Pressebereich
Rund ums Jahr informieren wir interessierte Journalist*innen über die wichtigsten Neuerungen bei DOK Leipzig. Auf dieser Seite finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen sowie Informationen zu weiteren Materialien für die Presse.
Fotos & Logos
Pressefotos, Porträts und Logos von DOK Leipzig können Sie hier herunterladen:
Pressekonferenz
Mittwoch, 7. Oktober | 15 - 17 Uhr
Basislager Coworking, Peterssteinweg 14, 04107 Leipzig
Bitte melden Sie sich bis Montag, den 5. Oktober per Email bei uns, wenn Sie kommen möchten.
Presseverteiler
Wenn Sie unsere Pressemitteilungen erhalten möchten, geben Sie uns gern per E-Mail Bescheid:
Pressezentrum
Während der Festivalwoche finden Sie unsere Presseabteilung im Festivalzentrum (Museum der bildenden Künste, Katharinenstraße 10).
Öffnungszeiten:
Montag – Samstag (26.10. – 31.10.)
9:00 – 18:00
Sonntag (1.11.)
10:00 – 14:00
Alena Flemming, Maren Fußwinkel, Sevara Pan, Julie-Madeline Simon
presse [at] dok-leipzig [dot] de (presse[at]dok-leipzig[dot]de)
+49 (0)341 30864-1070
Pressevertreter*innen werden bei DOK Leipzig kostenfrei akkreditiert, sofern sie über das Festival berichten. Bitte geben Sie daher möglichst detailliert Ihre Planung der Berichterstattung an. Wir behalten uns vor, im Einzelfall Nachweise über die journalistische Tätigkeit anzufordern sowie unter Umständen eine kostenfreie Akkreditierung abzulehnen.
Hinweis für Fotograf*innen und Videograf*innen:
Mit Ihrer Presseakkreditierung erhalten Sie nicht automatisch die Berechtigung zum freien Fotografieren/Filmen auf dem Festival. Bitte geben Sie im Akkreditierungsformular unter "Geplante Berichterstattung" an, wenn Sie fotografieren/filmen möchten und melden Sie sich vor Festivalbeginn zusätzlich mit Ihren konkreten Plänen bei der Presseabteilung.
Akkreditierungsformular
Zur Beantragung Ihrer Presseakkreditierung loggen Sie sich in Ihrem persönlichen myDOK-Bereich ein und füllen Sie folgendes Formular aus:
Was beinhaltet die Presseakkreditierung?
Ihre Presseakkreditierung ermöglicht Ihnen sowohl den Zugang zu Veranstaltungen vor Ort als auch zum Filmprogramm und zu Branchenevents online.
Vor Ort:
- kostenlose Tickets für Kinovorführungen des gesamten Filmprogramms sowie für Sonderevents
- Zugang zu Meisterklassen und Filmgesprächen
- Zugang zur Extended-Reality-Ausstellung DOK Neuland
- Zugang zu zahlreichen Branchenveranstaltungen von DOK Industry vor Ort, einschließlich Projektpräsentationen und Industry Talks
- Meetings mit anderen Akkreditierten, Entscheidungsträger*innen und Festivalvertreter*innen bei Get Togethers
Online:
- Onlinesichtung ausgewählter Filme des Festivalprogramms inklusive der Wettbewerbe, vom 26.10. bis 8.11.2026
- Zugang zu Live-Übertragungen/Aufzeichnungen von Veranstaltungen von Industry Talks und Projektpräsentationen
- Zugang zum DOK Industry Guide, unserem Verzeichnis aller teilnehmenden Filmschaffenden und Fachbesucher*innen
Mit der Akkreditierung weltweit online Filme schauen:
Vom 26.10. bis 8.11.2026 können Sie ausgewählte Filme aus unserem Festivalprogramm online sehen (inkl. Großteil der Wettbewerbe).
Loggen Sie sich dafür in Ihren myDOK Account ein und wählen Sie den gewünschten Film aus der Programmübersicht. Der eingebettete Videoplayer befindet sich am dem 26.10. unter den Spielzeiten.
Sie planen keine Berichterstattung?
In diesem Fall können Sie sich kostenpflichtig als Fachbesucher*in akkreditieren lassen. Alle Informationen finden Sie hier: Akkreditierung.
Pressemitteilungen 2026
Nicht enden wollende Nachrichten über Konflikte, Klimakrise und Gewalt höhlen unser Gefühl einer stabilen Welt aus. Unter dem Titel „Landslide“ entwirft die öffentliche Extended-Reality Ausstellung DOK Neuland anhand von acht eindrücklichen Werken den Zusammenbruch in all seinen Facetten, Brüchen und Verheißungen. Die von Dana Melaver kuratierten Arbeiten versammeln ein breites Spektrum an Themen und erzählerischen Ansätzen: von durch Menschenhand verursachten Umweltschäden über Lebensräume, die durch Klimawandel und Gewalt verloren gegangen sind, bis hin zu schwindenden Gewissheiten und Neuanfängen. Das Programm zeichnet sich durch eine formale Vielfalt aus und umfasst drei VR/MR-Erlebnisse, zwei 360°-Filme, zwei Mixed-Media-Installationen sowie einer Performance.
Die Ausstellung ist vom 27. Oktober bis zum 1. November 2026 kostenlos zugänglich und bespielt mehrere Orte. Während die meisten Werke im Kohlrabizirkus zu sehen sind, finden zwei Sonderprogramme unter dem Titel „DOK Neuland Presents“ im Erdgeschoss des Leipziger Hauptbahnhofs und in der Heilandskirche/Westkreuz statt.
Ana P. Santos, eine preisgekrönte Journalistin, deren Arbeit sich hauptsächlich mit den Schnittstellen von Geschlecht, Sexualität und den Rechten von Migrant*innen befasst, präsentiert eine immersive Reportage mit dem Titel „Living in Water“ (2025), in der sie persönliche Auswirkungen des Klimawandels beleuchtet. Das 360° VR-Erlebnis dokumentiert das Leben auf der philippinischen Insel Tibaguin: Ein Ort, an dem Überschwemmungen mittlerweile zum Alltag gehören und das von den Gezeiten hereinbrechende Hochwasser fast täglich in die Häuser eindringt. Die Philippinen gehören zu den vom Klimawandel am meisten bedrohten Ländern.
