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Eröffnungsfilm,
Fokus Ost
Filmstill Good Evening, Beautiful
Guten Abend, du Schöne Ina Borrmann
„Eine kleine Flamme, die aufging und die Leute inspirierte, anders über die DDR zu erzählen.“ Fast fünfzig Jahre später blicken die Protagonistinnen erneut auf das ikonische Buch von 1977.
Filmstill Good Evening, Beautiful

Guten Abend, du Schöne

Guten Abend, du Schöne
Ina Borrmann
Eröffnungsfilm,
Fokus Ost
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
95 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

„Eine kleine Flamme, die aufging und die Leute inspiriert hat, anders über die DDR zu erzählen.“ So beschreibt eine Protagonistin den Protokollband „Guten Morgen, du Schöne“ der Autorin Maxie Wander von 1977 mit Selbstauskünften ganz unterschiedlicher Frauen. Eines der erfolgreichsten Bücher der DDR und eines der wirkmächtigsten der deutschen Literaturgeschichte: Es hat Generationen von Frauen (und Männern!) geprägt und zur Selbstbefragung ermutigt – Grund genug für die Regisseurin, ein paar der Frauen heute auf das Buch und ihr Leben zurückblicken zu lassen. Es geht um Gleichberechtigung und Emanzipation, Lebensentwürfe und Rebellion, Träume und Scheitern, Liebe und Sexualität, Mütter und Väter, Männer und Frauen, Glück und Einsamkeit, den Tod und vor allem den Hunger nach Leben. Susanne Schüle filmt mit Respekt und großer Zärtlichkeit Gesichter und Körper, in die sich die Zeit eingeschrieben hat. Alter und Schönheit, Zerbrechlichkeit und Stärke. Die Erzählungen werden auf der Bildebene subtil von Amateuraufnahmen kommentiert: Körper im Stechschritt der Ideologien, Hitlergruß und Massenaufläufe. Dagegen immer wieder nackte Körper, das wilde und unangepasste Leben jenseits der Diktaturen. Krieg, Kartoffelschälen, Küsse, Kinder. So war das. So ist das. Am Ende führen die Monologe der Vergangenheit in einen heutigen Dialog der Geschlechter und Generationen. Eine Flamme.

Grit Lemke

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26.10.
Hauptbahnhof Osthalle
Eröffnungsfilm: Guten Abend, du Schöne

Eintritt frei

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26.10.2026
Hauptbahnhof Osthalle
Eröffnungsfilm: Guten Abend, du Schöne

Eintritt frei

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Calendar
29.10.
#411
CineStar 2
Guten Abend, du Schöne
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29.10.2026
CineStar 2
#411
Guten Abend, du Schöne
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Calendar
01.11.
#7C2
Cinémathèque in der naTo
Guten Abend, du Schöne
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01.11.2026
Cinémathèque in der naTo
#7C2
Guten Abend, du Schöne
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Ina Borrmann
Buch
Ina Borrmann
Kamera
Susanne Schüle
Schnitt
Julia Albrecht
Produktion
Ina Borrmann , Marc Wächter
Ton
Nic Nagel
Sound Design
Adrian Lo
Musik
Adrian Lo

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Kontakt
Shoot from the hip Filmproduktion GmbH
info@shootfromthehip.de
German Distributor
Salzgeber & Co. Medien GmbH
Hommage: Trollfilm
Filmstill The Hedge of Thorns
The Hedge of Thorns Anita Killi
Zwischen Marlenes und Florians Zuhause verläuft ein Grenzbach. In ihrer Welt ist er ihr Reich, ein Ort zum Spielen und Träumen, die Grenze quasi unsichtbar – bis der Krieg ausbricht.
Filmstill The Hedge of Thorns

