Mit ihrem Skizzenbuch im Gepäck reist eine Spanierin nach Indien, um ihren psychisch kranken Freund zu besuchen. Intensive Bilder und Farben visualisieren ihre vermutlich letzte Begegnung.
Mit ihrem Skizzenbuch im Gepäck reist die Spanierin Inés nach Indien, um ihren psychisch kranken Freund Ámár zu besuchen. Das Wiedersehen ist harmonisch und berührend, doch die Stimmung kippt. Die Stadt, in der Ámár wohnt, das Haus und sein Zimmer werden zum Spiegel von Inés’ innerem Erleben und erzählen in intensiven Farben und Texturen von einem unerträglichen Zustand zwischen Zuneigung und Abscheu.
Seltsame Figuren begegnen uns in den strophenartigen Segmenten dieses animierten Experiments. Verrauschte Textbruchstücke aus einem Interview verheddern sich in der Musik von Xabier Erkizia.
Insekten unterschiedlicher Spezies finden zusammen. Sie installieren eine Bühne, auf der sich ein Rausch aus Farben und Texturen entwirrt. Seltsame Figuren begegnen uns in den strophenartigen Segmenten dieses animierten Experiments. Die bildlichen Assoziationen erwachsen aus einem Klangstück von Xabier Erkizia, das er anlässlich eines Interviews mit dem 2007 verstorbenen Musiker Santiago Irigoyen komponierte.
Black BoxIsabel Herguera, Izibene Oñederra Aramendi
Ein Hund nimmt uns mit in das Innere eines Leuchtturms. Dort bäumt sich Seefahrts- und Eroberungsgeschichte auf: in halluzinierten Bilderrätseln voller Grausamkeit.
Ein Kleintransporter nähert sich dem Leuchtturm auf dem Monte Igueldo an der Bucht vor San Sebastián. In dem Turm lebt eine Frau mit ihrem Hund. Die Umzugskartons mit Akten und Papieren sind gepackt. Noch bevor der Fahrer sie verladen kann, erhalten wir Zutritt zum ungewöhnlichen Inneren des Gebäudes. Darin bäumt sich Seefahrts- und Eroberungsgeschichte auf: in halluzinierten Bilderrätseln voller Grausamkeit.
Der Assistenzhund einer blinden Person reißt sich los und verschwindet im Getümmel einer summenden Großstadt. Eine Reise beginnt, bei der die Sinne vor neuen Herausforderungen stehen.
Das Klingeln eines Telefons leitet über in die Soundlandschaft einer Großstadt. Das Brummen von Autos vermischt sich mit den Geräuschen eines Fußballspiels. Provoziert von einer Katze, reißt sich der Assistenzhund einer blinden Person los und trägt uns hinüber in eine Welt, deren räumliche Dimensionen sich kaum fassen lassen. Eine Reise beginnt, bei der die Sinne vor neuen Herausforderungen stehen.
Diaries of Confinement – Part OneKatrin Hauser, Lenia Friedrich, Arjun Patel, Milan Haupt, Dexin Yin, Quingqi Ren, Tianyi Zhang, Diego Herguera, Raquel Gálvez Soto, Toni Planas Portas, César García Villafaina, Inés Gonzáles, Candela Carroceda, Agata Tracevič, Justinas Erminas, Eva Rodz, Žilvinas Baranauskas, Margarita Valionytė
Die Studierenden von sieben internationalen Hochschulen tauschen sich online über ihre erzwungene Isolation im Lockdown aus – und kommen sich über dieses gemeinsame Filmprojekt nah.
Katrin Hauser, Lenia Friedrich, Arjun Patel, Milan Haupt, Dexin Yin, Quingqi Ren, Tianyi Zhang, Diego Herguera, Raquel Gálvez Soto, Toni Planas Portas, César García Villafaina, Inés Gonzáles, Candela Carroceda, Agata Tracevič, Justinas Erminas, Eva Rodz, Žilvinas Baranauskas, Margarita Valionytė
Hommage: Isabel Herguera 2024
Animationsfilm
Deutschland,
Schweiz,
China,
Indien,
Mexiko,
Kolumbien
2020
16 Minuten
Englisch,
Hindi,
Chinesisch,
Italienisch,
Spanisch,
Albanisch,
Portugiesisch (Portugal)
Untertitel: 
Englisch
Anfang 2020 steht die Welt im Lockdown still. Die Wohnungen werden zu Raumstationen, die gegen die Außenwelt luftdicht abgeriegelt sind. Niemand geht vor die Tür, nur die Gedanken gehen auf Wanderschaft. Die Studierenden von sieben internationalen Hochschulen tauschen online persönliche Eindrücke und Reflexionen der erzwungenen Isolation aus und kommen sich über dieses gemeinsame Filmprojekt nahe.
