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Retrospektive
Filmstill La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia Fernando E. Solanas
Ein Film wie ein Brandsatz, ein radikales Pamphlet. Wie kaum ein anderer Film bewegte dieser Ruf nach der Befreiung Argentiniens von Unterdrückung und Gewalt die 68er-Generation weltweit.
Filmstill La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia

La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia

La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
Fernando E. Solanas
Retrospektive
Dokumentarfilm
Argentinien
1968
88 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Ein Aufruf zum radikalen Politikwechsel, ein agitatorisches Pamphlet für die nationale Befreiung Argentiniens: „La hora de los hornos“ bewegte die 68er-Generation weltweit wie kaum ein anderer Film. Der mehr als vierstündige Filmessay war über viele Jahre nicht nur in Argentinien verboten. In Form einer vielschichtigen dokumentarischen Collage lotet er virtuos die Möglichkeiten der Bild-Ton-Montage aus und entwirft ein Panorama der herrschenden sozialen und politischen Verhältnisse. „Neocolonialismo y violencia“ analysiert die Kolonisierung Lateinamerikas, dessen ökonomische wie kulturelle Abhängigkeit von den Industriestaaten der sogenannten Ersten Welt, insbesondere den USA, sowie die Allgegenwart der Gewalt. Der zweite Teil, „Acto para la liberación“, liefert eine Chronik des Peronismus und des Widerstands nach Peróns Sturz im Jahr 1955. „Violencia y liberación“, der kürzere dritte Teil, bekennt sich offen zum bewaffneten Kampf. Nach zweijähriger klandestiner Arbeit eines kleinen Teams um Fernando E. Solanas und Octavio Getino feierte „La hora de los hornos“ am 2. Juni 1968 Weltpremiere bei der Mostra Internazionale del Cinema Nuovo in Pesaro. Anlässlich der Berlinale zeigten die Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) den Dreiteiler nur wenige Wochen später. Mit Eröffnung des Kino Arsenal im Januar 1970 in der Welserstraße in Berlin-Schöneberg folgten unzählige Vorführungen der Verleihkopien des Films im eigenen Haus und anderswo.

Florian Wüst

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Rassismus

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27.10.
#233
CineStar 5
Teil der Kompilation
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27.10.2026
CineStar 5
#233
Teil der Kompilation
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Calendar

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Regie
Fernando E. Solanas
Buch
Octavio Getino, Fernando E. Solanas
Kamera
Juan Carlos Desanzo
Schnitt
Juan Carlos Macías, Antonio Ripoll, Norma Torrado
Produktion
Grupo Cine Liberación

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Victoria Solanas
Retrospektive
Filmstill La infancia de Marisol
La infancia de Marisol Bernabé Hernández
Ein 14-jähriges nicaraguanisches Mädchen erzählt Unglaubliches: von ihrer Beteiligung am Kampf gegen die Diktatur, von Gefangennahme und Folter bis zum Aufbruch in ein neues Leben.
Filmstill La infancia de Marisol

La infancia de Marisol

La infancia de Marisol
Bernabé Hernández
Retrospektive
Dokumentarfilm
Kuba
1979
14 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Der kubanische Dokumentarfilm war nie nur national orientiert, sondern sah seine Aufgabe auch darin, über die Vorgänge in der sogenannten Dritten Welt zu informieren. Bekannte Filme von Santiago Álvarez behandeln die antiimperialistischen Kämpfe in Vietnam und Laos. Ab Ende der 1970er Jahre erweiterte sich der Fokus auf die Bürgerkriege in Nicaragua und El Salvador, was sich im Leipziger Festivalprogramm gut ablesen lässt. In Oberhausen wiederum lief 1980 neben der Retrospektive „Kino in Cuba 1959–1979“ Bernabé Hernández’ „La infancia de Marisol“, einer der ersten kubanischen Filme, der nach dem Sieg der nicaraguanischen Revolution im Juli 1979 gedreht wurde. Grundlage sind die Erzählungen der 14-jährigen Marisol. Sie berichtet, wie sie sich der Sandinistischen Befreiungsfront anschließt, gegen die Diktatur kämpft, gefangen genommen und wie ihr Vater und ihr Bruder bestialisch gefoltert wird. Am Ende steht der Aufbruch in ein neues Leben: Marisols Studium in Kuba.

