Thema
- Aktivismus
- Animierter Dokumentarfilm
- Arbeit/Wirtschaft
- Archivmaterial
- Coming of Age
- Digitale Kultur
- Experimentell
- Familie
- Gender
- Geschichte
- Gesellschaft
- Humor
- Jugend
- Krieg/Konflikte
- Kunst/Kultur
- LGBTQIA2S+
- Menschenrechte
- Musik
- Ostdeutsch
- Politik/Zeitgeschehen
- Porträt/Biografie
- Psyche/Geist
- Religion/Spiritualität
- Sport
- Umwelt
- Unterrepräsentierte Gruppen
- Wissenschaft/Technologie
Filmtyp
Barrierefrei
Sektion
- Animation Night
- Animation Perspectives
- DEFA Matinee
- Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
- Doc Alliance
- DOK im Knast
- Eröffnungsfilm
- Fokus Ost
- Hommage: Trollfilm
- Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
- Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
- Kids DOK
- Matinee Sächsisches Staatsarchiv
- MDR Special Screening
- Retrospektive
Custom type
Thema
- Aktivismus
- Animierter Dokumentarfilm
- Arbeit/Wirtschaft
- Archivmaterial
- Coming of Age
- Digitale Kultur
- Experimentell
- Familie
- Gender
- Geschichte
- Gesellschaft
- Humor
- Jugend
- Krieg/Konflikte
- Kunst/Kultur
- LGBTQIA2S+
- Menschenrechte
- Musik
- Ostdeutsch
- Politik/Zeitgeschehen
- Porträt/Biografie
- Psyche/Geist
- Religion/Spiritualität
- Sport
- Umwelt
- Unterrepräsentierte Gruppen
- Wissenschaft/Technologie
Barrierefrei
Sektion
- Animation Night
- Animation Perspectives
- DEFA Matinee
- Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
- Doc Alliance
- DOK im Knast
- Eröffnungsfilm
- Fokus Ost
- Hommage: Trollfilm
- Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
- Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
- Kids DOK
- Matinee Sächsisches Staatsarchiv
- MDR Special Screening
- Retrospektive
Kindesmutter
Anne (36) wohnt in Halle (Saale) und lebt im Chaos. Eine Wohnung voller Umzugskartons, ein kläffender Hund. Der Mutter erklärt sie am Telefon, dass der Strom bald wieder abgestellt werde. Manchmal schaut Tochter Leonie (14) vorbei. Sie droht wie die Mutter, in die Drogenabhängigkeit abzurutschen. Das Sorgerecht für ihre zwei jüngeren Kinder wurde Anne bereits entzogen. Die Kamera bleibt rein beobachtend, fängt lose Szenen aus dem Dasein einer Frau ein, die wieder Verantwortung übernehmen will. Der Film sucht nicht nach psychologischen Erklärungen, er zeigt Anne in ihrer Gegenwart. Sie wirkt bei ihren Fahrten durch die Plattenbausiedlung isoliert von ihrer Umgebung. Bei einem Eis an einem öffentlichen Platz nähern sich Mutter und Tochter an. Annes Besuch bei ihrer Mutter bietet Rückhalt, baut aber auch Druck auf. Immer näher kommt man Anne, wünscht sich mit ihr, dass sie ihrer Tochter ein Vorbild werden kann.
Anke Leweke
Thematisiert Sucht, Tod, Drogenkonsum
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
friedemann@inselfilm.de
Die Klasse von 1990
Eine Theaterbühne, Hamlet: der „Ruf nach Freiheit“. Die ihn deklamieren, haben ihr Handwerk gelernt. Genau hier, in Rostock, hatten sie einen Monat vor der deutschen Einheit ihr Studium begonnen. 35 Jahre später erinnern sie sich. 1990: Sie kommen aus unterschiedlichen Verhältnissen, aus Ost und West. Sind sich fremd, wohnen in der Platte. Und finden sich schnell in einem Strudel wieder, der den gesamten Osten erfasst: So wie die Betriebe ringsum soll auch die Theaterhochschule „abgewickelt“ werden. Zeitgleich brennt in Rostock-Lichtenhagen das „Sonnenblumenhaus“. Sie müssen lernen, sich zu organisieren. Wie in einem Puzzle fügen sich individuelle Erzählungen, ergänzt durch Archivbilder und historische Probenvideos, zu einem Zeitbild. In Gestalt der heute Studierenden, die Szenen von damals nachspielen, spiegelt sich die Vergangenheit in der Gegenwart. Die Geschichte der ostdeutschen Studierendenbewegung der frühen 1990er Jahre ist heute aus dem kollektiven Gedächtnis fast vollständig gelöscht. Wie in Rostock erinnert auch an der Universität Leipzig nichts daran, dass die Existenz einer Vielzahl wissenschaftlicher bzw. künstlerischer Institute und Einrichtungen allein ihrem Einsatz zu verdanken ist. „Die Klasse von 1990“ ist die dringend notwendige Korrektur einer westlich dominierten Geschichtsschreibung sowie eine Lehrstunde in Selbstermächtigung und Demokratie.
