September 1973 das Land verlassen musste. Erst im kubanischen Exil konnte er sein Meisterwerk „La batalla de Chile“ (1975–79) zusammen mit Pedro Chaskel sukzessive fertigstellen. Die drei Teile wurden sowohl bei der Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche als auch im Forum der Berlinale jedes Mal gefeiert.

Florian Wüst

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29.10.
#433
CineStar 5
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29.10.2026
CineStar 5
#433
Teil der Kompilation
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Regie
Patricio Guzmán
Kamera
Toño Ríos
Schnitt
Carlos Piaggio
Produktion
La Escuela de Artes de la Comunicación de la Universidad Católica de Chile, Atacama Productions
Ton
Felipe Orrego
Sound Design
María Eugenia Rodríguez-Peña

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Kontakt
Alexandra Galvis
alexandra@bfdistribution.cl
Retrospektive
Filmstill El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá...
El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá... Santiago Álvarez
Fünf Tage nach dem Putsch wird Chiles berühmtester Liedermacher Víctor Jara von der Pinochet-Junta brutal ermordet. Die Würdigung seines Werks und Lebens als filmischer Bericht in vier Liedern.
Filmstill El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá...

El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá...

El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá...
Santiago Álvarez
Retrospektive
Dokumentarfilm
Kuba
1973
16 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Fünf Tage nach dem Putsch wurde der berühmteste Liedermacher Chiles, Víctor Jara, brutal ermordet. Zur Würdigung seines Werks, seiner politischen Haltung und darüber hinaus der „Opfer des faschistischen Sadismus, den das Militär und die CIA seit dem 11. September 1973 in Chile verüben“, schuf Santiago Álvarez sogleich einen filmischen „Bericht in vier Liedern“. Die musikalische, stark rhythmisierte Struktur und der gleichzeitige Reportage-Charakter, der durch gefundene Nachrichtenbilder und Aufnahmen von Jara entsteht, geben die für Álvarez‘ so typische Agit-Prop-Sprache wieder. Der Filmtitel entstammt dem Gedicht „Nuestra América“ (1891) des kubanischen Dichters José Martí. Auch das Ende verweist auf die Kontinuität des antikolonialen Kampfes: Auf eine Collage internationaler Beispiele staatlicher Repression gegen Aufständische von Puerto Rico bis Vietnam und Indonesien folgen Abbildungen legendärer Befreiungsschlachten im Südamerika des 19. Jahrhunderts.

Florian Wüst

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt

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01.11.
#733
CineStar 5
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 5
#733
Teil der Kompilation
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Regie
Santiago Álvarez
Schnitt
Gloria Argüelles
Produktion
ICAIC – Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos
Animation
Adalberto Hernández, Santiago Peñate

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Arsenal – Institut für Film und Videokunst
Young Eyes
Filmstill Growing Up
Growing Up Adam Roszkowski
Łukasz will Boxchampion werden und zieht dafür weit weg aufs Sportinternat. Dort trifft er auf starke Gegner – und seine erste Liebe. Gelingt ihm der entscheidende Durchbruch?
Filmstill Growing Up
Filmstill Growing Up

Growing Up

Growing Up
Adam Roszkowski
Young Eyes
Dokumentarfilm
Polen
2026
71 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Weltpremiere

Łukasz träumt davon, Profiboxer zu werden. Seine Mutter Monika unterstützt ihn dabei so gut sie kann. Doch dass er dafür auf ein über 500 Kilometer entferntes Sportinternat ziehen muss, kann sie nicht nachvollziehen. Denn wer wäscht dort seine Wäsche und sorgt dafür, dass er pünktlich zum Training erscheint? Für Łukasz ist der Umzug ein Schritt in die Unabhängigkeit, aber auch eine Bewährungsprobe unter Gleichgesinnten. Zwischen hartem Training, neuen Freundschaften und der ersten Liebe wird das Internat nicht nur zum Sprungbrett für seine sportliche Karriere, sondern auch zum Ort des Erwachsenwerdens. Über fünf Jahre begleitet Adam Roszkowski seinen stillen Protagonisten auf dem Weg zur polnischen Juniormeisterschaft. Beobachtend und dezent inszeniert fügen sich Trainingsalltag, Familienmomente und auch ein erstes Date zu einer Erzählung, die so nah an ihren Figuren bleibt, dass das dokumentarische Format dabei beinahe in den Hintergrund tritt. Ganz dem Show-don't-tell-Prinzip verpflichtet, erzählt „Growing Up“ ebenso von der Hingabe und dem Preis des Leistungssports wie von den leisen Kämpfen, die es braucht, den eigenen Weg zu gehen.

