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Retrospektive
Filmstill Eine chilenische Hochzeit
Eine chilenische Hochzeit Rainer Ackermann, Valentin Milanow
Ein junges chilenisches Paar heiratet im DDR-Exil. Es wird fröhlich gefeiert, doch auf den Gesichtern der Gäste liegt Traurigkeit: die Erinnerung an Inhaftierung und Folter.
Filmstill Eine chilenische Hochzeit

Eine chilenische Hochzeit

Eine chilenische Hochzeit
Rainer Ackermann, Valentin Milanow
Retrospektive
Dokumentarfilm
DDR
1977
8 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

1977 hospitierte Valentin Milanow, bulgarischer Student an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR, im DEFA-Studio für Dokumentarfilme. Regisseur Rainer Ackermann war ihm als Mentor zugewiesen. Milanow kam auf die Idee, die Lebensrealität von Exil-Chilen*innen in der DDR zu porträtieren. Ein befreundetes junges Paar, Alejandra Holzapfel und José Fuica, wohnte im gleichen Plattenbaukomplex in Potsdam-Babelsberg. Sie studierte Veterinärmedizin, er wurde Lehrer für Marxismus-Leninismus. Milanow durfte ihre Hochzeit mit der Kamera begleiten. Am Rand der scheinbar fröhlichen Feier kommen die Gespräche auf die Erinnerung an Verhöre und Folter durch die Militärjunta sowie auf die Sorge um zurückgelassene Angehörige. Was die Braut selbst damals nicht erzählte: Als linke Untergrundkämpferin war sie u.a. im Gefangenenlager „Venda Sexy“ schlimmsten Misshandlungen ausgesetzt gewesen. Dieser Ort ist heute die Gedenkstätte Asociación de Memoria y Derechos Humanos Irán 3030. Geleitet wird sie von Alejandra Holzapfel.

Florian Wüst

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01.11.
#733
CineStar 5
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 5
#733
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rainer Ackermann, Valentin Milanow
Kamera
Karl Faber, Eberhard Geick
Schnitt
Werner Wendt
Produktion
DEFA-Studio für Dokumentarfilme

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Retrospektive
Filmstill El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá...
El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá... Santiago Álvarez
Fünf Tage nach dem Putsch wird Chiles berühmtester Liedermacher Víctor Jara von der Pinochet-Junta brutal ermordet. Die Würdigung seines Werks und Lebens als filmischer Bericht in vier Liedern.
Filmstill El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá...

El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá...

El tigre saltó y mató, pero morirá... morirá...
Santiago Álvarez
Retrospektive
Dokumentarfilm
Kuba
1973
16 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Fünf Tage nach dem Putsch wurde der berühmteste Liedermacher Chiles, Víctor Jara, brutal ermordet. Zur Würdigung seines Werks, seiner politischen Haltung und darüber hinaus der „Opfer des faschistischen Sadismus, den das Militär und die CIA seit dem 11. September 1973 in Chile verüben“, schuf Santiago Álvarez sogleich einen filmischen „Bericht in vier Liedern“. Die musikalische, stark rhythmisierte Struktur und der gleichzeitige Reportage-Charakter, der durch gefundene Nachrichtenbilder und Aufnahmen von Jara entsteht, geben die für Álvarez‘ so typische Agit-Prop-Sprache wieder. Der Filmtitel entstammt dem Gedicht „Nuestra América“ (1891) des kubanischen Dichters José Martí. Auch das Ende verweist auf die Kontinuität des antikolonialen Kampfes: Auf eine Collage internationaler Beispiele staatlicher Repression gegen Aufständische von Puerto Rico bis Vietnam und Indonesien folgen Abbildungen legendärer Befreiungsschlachten im Südamerika des 19. Jahrhunderts.

