Thema
- Aktivismus
- Animierter Dokumentarfilm
- Arbeit/Wirtschaft
- Archivmaterial
- Coming of Age
- Digitale Kultur
- Experimentell
- Familie
- Gender
- Geschichte
- Gesellschaft
- Humor
- Jugend
- Krieg/Konflikte
- Kunst/Kultur
- LGBTQIA2S+
- Menschenrechte
- Musik
- Ostdeutsch
- Politik/Zeitgeschehen
- Porträt/Biografie
- Psyche/Geist
- Religion/Spiritualität
- Sport
- Umwelt
- Unterrepräsentierte Gruppen
- Wissenschaft/Technologie
Filmtyp
Barrierefrei
Custom type
Thema
- Aktivismus
- Animierter Dokumentarfilm
- Arbeit/Wirtschaft
- Archivmaterial
- Coming of Age
- Digitale Kultur
- Experimentell
- Familie
- Gender
- Geschichte
- Gesellschaft
- Humor
- Jugend
- Krieg/Konflikte
- Kunst/Kultur
- LGBTQIA2S+
- Menschenrechte
- Musik
- Ostdeutsch
- Politik/Zeitgeschehen
- Porträt/Biografie
- Psyche/Geist
- Religion/Spiritualität
- Sport
- Umwelt
- Unterrepräsentierte Gruppen
- Wissenschaft/Technologie
Barrierefrei
Free Zone
Abtin, ein junger Anarchist aus dem Iran, lebt nach seiner Flucht in Griechenland. In seiner Heimat führte er eine Untergrundbibliothek mit verbotenen Büchern. Wegen seiner Beteiligung an Protesten sei er verhaftet, inhaftiert und gefoltert worden. Im Athener Stadtteil Exarchia – Ort linker Utopien und schwer umkämpfter Schauplatz der Gentrifizierung – setzt er seinen politischen Kampf fort: Er organisiert sich in der Bewegung für Geflüchtete, besetzt Häuser, protestiert gegen illegale Pushbacks und kämpft für alternative Lebensentwürfe. Dabei ist seine eigene Lage höchst prekär, denn jeder Kontakt mit dem Staat kann seinen Aufenthaltsstatus bedrohen. Regisseurin Jasmine Alakari begleitet Abtin über den Zeitraum eines Jahres, erlebt seine Wut, Hoffnung und Ohnmacht, aber auch Euphorie und Zusammenhalt. Immer wieder kreist der Film um die Frage, wie sehr der politische Aktivismus das eigene Leben prägen darf und welche Rolle Gewalt dabei spielt. Währenddessen spitzt sich auf der Straße die Auseinandersetzung mit der Polizei zu und Abtin gerät tatsächlich ins Visier der Staatsmacht. Alakari dreht zwar weiter, merkt aber, dass sie sich auch mit ihrer eigenen Rolle auseinandersetzen muss. Was bedeutet es, Beobachterin zu sein? Wie weit kann ein Film die Ängste und Hoffnungen einer Person ins Bild setzen, die nicht die Freiheit hat, sich dieser Situation zu entziehen? „Free Zone“ gibt auf diese Frage keine einfache Antwort, sondern reicht sie weiter. An uns – das Publikum.
Luc-Carolin Ziemann
Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
jasmine.alakari@gmail.com
Glaube Sitte Heimat
André Eckardt
Enthält Darstellungen von Drogenkonsum, Nacktheit, körperliche Gewalt
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
fidelsievering@gmail.com
Growing Up
Łukasz träumt davon, Profiboxer zu werden. Seine Mutter Monika unterstützt ihn dabei so gut sie kann. Doch dass er dafür auf ein über 500 Kilometer entferntes Sportinternat ziehen muss, kann sie nicht nachvollziehen. Denn wer wäscht dort seine Wäsche und sorgt dafür, dass er pünktlich zum Training erscheint? Für Łukasz ist der Umzug ein Schritt in die Unabhängigkeit, aber auch eine Bewährungsprobe unter Gleichgesinnten. Zwischen hartem Training, neuen Freundschaften und der ersten Liebe wird das Internat nicht nur zum Sprungbrett für seine sportliche Karriere, sondern auch zum Ort des Erwachsenwerdens. Über fünf Jahre begleitet Adam Roszkowski seinen stillen Protagonisten auf dem Weg zur polnischen Juniormeisterschaft. Beobachtend und dezent inszeniert fügen sich Trainingsalltag, Familienmomente und auch ein erstes Date zu einer Erzählung, die so nah an ihren Figuren bleibt, dass das dokumentarische Format dabei beinahe in den Hintergrund tritt. Ganz dem Show-don't-tell-Prinzip verpflichtet, erzählt „Growing Up“ ebenso von der Hingabe und dem Preis des Leistungssports wie von den leisen Kämpfen, die es braucht, den eigenen Weg zu gehen.