Tina Jany

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28.10.
#362
Passage Kinos Astoria
Growing Up
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28.10.2026
Passage Kinos Astoria
#362
Growing Up
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31.10.
#613
CineStar 2
Growing Up
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31.10.2026
CineStar 2
#613
Growing Up
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Regie
Adam Roszkowski
Buch
Adam Roszkowski
Kamera
Jakub Wójcik
Schnitt
Jerzy Zawadzki
Produktion
Adam Roszkowski
Ton
Halo Production
Sound Design
Martyna Gromotka
Musik
Antoni Wojnar

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Kontakt
Justyna Han
jhan@wajdaschool.pl
Nominiert für: Young Eyes Film Award
Retrospektive
Filmstill Herminda de la Victoria
Herminda de la Victoria Douglas Hübner
Die Polizei räumt von obdachlosen Familien besetztes Land am Rand von Santiago. Ein Mädchen stirbt. Die Siedlung bleibt. Bis heute trägt sie ihren Namen: Herminda de la Victoria.
Filmstill Herminda de la Victoria

Herminda de la Victoria

Herminda de la Victoria
Douglas Hübner
Retrospektive
Dokumentarfilm
Chile
1969
16 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

In einer groß angelegten Aktion besetzt eine Gruppe obdachloser Familien im März 1967 brachliegendes Land am Rand von Santiago. Beim Räumungsversuch durch die Polizei stirbt ein Mädchen, die kleine Herminda, in den Armen ihrer Mutter. Die Räumung wird abgebrochen, die Menschen können bleiben und ohne vorhandene Infrastruktur die heute noch existierende Siedlung errichten: Herminda de la Victoria. „Voller Irrtümer und Fehler ist [der Film] meine erste Annäherung ans Kino, allerdings an ein ‚neues Kino‘, ein durch die Unterentwicklung gekennzeichnetes lateinamerikanisches Kino. Trotzdem bedeutet der filmische Prozess, Schnitt und Vertonung für mich eine vollgültige Erfahrung. ‚Herminda de la Victoria‘ engagiert sich für die Interessen der Obdachlosen in Chile, leidet mit ihnen, ist Zeugnis und ein ‚Dokument‘, das zur Stellungnahme zwingt.“ (Douglas Hübner)

Florian Wüst

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29.10.
#434
CineStar 5
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29.10.2026
CineStar 5
#434
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Regie
Douglas Hübner
Kamera
Héctor Ríos
Schnitt
Antonio Puchi
Produktion
Cine Experimental de la Universidad de Chile
Musik
Sergio Ortega

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Bundesarchiv
Retrospektive
Filmstill Illapu – Lied von Freiheit und Liebe
Illapu – Lied von Freiheit und Liebe Carlos Puccio
Die chilenische Folkloreband Illapu kommt nach Ost-Berlin. Zwischen den Gigs geht es um eine heikle Frage: Einzeln zurückkehren, wenn sich die Chance bietet, oder gemeinsam im Exil bleiben?
Filmstill Illapu – Lied von Freiheit und Liebe