The Hedge of Thorns

Tornehekken
Anita Killi
Hommage: Trollfilm
Animationsfilm
Norwegen
2001
13 Minuten
Norwegisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Immer wieder Brücken bauen. Damit sind Florian und Malene beschäftigt, und es geht ja auch nicht anders: Schließlich leben die beiden Kinder auf den gegenüberliegenden Seiten des Bächleins, wollen aber eigentlich immerzu miteinander spielen. Doch dann kommt der Krieg – und Florian darf nicht mehr zu ihr, denn Malene lebt jetzt im Feindesland: Das Bächlein ist zum Stacheldraht geworden. Mit ihrem kindgerechten Cut-out-Erwachsenenfilm (und vice versa!) erzählt Anita Killi von den unterschiedlichen Lebenswahrnehmungen von Jung und Alt, visuell inspiriert vom norwegischen Maler Theodor Kittelsen. Die Mikrokosmen der Kleinen sind liebevoll-detailliert eingefangen, vom Spiel im Schnee bis zum Nasenaneinanderreiben. Killi richtet den Blick dabei auch auf die Arbitrarität der meisten Konflikte. „War never dies, it just sleeps from time to time“, sagt Florians Vater, und: Es sind die Erwachsenen, die ihn wecken. Aber vielleicht fällt ja den nachfolgenden Generationen doch etwas anderes ein?

Marie Ketzscher

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28.10.
#372
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#372
Teil der Kompilation
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Calendar

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Regie
Anita Killi
Buch
Anita Killi
Kamera
Anita Killi
Schnitt
Pål Gengenbach
Produktion
Anita Killi
Ton
Håkon Lammetun
Musik
Hege Rimestad
Animation
Anita Killi
Animation Technique
Cutout

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Claus Gladyszak
claus@trollfilm.no
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill How to Catch a Butterfly
How to Catch a Butterfly Kiriko Mechanicus
Femizide mit rassistischem Motiv. Die Regisseurin schreibt dem inhaftierten Täter Briefe, verschränkt Projektion und Performanz. Eine Selbstbefragung zur Fetischisierung asiatischer Frauen.
Filmstill How to Catch a Butterfly

How to Catch a Butterfly

How to Catch a Butterfly
Kiriko Mechanicus
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Niederlande
2026
26 Minuten
Englisch,
Japanisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Was hat es mit der Fetischisierung asiatischer Frauen auf sich? Kiriko Mechanicus entwickelt ihren intensiven, hyperreferenziellen Essay entlang dieser Frage und greift gleich zu Beginn einen Kriminalfall auf: Robert Aaron Long erschoss 2021 in Atlanta, Georgia, vornehmlich Frauen asiatischer Herkunft. Sie beginnt, ihm Briefe ins Gefängnis zu schreiben: „Maybe in some way you remind me of many of my ex-boyfriends.“ In ihrer Verschränkung aus Sexualität, Projektion und Performanz beschreitet die Regisseurin einen unbequemen Weg, der gleichsam zur Selbstbefragung wird: Inwieweit ist sie in der Vergangenheit in die Rolle der unterwürfigen Japanerin geschlüpft? Oder: „When was the last time I didn’t pretend to be your prey and you weren’t trying to hunt me down?“ „How to Catch a Butterfly“ begutachtet die Stecknadeln in den eigenen Flügeln – und entledigt sich ihrer in einem geladenen Akt der Selbstermächtigung.

Carolin Weidner

Thematisiert Mord, Rassismus

Enthält Darstellungen von Rassismus

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27.10.
#231
CineStar 5
Teil der Kompilation
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27.10.2026
CineStar 5
#231
Teil der Kompilation
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Calendar
29.10.
#471
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#471
Teil der Kompilation
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Calendar
31.10.
#663
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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31.10.2026
Passage Kinos Astoria
#663
Teil der Kompilation
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01.11.
#774
Passage Kinos Wintergarten
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01.11.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Calendar

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Regie
Kiriko Mechanicus
Kamera
Kiriko Mechanicus
Schnitt
Marieke Schoenmakers
Produktion
Ilja Roomans
Ton
Kiriko Mechanicus
Sound Design
Levi Cuijpers
Musik
Anne Teikari