Tina Jany
Trailer
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
jhan@wajdaschool.pl
The Hedge of Thorns
Immer wieder Brücken bauen. Damit sind Florian und Malene beschäftigt, und es geht ja auch nicht anders: Schließlich leben die beiden Kinder auf den gegenüberliegenden Seiten des Bächleins, wollen aber eigentlich immerzu miteinander spielen. Doch dann kommt der Krieg – und Florian darf nicht mehr zu ihr, denn Malene lebt jetzt im Feindesland: Das Bächlein ist zum Stacheldraht geworden. Mit ihrem kindgerechten Cut-out-Erwachsenenfilm (und vice versa!) erzählt Anita Killi von den unterschiedlichen Lebenswahrnehmungen von Jung und Alt, visuell inspiriert vom norwegischen Maler Theodor Kittelsen. Die Mikrokosmen der Kleinen sind liebevoll-detailliert eingefangen, vom Spiel im Schnee bis zum Nasenaneinanderreiben. Killi richtet den Blick dabei auch auf die Arbitrarität der meisten Konflikte. „War never dies, it just sleeps from time to time“, sagt Florians Vater, und: Es sind die Erwachsenen, die ihn wecken. Aber vielleicht fällt ja den nachfolgenden Generationen doch etwas anderes ein?
Marie Ketzscher
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
claus@trollfilm.no
Der Hund auf dem Papier
Die Schwester von Paul ist traurig: Seitdem sein kleiner Hund gestorben ist, hat ihr großer Bruder aufgehört, die fantastischen Comic-Abenteuer zu zeichnen, in denen er und der Hund die Helden waren. Beharrlich besteht die kleine Schwester darauf, dass er endlich die eine unvollendete Zeichnung fertigstellt. Und siehe da, der geliebte Hund erwacht in den Bildern wieder zum Leben. Gemeinsam brechen die beiden zu einer letzten turbulenten Reise auf. Vielleicht fällt Paul so auch der Abschied leichter. Wunderschön in Blau und Weiß gezeichneter Film, der selbst wie ein Comic gestaltet ist.
Lina Dinkla
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
festivals@bearwithmefilm.com
Inside – Outside
Philip Zengel
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Kindesmutter
Anne (36) wohnt in Halle (Saale) und lebt im Chaos. Eine Wohnung voller Umzugskartons, ein kläffender Hund. Der Mutter erklärt sie am Telefon, dass der Strom bald wieder abgestellt werde. Manchmal schaut Tochter Leonie (14) vorbei. Sie droht wie die Mutter, in die Drogenabhängigkeit abzurutschen. Das Sorgerecht für ihre zwei jüngeren Kinder wurde Anne bereits entzogen. Die Kamera bleibt rein beobachtend, fängt lose Szenen aus dem Dasein einer Frau ein, die wieder Verantwortung übernehmen will. Der Film sucht nicht nach psychologischen Erklärungen, er zeigt Anne in ihrer Gegenwart. Sie wirkt bei ihren Fahrten durch die Plattenbausiedlung isoliert von ihrer Umgebung. Bei einem Eis an einem öffentlichen Platz nähern sich Mutter und Tochter an. Annes Besuch bei ihrer Mutter bietet Rückhalt, baut aber auch Druck auf. Immer näher kommt man Anne, wünscht sich mit ihr, dass sie ihrer Tochter ein Vorbild werden kann.
