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Hope Is a Word
Jan-Philipp Kohlmann
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anita@smau.no
Ich würd dich gern sehen
In einem Dokfilm für Kinder geht es selten an diesen Ort: ein Gefängnis. Vier Kinder in Belgien nehmen uns hierhin mit. Sie zeigen uns den Weg vom Eingang bis zum Besuchsraum. Meist zweimal pro Woche besuchen sie dort ihre Mutter oder ihren Vater. Haftanstalten sind so gar nicht für Kinder gedacht und doch gibt es viele, die sie regelmäßig aufsuchen. Allein in Belgien haben über 16.000 Kinder einen Elternteil hinter Gittern. Dieser Film gibt den Kindern von Gefängnisinsassen eine Stimme. Sie erzählen, wie sie mit einer Situation umgehen, die sie sich nicht ausgesucht haben.
Lina Dinkla
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sebastien@dokma.be
in memory of
Carolin Weidner
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ciucioflorinda@gmail.com
Inside – Outside
Philip Zengel
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La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
Ein Aufruf zum radikalen Politikwechsel, ein agitatorisches Pamphlet für die nationale Befreiung Argentiniens: „La hora de los hornos“ bewegte die 68er-Generation weltweit wie kaum ein anderer Film. Der mehr als vierstündige Filmessay war über viele Jahre nicht nur in Argentinien verboten. In Form einer vielschichtigen dokumentarischen Collage lotet er virtuos die Möglichkeiten der Bild-Ton-Montage aus und entwirft ein Panorama der herrschenden sozialen und politischen Verhältnisse. „Neocolonialismo y violencia“ analysiert die Kolonisierung Lateinamerikas, dessen ökonomische wie kulturelle Abhängigkeit von den Industriestaaten der sogenannten Ersten Welt, insbesondere den USA, sowie die Allgegenwart der Gewalt. Der zweite Teil, „Acto para la liberación“, liefert eine Chronik des Peronismus und des Widerstands nach Peróns Sturz im Jahr 1955. „Violencia y liberación“, der kürzere dritte Teil, bekennt sich offen zum bewaffneten Kampf. Nach zweijähriger klandestiner Arbeit eines kleinen Teams um Fernando E. Solanas und Octavio Getino feierte „La hora de los hornos“ am 2. Juni 1968 Weltpremiere bei der Mostra Internazionale del Cinema Nuovo in Pesaro. Anlässlich der Berlinale zeigten die Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) den Dreiteiler nur wenige Wochen später. Mit Eröffnung des Kino Arsenal im Januar 1970 in der Welserstraße in Berlin-Schöneberg folgten unzählige Vorführungen der Verleihkopien des Films im eigenen Haus und anderswo.
Florian Wüst
Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Rassismus
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La infancia de Marisol
Der kubanische Dokumentarfilm war nie nur national orientiert, sondern sah seine Aufgabe auch darin, über die Vorgänge in der sogenannten Dritten Welt zu informieren. Bekannte Filme von Santiago Álvarez behandeln die antiimperialistischen Kämpfe in Vietnam und Laos. Ab Ende der 1970er Jahre erweiterte sich der Fokus auf die Bürgerkriege in Nicaragua und El Salvador, was sich im Leipziger Festivalprogramm gut ablesen lässt. In Oberhausen wiederum lief 1980 neben der Retrospektive „Kino in Cuba 1959–1979“ Bernabé Hernández’ „La infancia de Marisol“, einer der ersten kubanischen Filme, der nach dem Sieg der nicaraguanischen Revolution im Juli 1979 gedreht wurde. Grundlage sind die Erzählungen der 14-jährigen Marisol. Sie berichtet, wie sie sich der Sandinistischen Befreiungsfront anschließt, gegen die Diktatur kämpft, gefangen genommen und wie ihr Vater und ihr Bruder bestialisch gefoltert wird. Am Ende steht der Aufbruch in ein neues Leben: Marisols Studium in Kuba.
Florian Wüst
Thematisiert körperliche Gewalt, Folter
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spicher@kurzfilmtage.de
Lavra Dor
Nach dem Militärputsch in Brasilien im März 1964 stoppten die neuen Machthaber die zuvor begonnene, gerechtere Verteilung des Bodens. Die stattdessen durchgeführten Agrarreformen begünstigten Großgrundbesitz und Agrarindustrie, Gewerkschaften wurden unterdrückt. Vor diesem Hintergrund setzen sich Paulo Rufino und Ana Carolina mit den Kämpfen und Nöten der Landarbeiter*innen auseinander. In freier und poetischer Form montieren sie Fotografien, Filmsequenzen, Zitate in Wort und Bild zu einer experimentellen Collage, die die Grenzen des Dokumentarischen auslotet. Insbesondere spielen sie mit dem Mittel der Wiederholung – in einer Art nicht-linearen Interpretation von „Lavra Dor“ (1962) und anderer Gedichte von Mário Chamie. Der Film lief in der von Peter B. Schumann zusammengestellten „Woche des jungen Films: Lateinamerika“ der Berlinale 1970. Bereits vier Jahre zuvor hatte Schumann im Rahmen der Retrospektive des Festivals erstmals einen Querschnitt des brasilianischen „Cinema Novo“ nach West-Berlin gebracht.
