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Kreislauf
Meike Weimann
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Leave This Room Buried
James Lattimer
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vanja@bonobostudio.hr
Lederwarenfertiger – Ein Beruf für Dich [excerpt]
Meike Weimann
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Maros Foto
Anfang der 2000er-Jahre macht Maria Nikolaidou auf der Münchner „Panzerwiese“ ein Foto: Ihr Sohn Alexandros und ein anderer kleiner Junge spielen Krieg. Eine Frau mit Engelsflügeln legt schützend die Arme um die beiden. 23 Jahre später kehren Mutter und Sohn an den Entstehungsort der Schwarz-Weiß-Aufnahme zurück. Mit derselben Kamera dreht Alexandros nun einen Fotofilm über das Bild von damals und trifft sich auch mit seinem einstigen Spielkameraden. Aus dem Off bringen ihre Erinnerungen und Assoziationen unterschiedliche Perspektiven und Stimmungen zum Vorschein. Die Geschichte und die Geschichten hinter einer Fotografie werden rekonstruiert: Was wurde damals übersehen? Warum sollte Alexandros keine Waffe von den Großeltern bekommen? Wer ist die Person auf dem Hügel im Hintergrund? Am Ende entsteht ein neues Bild.
Anke Leweke
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a.murboeck@posteo.de
A Marriage Story
Carolin Weidner, DOK Leipzig Katalog 2017
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Mein genialer Vater
Wenn der Schriftsteller Jan Christ über sich und seine Arbeit spricht, gehen die Worte ihren eigenen Weg. „Das Arschloch, in dem ich bin“, sagt er und meint damit die fortschreitende Demenz, die nicht nur den Verlust der Erinnerung zur Folge hat, sondern auch der Sprache und der Autorität. Er arbeitet an einem letzten großen Werk, ein „Buch vom Grunde“. Er ringt um hohe Worte. Als Künstler unterstützt er die künstlerische Arbeit der Tochter, die ihn mit der Kamera in seinen letzten acht Jahren begleitet. Er inszeniert sich selbst und lässt sich inszenieren, während die Filmemacherin insistiert und gleichzeitig Sorgearbeit leistet. Zwischendurch sehen wir eine Füchsin, die durch nächtliche Berliner Straßen streift. Tete Hoffmanns Vaterporträt ist Hommage, Konfrontation, listiges Spiel und ohnmächtige Beobachtung der Auflösung eines geliebten Menschen zugleich. Wer hat hier wann das Recht auf Aufmerksamkeit? Darf man noch erkunden, wann sich der Vater und der Schriftsteller auseinanderbewegt haben? Das Festhalten an der Sprache steht dem Loslassen der Bilder gegenüber. „Du bist eine Füchsin“, sagt der geniale Vater zur genialen Tochter.
Jan Künemund
Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen
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tetehoffmann@web.de
Mein Leipzig – lobt das keiner mehr?
Meike Weimann
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Melk
André Eckardt
Enthält Darstellungen von gewalt gegen Tiere, Mord, körperliche Gewalt
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Mother Didn’t Know
Ein Mädchen weint und ritzt mit einem Schweizer Taschenmesser Kratzer ins Holz – ganz so, als seien es Fleischwunden. Noch dazu schneidet sie sich die Haare ab. Doch sie ist nicht allein mit ihrer Traurigkeit: ein zärtlicher „Nisse“ (ein Hausgeist) beobachtet sie. Als sie im Dickicht ihrer düsteren Gedanken zu verschwinden scheint, wirft er einen kleinen, versehrten Vogel herab zu ihr, damit beide das Fliegen lernen können. „Mother Didn’t Know“ erzählt auf magisch-düstere Art und Weise von kindlicher Depression und der Wichtigkeit, diese zu sehen und zeitnah darauf zu reagieren. Die Emotionen des Mädchens dürfen einen großen Raum einnehmen, die Kamera ist nah bei ihr und ihren Dämonen. Drumherum schweben filigrane Staubpartikel wie Feenstaub. Killis Film könnte allerdings auch von der später nicht mehr nachempfindbaren Bürde des Erwachsenwerdens erzählen. In jedem Fall gibt es Fenster, Ausgänge, Licht – wenn man nur genau hinschaut.