Anke Leweke
Thematisiert Sucht, Tod, Drogenkonsum
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
friedemann@inselfilm.de
Kitzel
Franka Sachse
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
mkeil.animation@gmail.com
Der Komet
Es ist Sommer. Émile und seine ältere Schwester Françoise genießen die letzten warmen Tage im Ferienhaus am Waldrand. Sie beobachten den Nachthimmel und halten Ausschau nach Sternschnuppen. Doch eines Abends wird die friedliche Stimmung jäh gestört, als die beiden Geschwister einen grausamen Streich der Nachbarjungen mitbekommen. In seiner Wut und Ohnmacht will Émile den Jugendlichen einen Denkzettel verpassen. Danach ist für ihn nichts mehr wie zuvor, und er ist ein Stück größer geworden.
Lina Dinkla
Trailer
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
serge@ladistributrice.ca
La hora de los hornos. Neocolonialismo y violencia
Ein Aufruf zum radikalen Politikwechsel, ein agitatorisches Pamphlet für die nationale Befreiung Argentiniens: „La hora de los hornos“ bewegte die 68er-Generation weltweit wie kaum ein anderer Film. Der mehr als vierstündige Filmessay war über viele Jahre nicht nur in Argentinien verboten. In Form einer vielschichtigen dokumentarischen Collage lotet er virtuos die Möglichkeiten der Bild-Ton-Montage aus und entwirft ein Panorama der herrschenden sozialen und politischen Verhältnisse. „Neocolonialismo y violencia“ analysiert die Kolonisierung Lateinamerikas, dessen ökonomische wie kulturelle Abhängigkeit von den Industriestaaten der sogenannten Ersten Welt, insbesondere den USA, sowie die Allgegenwart der Gewalt. Der zweite Teil, „Acto para la liberación“, liefert eine Chronik des Peronismus und des Widerstands nach Peróns Sturz im Jahr 1955. „Violencia y liberación“, der kürzere dritte Teil, bekennt sich offen zum bewaffneten Kampf. Nach zweijähriger klandestiner Arbeit eines kleinen Teams um Fernando E. Solanas und Octavio Getino feierte „La hora de los hornos“ am 2. Juni 1968 Weltpremiere bei der Mostra Internazionale del Cinema Nuovo in Pesaro. Anlässlich der Berlinale zeigten die Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) den Dreiteiler nur wenige Wochen später. Mit Eröffnung des Kino Arsenal im Januar 1970 in der Welserstraße in Berlin-Schöneberg folgten unzählige Vorführungen der Verleihkopien des Films im eigenen Haus und anderswo.
Florian Wüst
Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Rassismus
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
La infancia de Marisol
Der kubanische Dokumentarfilm war nie nur national orientiert, sondern sah seine Aufgabe auch darin, über die Vorgänge in der sogenannten Dritten Welt zu informieren. Bekannte Filme von Santiago Álvarez behandeln die antiimperialistischen Kämpfe in Vietnam und Laos. Ab Ende der 1970er Jahre erweiterte sich der Fokus auf die Bürgerkriege in Nicaragua und El Salvador, was sich im Leipziger Festivalprogramm gut ablesen lässt. In Oberhausen wiederum lief 1980 neben der Retrospektive „Kino in Cuba 1959–1979“ Bernabé Hernández’ „La infancia de Marisol“, einer der ersten kubanischen Filme, der nach dem Sieg der nicaraguanischen Revolution im Juli 1979 gedreht wurde. Grundlage sind die Erzählungen der 14-jährigen Marisol. Sie berichtet, wie sie sich der Sandinistischen Befreiungsfront anschließt, gegen die Diktatur kämpft, gefangen genommen und wie ihr Vater und ihr Bruder bestialisch gefoltert wird. Am Ende steht der Aufbruch in ein neues Leben: Marisols Studium in Kuba.
Florian Wüst
Thematisiert körperliche Gewalt, Folter
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
spicher@kurzfilmtage.de
Lice n’ Shine
Franka Sachse
Trailer
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
artbyomaria@gmail.com