Florian Wüst
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Letters from the Silenced Country
Carolin Weidner
Thematisiert Tod
Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt
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mirek@studioeverest.pl
Look, We’re in Europe
Anca Păunescu
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riad_arfin@hotmail.com
Moving Sisters
Nazieh, Shazieh und Hanieh, drei Schwestern aus Afghanistan, leben mit ihrem Vater auf unbestimmte Zeit in einem Flüchtlingscamp in Athen. Ihre Mutter ist bereits in Deutschland angekommen, wo ein neues Gesetz den geplanten Familiennachzug verhindert. Es beginnt ein Aufwachsen im Wartezustand. Über sieben Jahre begleitet der Film die Schwestern und zeigt die unstete Normalität, die sie sich trotz aller Widrigkeiten gemeinsam und getrennt aufbauen: mit Sporttrainings, Sprachunterricht und dem Drehen eigener Filmszenen, die von ihren Fluchterfahrungen geprägt sind. Christos Stefanou, Pädagoge und Filmemacher, lernte die drei Schwestern bei seiner Arbeit im Geflüchteten-Camp kennen, wo er fünf Jahre als Lehrer tätig war. Im Bewusstsein ihrer vulnerablen Situation und Lebensphase verfolgt er in seinem ersten dokumentarischen Langfilm einen kollaborativen Ansatz. Beobachtend und nah fängt er Gesten, Gedanken und Alltagsroutinen der drei Schwestern ein, wodurch sich Entwicklungsschritte und das Verstreichen der Zeit nicht nur körperlich zeigen. Und während Lernerfolge angesichts der sich ständig verändernden Lebenssituation bisweilen ihre Bedeutung verlieren, bleibt die wesentliche Frage bestehen: Wird es der Familie trotz aller Unwägbarkeiten gelingen, wieder zusammenzufinden?
Tina Jany
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christef@gmail.com
Nachtcafé
In der alten Franziskanerkirche brennt Licht. Die Gäste treffen ein, zum Aufwärmen und Schlafen. Es gibt Suppe und Berliner. Wenn alle versorgt sind, wird es wieder dunkel. Eine Stimme fragt die Filmemachenden: Kennen Sie Köln gut? Zwischen sehr viel Schwarzbild ein paar Fotografien. Menschen, Orte, Ingo erzählt. Eine alternative Stadtführung aus der Perspektive von Menschen, die auf der Straße leben. Interessant auch dann, vielleicht sogar Kunst, wenn man nicht viel erkennen kann. Am Ende der dokumentarischen Miniatur geht das Licht wieder an. Und der Protagonist tritt hinaus auf die Straße.
Jan Künemund
Thematisiert Drogenkonsum, psychische Erkrankungen
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ute.dilger@khm.de
Nicole Nicole
Alberte und Nicole sind Mutter und Tochter, drei Jahrzehnte trennen sie. Mit 55 und 87 leben sie immer noch zusammen in einer Villa am Genfer See und haben sich in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit eingerichtet: Nicole zögert, ihre Mutter zu verlassen, während es Alberte schwer fällt, sie gehen zu lassen; sie fürchtet das Alleinleben. In einem Haus voller Erinnerungsstücke, Katzen und zu vielen Uhren fühlt sich das Vertraute sicher an für das Mutter-Tochter-Duo, das oft gleichzeitig, wie Synchronschwimmerinnen, einnickt. Doch mit der Zeit macht sich die Familie Sorgen über Nicoles Selbstständigkeit. Nicole gilt als neuro-atypisch, „ambivalent“ in Bezug auf ihren vermeintlichen Zustand, und es gibt wenig Einrichtungen, die sie adäquat versorgen können. Dann beschließt Nicoles Schwester Danielle, ihr bei der Suche nach einer Wohnung und einer Arbeit zu helfen. Diese Szenen spielen sich parallel zum Alltag der Familie und den intimen Gesprächen vor der Kamera ab. Außerdem macht sich Nicole mit ihrer filmemachenden Nichte Lauren an eine spielerische kreative Übung, in der sie sich die vielen Szenarien des Lebens ausdenkt.
Sevara Pan
Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen
Trailer
Termine und Tickets
Eintritt frei