Marie Ketzscher
Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen
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claus@trollfilm.no
Moving Sisters
Nazieh, Shazieh und Hanieh, drei Schwestern aus Afghanistan, leben mit ihrem Vater auf unbestimmte Zeit in einem Flüchtlingscamp in Athen. Ihre Mutter ist bereits in Deutschland angekommen, wo ein neues Gesetz den geplanten Familiennachzug verhindert. Es beginnt ein Aufwachsen im Wartezustand. Über sieben Jahre begleitet der Film die Schwestern und zeigt die unstete Normalität, die sie sich trotz aller Widrigkeiten gemeinsam und getrennt aufbauen: mit Sporttrainings, Sprachunterricht und dem Drehen eigener Filmszenen, die von ihren Fluchterfahrungen geprägt sind. Christos Stefanou, Pädagoge und Filmemacher, lernte die drei Schwestern bei seiner Arbeit im Geflüchteten-Camp kennen, wo er fünf Jahre als Lehrer tätig war. Im Bewusstsein ihrer vulnerablen Situation und Lebensphase verfolgt er in seinem ersten dokumentarischen Langfilm einen kollaborativen Ansatz. Beobachtend und nah fängt er Gesten, Gedanken und Alltagsroutinen der drei Schwestern ein, wodurch sich Entwicklungsschritte und das Verstreichen der Zeit nicht nur körperlich zeigen. Und während Lernerfolge angesichts der sich ständig verändernden Lebenssituation bisweilen ihre Bedeutung verlieren, bleibt die wesentliche Frage bestehen: Wird es der Familie trotz aller Unwägbarkeiten gelingen, wieder zusammenzufinden?
Tina Jany
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christef@gmail.com
Mum’s Hair
Der Verlust der Kopfhaare durch eine Chemotherapie ist für viele Menschen ein schmerzhafter Einschnitt, auch weil die Glatze die neue Verletzlichkeit so ausstellt. Doch Maja Arnekleiv, die Tochter der norwegischen Animationsregisseurin Anita Killi, verwandelt die Schritte der Transformation – die Original-Mama-Haare, die Fast-Glatze, den neuen Haarwuchs, der so anders ist als die Pre-Chemo-Haare – in eine Hommage an Resilienz, Liebe und Familienzusammenhalt, auch in schwierigen Krankheitszeiten. In einem über zwei Jahre entstandenen Pixilation-Dokumentarfilm hält sie in 755 (aus über 3.000 geschossenen) Einzelbildern fest, wie sie und ihre Geschwister die Haare von Anita Killi, die die Betrachter*innen dabei immer fest im Blick hat, frisiert, föhnt, stylt, mit Zöpfen und Haarspray herrichtet. Mal lachend, mal ernst, immer liebevoll. Für ihren zarten, sehr rührenden Film, der die Vierfach-Mama feiert, wie auch immer sie ausschaut, gewann Maja Arnekleiv 2017 die Goldene Taube.
Marie Ketzscher
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claus@trollfilm.no
Nachtschwärmer
Tief im Dschungel scheint alles seinen gewohnten Gang zu gehen – bis eines Nachts eine Laterne aufleuchtet und unzählige Insekten magisch anzieht. Sie verfallen in eine seltsame Trance, auch die Fledermausfamilie wird aus ihrem Schlaf gerissen. Während die Erwachsenen das helle Treiben zur Jagd nutzen, rettet die junge Fledermaus ein Glühwürmchen, eine Fliege und eine Motte. Am nächsten Abend kehrt das gefährliche Licht zurück. Entschlossen versucht die kleine Fledermaus, ihre neuen Freunde vor seinem Bann zu schützen. Ein kleines Abenteuer über Freundschaft und gegenseitige Hilfe.
Lina Dinkla
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mail@lenalena.org