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Leave This Room Buried
James Lattimer
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vanja@bonobostudio.hr
Magic Atlas
Marie Ketzscher
Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Drogenkonsum, Gewalt an Kindern
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g362005@163.com
Moon Flight
Eine slawische Legende, deren Kern sich auch in tibetischen Aufzeichnungen findet, inspirierte 1970 die beiden sowjetischen Wissenschaftler Mikhail Vasin und Alexander Shcherbakov zur „Hollow Moon“-Hypothese. Der ungarische Regisseur, Autodidakt und Grafikdesigner Sándor Reisenbüchler tastet die Theorie mit diesem hypnotischen Film auf hoch poetische Weise ab und entsendet uns durch Jahrhunderte hinweg von einer imaginierten Vergangenheit in eine ferne Zukunft. Seine unverwechselbaren Collagen, die er in akribischer Präzisionsarbeit allein am Tricktisch in Bewegung setzte, kombiniert mit experimentellem Bewegtbildmaterial, rufen Erinnerungen an analoge Projektionen und die Liquid Light Shows der 1960er-Jahre wach. Organische Formen und farbige Muster entfalten einen faszinierenden Sog, der uns durch ein magisches Portal in ein hypothetisches Raumschiff im Inneren des Mondes trägt.
Franka Sachse
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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Nothing Happens After Your Absence
Seggen Mikael
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Nothing to Expect
André Eckardt
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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franz.impler@gmail.com
The Orbit of Minor Satellites
Marie Ketzscher
Thematisiert Tod
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chrissullivanx@gmail.com
Ortsteil Autobahn
Die filmische Beobachtung einer Landschaft, die durch Grenzziehungen geformt wurde und bis heute bestimmt wird. Auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung sind in Marienborn Grenzen weiterhin präsent. Da ist die Gedenkstätte, die an die Gewalt des SED-Regimes erinnert. Hinzukommen – nur einen Steinwurf entfernt – neue Grenzen. In den ehemaligen Kasernen der NVA leben heute geflüchtete Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft. Um hierher zu gelangen, haben auch sie Grenzen überwunden, oft klandestin und unter Lebensgefahr. Nun trennt sie erneut eine Grenze von der Außenwelt: eine Kombination aus Mauer und Zaun, die unweigerlich an die ehemaligen Grenzsicherungsanlagen der DDR erinnert. In langen Kamerafahrten, die mit ihrem Weitwinkelblick bisweilen fast entrückt wirken, beobachtet der Film das Nebeneinander von Öffnung und Abgrenzung. Während das Bild Kontinuitäten sichtbar macht, arbeitet die Tonebene die feinen Unterschiede zwischen den einzelnen Orten heraus.
Luc-Carolin Ziemann
Thematisiert Rassismus
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luci.schwingen@gmail.com
Out of Bounds
André Eckardt
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franz.impler@gmail.com
Prelude and Fugues – The Wood Thrush
Entfernt singt eine Walddrossel im völligen Schwarz des Bildes. Mit massiv bassigem Brummen kommt eine Fliege akustisch näher, jäh in ihrer Flugrichtung von einem Aufprallgeräusch gestoppt. Geräusche, die so vertraut sind, dass sie uns meist entgehen, waren zentrales Klangmaterial für den renommierten Sounddesigner Claude Beaugrand. Ihm widmet der langjährige künstlerische Freund und Filmemacher Pierre Hébert seine fünf animierten Fugen. Field Recordings wie jene von Vogel und Insekt leben von der Wiedererkennbarkeit in der Wiederholung sowie von ihrer flüchtigen Natur mit zufälligen Wendungen und Variationen. Hébert formt durch Dehnen, Echoloops und Granulieren von Klängen einen Tonkörper. Und er kratzt direkt auf Film, arbeitet gegen den stofflichen Widerstand des Materials, der Emulsion. Jeder entstehende „Zeichen“-Strich hat auch etwas Unvorhergesehenes, Intuitives. Jede kraftvolle oder zarte zeichnerische Geste strahlt Lebendigkeit aus. So wie sich Drossel und Fliege akustisch begegnen, flattern nervös abstrakte Strichbündel auf der Leinwandfläche sowie in die Leinwandtiefe. Sie umkreisen die stark reduzierte Silhouette eines Menschen im freien Fall. Zwischentafeln umschreiben lyrisch einen Schmerz, der gesagt sein muss, für den es aber keine direkten Worte gibt. „Prelude and Fugues – The Wood Thrush“ ist eine unbeschreibliche Erfahrung choreographierter Geräusche, ein Kino des Inneren, das aus der feinfühligen Essenz der Animation und der unwiderstehlichen Verführung zum genauen Zuhören entsteht.