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World Sales
Ilja Roomans
DocMakers
ilja@docmakers.nl
Nominiert für: Silberne Taube
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill kiss kiss bang bang
kiss kiss bang bang Ollie Launspach
Ollie ist trans und mit Sterre zusammen. Gemeinsam erleben sie die Zeit der Transformation, die von Zweifeln, Verletzlichkeit und Zusammenhalt geprägt ist. Ein radikal ehrlicher Dialog.
Filmstill kiss kiss bang bang

kiss kiss bang bang

kus kus beng beng
Ollie Launspach
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Niederlande
2025
28 Minuten
Niederländisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Als in Ollie der Wunsch nach Transformation wächst, ist seine Freundin Sterre an seiner Seite. Einst scherzend, einen „Lesbo-Vlog“ zu drehen, verschiebt sich das Filmen bald zu einem mehrere Jahre umspannenden Dialog. In ihm versucht Ollie sich der Liebe Sterres zu vergewissern, die er kaum glauben und sich noch weniger selbst entgegenbringen kann. Gleichzeitig verlangen Testosteronspritzen und eine Mastektomie Kraft und Präsenz. „kiss kiss bang bang“ öffnet durch Interviews, Texte, Homevideos und Fotografien die emotionale Welt zweier Menschen, zeigt ihr Ringen um Verständnis ebenso wie ihre gegenseitige Fürsorge. Der Einblick ist radikal ehrlich, verletzlich und mutig. In der Bereitschaft, zahlreiche persönlichste Puzzleteile offenzulegen, entsteht das Bild einer Langzeitbeziehung und der mit ihr einhergehenden Arbeit. Ollie Launspachs Debüt ist ein Geschenk – und ein Appell ans Durchhalten.

Carolin Weidner

Thematisiert psychische Erkrankungen

Enthält Darstellungen von Nacktheit

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29.10.
Polnisches Institut
kiss kiss bang bang + A Song Without Home

Eintritt frei

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29.10.2026
Polnisches Institut
kiss kiss bang bang + A Song Without Home

Eintritt frei

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Calendar
31.10.
#623
CineStar 4
kiss kiss bang bang + A Song Without Home
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31.10.2026
CineStar 4
#623
kiss kiss bang bang + A Song Without Home
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Calendar
01.11.
#773
Passage Kinos Wintergarten
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01.11.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Ollie Launspach
Kamera
Tarzan Rutgers
Schnitt
Scott Dancy
Produktion
Swaantje Kooijmans, Isa Sluis
Ton
Emilia Voortman
Sound Design
Faas Brester
Musik
Xiangming Niu

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Kontakt
World Sales
Michel Rensen
Purple Ray Film
purplerayfilm@gmail.com
Nominiert für: Silberne Taube
Retrospektive
Filmstill La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia Fernando E. Solanas
Ein Film wie ein Brandsatz, ein radikales Pamphlet. Wie kaum ein anderer Film bewegte dieser Ruf nach der Befreiung Argentiniens von Unterdrückung und Gewalt die 68er-Generation weltweit.
Filmstill La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia

