Die Multiplayer-VR-Erfahrung lädt uns in ein, einem heiligen Ritual der Kikuyu-Community in Kenia beizuwohnen, bei dem ein Mann zur Frau und eine Frau zum Mann werden kann.
Der Mugumo, der kenianische Feigenbaum, steht in der Mythologie der Kikuyu-Community für Transformation und Wiedergeburt. Die Multiplayer-VR-Erfahrung lädt uns ein, einem heiligen Ritual beizuwohnen: Beim Tanz um den Mugumo kann ein Mann zur Frau und eine Frau zum Mann werden. Wir begleiten Waicici, eine Person ohne Geschlecht, auf der Suche nach der ehrlichsten Version ihrer selbst.
Lars Rummel
Credits
Produktion
Antoine Cayrol, Steve Jelly
Co-Produktion
Steve Jelly, Arnaud Colinart, Opeyemi Olukemi, Rafael Pavon, Annick Jakobowicz, Simon Windsor
Produktionsfirma
POV Spark, France Télévisions, Dimension, Atlas V
Choreografie
Stephen Buescher
Key Collaborator
Andrew Orkin, Banna Dasta, Toby Coffey, Steve Jelly, Simon Windsor, Akash Kushwaha, Annick Jakobowicz, Stephen Buescher, Opeyemi Olukemi, Arnaud Colinart, Rafael Pavon, Antoine Cayrol, Derren Sinnott
Es herrscht völlige Dunkelheit, die Reizüberflutung ist abgestellt. Der Sound übernimmt die Regie und lässt Geschichten entstehen. Sie spielen ausschließlich im eigenen Kopf.
Es herrscht völlige Dunkelheit. Die Konzentration richtet sich auf die sphärischen Klänge um uns herum. Bässe wandern durch den Körper, triggern Bilder, Emotionen. Die Reizüberflutung, die uns sonst so fest im Griff hat, ist abgestellt. Der Sound – improvisiert und interaktiv moduliert – übernimmt die Regie. Geschichten entstehen. Und das ausschließlich im eigenen Kopf.
Eine Subkultur öffnet sich: Die Ballroom-Szene reflektiert ihre Lebenswirklichkeit, ihre Ideen von kultureller Aneignung und Selbstermächtigung fernab mehrheitsgesellschaftlicher Normen.
Dieser Einblick in eine internationale Subkultur zeigt, dass die Ballroom-Szene mehr ist als nur extravaganter Wettbewerb. Fünf Ballroom-Dancer beschreiben eine Lebenswirklichkeit, in der weiß dominierte, heteronormative Muster keinen Raum haben. Sie sprechen über Ideen der kulturellen Aneignung, über Safe-Spaces, Gemeinschaft und gegenseitige Stärkung, über Identität und Selbstausdruck.
Osario und Benedito leben in einem Raum, in dem es scheinbar keine Schwerkraft gibt. Ihr Kosmos kennt kein Oben oder Unten. Aber ist die ganze Leichtigkeit doch nur eine Illusion?
Osario und Benedito, zwei Brüder, führen ein ruhiges und isoliertes Leben. In ihrem Kosmos scheint es keine Schwerkraft zu geben. Gegenstände fliegen umher – kein Oben, kein Unten, keine Anhaltspunkte für die Orientierung. Die beiden kennen nichts anderes als dieses Schweben im Raum. Wir schweben mit und sind irritiert: Ist die ganze Leichtigkeit nur eine Illusion?
Ein synästhetischer Essayfilm: Dystopische und anonyme Geschichten fügen sich zu einer Collage der verstörenden sozialen und politischen Phänomene in Zeiten der Covid-19-Pandemie.
Die globale Covid-19-Pandemie hat menschliche Beziehungen verändert. Aus Archivmaterial, 360°-Aufnahmen und künstlich generierten Bildern entsteht ein synästhetischer Essayfilm über Einsamkeit, Verunsicherung und die zunehmende Verlagerung des Alltags ins Digitale. Dystopische und anonyme Geschichten verbinden sich zu einer Collage der verstörenden sozialen und politischen Phänomene unserer Zeit.
Lars Rummel
Credits
Produktion
Rodrigo Moreira
Produktionsfirma
Mundivagante Studio
Schnitt
Lui Avallos
Sprecher*in
Lui Avallos, Agnese Riaudo, Filippo Stagnini, Jessica Menezes
Eine meditative Reise in die nordische Mythologie: Während sich die irdische Welt auflöst, ziehen uns Stimmen in ein verloren gegangenes Universum unter Wasser.