Florian Wüst

Thematisiert körperliche Gewalt, Folter

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28.10.
#334
CineStar 5
Teil der Kompilation
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28.10.2026
CineStar 5
#334
Teil der Kompilation
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Regie
Bernabé Hernández
Kamera
Raúl Rodríguez
Schnitt
Rolando Baute
Produktion
ICAIC – Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos
Ton
Leonardo Sorrell, Carlos Fernández

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Carsten Spicher
spicher@kurzfilmtage.de
Retrospektive
Filmstill Lavra Dor
Lavra Dor Paulo Rufino, Ana Carolina
Lavrador = Bauer, lavra = arbeiten, dor = Schmerz. Die experimentelle Collage über die Situation brasilianischer Landarbeiter*innen zeugt von der poetischen wie politischen Kraft des Kinos.
Filmstill Lavra Dor

Lavra Dor

Lavra Dor
Paulo Rufino, Ana Carolina
Retrospektive
Dokumentarfilm
Brasilien
1968
11 Minuten
Portugiesisch (Brasilien)
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Nach dem Militärputsch in Brasilien im März 1964 stoppten die neuen Machthaber die zuvor begonnene, gerechtere Verteilung des Bodens. Die stattdessen durchgeführten Agrarreformen begünstigten Großgrundbesitz und Agrarindustrie, Gewerkschaften wurden unterdrückt. Vor diesem Hintergrund setzen sich Paulo Rufino und Ana Carolina mit den Kämpfen und Nöten der Landarbeiter*innen auseinander. In freier und poetischer Form montieren sie Fotografien, Filmsequenzen, Zitate in Wort und Bild zu einer experimentellen Collage, die die Grenzen des Dokumentarischen auslotet. Insbesondere spielen sie mit dem Mittel der Wiederholung – in einer Art nicht-linearen Interpretation von „Lavra Dor“ (1962) und anderer Gedichte von Mário Chamie. Der Film lief in der von Peter B. Schumann zusammengestellten „Woche des jungen Films: Lateinamerika“ der Berlinale 1970. Bereits vier Jahre zuvor hatte Schumann im Rahmen der Retrospektive des Festivals erstmals einen Querschnitt des brasilianischen „Cinema Novo“ nach West-Berlin gebracht.

Florian Wüst

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28.10.
#334
CineStar 5
Teil der Kompilation
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28.10.2026
CineStar 5
#334
Teil der Kompilation
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Regie
Paulo Rufino, Ana Carolina
Buch
Paulo Rufino, Ana Carolina
Kamera
Carlos Alberto Ebert
Schnitt
Franklin Pereira
Produktion
Paulo Rufino, Ana Carolina

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Arsenal – Institut für Film und Videokunst
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Letters from the Silenced Country
Letters from the Silenced Country Andrei Kutsila
Ein Land, in dem jede Opposition verfolgt und zerschlagen wird. Aufzeichnungen aus Belarus erzählen von Opferbereitschaft, Solidarität und den menschlichen Kosten des Widerstands.
Filmstill Letters from the Silenced Country

Letters from the Silenced Country

Listy
Andrei Kutsila
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Polen,
Litauen,
Deutschland
2026
72 Minuten
Belarusisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Nur sporadisch dringen Informationen aus dem isolierten Belarus. Und nahezu unerreichbar scheinen die Menschen in belarussischer Gefangenschaft. Andrei Kutsila, der im Zuge der staatlichen Repressionen selbst nach Polen geflohen ist, macht in seinem visuell and narrativ vielstimmigen Filmzeugnis die Schicksale von drei Inhaftierten publik. Sie stehen stellvertretend für die mehr als 65.000 Personen, die seit der umstrittenen Wiederwahl Alexander Lukaschenkos im Jahr 2020 kriminalisiert und interniert wurden. Da ist Kasia, eine Studentin, die mittels ihrer Kunst nach einem Weg sucht, den Alltag in Gefangenschaft zu bewältigen. Ihre in dunklen Tönen gehaltenen Zeichnungen gewähren Einblicke in eine grausame Situation; gleichzeitig geleiten sie in animierter Form durch „Letters from the Silenced Country“. Da ist außerdem Aktivist Witold Aschurak, dem eine Freundin Fotografien ins Gefängnis schickt. Aufnahmen der Überwachungskameras belegen seine Misshandlung, bevor er in Haft verstarb. Der frühere Kriminalbeamte Andrei Astapowitsch recherchiert derweil in Polen die Verbrechen in seiner einstigen Heimat und sammelt sie für die belarussische Oppositionsorganisation BYPOL. Auch ein anonymer Mann kommt zu Wort, der sein Leben in der Angst bestreitet, jederzeit verhaftet werden zu können. Andrei Kutsilas Film ist eine Kompilation des Schreckens – entstanden inmitten Europas.