La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia

La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
Fernando E. Solanas
Retrospektive
Dokumentarfilm
Argentinien
1968
88 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Ein Aufruf zum radikalen Politikwechsel, ein agitatorisches Pamphlet für die nationale Befreiung Argentiniens: „La hora de los hornos“ bewegte die 68er-Generation weltweit wie kaum ein anderer Film. Der mehr als vierstündige Filmessay war über viele Jahre nicht nur in Argentinien verboten. In Form einer vielschichtigen dokumentarischen Collage lotet er virtuos die Möglichkeiten der Bild-Ton-Montage aus und entwirft ein Panorama der herrschenden sozialen und politischen Verhältnisse. „Neocolonialismo y violencia“ analysiert die Kolonisierung Lateinamerikas, dessen ökonomische wie kulturelle Abhängigkeit von den Industriestaaten der sogenannten Ersten Welt, insbesondere den USA, sowie die Allgegenwart der Gewalt. Der zweite Teil, „Acto para la liberación“, liefert eine Chronik des Peronismus und des Widerstands nach Peróns Sturz im Jahr 1955. „Violencia y liberación“, der kürzere dritte Teil, bekennt sich offen zum bewaffneten Kampf. Nach zweijähriger klandestiner Arbeit eines kleinen Teams um Fernando E. Solanas und Octavio Getino feierte „La hora de los hornos“ am 2. Juni 1968 Weltpremiere bei der Mostra Internazionale del Cinema Nuovo in Pesaro. Anlässlich der Berlinale zeigten die Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) den Dreiteiler nur wenige Wochen später. Mit Eröffnung des Kino Arsenal im Januar 1970 in der Welserstraße in Berlin-Schöneberg folgten unzählige Vorführungen der Verleihkopien des Films im eigenen Haus und anderswo.

Florian Wüst

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Rassismus

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27.10.
#233
CineStar 5
Teil der Kompilation
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27.10.2026
CineStar 5
#233
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Fernando E. Solanas
Buch
Octavio Getino, Fernando E. Solanas
Kamera
Juan Carlos Desanzo
Schnitt
Juan Carlos Macías, Antonio Ripoll, Norma Torrado
Produktion
Grupo Cine Liberación

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Victoria Solanas
Retrospektive
Filmstill La infancia de Marisol
La infancia de Marisol Bernabé Hernández
Ein 14-jähriges nicaraguanisches Mädchen erzählt Unglaubliches: von ihrer Beteiligung am Kampf gegen die Diktatur, von Gefangennahme und Folter bis zum Aufbruch in ein neues Leben.
Filmstill La infancia de Marisol

La infancia de Marisol

La infancia de Marisol
Bernabé Hernández
Retrospektive
Dokumentarfilm
Kuba
1979
14 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Der kubanische Dokumentarfilm war nie nur national orientiert, sondern sah seine Aufgabe auch darin, über die Vorgänge in der sogenannten Dritten Welt zu informieren. Bekannte Filme von Santiago Álvarez behandeln die antiimperialistischen Kämpfe in Vietnam und Laos. Ab Ende der 1970er Jahre erweiterte sich der Fokus auf die Bürgerkriege in Nicaragua und El Salvador, was sich im Leipziger Festivalprogramm gut ablesen lässt. In Oberhausen wiederum lief 1980 neben der Retrospektive „Kino in Cuba 1959–1979“ Bernabé Hernández’ „La infancia de Marisol“, einer der ersten kubanischen Filme, der nach dem Sieg der nicaraguanischen Revolution im Juli 1979 gedreht wurde. Grundlage sind die Erzählungen der 14-jährigen Marisol. Sie berichtet, wie sie sich der Sandinistischen Befreiungsfront anschließt, gegen die Diktatur kämpft, gefangen genommen und wie ihr Vater und ihr Bruder bestialisch gefoltert wird. Am Ende steht der Aufbruch in ein neues Leben: Marisols Studium in Kuba.

Florian Wüst

Thematisiert körperliche Gewalt, Folter

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28.10.
#334
CineStar 5
Teil der Kompilation
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28.10.2026
CineStar 5
#334
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Bernabé Hernández
Kamera
Raúl Rodríguez
Schnitt
Rolando Baute
Produktion
ICAIC – Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos
Ton
Leonardo Sorrell, Carlos Fernández

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Carsten Spicher
spicher@kurzfilmtage.de
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Magic Atlas
Magic Atlas Xun Sun
10 Jahre Arbeit. Hunderte Animator*innen erschaffen ein episches Imperium voller Geschichte, Philosophie und Satire. Eine fiktionale Diktatur mit Kamera-Moskitos und inhaftierten Zauberern.
Filmstill Magic Atlas