Das über drei Jahre hinweg an der deutschen Murg entstandene transmediale erweiterte Dokumentarfilmprojekt „Becoming River“ (2026) von Adrian Schwartz, Daniel Fetzner und Ephraim Wegner fängt wiederum eine Landschaft ein, in der Natur und menschliche Infrastrukturen untrennbar miteinander verflochten sind. Der Fluss, Baustellen, Dämme und Menschen verschmelzen in Projektionen, Bildschirmen, Ton und Daten in Echtzeit.
In einer einfühlsamen Auseinandersetzung mit der Frage, was nach einer Katastrophe übrig bleibt, erschafft die zutiefst bewegende VR-Dokumentation „The World Came Flooding In“ (2025) von Isobel Knowles und Van Sowerwine eine Miniaturwelt voller verlorener Gegenstände und Räume, nachgebildet anhand der Aussagen von Betroffenen der Überschwemmungen im Osten Australiens im Jahr 2022.
Auch digitale Objekte können verloren gehen. In der Installation „Permanence of Decay“ (2026) hinterfragt der multidisziplinäre Designer Pranav Chaparala die vermeintliche Unvergänglichkeit von Daten und stellt sie als zerbrechliches Wesen mit begrenzter Lebensdauer dar. Über eine physische Konsole interagieren Besucher*innen aktiv mit dem System, das aus einem Fotoarchiv besteht. Dabei können sie aktiv entscheiden, ob sie den Verfall der Bilder verlangsamen oder deren Verlust beschleunigen möchten.
Unterdessen entführt „The Room of a Thousand Voices“ (2026) des in Köln lebenden kubanischen Medienkünstlers Pavel Méndez Hernández die Besucher*innen in einen Raum, der das Leben innerhalb dieser vier Wände über Jahrzehnte hinweg im Zeitraffer nachzeichnet. Die sensorische Mixed-Reality-Installation, konzipiert für einzelne Nutzer*innen, ist eng mit Erinnerung und Vorstellungskraft verwoben. Mittels eines VR-Headset sind Besucher*innen dazu eingeladen, einen abgedunkelten Raum, der 1:1 maßstabgetreu einen physischen Raum nachbildet, zu betreten, sich darin zu bewegen und dessen Materialität zu erkunden.
Keren Manor und Faiz Abu Rmeleh von Activestills, ein unabhängiges Fotograf*innenkollektiv, das sich „für entkolonisierende Kämpfe in Palästina/Israel einsetzt“, präsentieren „We Shall Return“ (2026), koproduziert mit B’Tselem und dem preisgekrönten XR-Studio NowHere Media. Eindringliche 360°-Panoramen verdichten sich mit von palästinensischen Anwohner*innen und Aktivist*innen gedreht Handy- und Camcorder-Aufnahmen zu einer erschütternden Dokumentation von Vertreibung im Westjordanland. „We Shall Return“ macht Berichte von Palästinenser*innen, die unter ständigem Druck durch israelische Streitkräfte und Siedler*innen stehen, sichtbar.
Die diesjährige Ausgabe von DOK Neuland bietet zwei Sonderprogramme unter dem Titel DOK Neuland Presents. In „Nothing to See Here“ am Leipziger Hauptbahnhof begeben sich Besucher*innen auf eine Reise ins Unerwartete; eine geheime Welt im Inneren eines Hauptbahnhofs. „What If Hildegard von Bingen Was a Wellness Influencer?“ in der Heilandskirche/Westkreuz lässt Zeit und musikalische Traditionen verschmelzen: KI-gestützte Roboter spielen ein Duett auf zwei Kirchenorgeln und führen in Echtzeit ein gemeinsam mit dem Publikum komponiertes Stück auf. Diese Veranstaltung findet nur zweimal statt; eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Zudem sind mehrere Sonderveranstaltungen geplant, welche die ausgestellten Werke vertiefen, darunter musikalische Inszenierungen von „Becoming River“ und Gespräche mit Künstler*innen von DOK Neuland.
Die diesjährige Ausgabe von DOK Exchange XR, das Branchenprogramm für interaktives und immersives Storytelling, stellt sich wandelnde Praktiken der Archivierung von XR- und immersiven Werken angesichts von KI und technologischem Fortschritt ins Zentrum. DOK Exchange XR (die XR Conference, das XR Showcase und die XR Prototyping Zone) findet vom 29. bis 30. Oktober statt. Voraus geht dem ein Sonderprogramm am 28. Oktober: DOK Exchange XR Encounters. Das neue Format findet dieses Jahr erstmalig in Zusammenarbeit mit dem Kunstkraftwerk statt. Das Leipziger Museum für digitale und multimediale Kunst präsentiert seine immersive Praxis und Arbeit mit Archiven und lädt zum Austausch ein. In diesem Jahr arbeitet DOK Exchange XR eng mit sächsischen Expert*innen und Game-/XR-Studios zusammen. Zu den Partner*innen gehören außerdem das British Council, das Institut Français im Rahmen von „Novembre Numérique“, der Creative Europe Desk Berlin-Brandenburg und weitere Unterstützer*innen.
Ebenfalls neu in dieser Ausgabe ist der DOK Exchange XR Think Tank, der im Rahmen der Partnerschaft zwischen DOK Exchange XR mit CPH:DOX/LAB stattfindet. Der Think Tank „Digital Archives in Transition: From Current Practices to Cultural Resilience in Audiovisual & Immersive Storytelling“ befasst sich mit aktuellen und neu entwickelten Modellen zur Archivierung von XR sowie mit dem wachsenden Bedarf an Resilienz in Zeiten von KI und rasantem technologischen Wandel.
Neben einem umfangreichen Programm aus Podiumsdiskussionen und Vorträgen bietet die diesjährige XR Conference ein neues Meisterklassen-Format. Darin führen Expert*innen in komplexe Themen wie die Archivierung und Erhaltung von XR- und Hybridwerke ein. Joanna Kaliszewska, digitale Archivarin am Nationalen Filmarchiv – Institut für Audiovisuelle Medien (FINA) in Polen, hält eine Meisterklasse zum Thema digitale Aufbewahrung und die Rolle von Archiven bei der Sicherung unseres audiovisuellen Gedächtnisses. Zu den weiteren Highlights zählt die Podiumsdiskussion „Living Archives: Preserving (Extended) Realities in the Age of AI“, moderiert von der Künstlerin und XR-Branchenexpertin Sara Francesca Tirelli.