André Eckardt
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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distribution@videographe.org
Private Universe
„Die Zukunft ist ein relatives Konzept. Sie uns vorzustellen, liegt an uns.“ Wie recht hat doch die Fernsehmoderatorin, die, zu einer Zeit in der Menschen erstmals den Mond begehen und Panzer in Prag einfahren – beides mit unabsehbaren Folgen –, wohlfrisiert und in Schwarz-Weiß auf eine womöglich farbenfrohe Zukunft anstößt. Denn wer kann schon wirklich wissen, wie die Menschen in einigen Jahrzehnten leben werden. Als Petr 1974 am Tag seiner Hochzeit mit Jana in Prag ein Tagebuch beginnt, weiß er nicht, wie die Welt und sein kleines Familienuniversum sich entwickeln werden – und wie sich beides gegenseitig beeinflussen wird. Als Helena Třeštíková kurz darauf beginnt, Janas Schwangerschaft mit der Kamera zu begleiten, weiß sie nicht, dass daraus 37 Jahre später ihre bisher längste Langzeitdokumentation entsteht: „Private Universe.“ Petrs Tagebuchaufzeichnungen bilden das variable Gerüst für dieses stets leichtfüßige Familienportrait. Aus der Tagebuch-Perspektive erscheinen große politische Umbrüche zuweilen als Randnotizen, erste Zähne als zentrale Ereignisse. Im Kleinen wird der Wandel der Tschechischen Gesellschaft nachvollzogen, ein Leben zwischen Karel Gott und John Lennon. Die ganze Dimension des Filmtitels offenbart sich aber erst, als Sohn Honza, der Widerspenstige, sich zum eigentlichen Protagonisten entwickelt. Zur Stunde seiner Geburt vor 37 Jahren ahnte er noch nicht, dass er bereits unter dem Stern der Kamera stand. Ein guter Stern?
Lars Meyer, DOK Leipzig Katalog 2012
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Quiet
Ganz im Stillen und Verborgenen spielen sich Dramen ab, die viele Kinder aushalten müssen: Das Mädchen, das sich an den Hund kuschelt, weil die eigene Mutter mit Rotweinglas schwankt, vermutlich wieder mal schwanger. Der Junge als Spielball zwischen den aggressiven Eltern, die ihre Streitigkeiten mit hackenden Schnäbeln auf ihn niederprasseln lassen. Ein weiteres Mädchen, das eine gefährlich wackelnde Wippe mit Familienmitgliedern balanciert. Marianne Bundgaard Nielsen blättert mit ihrem intimen Cut-out-Animation-Film metaphorisch in den Familienalben und zeigt die Geschichten, die sich hinter den gestellten Bildern verbergen. Die Erwachsenen sind trostlose Marionetten, manchmal verblassende Zeichnungen, innerfamiliäre Suizide thematisierend. Die Kinder sind hingegen viel lebhaftere Figuren, mit großen anklagenden Augen, kleinen roten Herzchen und manchmal sogar bunten Schmetterlingsflügeln. Die man flattern und fliegen lassen muss, anstatt ihnen so viel eigenes Elend zuzumuten.
Marie Ketzscher
Thematisiert Suizid, Sucht
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claus@trollfilm.no
Staßfurt – Windhoek
Philip Zengel
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defa-filmverleih@deutsche-kinemathek.de