Magic Atlas

Magic Atlas
Xun Sun
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Singapur
2026
84 Minuten
Chinesisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Gleichzeitig Tier und Mensch, Vergangenheit und Zukunft: Sun Xuns episch gearbeiteter Animationsfilm macht schon in den ersten Minuten ein visuell überbordendes Geschichtsuniversum auf, in dem philosophische Betrachtungen und beklemmende Gesellschaftssatire lustvoll assoziativ ineinander übergehen. Mehr als zehn Jahre arbeitete der Regisseur mit hunderten Animator*innen daran, den „Magic Atlas“ aus der Taufe zu heben – mittels Holzschnitt-Animation, Tintenzeichnung, zeitgenössischer Malerei, persischen Miniaturzeichnungen und einem dezidierten Verzicht auf Rotoskopie sowie andere Techniken, die nicht das analoge Bild als Ursprung haben. Magie und Eskapismus braucht es dringend, schließlich ist das von Sun Xun imaginierte, fiktionale Kohleimperium Luocha eine totalitäre Diktatur, in der die Bewohner*innen mit Kamera-Moskitos und kollektiv verordneter Amnesie in Schach gehalten werden. Und Zauberer in Haft kommen, denn fliegen oder auch die Fantasie schweifen lassen, das ist in Luocha verdächtig. Als ein Zauberer dem Waisenjungen Xiao Zhi begegnet, entstehen magische (Denk)möglichkeiten, der Gefangenschaft – oder doch freiwilligen Überwachung? – zu entkommen. Reinkarnation wird hier ganz plastisch zur Möglichkeit der Befreiung.

Marie Ketzscher

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Drogenkonsum, Gewalt an Kindern

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29.10.
#444
CineStar 6
Magic Atlas
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29.10.2026
CineStar 6
#444
Magic Atlas
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Calendar
30.10.
#5C1
Cinémathèque in der naTo
Magic Atlas
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30.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#5C1
Magic Atlas
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Calendar
31.10.
#661
Passage Kinos Astoria
Magic Atlas
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31.10.2026
Passage Kinos Astoria
#661
Magic Atlas
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Xun Sun
Buch
Xun Sun, Mingchun Gong, Yuehao Kuai
Kamera
Chong Xu, Liang Zhao, Tianwei Dai
Schnitt
Xun Sun, Xingye Chen, Chong Xu
Produktion
Xun Sun, Xiaobo Zhang
Ton
Yicheng Yang
Animation
Yanping Yu, Fengli Lai, Jing Deng, Xingye Chen, Jing Cui, Tianwei Dai, Xun Sun
Animation Technique
Painting, Other, Drawn

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Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Maro’s Photo
Maros Foto Alexandros Murböck
Spielende Kinder auf der Münchner Panzerwiese, eine Frau mit Engelsflügeln. Mutter und Sohn kehren an den Ort der Schwarz-Weiß-Aufnahme zurück, um Geschichte und Geschichten zu rekonstruieren.
Filmstill Maro’s Photo

Maros Foto

Maros Foto
Alexandros Murböck
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
30 Minuten
Griechisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Anfang der 2000er-Jahre macht Maria Nikolaidou auf der Münchner „Panzerwiese“ ein Foto: Ihr Sohn Alexandros und ein anderer kleiner Junge spielen Krieg. Eine Frau mit Engelsflügeln legt schützend die Arme um die beiden. 23 Jahre später kehren Mutter und Sohn an den Entstehungsort der Schwarz-Weiß-Aufnahme zurück. Mit derselben Kamera dreht Alexandros nun einen Fotofilm über das Bild von damals und trifft sich auch mit seinem einstigen Spielkameraden. Aus dem Off bringen ihre Erinnerungen und Assoziationen unterschiedliche Perspektiven und Stimmungen zum Vorschein. Die Geschichte und die Geschichten hinter einer Fotografie werden rekonstruiert: Was wurde damals übersehen? Warum sollte Alexandros keine Waffe von den Großeltern bekommen? Wer ist die Person auf dem Hügel im Hintergrund? Am Ende entsteht ein neues Bild.