Das XR Showcase präsentiert insgesamt vier Projekte. Im Austausch mit Fachleuten aus den Bereichen Forschung, Förderung, Produktion, Vertrieb, Kunst und Technologie, haben XR-Schaffende die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Perspektiven auseinanderzusetzen und ihre Projekte weiterzuentwickeln.
Insgesamt vier Prototypen werden in der XR Prototyping Zone vorgestellt. Dort werden interaktive Elemente, Erzählstruktur und Nutzerinteraktion der Prototypen von Expert*innen, Distributor*innen und Branchenfachleuten getestet. Während DOK Exchange XR den Blick auf ambitionierte neue Formen des immersiven Storytelling zwischen XR, Games und KI richtet, präsentieren die diesjährigen Prototypen zudem experimentelle Formate; darunter eine interaktive Erzählung, in der Gehirnstrommessgeräte zum Einsatz kommen und ein interaktives 2D-Spiel, das auf traditionellen Animationstechniken basiert.
Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunkts rund um das Thema Archiv wird eine neue Folge des DOK Industry Podcast mit dem Titel „Bringing Archives to Life Through Immersive Storytelling“ veröffentlicht. Die Arbeiten „Inter(mediate) Spaces“ bzw. „Ôl (Haunts)“ der beiden Gästinnen Chloé Lee und Lucy Hammond wurden beim DOK Exchange XR Showcase erstmals vorgestellt und seitdem international gewürdigt. Gemeinsam mit Moderatorin Weronika Lewandowska (Kuratorin und Koordinatorin von DOK Exchange XR) blicken die beiden Künstlerinnen auf die Entstehungsgeschichte ihrer Projekte zurück und diskutieren ihre kreativen Methoden sowie die Herausforderungen bei der Arbeit mit Archiven im Bereich XR.
DOK Exchange XR wird vom Creative Europe Desk Berlin-Brandenburg, dem British Council und dem French Institute als Teil des Programms Novembre Numérique gefördert.Zu den Programmpartnern gehören Kunstkraftwerk Leipzig, National Film Archive – Audiovisual Institute (FINA), Games & XR Mitteldeutschland, MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, NewImages und CPH:DOX/LAB.
Das Panel “Beyond the Downturn: New Paths for Games & XR in Europe” findet in Zusammenarbeit mit Games & XR Mitteldeutschland statt. Die Meisterklasse “Budgeting and Business Planning for XR Productions” wird in Zusammenarbeit mit dem MOIN Film Fund Hamburg Schleswig-Holstein realisiert.
DOK Neuland konnte wieder durch die Unterstützung der Sächsischen Medienanstalt (SLM), der Mitteldeutschen Medienförderung und MDR Media realisiert werden.Botschaft des Königreichs der Niederlande unterstützt die Arbeit "Nothing to see here".
DOK Industry wird mit Unterstützung des MEDIA-Programms von Kreatives Europa der Europäische Union, der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) sowie des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grundlage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Haushaltes realisiert.
DOK Industry wird gefördert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder des MEDIA-Programms von Kreatives Europa wider. Weder die Europäische Union noch Kreatives Europa können dafür verantwortlich gemacht werden.
DOK Leipzig dankt allen Fördernden, Sponsor*innen und Partner*innen des Festivals.
DOK Leipzig hat das vollständige Programm von DOK Industry zur 69. Festivalausgabe (26. Oktober – 1. November) veröffentlicht. In diesem Jahr bietet DOK Industry eine spannende Auswahl an Formaten und Aktivitäten, die sich mit den wichtigsten Branchenthemen auseinandersetzen, kreativen Austausch fördern und Filmschaffenden einen Raum bieten, ihre Arbeiten zu präsentieren und ein nachhaltiges, internationales Netzwerk aufzubauen. Das gesamte Industry-Programm und der Zeitplan ist auf der Website von DOK Leipzig zu finden.
Vor dem Hintergrund zunehmender politischer Instabilität und Bedrohungen der Freiheit setzt sich DOK Leipzig weiterhin für Dokumentarfilmschaffende und ihre überaus wichtige Arbeit ein. Im Rahmen dieser Bemühungen findet der DOK Industry Talk „Doc Together: When Freedom of Expression Is at Risk“ im Rahmen von Doc Together, einer gemeinsamen Initiative mit dem Thessaloniki International Documentary Festival, statt. Die Podiumsdiskussion befasst sich mit dem zunehmenden Druck auf die Presse- und Medienfreiheit in ganz Europa und geht der Frage nach, wie Dokumentarfilmschaffende, Journalist*innen und Institutionen gemeinsam darauf reagieren können. Moderiert wird die Diskussion von Julie Nederkoorn, Leiterin des Bereichs International and Industry bei Movies That Matter, einem bedeutenden Human Rights Film Festival in Den Haag. Zu den Teilnehmenden gehören Andreas Lamm, Geschäftsführer des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) und Bente Roalsvig, stellvertretende Direktorin der Fritt Ord Foundation, die sich für Meinungsfreiheit, den öffentlichen Diskurs, Kunst und Kultur einsetzt.
Der DOK Industry Talk „Making Space for Queer Cinema – The Curators’ Role“ ist angesichts des weltweit zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Drucks auf queeres Filmschaffen aktueller denn je. Die Podiumsdiskussion geht darauf ein, wie wichtig es ist, gängige Darstellungen von Queerness zu hinterfragen und welche Rolle Filmfestivals dabei spielen können, intersektionale Erzählweisen zu fördern und sichtbar zu machen. Mit dem Ziel, kulturell informierte und akkurate Darstellungen von Roma zu vermitteln, veranstalten das Romani Filmmakers Network (RFN) und das Critical Film & Image Hub den DOK Industry Workshop „Building a Framework for Respectful Romani Representation“. Der Workshop zeichnet die Geschichte des Antiziganismus im Kino nach und stellt ein Rahmenkonzept für eine respektvolle Darstellung der Roma vor. Im Anschluss findet eine partizipative Diskussion statt, in der Feedback für die weitere Entwicklung des Konzepts gesammelt wird. Zu Gast beim Workshop sind Lisa Smith, Mitgründerin des RFN und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Critical Film & Image Hub, Alica Sigmund Heráková, Produzentin und Mitgründerin des RFN, und Dr. Andra-Octavia Drăghiciu, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Critical Film & Image Hub.