Carolin Weidner

Thematisiert Tod

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt

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29.10.
#452
CineStar 7
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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29.10.2026
CineStar 7
#452
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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Calendar
30.10.
#534
CineStar 5
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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30.10.2026
CineStar 5
#534
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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Calendar
31.10.
#6C1
Cinémathèque in der naTo
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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31.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#6C1
When the Sea Was Calm + Letters from the Silenced Country
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Regie
Andrei Kutsila
Buch
Andrei Kutsila
Kamera
Wojciech Weglarz
Schnitt
Piotr Oginski
Produktion
Mirosław Dembiński, Giedrė Žickytė, Gregor Streiber
Sound Design
Saulius Urbanavicius
Animation
Natalia Spychala

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Kontakt
Mirosław Dembiński
mirek@studioeverest.pl
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, MDR-Film-Preis, Leipziger Ring, FIPRESCI Preis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Look, We’re in Europe
Look, We’re in Europe Riad Arfin, Manushaqe Ibrahimi
Hausbau fern des Zuhauses: Bangladeschische Bauarbeiter im Kosovo geben Einblicke in ihre Handyaufnahmen, in ein Leben zwischen prekärer Arbeit und Träumen von einer besseren Zukunft.
Filmstill Look, We’re in Europe

Look, We’re in Europe

Look, We’re in Europe
Riad Arfin, Manushaqe Ibrahimi
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Kosovo,
Bangladesch,
UK
2026
15 Minuten
Bengali
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere
Zum ersten Mal gesehener Schnee trifft auf harte Arbeit und Heimweh. Ein kosovarisch-bangladeschisches Regieduo bietet einen rohen, unmittelbaren Einblick in das Leben im Dazwischen und begleitet eine Gruppe bangladeschischer Bauarbeiter im Kosovo, die Häuser bauen, während sie fern von ihrer eigenen Heimat festsitzen. In einem fremden Land, das selbst von wirtschaftlicher Migration geprägt ist, zeichnen sich Alltagsfragmente der Arbeiter in ihren Handyaufnahmen ab:die Gesichter ihrer Familien auf dem Bildschirm, gefährliche Höhen bei der Arbeit und Träume von einer besseren Zukunft. Ein stilles Bewahren ihrer Menschlichkeit jenseits von Ausbeutung und Unsichtbarkeit. Für manche ist auch dies Europa…

Anca Păunescu

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27.10.
#2C1
Cinémathèque in der naTo
Teil der Kompilation
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27.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#2C1
Teil der Kompilation
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28.10.
#371
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#371
Teil der Kompilation
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Calendar
30.10.
#541
CineStar 6
Teil der Kompilation
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30.10.2026
CineStar 6
#541
Teil der Kompilation
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01.11.
#772
Passage Kinos Wintergarten
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01.11.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Calendar

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Regie
Riad Arfin, Manushaqe Ibrahimi
Kamera
Riad Arfin
Schnitt
Riad Arfin
Produktion
Eroll Bilibani
Sound Design
Oronnok Prithibi

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Kontakt
Positions
Filmstill The Masturbator – The Adventures of Edgar Hilsenrath
The Masturbator – The Adventures of Edgar Hilsenrath François-Xavier Destors
Er wagte es, Trauma mit schwarzem Humor zu begegnen: Mit Animation und Archivmaterial taucht der Film in die radikal skandalöse Welt des Autors und Holocaust-Überlebenden Edgar Hilsenrath.
Filmstill The Masturbator – The Adventures of Edgar Hilsenrath