Florian Wüst

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt

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01.11.
#733
CineStar 5
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 5
#733
Teil der Kompilation
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Calendar

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Regie
Santiago Álvarez
Schnitt
Gloria Argüelles
Produktion
ICAIC – Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos
Animation
Adalberto Hernández, Santiago Peñate

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Kontakt
Arsenal – Institut für Film und Videokunst
Positions
Filmstill Fracture
Fracture Keren Kreizer
Das brandaktuelle, intuitiv fließende Videotagebuch der israelischen Aktivistin Keren Kraizer dokumentiert ihre Ambivalenz bei der Rückkehr in ihre Heimat, wo bald alles zu explodieren droht.
Filmstill Fracture

Fracture

Fracture
Keren Kreizer
Positions
Dokumentarfilm
Belgien
2026
83 Minuten
Hebräisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere
Keren Kraizer verließ Israel mit 20, um in Belgien Tanz zu studieren, aber auch, um ihrem Heimatland und seinen Spaltungen zu entkommen. Ein Besuch bei ihrer Familie Anfang 2023 löst den unerwarteten Wunsch aus, die Verbindung mit ihrer Herkunft wieder aufzubauen – ein ausgesprochen ambivalenter Prozess, den sie in einem Videotagebuch festhalten will. Die entstehenden Wörter und Bilder, mit einem wunderbar intuitiven Gespür für Struktur und Montage aus dem Alltag gezogen, pendeln mit einer dem aktuellen Zustand der Nation geschuldeten Unvermeidlichkeit zwischen dem Persönlichen und dem Politischen: ein Gespräch mit ihrer Mutter über die fehlende Vision eines dauerhaften Friedens; Aufnahmen eines Mannes, der angeschrien wird, weil er während der Proteste gegen Netanjahus Angriffe auf die Rechtsstaatlichkeit eine palästinensische Flagge schwenkt; das herzzerreißende englischsprachige Gedicht, das ihr eine Freundin schickt, die sie auf einer Reise ins Westjordanland kennengelernt hat und die nicht gefilmt werden will; das nächtliche Gespräch mit ihrem neuen Freund bei einem Spaziergang durch Jerusalem über all die Spannungen, die unter der Oberfläche brodeln – ein Gespräch, das sich als düster prophetisch erweisen soll. Denn Kraizers Tagebuch wird schnell von Ereignissen jenseits ihrer Kontrolle eingeholt, und die Ambivalenz wird Angst und Unglauben weichen. Was nun? Wie soll man das Leiden der Menschen eindämmen? „Wir sind diejenigen, die barfuß auf den Fetzen der Hoffnung laufen. Wir haben den Krieg nicht geschaffen, aber wir haben aus seinen Ruinen Gedichte geformt.“

James Lattimer

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28.10.
#3A2
Schaubühne Lindenfels
Fracture + Diskussion
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28.10.2026
Schaubühne Lindenfels
#3A2
Fracture + Diskussion
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29.10.
#431
CineStar 5
Fracture
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29.10.2026
CineStar 5
#431
Fracture
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Regie
Keren Kreizer
Kamera
Keren Kreizer
Schnitt
Pauline Piris-Nury, Yannick Leroy, Keren Kreizer
Produktion
Joel Curtz, Walid Bekhti
Co-Produktion
Javier Packer-Comyn, Gsara Bodien, Mary Jimenez
Ton
Maxime Thomas, Keren Kreizer
Sound Design
Maxime Thomas
Musik
Mlondiwethu Dubazane

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Kontakt
Philippe Cotte
philippe.cotte@cvb.be
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Free Zone
Free Zone Jasmine Alakari
Exarchia, Athen. Ort linker Utopien und schwer umkämpfter Schauplatz der Gentrifizierung. Für den iranischen Aktivisten Abtin wird der politische Kampf zur Gefahr für die eigene Freiheit.
Filmstill Free Zone

Free Zone

Free Zone
Jasmine Alakari
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
90 Minuten
Englisch,
Griechisch,
Farsi
Untertitel: 
Deutsch, Englisch
deutsche Untertitel
Weltpremiere