Die „Generation Africa 2.0“ Rough Cut Presentation ist ein weiterer Höhepunkt des Programms. Mit dem Ziel, afrikanischen Stimmen und Initiativen im Zusammenhang mit der anhaltenden Klimakrise auf dem gesamten afrikanischen Kontinent stärker Gehör zu verschaffen, bringt Generation Africa 2.0 eine Auswahl von fünf noch in Arbeit befindlichen Projekten aus dem Senegal, der DR Kongo, Kenia und Benin nach Leipzig. Generation Africa 2.0 ist eine Initiative des gemeinnützigen südafrikanischen Medienunternehmens STEPS, die von ARTE und Deutsche Welle unterstützt wird und darauf abzielt, Filme aus 21 Ländern Afrikas zu produzieren. Der DOK Industry Talk „Community and Alternative Cinema Spaces and Practices“ befasst sich unterdessen mit alternativen Ansätzen für Filmvorführung und -vertrieb und untersucht Kinos, die als Orte der Begegnung, des sozialen Diskurses und der Gemeinschaft konzipiert oder umgestaltet wurden. Zu den Referent*innen gehören Eric Hynes, Leiter der Filmkuration und Programmgestaltung am Jacob Burns Film Center, und Can Sungu, Mitgründer und künstlerischer Leiter von bi’bak und Sinema Transtopia.
DOK Leipzig bekräftigt den Fokus auf Animation und stärkt gleichzeitig die Verbindung zwischen Animation und Dokumentarfilm innerhalb seines Programms. Zum vierten Mal findet das Animation Lab DOK Leipzig erneut in Zusammenarbeit mit CEE Animation statt. Unter der Leitung des erfahrenen Produzenten Jean-François Le Corre (Vivement Lundi!) und des multidisziplinären Künstlers Uri Kranot (Tindrum) vermittelt der dreitägige Workshop Produzent*innen, die an ihrem ersten animierten Dokumentarfilm arbeiten, das Wissen und Können, das sie brauchen, um sich in der internationalen Animationsbranche zurechtzufinden – von der Entwicklungsphase über die Vorproduktion bis hin zum Vertrieb.
Der von Mark Taynton (Gründer von Marky Sparky Media) moderierte Roundtable "Adult Animation in Europe" bringt Kreative, Produzent*innen und Branchenexpert*innen zum Status Quo von Animation für Erwachsene zusammen. Diskutiert werden strukturelle wie wachstumshemmende Hindernisse, Maßnahmen zur Erhöhung von Sichtbarkeit sowie die Schaffung eines handlungsorientierten Weges für die Zukunft der Branche in Europa. Das Format findet als zweite Veranstaltung einer fortlaufenden gemeinsamen Initiative von DOK Industry und den Animation Production Days (APD) statt. Die Sichtbarkeit europäischer Animationsfilme wird auch in einer speziellen Podiumsdiskussion thematisiert, die von der AG Animationsfilm ausgerichtet wird. „From the Niche into the Spotlight – Pathways to Greater Visibility for European Animation“ zeigt Ansätze auf, mithilfe derer die Reichweite von langen und kurzen Animationsfilmen erweitert werden kann, sowie Maßnahmen, die Festivals, Kinos, Verleiher, Medien und Verbände ergreifen können, um deren Präsenz zu stärken. Schließlich wird im Rahmen der diesjährigen Hommage Animationsfilm und der Meisterklasse das preisgekrönte norwegische Studio Trollfilm gewürdigt, das von Anita Killi gegründet wurde und für seine Cut-Out-Multiplane-Animation bekannt ist. Weitere Informationen sind in der entsprechenden Pressemitteilung zu finden.
Das DOK Industry-Programm umfasst mehrere Veranstaltungen, die von Partner*innen von DOK Leipzig organisiert werden. Zu den Höhepunkten zählt die von der AG DOK veranstaltete Podiumsdiskussion „Zwischen Zielgruppenorientierung und Auftrag. Die Entscheidungsstrukturen der ARD und die Entwicklung des dokumentarischen Programms im Streaming-Zeitalter“, in der die strategischen Umstellungen der Sender hin zu Online-Mediatheken, die Auswirkungen solcher Entscheidungen auf das Dokumentarfilmprogramm sowie deren Vereinbarkeit mit dem gesetzlichen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beleuchtet werden. Die Diskussion wird auf Deutsch geführt. Der Autor René Martens und die Filmemacherin und Professorin Susanne Binninger (AG DOK) stellen darin ihre Analyse vor und diskutieren diese mit Expert*innen.
Der DOK Archive Market findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Zu den spannendsten Angeboten des diesjährigen DOK Archive Market gehört die Podiumsdiskussion „Replatforming – AI and its Ethics for Archives, Producers and Archive Researchers“, die sich mit ethischen Fragen bei der Arbeit mit Archivmaterial in Bezug auf KI auseinandersetzt.
Short n’ Sweet, der Kurzfilm-Pitch des Festivals, stellt eine neue Auswahl an Projekten vor, die von kurzen Dokumentarfilmen über animierte Dokumentarfilme bis hin zu Animationsfilmen reicht. Im Rahmen von Short n’ Sweet werden Guardian Documentaries und arte.tv den Gewinnerfilm ihres Pitches „Democracy at Stake in Europe“ bekannt geben. Dieser zielt darauf ab, kurze Dokumentarfilme zu unterstützen, die sich mit dem aktuellen Zustand der Demokratie auseinandersetzen. Die diesjährige Projektauswahl von DOK Preview Germany und DOK Preview International wird in Kürze bekannt gegeben.