The Masturbator – The Adventures of Edgar Hilsenrath

Le Branleur – Les aventures d’Edgar Hilsenrath
François-Xavier Destors
Positions
Dokumentarfilm
Frankreich,
Deutschland,
Belgien
2026
53 Minuten
Französisch,
Deutsch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere
Wie viel schwarzen Humor braucht es, um dem Grauen zu trotzen? „The Masturbator – The Adventures of Edgar Hilsenrath“ taucht in die radikale Welt des Schriftstellers und Holocaust-Überlebenden Edgar Hilsenrath ein. Einer der ersten, die es gewagt haben, dem Trauma mit Groteske und hemmungslosem Lachen zu begegnen. Zwischen Animation und historischem Archivmaterial folgt der Film Hilsenraths Alter Ego aus seinem Roman „Fuck America“: einem mittellosen, sexbesessenen Schriftsteller im New York der 1950er-Jahre, der verzweifelt versucht, seine Erinnerungen an das Ghetto unter dem Titel „The Masturbator“ zu veröffentlichen. Schreiben wird zur Obsession, zur Provokation und zum Überlebensakt. 1926 in Leipzig geboren, führte Hilsenraths Weg durch Nazi-Deutschland, die Bukowina und das Ghetto von Transnistrien, über Palästina und Frankreich nach Amerika und zurück nach Europa. Eine Reise durch Orte des Verlusts, der Hoffnung und Enttäuschung. Eine Reise durch ein Jahrhundert, in dem die Gespenster des Faschismus immer wiederkehren. Burleske Animationen prallen auf rohe reale Bilder. In dieser Reibung entsteht das Porträt eines Künstlers, der mit seinen Büchern international Erfolge feierte, doch in Deutschland in Vergessenheit geraten ist. „The Masturbator“ verbindet Biografie, Erinnerung und Gegenwart zu einem ebenso verstörenden wie befreienden Film über die Kraft der Satire und die Notwendigkeit, dem Vergessen zu widersprechen.

Ola Staszel

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29.10.
#463
Passage Kinos Astoria
The Masturbator - The Adventures of Edgar Hilsenrath + Diskussion
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29.10.2026
Passage Kinos Astoria
#463
The Masturbator - The Adventures of Edgar Hilsenrath + Diskussion
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Calendar
31.10.
#681
UT Connewitz
The Masturbator - The Adventures of Edgar Hilsenrath
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31.10.2026
UT Connewitz
#681
The Masturbator - The Adventures of Edgar Hilsenrath
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Regie
François-Xavier Destors
Buch
François-Xavier Destors
Schnitt
Marie Thomas-Penette
Produktion
Clara Vuillermoz
Co-Produktion
François-Xavier Destors, Marie Thomas-Penette, Heino Deckert, Willy Perelsztejn, Emmanuel Leraille
Ton
Manuel Vidal, Xavier Drouault
Sound Design
Manuel Vidal, Xavier Drouault, Xavier Thibault
Musik
Éric Slabiak, Clément Garcin
Animation
Charlie Mars

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Kontakt
Vaidute Fischer
antrag@majade.de
World Sales
Stephan Riguet
Andana Films
sriguet@andanafilms.com
Hommage: Trollfilm
Filmstill Mum’s Hair
Mum’s Hair Maja Arnekleiv
Während der Chemo verwandeln Maja und ihre Geschwister die Haar-Transformation ihrer Mutter Anita Killi in einen liebevollen Pixilation-Film – Gewinner der Goldenen Taube 2017.
Filmstill Mum’s Hair

Mum’s Hair

Mammas hår
Maja Arnekleiv
Hommage: Trollfilm
Animationsfilm
Norwegen
2017
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Der Verlust der Kopfhaare durch eine Chemotherapie ist für viele Menschen ein schmerzhafter Einschnitt, auch weil die Glatze die neue Verletzlichkeit so ausstellt. Doch Maja Arnekleiv, die Tochter der norwegischen Animationsregisseurin Anita Killi, verwandelt die Schritte der Transformation – die Original-Mama-Haare, die Fast-Glatze, den neuen Haarwuchs, der so anders ist als die Pre-Chemo-Haare – in eine Hommage an Resilienz, Liebe und Familienzusammenhalt, auch in schwierigen Krankheitszeiten. In einem über zwei Jahre entstandenen Pixilation-Dokumentarfilm hält sie in 755 (aus über 3.000 geschossenen) Einzelbildern fest, wie sie und ihre Geschwister die Haare von Anita Killi, die die Betrachter*innen dabei immer fest im Blick hat, frisiert, föhnt, stylt, mit Zöpfen und Haarspray herrichtet. Mal lachend, mal ernst, immer liebevoll. Für ihren zarten, sehr rührenden Film, der die Vierfach-Mama feiert, wie auch immer sie ausschaut, gewann Maja Arnekleiv 2017 die Goldene Taube.