Franka Sachse
Credits
Regie
Katrin Hauser, Lenia Friedrich, Arjun Patel, Milan Haupt, Dexin Yin, Quingqi Ren, Tianyi Zhang, Diego Herguera, Raquel Gálvez Soto, Toni Planas Portas, César García Villafaina, Inés Gonzáles, Candela Carroceda, Agata Tracevič, Justinas Erminas, Eva Rodz, Žilvinas Baranauskas, Margarita Valionytė
Ein Musikvideo, umgesetzt als Sandanimation: Ein zuckender Wirbel aus Licht durchbricht die flirrende Dunkelheit. Zwei Hände fangen ihn ein und wandeln sich in eine Figur, deren Weg wir verfolgen.
Ein Musikvideo, umgesetzt als Sandanimation. Es visualisiert den gleichnamigen Rap-Song der Mestizo-Band Ojos de Brujo aus dem 2002 veröffentlichten Album „Barí“. Im Fluss des Sandes materialisieren sich wirbelnde, ineinandergleitende, kraftvoll rhythmisierte Bilder. Die energiegeladenen Beats und der eindringliche Sprechgesang tragen die Erzählung von Habgier und Betrug, der wir wie in Trance folgen.
Die Briefe ehemaliger FARC-Guerilleros aus Kolumbien bilden die Grundlage dieser persönlichen Erinnerungen. – Ein berührender, durch seine visuelle Experimentierfreude beeindruckender Film.
Ehemalige Kämpfer*innen der kolumbianischen FARC-Guerilla berichten in Briefen von den für sie prägendsten Erfahrungen aus der Zeit im bewaffneten Untergrund. Studierende von Universitäten auf drei Kontinenten nehmen sich in einem parallel ablaufenden kollektiven Prozess dieser persönlichen Erinnerungen an und entwickeln einen berührenden, durch seine visuelle Experimentierfreude beeindruckenden Film.
Franka Sachse
Credits
Regie
collective
Produktion
Kunsthochschule für Medien Köln, National Institute of Design, Universidad Nacional Autónoma de México, Universidad Nacional de Colombia en Bogotá, Pontificia Universidad Javeriana, China Central Academy of Fine Arts
Die Geister der Toten eines mexikanischen Friedhofs erheben sich und machen sich auf, die Mauer in die USA zu überqueren. Die Spukgeschichte von 1994 verursacht Gänsehaut durch ihre Aktualität.
Angestachelt von einem äußerst überzeugenden jungen Mann mit amerikanischem Akzent, erheben sich die Geister der Toten aus ihren Gräbern auf einem mexikanischen Friedhof und machen sich auf, die Mauer in die Vereinigten Staaten zu überqueren. Diese Spukgeschichte aus dem Jahr 1994 verursacht Gänsehaut durch ihre Aktualität und verzaubert durch ihren Witz, flirrende Farben und vibrierende Formen.
Sailor’s GraveVuk Jevremović, Juan Camilo González, Cecilia Traslaviña, Isabel Herguera, José Belmonte, Carlos Santa, Richard Reeves, Kemei Cheng, Liming Wang, Koldo Almandoz
Ein Schiffsunglück, die Nebelglocken eines Leuchtturms, der Wechsel der Gezeiten. Ein Film als Ergebnis eines interozeanischen Workshops: Aus kollektivem Schöpfungsakt entsteht intuitive Erzählung.
Vuk Jevremović, Juan Camilo González, Cecilia Traslaviña, Isabel Herguera, José Belmonte, Carlos Santa, Richard Reeves, Kemei Cheng, Liming Wang, Koldo Almandoz
Hommage: Isabel Herguera 2024
Animationsfilm
Spanien,
Kolumbien,
China,
Oman,
USA,
Singapur
2013
6 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Tätowierte Haut, Hafenmusik, die Schrecken eines Schiffsunglücks, die Nebelglocken eines Leuchtturms, der Wechsel der Gezeiten. Dieser Film über die ruhm- und todbringende See, der einen in die Tiefe der Meere zieht, ist das Ergebnis eines interozeanischen Workshops, der die kreativen Mechanismen des Cadavre-Exquis-Verfahrens anwendet: Aus einem kollektiven Schöpfungsakt entsteht eine intuitive Erzählung.
Franka Sachse
Credits
Regie
Vuk Jevremović, Juan Camilo González, Cecilia Traslaviña, Isabel Herguera, José Belmonte, Carlos Santa, Richard Reeves, Kemei Cheng, Liming Wang, Koldo Almandoz
Ein autobiografischer Einblick in die Familiengeschichte Isabel Hergueras zeigt uns einen Ausschnitt spanischer Geschichte aus einem sehr persönlichen Blickwinkel.
Isabel Herguera persönlich begrüßt uns in der Titelsequenz dieses autobiografischen Kurzfilms und lässt uns für einen kurzen Augenblick hinter die Kulissen ihrer Arbeit als Künstlerin schauen. Gleich darauf begeben wir uns mit ihr auf einen rasanten Trip durch einen Ausschnitt ihrer Familiengeschichte, der mit der Geburt ihrer Brüder im Jahre 1965 beginnt und mit dem Tod von General Franco 1975 endet.
Inspiriert von einer feministischen Science-Fiction-Geschichte, begibt sich die Spanierin Inés auf eine Entdeckungsreise durch Indien. Sie sucht Ladyland, das utopische Land der Frauen.