Bei den Industry Intros haben akkreditierte Gäst*innen die Möglichkeit, Einblicke in bestimmte Aspekte der Branche zu gewinnen – von der Arbeit von Weltvertrieben bis hin zu Verleih- und Marketingstrategien. Die Veranstaltung „Equitable Co-Productions“ stellt das Handbuch „Value-Based Co-Production“ vor, das gemeinsam von International Media Support (IMS) und der Nationalen Filmschule Dänemarks herausgegeben wurde und internationale Koproduktionen sowie die Aufteilung von Auswertungsrechten und Einnahmen neu beleuchtet, insbesondere dann, wenn die Partner*innen in aus Produktionsländern mit unterschiedlich starken Filmwirtschaften tätig sind. Bei „Industry Connections“ haben akkreditierte Fachleute die Möglichkeit, sich im Rahmen von Roundtable-Gesprächen mit Vertreter*innen von Ausbildungsinitiativen auszutauschen sowie in Einzelgesprächen mit Archivrechercheur*innen und -produzent*innen, Vertriebsagent*innen und Verleiher*innen sowie Vertreter*innen von Festivals und Märkten zusammenzukommen.
Zur Übersicht über das Programm: DOK Industry Programme A-Z
Alle Termine: DOK Industry Timetable
Ob kleiner frecher Pinguin oder mutige Maus, die Held*innen dieser Geschichten wachsen über sich hinaus und machen gemeinsam mit ihren Freund*innen alles möglich. Young DOK bietet auch in diesem Jahr wieder eine vielseitige und altersgerechte Auswahl an Dokumentar- und Animationsfilmen, die Klein wie Groß zum Träumen und Nachdenken bringen.
Die Sektion vereint Kids DOK für die jüngsten Filmfans im Kindergarten- und Grundschulalter und Young Eyes mit Filmen für Jugendliche. Neben deutschen Produktionen und solchen, die ganz ohne Sprache auskommen, werden internationale Filme mit Untertiteln gezeigt.
Kids DOK zeigt kurze, animierte Fantasiegeschichten und nahbare Alltagssituationen. Präsentiert wird das Programm in drei Altersstufen:
Kinder ab 3 Jahre erwartet eine Kurzfilmrolle mit abenteuerlustigen Fabelwesen wie einer tanzenden Raupe, einer Maus auf großer Wanderschaft oder einem Wolkenfisch. Das Vorschulprogramm ab 5 Jahre widmet sich dem Glück von Freundschaften und gemeinsamen Erlebnissen: mal rasant auf dem Fahrrad, mal gut versteckt im Dschungel oder auf der Suche nach dem letzten Herbstblatt. Um ungewöhnliche Verbindungen, Mut und Selbstüberwindung geht es im 8+ Programm für Grundschulkinder. In den jeweils drei Animation- und Dokumentarfilmen treffen sich Szymon und Franek im Skatepark, Jools lernt trotz Handicap tanzen und Paul überwindet beim Comic-Zeichnen die Trauer um seinen Hund .
Young Eyes präsentiert allen ab 12 Jahre vier dokumentarische Langfilme, in denen sie in die unterschiedlichen Lebensrealitäten Gleichaltriger eintauchen können. Die Protagonist*innen verbringen lange Sommertage im Freibad, Lernen an der Hotelfachschule oder Trainieren für ihren großen Traum. Erwachsen werden bringt für alle viele Entscheidungen und vor allem eine Frage mit sich: Wer bin ich, wer will ich sein?
Die Jugendjury bestimmt, welcher der Filme eine besondere Würdigung erhält und vergibt den von der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur gestifteten Young Eyes Film Award.
Filmvermittlung: Unterricht der besonderen Art
DOK Leipzig bietet auch Studierenden, Schüler*innen und Lehrer*innen diverse Möglichkeiten, die Festivalwoche aktiv mitzuerleben und setzt sich für die Förderung von Medienkompetenz ein. Die Angebote von DOK Bildung umfassen für Lehrkräfte die Fortbildung Teachers’ Day; für Schulklassen exklusive Filmvorstellungen und Führungen durch die Extended-Reality-Ausstellung DOK Neuland.
In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) findet am 28.10.2026 erneut die HGBxDOK Film School Night statt, welche studentische Kurzfilme präsentiert. Neu in diesem Jahr ist die Einbindung eines studentischen Auswahl- und Vorbereitungskomitees aus Leipziger Studierenden. Neben Sichtbarkeit und Austausch ermöglicht das interne Screening den Studierenden, praktische Erfahrungen in der Veranstaltungsorganisation und Kuration von Filmen zu sammeln.
Am Mittwoch, den 28.10 um 11:00 können Schüler*innen ab der 7. Klasse die Filmvorstellung „Moving Sisters“ besuchen. Die Dokumentation aus dem Young Eyes Programm erzählt von den Fluchterfahrungen dreier Schwestern aus Afghanistan, die mittlerweile in Leipzig zu Hause sind und dort zur Schule gehen bzw. gingen. Gedreht über sieben Jahre hinweg, zeigt der Film die unstete Normalität, die sich Nazieh, Shazieh und Hanieh mit ihrem Vater im Flüchtlingscamp in Athen aufbauten – denn ein neues Gesetz verhinderte den geplanten Familiennachzug zu ihrer Mutter nach Deutschland.
In Kooperation mit den SchulKinoWochen Sachsen führt DOK Leipzig „Moving Sisters“ sowohl im Rahmen von Schulvorstellungen sowie im Rahmen des Teachers’ Day vor.
Der Teachers’ Day findet am Donnerstag, den 29.10 von 10:00 bis 18:00 Uhr im Polnischen Institut Leipzig statt. In Kooperation mit VISION KINO führt die kostenlose Film-Fortbildung in filmische Narrative und Gestaltungsmöglichkeiten ein. Im Anschluss an das Screening entwickeln die Teilnehmer*innen gemeinsam Lehrmethoden, mit denen Dokumentarfilme vermittelt werden können.
In den Arbeitsalltag von Journalist*innen schlüpfen, Filme schauen und danach den Regisseur*innen Fragen stellen? Das steht bei den DOK Spotters auf dem Programm. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 20 Jahren begleiten die Festivalwoche mit eigenen Beiträgen, Kritiken und Interviews. In Workshops lernen die Jugendlichen journalistische Grundlagen kennen und dürfen diese anschließend eigenständig umzusetzen.
Alle Filme der Sektion im Überblick: Filmlisten 2026
Bildmaterial zum Download: Filmstills und Porträts
In der diesjährigen Festivalausgabe von DOK Leipzig können zwei lange Dokumentarfilme und ein kurzer Animationsfilm mit Audiodeskriptionen angeboten werden. Dies wird durch die Unterstützung von Greta und Starks sowie der Kinoblindgänger gemeinnützige GmbH ermöglicht.