Marie Ketzscher

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29.10.
#473
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#473
Teil der Kompilation
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Maja Arnekleiv
Kamera
Maja Arnekleiv
Produktion
Anita Killi
Musik
Mattis Sørum

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Kontakt
Claus Gladyszak
claus@trollfilm.no
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Nonna Lucia
Nonna Lucia Marcel Barelli
Ein Haus voller Habseligkeiten. Was erzählt der Nachlass über einen Menschen? Marcel Barelli kombiniert Stop-Motion und Videomaterial, um sich dem Leben seiner geliebten Nonna zu nähern.
Filmstill Nonna Lucia

Nonna Lucia

Nonna Lucia
Marcel Barelli
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Schweiz
2026
7 Minuten
Italienisch
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere
Was erzählen einem die Habseligkeiten über einen Menschen? Manchmal eine ganze Lebensgeschichte. So ist es zumindest für Marcel Barelli, der den Hausstand seiner lieben Nonna nach ihrem Ableben geerbt hat. Barelli kombiniert Stop-Motion und eigenes Videomaterial zu einer persönlichen Personenbeschreibung: Wir sehen unter anderem Strick- und Nähwerkzeug und ein Bild später schon die sockenstopfende Oma, die nichts gern wegwarf, die immer reparierte. Aber die Objekte zeigen auch die Leerstellen: Hat sie nicht Kinder geliebt – wo sind dann die ganzen Spielsachen hin? Barelli weiß um die überwältigend emotionale Macht der Erinnerung, die Gegenstände auslösen können. Zugleich findet er Trost und Kraft in ihnen. Als er die Blutspendeurkunde der Oma entdeckt zum Beispiel, die nicht nur etwas über ihren Alltag preisgibt, sondern auch über ihre Werte. Werte, an die es lohnt, anzuknüpfen.

Marie Ketzscher

Thematisiert Tod

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27.10.
#274
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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27.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#274
Teil der Kompilation
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Calendar
28.10.
#351
CineStar 7
Teil der Kompilation
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28.10.2026
CineStar 7
#351
Teil der Kompilation
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28.10.
#322
CineStar 4
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28.10.2026
CineStar 4
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Calendar
31.10.
#631
CineStar 5
Teil der Kompilation
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31.10.2026
CineStar 5
#631
Teil der Kompilation
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marcel Barelli
Produktion
Nicolas Burlet
Sound Design
Jérôme Vittoz
Animation
Marcel Barelli
Animation Technique
Objects

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Kontakt
Marcel Barelli
marcelbarelli@bluewin.ch
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Nothing Happens After Your Absence
Nothing Happens After Your Absence Ibrahim Omar
„Kino ist hier verboten – hier spielt man lieber Fußball“. Um in seinem Heimatdorf im Sudan Filme zu zeigen, muss Ibrahim Bürokratie und Gegenwehr überwinden. Dann bricht der Krieg aus.
Filmstill Nothing Happens After Your Absence