Abtin, ein junger Anarchist aus dem Iran, lebt nach seiner Flucht in Griechenland. In seiner Heimat führte er eine Untergrundbibliothek mit verbotenen Büchern. Wegen seiner Beteiligung an Protesten sei er verhaftet, inhaftiert und gefoltert worden. Im Athener Stadtteil Exarchia – Ort linker Utopien und schwer umkämpfter Schauplatz der Gentrifizierung – setzt er seinen politischen Kampf fort: Er organisiert sich in der Bewegung für Geflüchtete, besetzt Häuser, protestiert gegen illegale Pushbacks und kämpft für alternative Lebensentwürfe. Dabei ist seine eigene Lage höchst prekär, denn jeder Kontakt mit dem Staat kann seinen Aufenthaltsstatus bedrohen. Regisseurin Jasmine Alakari begleitet Abtin über den Zeitraum eines Jahres, erlebt seine Wut, Hoffnung und Ohnmacht, aber auch Euphorie und Zusammenhalt. Immer wieder kreist der Film um die Frage, wie sehr der politische Aktivismus das eigene Leben prägen darf und welche Rolle Gewalt dabei spielt. Währenddessen spitzt sich auf der Straße die Auseinandersetzung mit der Polizei zu und Abtin gerät tatsächlich ins Visier der Staatsmacht. Alakari dreht zwar weiter, merkt aber, dass sie sich auch mit ihrer eigenen Rolle auseinandersetzen muss. Was bedeutet es, Beobachterin zu sein? Wie weit kann ein Film die Ängste und Hoffnungen einer Person ins Bild setzen, die nicht die Freiheit hat, sich dieser Situation zu entziehen? „Free Zone“ gibt auf diese Frage keine einfache Antwort, sondern reicht sie weiter. An uns – das Publikum.

Luc-Carolin Ziemann

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt

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28.10.
#313
CineStar 2
Free Zone
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28.10.2026
CineStar 2
#313
Free Zone
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Calendar
29.10.
#482
UT Connewitz
Free Zone
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29.10.2026
UT Connewitz
#482
Free Zone
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30.10.
DOK Stream 24h
Free Zone
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30.10.2026
DOK Stream 24h
Free Zone
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31.10.
#621
CineStar 4
Free Zone
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31.10.2026
CineStar 4
#621
Free Zone
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Regie
Jasmine Alakari
Kamera
Agnesh Pakozdi, Ben Bernhard
Schnitt
Jasmine Alakari, Katarina Stankovich, Lina Marquez
Produktion
Jasmine Alakari, Ben Bernhard
Sound Design
Richard Meyer, Max Knepper
Musik
Felix Roemer

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Kontakt
Jasmine Alakari
jasmine.alakari@gmail.com
Nominiert für: DEFA Förderpreis, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
Eröffnungsfilm,
Fokus Ost
Filmstill Good Evening, Beautiful
Guten Abend, du Schöne Ina Borrmann
„Eine kleine Flamme, die aufging und die Leute inspirierte, anders über die DDR zu erzählen.“ Fast fünfzig Jahre später blicken die Protagonistinnen erneut auf das ikonische Buch von 1977.
Filmstill Good Evening, Beautiful

Guten Abend, du Schöne

Guten Abend, du Schöne
Ina Borrmann
Eröffnungsfilm,
Fokus Ost
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
95 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

„Eine kleine Flamme, die aufging und die Leute inspiriert hat, anders über die DDR zu erzählen.“ So beschreibt eine Protagonistin den Protokollband „Guten Morgen, du Schöne“ der Autorin Maxie Wander von 1977 mit Selbstauskünften ganz unterschiedlicher Frauen. Eines der erfolgreichsten Bücher der DDR und eines der wirkmächtigsten der deutschen Literaturgeschichte: Es hat Generationen von Frauen (und Männern!) geprägt und zur Selbstbefragung ermutigt – Grund genug für die Regisseurin, ein paar der Frauen heute auf das Buch und ihr Leben zurückblicken zu lassen. Es geht um Gleichberechtigung und Emanzipation, Lebensentwürfe und Rebellion, Träume und Scheitern, Liebe und Sexualität, Mütter und Väter, Männer und Frauen, Glück und Einsamkeit, den Tod und vor allem den Hunger nach Leben. Susanne Schüle filmt mit Respekt und großer Zärtlichkeit Gesichter und Körper, in die sich die Zeit eingeschrieben hat. Alter und Schönheit, Zerbrechlichkeit und Stärke. Die Erzählungen werden auf der Bildebene subtil von Amateuraufnahmen kommentiert: Körper im Stechschritt der Ideologien, Hitlergruß und Massenaufläufe. Dagegen immer wieder nackte Körper, das wilde und unangepasste Leben jenseits der Diktaturen. Krieg, Kartoffelschälen, Küsse, Kinder. So war das. So ist das. Am Ende führen die Monologe der Vergangenheit in einen heutigen Dialog der Geschlechter und Generationen. Eine Flamme.