Anke Leweke

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27.10.
#272
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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27.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#272
Teil der Kompilation
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Calendar
29.10.
#451
CineStar 7
Teil der Kompilation
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29.10.2026
CineStar 7
#451
Teil der Kompilation
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Calendar
30.10.
#561
Passage Kinos Astoria
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30.10.2026
Passage Kinos Astoria
#561
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Calendar
30.10.
#5A1
Schaubühne Lindenfels
Teil der Kompilation
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30.10.2026
Schaubühne Lindenfels
#5A1
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Alexandros Murböck
Kamera
Alexandros Murböck
Schnitt
Alexandros Murböck
Produktion
Alexandros Murböck, Kunsthochschule für Medien Köln
Ton
Alexandros Murböck
Sound Design
Alexandros Murböck, Judith Nordbrock

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Kontakt
Alexandros Murböck
a.murboeck@posteo.de
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill The Maternity Ward
The Maternity Ward Alain Kassanda
Das Schicksal der traditionsreichen Pariser Geburtsklinik Les Lilas scheint besiegelt: nicht profitabel genug. Eine unsentimentale Elegie auf Mitarbeitende, Patient*innen und ihren Kampf.
Filmstill The Maternity Ward

The Maternity Ward

Elégie pour Les Lilas
Alain Kassanda
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Frankreich
2026
106 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere
Ein Institutionsporträt in Form einer Elegie: Nach über sechzig Jahren scheint das Schicksal der Geburtsklinik Les Lilas in Paris besiegelt. Der privaten Einrichtung, die nicht profitabel genug gearbeitet hat, werden die benötigten Zuschüsse gestrichen. Alain Kassanda begleitet in seinem Film ein letztes Aufflackern, zeigt hitzige innerbetriebliche Sitzungen sowie öffentliche Proteste für einen Erhalt. Gleichzeitig steht die Interaktion zwischen den in lila gekleideten Mitarbeitenden und ihren Patient*innen im Vordergrund: das zugewandte Begleiten durch den Geburtsvorgang, präzise Erläuterungen eines bevorstehenden Schwangerschaftsabbruchs oder die Beratung eines jungen Paares, das mit einer ungeplanten Schwangerschaft konfrontiert ist. Der Alltag in der Maternité des Lilas ist bewegt und bewegend. Und er blickt auf eine lange Tradition zurück: Tief verankert in der zweiten Welle der Frauenbewegung, schrieb die Klinik für ihre fortschrittliche Ausrichtung Geschichte. Jede sollte nach eigenen Vorstellungen gebären können, das Patriarchat wurde aus Kreiß- und OP-Saal verbannt – „mon corps, mon choix“. Die progressive Ausrichtung hat sich das unscheinbare Haus bis zuletzt bewahrt. Alain Kassandas Klagelied ist ohne Larmoyanz. Es ist die unsentimentale Darstellung eines nur auf dem Papier begründbaren Verlusts.

Carolin Weidner

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28.10.
#354
CineStar 7
The Maternity Ward
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28.10.2026
CineStar 7
#354
The Maternity Ward
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Calendar
30.10.
#531
CineStar 5
The Maternity Ward
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30.10.2026
CineStar 5
#531
The Maternity Ward
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Calendar
01.11.
#7D1
Kinobar Prager Frühling
The Maternity Ward
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01.11.2026
Kinobar Prager Frühling
#7D1
The Maternity Ward
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Alain Kassanda
Kamera
Alain Kassanda
Schnitt
Alain Kassanda
Produktion
Alain Kassanda, Emilie Guitard, Aloïs Kanyinda
Co-Produktion
Leila Badet
Ton
Alain Kassanda
Sound Design
Jocelyn Robert
Musik
Florent Dupuit