Nothing Happens After Your Absence

Nothing Happens After Your Absence
Ibrahim Omar
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Sudan
2026
16 Minuten
Arabisch,
Tigre
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Ibrahim ist zurück in dem Dorf, das er einst verlassen hat. Er möchte Filme zeigen. Doch „Kino ist hier verboten, Ibrahim – hier spielt man lieber Fußball“, heißt es in blauer Schrift über der trockenen Landschaft. Also veranstaltet das Sudan Film Institute ein Fußballmatch mit vier Teams, benannt nach Elia Suleiman, Abbas Kiarostami, Ousmane Sembène und Abderrahmane Sissako. Wer gewinnt, bestimmt den Film des Abends. Bis dahin sind lokale Gepflogenheiten und Bürokratie zu überwinden. Und dann bricht der Krieg aus. „Nothing Happens After Your Absence“ ist der letzte Teil von Omers Trilogie „After the Event or Post-Trauma“, die den Sudan in einem zeitlichen Schwebezustand betrachtet: Der Krieg bleibt dabei außerhalb des Bildes. Er erscheint in Texteinblendungen, im Kinderspiel, in Konversationen. Mit Humor und Satire erzählt Omer von der Gewalt, die in den Alltag eindringt, und vom Kino als Ort des Widerstands und der Gemeinschaft.

Seggen Mikael

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28.10.
#374
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#374
Teil der Kompilation
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29.10.
#461
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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29.10.2026
Passage Kinos Astoria
#461
Teil der Kompilation
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Calendar
30.10.
#542
CineStar 6
Teil der Kompilation
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30.10.2026
CineStar 6
#542
Teil der Kompilation
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01.11.
#773
Passage Kinos Wintergarten
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01.11.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Regie
Ibrahim Omar
Kamera
Ala Kheir
Schnitt
Ziad Faid, Youhanna Nagy
Produktion
Ibrahim Omar
Ton
Ala Kheir, Ibrahim Omar, Youssef Assaf

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Kontakt
Flavio Armone
World Sales
Flavio Armone
Lights On
lightsonteam@gmail.com
Retrospektive
Filmstill Now!
Now! Santiago Álvarez
„Now!“ feuert ins Bild wie aus einem Maschinengewehr. Ein radikaler Aufschrei gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA: laut, wütend, kompromisslos und dringlich, bis heute.
Filmstill Now!

Now!

Now!
Santiago Álvarez
Retrospektive
Dokumentarfilm
Kuba
1965
6 Minuten
ohne Dialog
Keine Premiere

„Still I believe / We are created, free and equal / Now / Now / Now …“ Die US-amerikanische Sängerin Lena Horne interpretiert das hebräische Lied „Hava Nagila“ mit verändertem Text: „Now!“ (1963) wurde zu einer Hymne der Bürgerrechtsbewegung in den USA, während Santiago Álvarez‘ gleichnamiger Film zum Agitprop-Klassiker avancierte. Er montiert Fotografien und wenige kurze Bewegtbildsequenzen von Rassendiskriminierung, Polizeigewalt und weißem Terror im Rhythmus von Hornes Song. Allein die Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche zeigte „Now!“ nach der Golden Taube 1965 fünf weitere Male in zwei Jahrzehnten. Die Präsenz des kubanischen Dokumentarfilms in Leipzig gleicht einer langen Erfolgsgeschichte, nicht zuletzt dank Álvarez, seinem bekanntesten Vertreter. Neben den Vorführungen seiner Filme war er mehrmals Mitglied der Internationalen Jury. Selbst nach dem Eklat um die Positionierung zum Prager Frühling 1968 blieb Álvarez Dauergast.

Florian Wüst

Enthält Darstellungen von Rassismus, körperliche Gewalt

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27.10.
#233
CineStar 5
Teil der Kompilation
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27.10.2026
CineStar 5
#233
Teil der Kompilation
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Santiago Álvarez
Kamera
Pepín Rodríguez, Adalberto Hernández
Schnitt
Norma Torrado, Idalberto Gálvez
Produktion
ICAIC – Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos

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Kontakt
Arsenal – Institut für Film und Videokunst
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill The  Snake Charmer
The Snake Charmer Jonathan Om
Hinter den üppigen Feldern die Landstriche der Vernichtung. Thailändische Arbeiter bestellen an der Grenze zu Gaza israelische Felder. Eine Roboterschlange beschwört eine falsche Sicherheit.
Filmstill The  Snake Charmer

The Snake Charmer

The Snake Charmer
Jonathan Om
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
81 Minuten
Thai,
Hebräisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Weltpremiere