In der nordischen Mythologie ranken sich zahlreiche Sagen um Wasserwesen, die Seefahrer hinaus aufs Meer locken. Die VR-Erfahrung nimmt uns mit auf eine meditative Reise in diese mythische Wirklichkeit. Während sich die Welt um uns herum auflöst, ziehen uns Stimmen in ein verloren gegangenes Universum unter Wasser, in dem die Grenzen zwischen Realität, Fantasie, Mensch und Natur verblassen.
Ein VR-Erfahrungsraum, der eigentlich ein ganzes Universum ist. Kaum jemand kennt die Welt der Pilze, obwohl sie uns umgibt. Hier schrumpft man zur Hyphe und wird Teil davon.
In Zusammenarbeit mit der Mykologin und Aktivistin Giuliana Furci entstand ein VR-Erfahrungsraum, der eigentlich ein ganzes Universum ist. Kaum jemand kennt die Welt der Pilze, obwohl sie uns umgibt und prägt. Wir schrumpfen zur Hyphe, kommunizieren mit Baumwurzeln, verwandeln Gifte in wertvolle Nährstoffe und werden Teil eines schier endlosen, aber unsichtbaren Netzwerks, das unsere Erde trägt.
Als das Künstlerduo Karnapke und Johnson mitten in einem Projekt durch Covid-19 getrennt wird, entsteht eine Korrespondenz über den ständigen Wandel, in dem wir leben.
Als das Künstlerduo Karnapke und Johnson mitten in einem Projekt durch Covid-19 getrennt wird, entsteht eine Korrespondenz über den ständigen Wandel, in dem wir leben. Die darauf basierende VR-Erfahrung ist eine begehbare Meditation: über Realität, über Normalität und über die Vorzeichen, die den Regelfall von der Ausnahme unterscheiden, visualisiert in einem Raum aus unzähligen Partikeln.
Wir werden durch ein spekulatives posthumanistisches Szenario rund um die Beziehung zwischen Mensch, Maschine und Natur geleitet. Eine KI hilft beim Übergang ins Digitale.
Wir treffen auf eine künstliche Intelligenz, die uns den Übergang ins Digitale erleichtern soll. Das Leben in der analogen Welt ist nicht länger möglich, noch nicht einmal nötig. Die VR-Erfahrung leitet durch ein spekulatives Szenario, das die Beziehung zwischen Mensch, Maschine und Natur im Posthumanismus beleuchtet. Text, Bild und Sound wurden mithilfe von KI und Algorithmen generiert.
Inspiriert von rituellen Praktiken verschiedener Kulturen behandelt die VR-Erfahrung den Verlust von Gemeinschaftssinn und Empathie. Hier werden Tanz und VR-Technologie kombiniert.
Inspiriert von rituellen Praktiken verschiedener Kulturen behandelt die VR-Erfahrung den Verlust von Gemeinschaftssinn und Empathie. Moderner Tanz und VR-Technologie werden kombiniert, um alte Riten neu zu erforschen und ihr sinnstiftendes Potenzial für zukünftige Gesellschaften freizulegen. Der Titel der Arbeit bezieht sich auf einen der Legende nach „erleuchtenden“ Trank aus dem antiken Griechenland.
Lars Rummel
Credits
Produktion
Mara Nedelcu
Co-Produktion
Motion Bank (Hochschule Mainz), Sensorium Festival
Creative Technologist
Marko Júda
VFX Artist
Florian Friedrich (Narranoid)
Ton
Alexandra Timpau
Choreografie
Taneli Törmä
Performer
Milena Wiese, Finn Lakeberg, Bojana Mitrović, Amber Pansters, Zachary Chant
Angelehnt an Raymond Roussels Roman „Locus Solus“ erkunden wir die Welt um den Erfinder Martial Canterel. Dessen Anwesen ist ein Ort der Innovationen, jedoch ohne jede Moral.
Angelehnt an Raymond Roussels Roman „Locus Solus“ erkunden wir die Welt um den Erfinder Martial Canterel. Dessen Anwesen ist ein Ort der Innovationen, ein Raum für Experimente, die sich der ethischen Verantwortung entziehen. Wer hier zu Gast ist, wird auch zum Forschungsobjekt – und muss sich fragen, ob der wissenschaftliche Fortschritt jedes Opfer rechtfertigt.