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Kontakt
Emilie Guitard
contact@ajimatifilms.com
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill The Nights
The Nights Ana Bovino
Buenos Aires bei Nacht. La Pichi spricht ungehemmt von Beziehungen, Familie, Körperbildern und sozialen Schichten. Was könnte befreiender sein, als das Leben nach eigenen Regeln zu erzählen?
Filmstill The Nights

The Nights

Las Noches
Ana Bovino
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Argentinien
2026
82 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere
Jimena ist in ihren Zwanzigern, eine junge Frau, die unter dem Spitznamen La Pichi bekannt ist und am Rand von Buenos Aires in der Nähe des Hafens aufwuchs, auf der anderen Seite der unsichtbaren Grenze zwischen Zentrum und Stadtrand. Das sind nicht einfach Zuschreibungen – so erzählt sie es selbst. Ihre Redseligkeit kennt kein Ende, was sie zur perfekten Geschichtenerzählerin macht. Wie eine Porteña-Scheherazade trägt La Pichi jeden Abend eine neue Geschichte vor, und es sind so viele, dass man schon mal den Überblick verlieren kann. Mit extravaganten Titeln klingen ihre Geschichten von Beziehungen, Familie, Körperbild und Gesellschaftsschichten erfunden, doch sie stammen alle aus ihrer Alltagsrealität. Es ist die gleiche Realität, die wir in samtigen nächtlichen Bildern zwischen ihren Voiceover-Monologen sehen. Die Erzählungen prägt ein ansteckender Enthusiasmus und Humor, der über ihren ambivalenten Subtext hinwegtäuscht: die Geschichte des Liebhabers, der nicht mit ihr gesehen werden wollte, die Geschichte der transvestiten-liebenden Großmutter, die herrliche Mahlzeiten kochte, die sie nicht essen durfte, die Geschichte des Vaters mit Vitiligo, der auf einmal nicht mehr da war. Und doch ist dies keine Erzählung von Elend und Leiden, sondern eine von unbezwingbarer, inspirierender Freude. Denn was kann ermächtigender sein, als den Raum zu bekommen, die eigene Biografie nach eigenem Gutdünken aufzuzeichnen? Wie La Pichi selbst sagt: „Ich war nicht ein Wort, ich war viele.“

James Lattimer

Enthält Darstellungen von Nacktheit, explizite Sexszenen

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27.10.
#254
CineStar 7
The Nights
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27.10.2026
CineStar 7
#254
The Nights
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Calendar
28.10.
#321
CineStar 4
The Nights
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28.10.2026
CineStar 4
#321
The Nights
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Calendar
29.10.
DOK Stream 24h
The Nights
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29.10.2026
DOK Stream 24h
The Nights
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Calendar
31.10.
#664
Passage Kinos Astoria
The Nights
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31.10.2026
Passage Kinos Astoria
#664
The Nights
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Regie
Ana Bovino
Buch
Ana Bovino
Kamera
Delfina Margulis Darriba
Schnitt
Laura Basombrío
Produktion
Ana Bovino, Natalia de la Vega
Ton
Mercedes Tennina, Victoria Maréchal
Sound Design
Mercedes Tennina

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Ana Bovino
Nominiert für: Silberne Taube, Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill no_mercy_in_Mexico
no_mercy_in_Mexico Oscar Asán
Popkulturelle Versatzstücke aus Games und Internet nähren eine rauschhafte Faszination für die brutale Mentalität der Drogenkartelle. Doch was, wenn aus dem Spiel blutiger Ernst wird?
Filmstill no_mercy_in_Mexico