Neben diesen Filmen in barrierefreier Fassung werden für 26 Filme zumindest einfache deutsche Untertitel bereitgestellt, was die Zugänglichkeit zum Festival zum Teil zusätzlich erweitert. Rund die Hälfte der Untertitel werden von den Filmschaffenden selbst bereitgestellt, die andere Hälfte KI-unterstützt eigens von DOK Leipzig erstellt.
Zusätzlich werden ein Lang- und ein Kurzfilm gemeinsam im CineStar 2 als Relaxed Screening angeboten. Für Menschen mit unterschiedlichen sensorischen Bedürfnissen ist das Kinoerlebnis zugänglicher und einladender gestaltet. Der Saal bleibt leicht beleuchtet und die Zuschauer*innen können sich darin frei bewegen. Bei Bedarf können sie den Saal sogar verlassen und wieder betreten. Statt absoluter Stille sind Reaktionen und Geräusche aus dem Publikum herzlich willkommen.
Durch die Unterstützung der Diakonie Leipzig kann auch dieses Jahr wieder ein kostenloser Begleitservice für Blinde, Sehbehinderte oder Rollstuhlfahrende angeboten werden. Interessierte können sich vorab bei Susann Hanske unter +49 341 56 12 12 90 oder per E-Mail unter fbti [dot] begleitung [at] diakonie-leipzig [dot] de (fbti[dot]begleitung[at]diakonie-leipzig[dot]de) melden.
Schon seit vielen Jahren zeigt das Festival Filme in barrierefreier Fassung. Bis vor zwei Jahren wurde die Umsetzung dieses Angebots vom Freistaat Sachsen gefördert. Diese Fördermittel wurden für den Doppelhaushalt 2025/26 vollständig und ersatzlos gestrichen. Seit 2025 ist DOK Leipzig auf die Bereitstellung von barrierefreien Fassungen durch die Filmschaffenden oder Sponsor*innen angewiesen. SDH-Untertitelungen und weitere Audiodeskriptionen sind aus eigenen Mitteln angesichts der ohnehin angespannten Finanzierungslage nicht zu stemmen.
Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren waren durch die Projektförderung des Freistaates Sachsen pro Festivalausgabe etwa 35 Filme barrierefrei zugänglich. Zusätzlich konnten drei bis fünf Filmgespräche mit Übersetzung in Gebärdensprache angeboten werden.
Ein Großteil der genannten Angebote wird im CineStar 2 stattfinden. Das gesamte Programm inklusive aller Vorführzeiten ist ab dem 8.10. auf der Webseite von DOK Leipzig zu finden. Gleichzeitig startet online der Ticketverkauf.
Jedes Jahr lädt DOK Leipzig angesehene Filmschaffende, Künstler*innen und Branchenexpert*innen ein, in den Jurys mitzuwirken und die herausragendsten Leistungen im Bereich des Dokumentar- und Animationsfilms zu würdigen. Mit großer Wertschätzung begrüßt DOK Leipzig die Jurys seiner 69. Ausgabe, die mit ihrem Fachwissen und ihrem professionellen Gespür dazu beitragen werden, die besten Werke der diesjährigen Ausgabe auszuzeichnen.
Die Jury des diesjährigen Internationalen Wettbewerbs Dokumentarfilm besteht aus Raul Niño Zambrano, Ivan Ramljak und Diana El Jeiroudi. Sie werden aus den 9 nominierten Langfilmen und 13 nominierten Kurzfilmen den Gewinner der Goldenen Taube für den besten langen Dokumentarfilm und den besten kurzen Dokumentarfilm küren. Außerdem werden sie die Preisträger*innen der Silbernen Taube für den besten langen Dokumentarfilm und den besten kurzen Dokumentarfilm eines Nachwuchsregisseurs bzw. einer Nachwuchsregisseurin auswählen.
Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Programmgestaltung und der Kuratierung innovativer und gesellschaftlich relevanter Programme wird Raul Niño Zambrano Mitglied der internationalen Jury. Als Kreativdirektor des Sheffield DocFest bestimmt er seit 2023 die künstlerische Ausrichtung und das Programm des Festivals. Unter seiner Federführung wurden Premieren von TV-Dokumentarserien eingeführt und der innovative „Podcast Pitch“ sowie das „Queer Realities Director’s Lab“ ins Leben gerufen; letzteres bietet LGBTQIA+-Filmschaffenden einen Raum, um kreative Grenzen im mutigen queeren Non-Fiction-Storytelling neu auszuloten. Bevor er zum Sheffield DocFest kam, war er seit 2008 beim IDFA tätig, zuletzt als leitender Programmgestalter. Ebenfalls Teil der Jury ist der kroatische Filmemacher Ivan Ramljak, der eine beeindruckende Reihe von Dokumentarfilmen erschaffen hat, die auf über 100 Festivals gezeigt wurden und zahlreiche Auszeichnungen erhielten; sein Film „Peacemaker“ erhielt 2025 bei DOK Leipzig die Goldene Taube. Über seine filmische Tätigkeit hinaus gründete er 2003 das Human Rights Film Festival in Zagreb, kuratierte von 2013 bis 2022 das Filmprogramm „Short Tuesday“ im Kino Tuškanac und war bis 2023 künstlerischer Leiter des Tabor Film Festivals. Vervollständigt wird die Jury durch Diana El Jeiroudi, in Berlin lebende syrische Regisseurin und Produzentin sowie Mitgründerin von No Nation Films und Co-Vorsitzende von DOX BOX e.V. Angetrieben von ihrer Begeisterung für Dokumentarfilme, in denen Form und Politik untrennbar verbunden sind, produziert sie fesselnde Werke, die sich durch formale Sensibilität, politische Resonanz und die Tragweite persönlich erlebter Geschichten auszeichnen. Zu ihrem Werk gehören (als Produzentin) der Film „Silver Water, Syria Self-Portrait“, der 2014 in Cannes seine Weltpremiere feierte, sowie (als Regisseurin) der in Venedig uraufgeführte Film „Republic of Silence“ (Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts 2021). El Jeiroudi setzt sich für eine größere Stimmenvielfalt ein und betreut Filmemacher*innen in internationalen Talentförderprogrammen, darunter bei den Berlinale Talents. Sie ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences und der Deutschen Filmakademie.