In einer indischen Großstadt fällt der jungen spanischen Künstlerin Inés das Buch „Sultanas Traum“ der bengalischen Schriftstellerin Rokeya Hossain in die Hände. Die 1905 entstandene feministische Science-Fiction-Geschichte begleitet Inés auf ihrer Reise durch das Indien der Gegenwart. Ihre Erlebnisse vermischen sich mit Sultanas Utopie: in durchscheinenden Aquarellen und detailreicher Hennamalerei.
Franka Sachse
Credits
Regie
Isabel Herguera
Buch
Gianmarco Serra, Isabel Herguera
Kamera
Eduardo Elosegi
Schnitt
Gianmarco Serra
Produktion
Fabian Driehorst, Chelo Loureiro, Mariano Baratech, Diego Herguera, Iván Miñambres
Sound Design
Simon Bastian, Gianmarco Serra
Musik
Gianmarco Serra, Tajdar Junaid
Animation
Izibene Oñederra Aramendi, Ana María Sabater Araújo, Paula Valiño Rivera, Sergio Pereira del Castillo, María José Alfonso Torrescusa
Filmvertrieb
Wouter Jansen
Deutscher Filmverleih
Vanessa Ciszewski
Künstlerisches Design
Francisco Muñoz de Gregorio, María Manero Muro, Rajesh Thakare, Nelson Cabrera Curbelo, Upamanyu Bhattacharyya, Bhusan Katkar, Aravind Senan, Begoña Vicario, Troy Vasanth
Sadhya wünscht sich Lehrerin zu werden und möchte fleißig dafür lernen. Doch das Geld, das ihre Eltern verdienen und von dem sie die siebenköpfige Familie ernähren, ist dafür zu knapp.
Während eines Workshops mit Mehendi-Künstlerinnen in Indien, der Teil der Projektentwicklung des Langfilms „Sultana’s Dream“ war, entstand dieses animierte Mädchenporträt. Detailreiche Hennazeichnungen bebildern die Erzählung der 15-jährigen Sadhya. Den Wunsch, Lehrerin zu werden, kann ihr die Familie nicht erfüllen. Sie übt sich als Schneiderin, um das Studium eines Tages selbst finanzieren zu können.
Ein Mädchen, eine Leidenschaft: alles, was hoch fliegt. Die Schaukel, der Luftballon. Doch dann gerät sie in die Fänge eines Vogelhändlers. Der einzige Weg nach draußen führt über das Fenster.
Ein Film um ein Mädchen mit einer Leidenschaft: Die Kleine begeistert sich für alles, was hoch hinaus fliegt. Auf der Schaukel lässt sie sich anschubsen, bis sie fast aus dem Bild verschwindet, und sie liebt ihren neuen Luftballon. Doch dann gerät sie in die Fänge eines Vogelhändlers, der sie in seiner Wohnung im obersten Stock eines Hochhauses einsperrt. Der einzige Weg nach draußen führt über das Fenster.
Der animierte Kurzfilm dokumentiert einen Workshop mit Henna-Künstlerinnen. Während ihrer Arbeit erzählen sie Isabel Herguera von ihren Träumen: vom Fliegen oder von einem Frauenparlament.
Dieser animierte Kurzfilm dokumentiert einen Workshop mit Mehndi-Künstlerinnen in Ahmedabad. Während die Frauen gemeinsam fantastische Formen mit Hennafarben entstehen lassen, erzählen sie ihrer Tutorin Isabel Herguera, wovon sie träumen: vom Fliegen zum Beispiel, von einem Frauenparlament, von einer Reise in die Schweiz. Samira sehnt sich nach Unabhängigkeit – und verschafft sich Gehör mit einem Rap.
Animierte Kinderzeichnungen erzählen vom Alltag junger HIV-Patient*innen in Indien. Der von den Kindern selbst kommentierte Film ist eine Bildgeschichte voller Lebendigkeit und Energie.
Animierte Kinderzeichnungen erzählen vom Alltag junger HIV-Patient*innen in einer Klinik in der indischen Stadt Tivim. Der Tagesablauf wird bestimmt vom gemeinsamen Lernen und Spielen, von gutem Essen und der Einnahme von Medikamenten, manchmal auch vom Kampf mit den Tränen und der Wut. Dennoch ist der von den Kindern selbst kommentierte Film eine Bildgeschichte voller verspielter Lebendigkeit und Energie.
Inmitten einer eisigen Landschaft kommt eine Gruppe fantastischer Charaktere zusammen und erinnert sich an einen gemeinsamen Freund. Ihre Begegnung durchwärmt die frostige Szenerie.
Ein Weinberg im Winter. Wind faucht durch die nackten Reben. Jäger sind auf der Pirsch, ihrerseits beobachtet von einem Liebespaar. Sommerliche Stimmung bricht herein. Es entfaltet sich ein assoziativer Bilderreigen, der von den Landschaften des Piemont ins alte Ägypten führt und an die Tänzerin Ester aus Clavesana erinnert, die an Heiligabend 1871 bei der Uraufführung von Verdis Oper „Aida“ in Kairo auftrat.