no_mercy_in_Mexico

no_mercy_in_Mexico
Oscar Asán
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Mexiko
2025
23 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
In der Anrufung des verschollenen Freundes schwärmt eine Ich-Stimme von der gemeinsamen Zukunft nach dessen Rückkehr: fette Karren, große Knarren und unterwürfige Frauen. Die Fantasie schwebt im Vogelflug über die Sierra, eine digital modulierte Landschaft, die mit ihren Löchern und Glitches anzeigt, dass hier etwas grundsätzlich nicht stimmt. Game Over, aus dem Spiel wird blutiger Ernst, der Freund ist in den Händen von Killern eines Drogenkartells. Fiktional, aber nah an der Realität montiert der Film assoziativ popkulturelles Audio-, Video- und Game-Material aus dem Internet, um die rauschhafte Faszination für eine pervers fetischisierte, gewaltverherrlichende Gewinnermentalität zu beschreiben. Diese Idolisierung gerät bei einem Webportal mit realen Videoaufnahmen von bestialischer Brutalität in die Sackgasse. Entwaffnend klar und unglaublich nahegehend analysiert Oscar Asán, wie enthemmt ein Kartell die Menschen von Culiacán in Mörder und Mordopfer einteilt.

André Eckardt

Thematisiert Drogenkonsum, Tod, Mord

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Folter

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27.10.
#242
CineStar 6
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27.10.2026
CineStar 6
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27.10.
#2C2
Cinémathèque in der naTo
Teil der Kompilation
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27.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#2C2
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28.10.
#331
CineStar 5
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28.10.2026
CineStar 5
#331
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01.11.
#721
CineStar 4
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 4
#721
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Oscar Asán
Buch
Oscar Asán
Kamera
Oscar Asán
Schnitt
Oscar Asán
Produktion
Oscar Asán
Ton
Bruno Galar, Juan Jiménez, Octavio Sánchez
Musik
Natanael Cano, Mabe Fratti, Octavio Sánchez
Animation
Oscar Asán
Animation Technique
3D Digital, Other, Motion Graphics

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Josep Prim
World Sales
Josep Prim
Marvin&Wayne S.L.
fest@marvinwayne.com
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Omsorg
Omsorg Em Johrden
Über einen unbeschwerten Sommertag legt sich die Erzählung schmerzhafter sexueller Erfahrungen. Aus dem Off spricht eine Frau sich frei, schildert ihre neue Annäherung an das eigene Begehren.
Filmstill Omsorg

Omsorg

Omsorg
Em Johrden
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
17 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Die Unbeschwertheit eines sommerlichen Tages erfüllt die Leinwand. Ein See lädt zum Baden und Toben ein, die Sonne lässt das Wasser funkeln. Eine junge Frau steht unentschlossen am Ufer, eine andere reicht ihr die Hand. Über die ausgelassenen Szenen legt sich die Erzählung einer weiteren Frau, sie handelt von frühen, schmerzhaften sexuellen Erfahrungen. Wort und Bild scheinen zunächst einen Gegensatz zu bilden. Doch je länger die Sonne am Himmel steht, desto näher kommen sich Beschreibungen und Bilder. Die Erzählerin aus dem Off spricht sich frei, berichtet, wie sie die Wünsche und Bedürfnisse ihres Körpers zunächst verdrängte. Die Begegnung mit einer Frau lässt sie ihr Begehren und ihre Lust entdecken. Die Impressionen vom See vergegenwärtigen ihre immer schöner werdenden Schilderungen – romantischer könnte ein Tag kaum enden.

Anke Leweke

Thematisiert sexualisierte Gewalt

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27.10.
#271
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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27.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#271
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29.10.
#481
UT Connewitz
Teil der Kompilation
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29.10.2026
UT Connewitz
#481
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30.10.
#561
Passage Kinos Astoria
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30.10.2026
Passage Kinos Astoria
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01.11.
#7A3
Schaubühne Lindenfels
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01.11.2026
Schaubühne Lindenfels
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Em Johrden
Kamera
Laura Köhler
Schnitt
Em Johrden
Produktion
Laura Köhler, Em Johrden, Louis Dirks, Filmakademie Baden-Württemberg
Sound Design
Sarah Sprenger

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