Die Jury des Deutschen Wettbewerbs Dokumentarfilm besteht aus Stefanie Eckert, David Bernet und Adele Kohout, die aus den acht nominierten Langfilmen und den zwölf nominierten Kurzfilmen die Gewinner*innen der Goldenen Taube für den besten langen Dokumentarfilm und den besten kurzen Dokumentarfilm küren werden.
Seinen scharfsinnigen Blick und seine kritische Perspektive steuert der deutsch-schweizerische Dokumentarfilmemacher David Bernet bei, der sich mit seiner tiefgründigen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen einen Namen gemacht hat. Zu seinen bekanntesten Dokumentarfilmen gehören „Solidarity“, „Democracy“ und „Raising Resistance“. Seit Februar 2020 ist er Teil der Doppelspitze der AG DOK als Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender. Als Festivalleiterin des DOK.fest München bringt Adele Kohout Erfahrung in einem anderen Bereich der Filmlandschaft sowie ein tiefes Verständnis der Branche mit. Bevor sie 2025 die künstlerische Leitung und Geschäftsführung übernahm, leitete sie das Festival zusammen mit Daniel Sponsel und war zuvor in verschiedenen anderen Funktionen tätig. Vervollständigt wird die Jury durch Stefanie Eckert, seit 2020 Vorstand der DEFA-Stiftung, die auf ihre umfassende Expertise im Bereich der Filmgeschichte zurückgreift und sich gleichzeitig mit den damit verbundenen kulturellen und politischen Herausforderungen auseinandersetzt. Zu ihren Schwerpunkten gehört die Verankerung des DEFA-Films im akademischen Diskurs bei gleichzeitiger Vermittlung des Filmerbes an ein breiteres Publikum.
Zur Jury des diesjährigen Internationalen Wettbewerbs Animationsfilm gehören Waltraud Grausgruber, Edmunds Jansons und Matea Radic, die aus den 5 nominierten Langfilmen und 19 nominierten Kurzfilmen den Gewinner der Goldenen Taube für den besten animierten Langfilm und den besten animierten Kurzfilm küren werden.
Als Mitgründerin von Tricky Women Tricky Realities in Wien, das für seinen besonderen Fokus auf Animationsfilme von Frauen und/oder genderqueeren Künstler*innen bekannt ist, setzt sich Waltraud Grausgruber dafür ein, das Medium für neue, lebendige Formen des Dialogs und der kritischen Auseinandersetzung zu öffnen – Bemühungen, die sie mit Culture2Culture vertieft, indem sie Animation in Bildungs-, Aktivismus- und zivilgesellschaftliche Räume hineinträgt. Neu in der Jury ist Edmunds Jansons, ein preisgekrönter lettischer Animationsregisseur, dessen Werke von formaler Verspieltheit geprägt sind und in den baltischen Animationstraditionen verwurzelt sind. Sein Werk umfasst Kurzfilme, Fernsehprojekte und Spielfilme, darunter „Choir Tour“ (2012), „The Isle of Seals“ (2014), „Guard of Honour“ (2021), „Freeride in C“ (2024) und „Born in the Jungle“ (2026). Letzterer hat Anfang dieses Jahres beim Internationalen Animationsfilmfestival von Annecy seine Premiere gefeiert. Über das Filmemachen hinaus ist er Gründer des Animationsstudios Atom Art sowie ein bekannter Kinderbuchautor und Illustrator. Vervollständigt wird die Jury durch die multidisziplinäre Künstlerin Matea Radic. Geboren in Sarajevo und wohnhaft in Winnipeg, Kanada, durchquert sie in ihrer Praxis geografische Räume und künstlerische Bereiche, von der Animation über die Regie bis hin zur Malerei und Bildhauerei. Ihr Film „Paradaïz“ aus dem Jahr 2025 wurde mit einer Goldenen Taube als bester animierter Kurzfilm ausgezeichnet und erzählt eine wehmütige Geschichte über die Rückkehr in die Kindheit während des Bosnienkriegs, untermalt von „explodierenden Tomaten und von Kugeln durchlöcherten Wänden“.
Die Preisträgerfilme der Goldenen Taube für den besten animierten Kurzfilm sowie die Preisträgerfilme des Internationalen Wettbewerbs Dokumentarfilm können für die jährlichen Oscar-Verleihungen nominiert werden, sofern sie die Anforderungen der Akademie erfüllen.
Der Publikumspreis, eine Goldene Taube für einen langen Dokumentarfilm, wird in diesem Jahr nicht mehr von einer Jury ausgewählt, sondern per Onlineabstimmung direkt vom Publikum.
Die begehrten Goldenen und Silbernen Tauben von DOK Leipzig werden den Gewinner*innen bei der Preisverleihung am 1. November in der Schaubühne Lindenfels überreicht.
Mit „Fokus Ost“ führt Intendantin Ola Staszel eine neue Sektion ein, die ostdeutsche Perspektiven im Dokumentarfilm stärkt. Nach „Positions“ verkündet DOK Leipzig damit eine weitere Sektion, um die das Programm mit Staszels erster Festivalausgabe erweitert wird.
„Die Stimmen aus dem Osten unseres Landes werden nicht immer gehört. Ihnen an einem Ort wie Leipzig und bei einem Festival mit einer solch bewegten und von tiefgreifenden politischen Umbrüchen geprägten Geschichte mehr Raum zu geben, sollte selbstverständlich sein,“ sagt Staszel. „Der Ausgangspunkt der gezeigten Filme ist hier; ihre Relevanz geht darüber hinaus. Wir hoffen, dass sie gerade im Austausch mit unserem internationalen Publikum ihre diskursive Kraft entfalten."
Kuratorin Grit Lemke, Filmemacherin, Autorin und ehemalige Programmleiterin bei DOK Leipzig, ergänzt: „Es geht darum, einen Leerraum zu füllen, um Korrektive und Gegennarrative. Zu fragen, warum ostdeutsche Vielfalt nicht gesehen und erzählt wird – und wer darüber entscheidet. Es geht um Selbstbefragungen – angesichts tiefgreifendster Veränderungen.“
Die Langfilme erzählen u.a. vom Protest Rostocker Studierender gegen die Abwicklung der Außenstelle der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in der Wendezeit („Die Klasse von 1990“), von der Biographie zweier ehemaliger DDR-Vertragsarbeitender aus Vietnam („Onkel Thuận“) und von einem Garten, der inmitten einer Schweriner Plattenbausiedlung zu einem leuchtenden Ort wird („Garten der Hoffnung“). Während einer der Kurzfilme mit gleichnamigem Titel ins „Silicon Saxony“ führt, ist „10 bis 20 Halden“ eine filmisch-assoziative Recherche, die Landschaft, Geschichte, Mythos und Identität im Mansfelder Land miteinander verbindet.