Illapu – Lied von Freiheit und Liebe

Illapu – Lied von Freiheit und Liebe
Carlos Puccio
Retrospektive
Dokumentarfilm
DDR
1984
23 Minuten
Spanisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Die chilenische Folkloregruppe Illapu wurde erst unter der Militärdiktatur richtig bekannt. Die fünf Musiker konnten arbeiten, „aber keine Farbe zeigen“. Als sie sich immer mehr dem kulturellen Widerstand gegen das Pinochet-Regime anschlossen, wurden sie 1981 des Landes verwiesen. Aus dem französischen Exil heraus tourten sie durch Europa, darunter Ost-Berlin. Hier setzt Carlos Puccios Film ein: Der chilenische Regiestudent beobachtet Illapu im Rahmen seines Diplomfilmprojekts an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR bei Proben und Konzerten. Sie sprechen über die fortbestehende Verbundenheit mit Chile und über die Frage, was wäre, wenn einzelne Bandmitglieder eine Einreisegenehmigung erhielten und dadurch Illapu auseinanderbrechen würde. 1986 zogen sie gemeinsam nach Mexiko und kehrten zwei Jahre später aufgrund des sich verändernden politischen Klimas nach Chile zurück.

Florian Wüst

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01.11.
#733
CineStar 5
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 5
#733
Teil der Kompilation
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Regie
Carlos Puccio
Buch
Maria Teresa Guerra
Kamera
Peter Ziesche
Schnitt
Karin Geiß
Produktion
Hochschule für Film und Fernsehen der DDR im Auftrag des Fernsehens der DDR
Ton
Jochen-Peter Ihle, Volker Werner

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Retrospektive
Filmstill La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia Fernando E. Solanas
Ein Film wie ein Brandsatz, ein radikales Pamphlet. Wie kaum ein anderer Film bewegte dieser Ruf nach der Befreiung Argentiniens von Unterdrückung und Gewalt die 68er-Generation weltweit.
Filmstill La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia

La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia

La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
Fernando E. Solanas
Retrospektive
Dokumentarfilm
Argentinien
1968
88 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Ein Aufruf zum radikalen Politikwechsel, ein agitatorisches Pamphlet für die nationale Befreiung Argentiniens: „La hora de los hornos“ bewegte die 68er-Generation weltweit wie kaum ein anderer Film. Der mehr als vierstündige Filmessay war über viele Jahre nicht nur in Argentinien verboten. In Form einer vielschichtigen dokumentarischen Collage lotet er virtuos die Möglichkeiten der Bild-Ton-Montage aus und entwirft ein Panorama der herrschenden sozialen und politischen Verhältnisse. „Neocolonialismo y violencia“ analysiert die Kolonisierung Lateinamerikas, dessen ökonomische wie kulturelle Abhängigkeit von den Industriestaaten der sogenannten Ersten Welt, insbesondere den USA, sowie die Allgegenwart der Gewalt. Der zweite Teil, „Acto para la liberación“, liefert eine Chronik des Peronismus und des Widerstands nach Peróns Sturz im Jahr 1955. „Violencia y liberación“, der kürzere dritte Teil, bekennt sich offen zum bewaffneten Kampf. Nach zweijähriger klandestiner Arbeit eines kleinen Teams um Fernando E. Solanas und Octavio Getino feierte „La hora de los hornos“ am 2. Juni 1968 Weltpremiere bei der Mostra Internazionale del Cinema Nuovo in Pesaro. Anlässlich der Berlinale zeigten die Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) den Dreiteiler nur wenige Wochen später. Mit Eröffnung des Kino Arsenal im Januar 1970 in der Welserstraße in Berlin-Schöneberg folgten unzählige Vorführungen der Verleihkopien des Films im eigenen Haus und anderswo.

Florian Wüst

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Rassismus

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27.10.
#233
CineStar 5
Teil der Kompilation
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27.10.2026
CineStar 5
#233
Teil der Kompilation
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Regie
Fernando E. Solanas
Buch
Octavio Getino, Fernando E. Solanas
Kamera
Juan Carlos Desanzo
Schnitt
Juan Carlos Macías, Antonio Ripoll, Norma Torrado
Produktion
Grupo Cine Liberación

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Victoria Solanas