Grit Lemke

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26.10.
Schauspiel
Eröffnungsfilm: Guten Abend, du Schöne

Eintritt frei

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26.10.2026
Schauspiel
Eröffnungsfilm: Guten Abend, du Schöne

Eintritt frei

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26.10.
Hauptbahnhof Osthalle
Eröffnungsfilm: Guten Abend, du Schöne

Eintritt frei

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26.10.2026
Hauptbahnhof Osthalle
Eröffnungsfilm: Guten Abend, du Schöne

Eintritt frei

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29.10.
#411
CineStar 2
Guten Abend, du Schöne
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29.10.2026
CineStar 2
#411
Guten Abend, du Schöne
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01.11.
#7C2
Cinémathèque in der naTo
Guten Abend, du Schöne
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01.11.2026
Cinémathèque in der naTo
#7C2
Guten Abend, du Schöne
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Regie
Ina Borrmann
Buch
Ina Borrmann
Kamera
Susanne Schüle
Schnitt
Julia Albrecht
Produktion
Ina Borrmann , Marc Wächter
Ton
Nic Nagel
Sound Design
Adrian Lo
Musik
Adrian Lo

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Kontakt
Shoot from the hip Filmproduktion GmbH
info@shootfromthehip.de
German Distributor
Salzgeber & Co. Medien GmbH
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Hello Debus
Hallo Debus Rosa Gocht
Ein Vater gibt auf dem Anrufbeantworter des Sohnes Bestellungen auf, der wiederum erstarrt zu einem Stillleben. Überforderung und Ohnmacht münden in eine absurde Verwandlung.
Filmstill Hello Debus

Hallo Debus

Hallo Debus
Rosa Gocht
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
6 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Ein bizarres Stillleben. Alltagsgegenstände liegen sorgfältig aufgereiht rund um ein Bett: Scheren, Schüsseln, Audiokassetten. Auf einem Teller liegt ein toter Fisch, umrahmt von Zitronen und Tomaten. Ein junger Mann vegetiert auf dem Bett – auch als das Telefon klingelt und der Anrufbeantworter angeht, wird er sich nicht regen. Eine streng choreografierte Szenerie trifft auf die reale Stimme eines Vaters. Er scheint bedürftig, verlangt absurderweise nach Anchovis. Plötzlich ist der Körper des Sohnes von einem blubbernden Sack umhüllt, nur noch die Füße schauen heraus, ein Schlauch liefert Wasser. Der Vater wünscht sich Roquefort, aber den echten. Überforderung und Ohnmacht nehmen auf eigenwillige Weise Gestalt an – und das ist noch nicht alles.

Anke Leweke

Thematisiert psychische Erkrankungen

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27.10.
#274
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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27.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#274
Teil der Kompilation
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Calendar
28.10.
#351
CineStar 7
Teil der Kompilation
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28.10.2026
CineStar 7
#351
Teil der Kompilation
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Calendar
30.10.
#561
Passage Kinos Astoria
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30.10.2026
Passage Kinos Astoria
#561
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31.10.
#631
CineStar 5
Teil der Kompilation
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31.10.2026
CineStar 5
#631
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rosa Gocht
Kamera
Johann Nierade
Schnitt
Fionn George
Produktion
Julie Günther

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Kontakt
Retrospektive
Filmstill Herminda de la Victoria
Herminda de la Victoria Douglas Hübner
Die Polizei räumt von obdachlosen Familien besetztes Land am Rand von Santiago. Ein Mädchen stirbt. Die Siedlung bleibt. Bis heute trägt sie ihren Namen: Herminda de la Victoria.
Filmstill Herminda de la Victoria

Herminda de la Victoria

Herminda de la Victoria
Douglas Hübner
Retrospektive
Dokumentarfilm
Chile
1969
16 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

In einer groß angelegten Aktion besetzt eine Gruppe obdachloser Familien im März 1967 brachliegendes Land am Rand von Santiago. Beim Räumungsversuch durch die Polizei stirbt ein Mädchen, die kleine Herminda, in den Armen ihrer Mutter. Die Räumung wird abgebrochen, die Menschen können bleiben und ohne vorhandene Infrastruktur die heute noch existierende Siedlung errichten: Herminda de la Victoria. „Voller Irrtümer und Fehler ist [der Film] meine erste Annäherung ans Kino, allerdings an ein ‚neues Kino‘, ein durch die Unterentwicklung gekennzeichnetes lateinamerikanisches Kino. Trotzdem bedeutet der filmische Prozess, Schnitt und Vertonung für mich eine vollgültige Erfahrung. ‚Herminda de la Victoria‘ engagiert sich für die Interessen der Obdachlosen in Chile, leidet mit ihnen, ist Zeugnis und ein ‚Dokument‘, das zur Stellungnahme zwingt.“ (Douglas Hübner)