Der animierte 360°-Film rekonstruiert die Erinnerungen von Gefangenen, die Folter und politische Indoktrination in einem chinesischen Umerziehungslager ertragen mussten.
Im Frühjahr 2017 begannen die Behörden in der chinesischen Region Xinjiang damit, Tausende von Uiguren, Kasachen und anderen überwiegend muslimischen Minderheiten ohne jede rechtliche Grundlage in sogenannten Umerziehungslagern zu inhaftieren. Der animierte 360°-Film rekonstruiert die Erinnerungen von drei Männern, die politische Indoktrination, Folter und Einzelhaft ertragen mussten.
Eine Spiegelskulptur an der St.-Pauls-Kathedrale in London: Dort scheint nichts zu sein. Oder doch? Die Grenzen unserer Vorstellungskraft werden zur eigentlichen Erzählung.
In einem digitalen Zwischenmoment trifft Nichts auf Alles. Wir befinden uns mitten in einer Spiegelskulptur an der St.-Pauls-Kathedrale in London. Dort scheint nichts zu sein, doch man fordert uns immer wieder auf, mehr zu sehen. Die Grenzen unserer Vorstellungskraft und Orientierung werden zur eigentlichen Erzählung. Wir könnten uns ihr jederzeit entziehen. Aber was entginge uns dann?
Die Erde ist zerstört, Zeit ist reine Illusion. Im Weltall erkunden wir unser neues kollektives Bewusstsein und nehmen Formen an, die unsere DNA ursprünglich nicht vorgesehen hatte.
Was passiert, wenn wir die zerstörte Erde verlassen müssen? Die VR-Erfahrung nimmt uns mit ins Weltall: Unser Bewusstsein wird kollektiv und unsere DNA wird zu neuen Lebensformen modifiziert. Hier ist Zeit nichts als Illusion – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen. Wir landen dort, wo wir angefangen haben, doch in welcher Form und wann? Ein Kreislauf endloser Reinkarnation.
Lars Rummel
Credits
Produktion
Hsiao-Yue Tsau
Ausführende Produktion
Chung-Hsien Chen
Produktionsfirma
Virtual and Physical Media Integration Association of Taiwan
Wie sehen zukünftige urbane Lebensräume aus? Die VR-Erfahrung macht aus Kinderfantasien begehbare Stadtszenarien – alternative Architekturen für die Gesellschaften von morgen.
Wie sehen zukünftig urbane Lebensräume aus? Und wie gestalten sie sich, wenn sie durch die Vorstellungskraft von Kindern inspiriert sind? 250 Kinder ließen ihre Fantasie zur Stadt von morgen spielen. Auf dieser Grundlage entwirft die VR-Erfahrung begehbare Szenarien. Die Arbeit ist Teil einer laufenden interdisziplinären Kollaboration, die neue Konzepte für sich verändernde Gesellschaften entwickelt.
Lars Rummel
Credits
Produktion
Ioana Mischie, Sorin Baican
Co-Produktion
Mircea Olteanu, Horia Spirescu, Vivek Reddy, Călin Bogdacenco
Produktionsfirma
Noe-Fi Studios, SeeThree, Studioset, Storyscapes
Schnitt
Bogdan Jugureanu
VR Entwicklung
Andrei Păun, Minodora Toma, Andrei Bîrsan, Horia Spirescu, Dimitrie Grigorescu
Interaktives Design
Abhinav Sonowal, Vivek Anand, Adrian Tăbăcaru
3D-Künstler*in
Alexandru Pop
Ton
Andrei Nechifor, Ina Bozdog
Buch
Ioana Mischie, children of “Government of Children ”
Begleitet von Mutter Natur begeben wir uns auf eine kollektive Reise. In diesem Multiplayer-VR-Ritual erhalten wir die Chance, uns mit ihr und uns selbst zu versöhnen.
Willkommen im Anthropozän. Willkommen in einem Zeitalter, das ganz und gar vom Wirken des Menschen geprägt ist. Dieses Multiplayer-VR-Ritual arrangiert ein Treffen mit Mutter Natur. Wir erhalten die Chance, uns mit ihr zu versöhnen, abgerissene Verbindungen zur Welt neu aufzunehmen und uns wieder in Einklang mit der Erde und uns selbst zu bringen.