Grit Lemke
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
office@poison-berlin.com
Kreislauf
Meike Weimann
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Lavra Dor
Nach dem Militärputsch in Brasilien im März 1964 stoppten die neuen Machthaber die zuvor begonnene, gerechtere Verteilung des Bodens. Die stattdessen durchgeführten Agrarreformen begünstigten Großgrundbesitz und Agrarindustrie, Gewerkschaften wurden unterdrückt. Vor diesem Hintergrund setzen sich Paulo Rufino und Ana Carolina mit den Kämpfen und Nöten der Landarbeiter*innen auseinander. In freier und poetischer Form montieren sie Fotografien, Filmsequenzen, Zitate in Wort und Bild zu einer experimentellen Collage, die die Grenzen des Dokumentarischen auslotet. Insbesondere spielen sie mit dem Mittel der Wiederholung – in einer Art nicht-linearen Interpretation von „Lavra Dor“ (1962) und anderer Gedichte von Mário Chamie. Der Film lief in der von Peter B. Schumann zusammengestellten „Woche des jungen Films: Lateinamerika“ der Berlinale 1970. Bereits vier Jahre zuvor hatte Schumann im Rahmen der Retrospektive des Festivals erstmals einen Querschnitt des brasilianischen „Cinema Novo“ nach West-Berlin gebracht.
Florian Wüst
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Leave This Room Buried
James Lattimer
Trailer
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
vanja@bonobostudio.hr
Lederwarenfertiger – Ein Beruf für Dich [excerpt]
Meike Weimann
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Magic Atlas
Marie Ketzscher
Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Drogenkonsum, Gewalt an Kindern
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
g362005@163.com
Mein Leipzig – lobt das keiner mehr?
Meike Weimann
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Moon Flight
Eine slawische Legende, deren Kern sich auch in tibetischen Aufzeichnungen findet, inspirierte 1970 die beiden sowjetischen Wissenschaftler Mikhail Vasin und Alexander Shcherbakov zur „Hollow Moon“-Hypothese. Der ungarische Regisseur, Autodidakt und Grafikdesigner Sándor Reisenbüchler tastet die Theorie mit diesem hypnotischen Film auf hoch poetische Weise ab und entsendet uns durch Jahrhunderte hinweg von einer imaginierten Vergangenheit in eine ferne Zukunft. Seine unverwechselbaren Collagen, die er in akribischer Präzisionsarbeit allein am Tricktisch in Bewegung setzte, kombiniert mit experimentellem Bewegtbildmaterial, rufen Erinnerungen an analoge Projektionen und die Liquid Light Shows der 1960er-Jahre wach. Organische Formen und farbige Muster entfalten einen faszinierenden Sog, der uns durch ein magisches Portal in ein hypothetisches Raumschiff im Inneren des Mondes trägt.
Franka Sachse
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Nothing Happens After Your Absence
Seggen Mikael
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Nothing to Expect
André Eckardt
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
franz.impler@gmail.com
Onkel Thuận
„Immer traurig“ sei er, sagt Onkel Thuận. Am Handy mit der weltweit verstreuten Familie verbunden, singt er sentimentale Lieder vom Frühling in Hanoi. Seine Frau Thúy kümmert sich indessen unermüdlich um das Restaurant, das die beiden seit zwanzig Jahren in Nordrhein-Westfalen betreiben. Mit 19 kamen sie als Vertragsarbeitende in die DDR. In Gesprächen mit ihren Töchtern entfalten sich Lebensgeschichten, in denen sie selbst kaum etwas zu entscheiden, sondern hauptsächlich fleißig zu sein und zu funktionieren hatten. Eine Rolle, die sie auch heute klaglos annehmen und rechtfertigen. Aber zunehmend werden Risse in der über Jahrzehnte aufgebauten Schutzschicht sichtbar. Und irgendwo in den ewigen, auch den Film strukturierenden Abläufen und Handgriffen in der Restaurantküche taucht sie leise auf: die Frage nach dem Glücklichsein. Mit Minh Anh Nguyễn meldet sich eine postmigrantische Generation zu Wort, die Vertragsarbeit und Rassismus in der DDR nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als Teil ihrer Geschichte betrachtet. Beiläufig und mit großer Nähe zu den Protagonist*innen erzählt sie von kolonialen Prägungen, die sich in Biographien und über Generationen hinweg fortschreiben. Zugleich zeigt sie, wie dieser Kreislauf durchbrochen werden kann. Indem die Töchter Fragen stellen, die – auch außerhalb der vietnamesischen Community und vor allem im Osten – lange überfällig sind.
Grit Lemke
Trailer
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
nguyen.minh-anh@web.de