Florian Wüst

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29.10.
#434
CineStar 5
Teil der Kompilation
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29.10.2026
CineStar 5
#434
Teil der Kompilation
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Calendar

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Regie
Douglas Hübner
Kamera
Héctor Ríos
Schnitt
Antonio Puchi
Produktion
Cine Experimental de la Universidad de Chile
Musik
Sergio Ortega

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Kontakt
Bundesarchiv
Filmstill Hope Is a Word

Hope Is a Word

Hope Is a Word
Maria Galliani Dyrvik
Positions
Dokumentarfilm
Norwegen,
Nigeria,
Italien
2026
82 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere
Dichte Rauchschwaden steigen am Horizont auf. Öl sprudelt aus dem Boden. Die Kiemen eines toten Fisches sind schwarz. Eine sonore Stimme trägt ein Gedicht über Blut, Wut und die ölvergiftete Landschaft des Nigerdeltas vor. In den Refrain stimmt eine Menschenmenge ein. Schriftsteller und Aktivist Nnimmo Bassey protestiert seit Jahrzehnten gegen die Ölförderung im Süden Nigerias und ihre Folgen für Mensch, Natur und Landwirtschaft. Besonders betroffen sind die Ogoni, eine ethnische Minderheit in der Region, deren Lebensgrundlage existenziell bedroht ist. In den 1990er-Jahren organisierten sie eine starke politische Bewegung, die durch die Militärregierung gewaltsam unterdrückt wurde – auch im Interesse westlicher Ölkonzerne. Wie lässt sich unter diesen Umständen politischer Widerstand leisten? „Hope Is a Word“ porträtiert einen Mann, der an die Kraft der poetischen Sprache glaubt. Nnimmo Bassey gelingt es mit seinen Workshops, eine neue Generation an rhetorisch und literarisch begabten Aktivist*innen zu mobilisieren. Wenn sie lesen, rappen oder rezitieren, setzt der Film ihre Worte demonstrativ ins Bild. Hier wird Poesie zum politischen Werkzeug. Denn aus einem Vers kann ein Ruf werden. Einer, dem andere folgen.

 

Jan-Philipp Kohlmann

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27.10.
#2A1
Schaubühne Lindenfels
Hope Is a Word + Diskussion
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27.10.2026
Schaubühne Lindenfels
#2A1
Hope Is a Word + Diskussion
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30.10.
#543
CineStar 6
Hope Is a Word
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30.10.2026
CineStar 6
#543
Hope Is a Word
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Calendar
31.10.
DOK Stream 24h
Hope Is a Word
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31.10.2026
DOK Stream 24h
Hope Is a Word
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Maria Galliani Dyrvik
Buch
Maria Galliani Dyrvik
Kamera
Anita Jonsterhaug Vedå
Schnitt
Federico Neri
Produktion
Anita Jonsterhaug Vedå
Co-Produktion
Femi Odugbemi, Chiara Andrich
Ton
Anuoluwapo Oladipupo, Metong Minwon, Lawrence Rhovenson David
Sound Design
Yngve Leidulv Sætre
Musik
Ukpono Bassey, Morgan Urhibo Oghenevwede, Yngve Leidulv Sætre

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Kontakt
Anita Jonsterhaug Vedå
anita@smau.no
World Sales
Stephan Riguet
Andana Films
sriguet@andanafilms.com
Nominiert für: Leipziger Ring
Retrospektive
Filmstill Illapu – Lied von Freiheit und Liebe
Illapu – Lied von Freiheit und Liebe Carlos Puccio
Die chilenische Folkloreband Illapu kommt nach Ost-Berlin. Zwischen den Gigs geht es um eine heikle Frage: Einzeln zurückkehren, wenn sich die Chance bietet, oder gemeinsam im Exil bleiben?
Filmstill Illapu – Lied von Freiheit und Liebe