Üppige Avocadoplantagen. Am Horizont steigt Rauch auf. Dann Echos von Explosionen. Im „Envelope“, kurz vor der Grenze zu Gaza, bestellen Yo, Tom, Yan, Piak und Lee israelische Felder. Wie viele andere Wanderarbeiter wurden sie dafür aus Thailand angeworben. Sie arbeiten unter Lohnniveau, oft sieben Tage die Woche, bis zu 17 Stunden am Tag, um ihre fernen Familien zu unterstützen. Sie werden von einer Roboterschlange beobachtet, die durch die Felder kriecht und nach Hamas-Tunneln unter dem Farmland sucht. Patronenhülsen zwischen dem Unkraut, notdürftige Schutzgebilde vor den Barracken – eine Psychogeografie der Angst und Schutzlosigkeit. Manchmal, in Momenten kurzer Freizeit, lenken die heiteren Spiele und die Gemeinschaft der jungen Männer davon ab. Am 7. Oktober 2023 öffnet sich die Unterwelt und unterbricht den Film, der danach zu den Familien der Opfer in Thailand reist. Am Ufer des Mekong wacht der mythische Schlangengott Naga über die Schwelle zwischen den Lebenden und den Toten. Eine ungreifbar schwebende, teilnehmende Erzählung über prekäre Arbeitsbewegungen durch einen militärisch-agrarischen Komplex.

Jan Künemund

Thematisiert körperliche Gewalt, Kriegsszenen

Enthält Darstellungen von Tod

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29.10.
#413
CineStar 2
The Snake Charmer
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29.10.2026
CineStar 2
#413
The Snake Charmer
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Calendar
30.10.
#5D1
Kinobar Prager Frühling
The Snake Charmer
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30.10.2026
Kinobar Prager Frühling
#5D1
The Snake Charmer
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Calendar
01.11.
#732
CineStar 5
The Snake Charmer
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01.11.2026
CineStar 5
#732
The Snake Charmer
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jonathan Om
Kamera
Ori Ben Ari, Jonathan Om
Schnitt
Aacharee Ungsriwong
Produktion
Melanie Andernach, Knut Losen, Elance Diamant, Naruemon Chaingam
Co-Produktion
Jonathan Om
Ton
Jonathan Om
Sound Design
Daniel Meir

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Melanie Andernach
mel@madeingermany-film.de
Nominiert für: DEFA Förderpreis, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
Retrospektive
Filmstill Somos +
Somos + Pedro Chaskel, Pablo Salas
„Wir sind mehr“ steht auf den Schildern der ‚Mujeres por la vida'. 1985 trotzen Chileninnen Tränengas und Wasserwerfern. Ihr Widerstand gegen die Militärdiktatur bleibt ungebrochen.
Filmstill Somos +

Somos +

Somos +
Pedro Chaskel, Pablo Salas
Retrospektive
Dokumentarfilm
Chile
1985
16 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Ermutigt durch die UN-Resolution vom 6. November 1974, die sich gegen die Menschenrechtsverletzungen der chilenischen Militärdiktatur richtete, formierte sich ein erster Zusammenschluss von Angehörigen inhaftierter und verschwundener Personen. Ob in dieser oder anderen Initiativen, die für die Rückkehr zur Demokratie in Chile kämpften: Der Widerstand ging maßgeblich von Frauen aus. Dieser wurde in den 1980er Jahren immer sichtbarer, nicht zuletzt durch die Kreativität der Aktionsformen. Ein Beispiel: Die „Mujeres por la vida“ organisierten am 30. Oktober 1985 unter dem Slogan „Somos +“ (Wir sind mehr) eine Protestaktion im Stadtteil Providencia, Santiago. Die Frauen bildeten drei sich aufeinander zubewegende Reihen, die jeweils ein Band in einer der Nationalfarben Chiles trugen. Die auf Video gedrehte Dokumentation des Protests und seiner gewaltsamen Auflösung durch die Polizei wurde bei den Westdeutschen Kurzfilmtagen Oberhausen 1986 mehrfach ausgezeichnet.

Florian Wüst

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt

Termine und Tickets DOK Leipzig Logo

01.11.
#733
CineStar 5
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 5
#733
Teil der Kompilation
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Regie
Pedro Chaskel, Pablo Salas
Kamera
Pablo Salas, Leopoldo Correa
Schnitt
Pedro Chaskel, Pablo Salas
Produktion
Antu Producciones

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Carsten Spicher
spicher@kurzfilmtage.de