Illapu – Lied von Freiheit und Liebe

Illapu – Lied von Freiheit und Liebe
Carlos Puccio
Retrospektive
Dokumentarfilm
DDR
1984
23 Minuten
Spanisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Die chilenische Folkloregruppe Illapu wurde erst unter der Militärdiktatur richtig bekannt. Die fünf Musiker konnten arbeiten, „aber keine Farbe zeigen“. Als sie sich immer mehr dem kulturellen Widerstand gegen das Pinochet-Regime anschlossen, wurden sie 1981 des Landes verwiesen. Aus dem französischen Exil heraus tourten sie durch Europa, darunter Ost-Berlin. Hier setzt Carlos Puccios Film ein: Der chilenische Regiestudent beobachtet Illapu im Rahmen seines Diplomfilmprojekts an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR bei Proben und Konzerten. Sie sprechen über die fortbestehende Verbundenheit mit Chile und über die Frage, was wäre, wenn einzelne Bandmitglieder eine Einreisegenehmigung erhielten und dadurch Illapu auseinanderbrechen würde. 1986 zogen sie gemeinsam nach Mexiko und kehrten zwei Jahre später aufgrund des sich verändernden politischen Klimas nach Chile zurück.

Florian Wüst

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01.11.
#733
CineStar 5
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 5
#733
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Carlos Puccio
Buch
Maria Teresa Guerra
Kamera
Peter Ziesche
Schnitt
Karin Geiß
Produktion
Hochschule für Film und Fernsehen der DDR im Auftrag des Fernsehens der DDR
Ton
Jochen-Peter Ihle, Volker Werner

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Kontakt
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill in memory of
in memory of Florinda Ciucio
Ein paar Blätter Papier, ein Bleistift. Eine Hand, die wissend ein Gaza nachzeichnet, das nur noch in der Erinnerung des Zeichners existiert. Und er erzählt: I remember everything.
Filmstill in memory of

in memory of

in memory of
Florinda Ciucio
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Belgien
2026
14 Minuten
Arabisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere
„I remember everything“, sagt Mohammed Imrani, der in Florinda Ciucios Kurzfilm kaum zu sehen ist. Aber wir hören ihn. Und wir folgen seiner Hand, die wissend ein Gaza nachzeichnet, das nur noch in Imranis Erinnerung existiert. Ciucios Setting ist indes maximal reduziert: ein Lightpad, einige Blätter weißes Papier, ein Bleistift. Schon entstehen Straßen und Gebäude, die berühmte Bar „Al-Baqa“, in der Imrani seine Freundin das erste Mal küsste, und in der neben Kaffee auch Getränke aus Mangos und Erdbeeren serviert wurden. Da ist das Meer und die Statue eines Phönix, der den Menschen in Gaza viel bedeutet, denn: „It doesn’t die“. Imranis Skizzen sind detailliert und abstrakt zugleich. In schnellen, zärtlichen Zeichenbewegungen öffnet er einen Raum, der nicht nur wie ein persönliches Portal, sondern ebenso wie eine Einladung wirkt: Auch wir sollen nicht vergessen.

Carolin Weidner

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28.10.
#374
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#374
Teil der Kompilation
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29.10.
#461
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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29.10.2026
Passage Kinos Astoria
#461
Teil der Kompilation
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Calendar
30.10.
#542
CineStar 6
Teil der Kompilation
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30.10.2026
CineStar 6
#542
Teil der Kompilation
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Calendar
01.11.
#774
Passage Kinos Wintergarten
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01.11.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Florinda Ciucio
Kamera
Florinda Ciucio
Schnitt
Florinda Ciucio
Produktion
Florinda Ciucio
Ton
Florinda Ciucio

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Kontakt
Florinda Ciucio
ciucioflorinda@gmail.com
Nominiert für: Silberne Taube
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill The Core
Der Kern Rebecca Zehr
Eine Frau erkrankt. Die Normalität endet. Erstarrung. Plötzlich ist alles zu viel: Alltag, Filmemachen, Verantwortung. Was macht es aus, das Leben? Eine Geschichte von Suche und Rückkehr.
Filmstill The Core

Der Kern

Der Kern
Rebecca Zehr
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
15 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere

Wenn eine Krankheit das Leben stoppt, steht plötzlich alles infrage. Wir sind es gewohnt, zu funktionieren – Körper und Geist einzusetzen, um Ziele zu erreichen, uns selbst zu verwirklichen, für andere da zu sein. Doch wie reagieren wir, wenn die vermeintliche Normalität nicht mehr existiert? Wenn sich das Leben, so wie wir es kannten, aufzulösen droht? „Der Kern“ ist ein Film über den Kampf gegen die Auflösung und ein Ringen um die Frage, was das Leben ausmacht. Das Leben als Filmschaffende, als Frau und als Mutter. Das Leben, das schon komplett war, bevor die Krankheit dazu kam und das nun mit dieser konkurriert – um Zeit und um Wahrnehmung. Wo liegt der Wesenskern einer Person, worauf kann nicht verzichtet werden, ohne sich selbst aufzugeben? Dieser autofiktionale Film beginnt ganz persönlich, macht aber deutlich sichtbar, wie sehr der Umgang mit Krankheit gesellschaftlich geprägt ist und wie das Beharren auf „Normalität“ denen, die Tag für Tag darum kämpfen, das Leben schwerer macht.

Luc-Carolin Ziemann

Thematisiert psychische Erkrankungen

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27.10.
#274
Passage Kinos Wintergarten
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27.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#274
Teil der Kompilation
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Calendar
28.10.
#351
CineStar 7
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#631
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rebecca Zehr
Buch
Rebecca Zehr
Kamera
Rebecca Zehr
Schnitt
Melanie Jilg
Produktion
University of Television and Film Munich (HFF)
Ton
Rebecca Zehr
Sound Design
Cornelia Böhm

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Publikumswettbewerb
Filmstill Kurtág Fragments
Kurtág Fragments Dénes Nagy
Ein expansives, ungemein intimes Porträt des musikalischen Genies György Kurtág, der gerade 100 Jahre alt wurde. Ein Mann, der Musik lebt, atmet und ganze Welten voller Gefühl erschafft.
Filmstill Kurtág Fragments

Kurtág Fragments

Kurtág töredékek
Dénes Nagy
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Ungarn
2025
113 Minuten
Englisch,
Französisch,
Deutsch,
Ungarisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

György Kurtág ist ein berühmter ungarischer Komponist, einer der Großen der Nachkriegs-Avantgarde. 1926 geboren, ist er jetzt 100 Jahre alt, doch sein Verstand ist wunderbar aktiv geblieben. In seiner Dachwohnung im Budapester Musikzentrum arbeitet er weiterhin unermüdlich mit einigen der besten Musiker*innen der Welt, die ihre Werke für den bescheiden machenden Prozess der Zusammenarbeit öffnen. In einer geografischen Rundreise nimmt uns der Film mit von seiner Geburtsstadt Lugoj an die verschiedenen Orte, die ihn geformt haben, von Transsylvanien über Budapest bis nach Paris. Er zeichnet seine frühen Anfänge in der Musikwelt nach, die mit Tanz und vierhändigen Pianokonzerten mit seiner Mutter begannen – was er später mit seiner Frau, der Pianistin Márta, fortsetzte. Anschließend folgt er seinem Leben und den vielen künstlerischen Kollaborationen, unter anderem mit dem isländischen Pianisten Víkingur Ólafsson und dem britischen Cellisten Steven Isserlis. Auch sein Magnum Opus, „Fin de Partie“, ist in den Film eingewoben. „Die Karte ist nicht die Landschaft; die Noten sind nicht die Musik…“ Für die Pianisten Halla Oddný Magnúsdottir und Ólafsson hat Kurtág „eine Art des Komponierens gefunden, die man nicht spielen kann, ohne über die Noten hinauszugehen“. Dieses Gefühl wird von Kurtág geteilt, der anmerkt, dass es nicht um seine Ideen geht, sondern darum, ob das von Musizierenden gespielte Stück sie wirklich „erfasst“. Das Porträt eines Mannes, der Musik lebt und atmet und ganze Welten komponiert, die vor Emotion übersprudeln.

Sevara Pan

Trailer DOK Leipzig Logo

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27.10.
#221
CineStar 4
Kurtág Fragments
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27.10.2026
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28.10.
#332
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31.10.
#614
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Regie
Dénes Nagy
Buch
Dénes Nagy
Kamera
Tamás Dobos, Márton Vizkelety, Áron Farkas
Schnitt
Nicolas Rumpl
Produktion
Julianna Ugrin
Sound Design
Péter Benjámin Lukács

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Kontakt
Katalin Vajda
kati.vajda@nfi.hu
World Sales
Tibor Forizs
NFI World Sales
forizs.tibor@nfi.hu
Nominiert für: MDR-Film-Preis
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