Vier weitere Filme der Sektion sind Teil des Deutschen Wettbewerbs Dokumentarfilm und werden am 8.10. veröffentlicht.
Acht der insgesamt zehn Dokumentarfilme feiern im Rahmen der 69. Festivalausgabe ihre Weltpremiere, darunter der diesjährige Eröffnungsfilm, der die Sektion vervollständigt: Ina Borrmanns „Guten Abend, du Schöne“.
Die in Sachsen geborene Regisseurin hat Protagonistinnen des 1977 erschienenen, titelgebenden Protokollbands „Guten Morgen, du Schöne“ von Maxie Wander getroffen und erneut zu ihrem Leben befragt. Das Buch hatte Generationen geprägt und ist eines der wirkmächtigsten der deutschen Literaturgeschichte. Damals wie heute reflektieren die Frauen — einst anonym, nun unter echtem Namen — mit großer Offenheit über Lebensentwürfe, Arbeit, Partnerschaft, DDR-Vergangenheit und Gegenwart, Familie, Sexualität, Alter und ihren Platz in der Gesellschaft. Durch das radikal offene Sprechen über das vermeintlich Private stellt „Guten Abend, du Schöne“ erneut wichtige Fragen über das Leben im Patriarchat, die seit Erscheinen des Buches nichts an Aktualität verloren haben.
Parallel zur feierlichen Eröffnung am 26.10. im Schauspiel Leipzig wird es um 20:30 Uhr in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs ein öffentliches Screening von „Guten Abend, du Schöne“ geben. Der Eintritt ist frei.
Teil der Sektion ist außerdem der DOK Talk „Ostdeutsche Perspektiven im Dokumentarfilm“, der am 30.10. um 16 Uhr in der Volkshochschule Leipzig stattfindet und in Kooperation mit der Wochenzeitung „der Freitag“ organisiert wird. Wie werden Ostdeutschland und ostdeutsche Lebensrealitäten im Dokumentarfilm repräsentiert? Mit welchen Hürden sind Filmschaffende konfrontiert? Und welche Filme finden ihren Weg auf die Kinoleinwand, in Fernsehprogramme, Mediatheken oder Streamingdienste? Im Gespräch mit Gäst*innen der diesjährigen Festivalausgabe möchte DOK Leipzig eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation vornehmen und diese zur Debatte stellen. Moderiert wird der Talk von Barbara Schweizerhof, Filmredakteurin bei „der Freitag“. Auch diese Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.
Das gesamte Programm inklusive aller Vorführzeiten ist ab dem 8.10. auf der Webseite von DOK Leipzig zu finden. Gleichzeitig startet online der Ticketverkauf.
„Guten Abend, du Schöne“ startet am 19.11. in den deutschen Kinos.
Die ersten Titel der Sektion im Überblick: Filmlisten 2026
Bildmaterial zum Download: Filmstills und Porträts
Die 22. Ausgabe des DOK Co-Pro Market heißt 35 Projekte aus 34 Ländern willkommen, die auf der Suche nach neuen internationalen Finanzierungs- und Koproduktionspartner*innen sind. Der DOK Co-Pro Market stößt weiterhin auf großes Interesse bei Filmschaffenden und verzeichnet eine Rekordzahl an Einreichungen im Bereich animierter Dokumentarfilm und Animation. Die diesjährige Auswahl zeichnet sich durch eine breite geografische Vielfalt aus, die alle Kontinente umfasst. Es sind Länder vertreten, die selten auf der internationalen Filmbühne präsent sind, darunter die DR Kongo, Namibia, Palästina, Kasachstan und Nigeria. Filmemacherinnen sind mit einem Anteil von 50 Prozent stark im Programm vertreten.
Während die Welt mit sich verschärfenden Krisen zu kämpfen hat, bekräftigen die ausgewählten Projekte die Bedeutung des Films als unverzichtbare politische Kunstform. Zu den prägenden Themen des Programms zählen die Auseinandersetzung mit der (kolonialen) Vergangenheit, der Kampf um körperliche Selbstbestimmung in repressiven Staaten, der Widerstand indigener Völker sowie gesellschaftspolitische Umbrüche. Persönliche Erzählungen, darunter Erfahrungsberichte, die auf Familienarchiven und Erinnerungen basieren, sind für viele Filmschaffende nach wie vor ein wichtiges Mittel, breitere historische Narrative zu beleuchten.
Über die gesamte Auswahl hinweg setzen sich mehrere Projekte mit der fortdauernden Kontrolle über die Körper von Frauen auseinander. Das Regieduo Ruxandra Gubernat und Maria Stanisheva, die unter kommunistischen Regimes in Rumänien bzw. Bulgarien geboren wurden, verknüpft in „I Am Every Woman“ Archivmaterial, persönliche Erinnerungen und 2D-Animationen und beleuchtet so ihre Erfahrungen mit der Unterdrückung der reproduktiven Selbstbestimmung sowie die neuen Mechanismen, die die Körper von Frauen heute unterwerfen. Die sich wiederholenden Schicksale von Frauen stehen auch im Mittelpunkt von Ruben Mayoko und Junior Mozeses „Abeti“, der eine gleichnamige Heldin in Kinshasa begleitet, während sie sich mit den Schwierigkeiten auseinandersetzt, die ihrer ganzen Familie gemein sind – von der Alleinerziehung bis hin zur Sexarbeit. Unterdessen setzt sich Juyeon Yang in „Neither Shadow nor Light“ mit der „versteinerten Vergangenheit“ sexualisierter Gewalt während des Gwangju-Aufstands von 1980 auseinander, die in einem Gerichtsverfahren als kritische und noch immer ungeklärte Frage im Raum steht.
Anstatt die Wege von Migrant*innen nachzuverfolgen, nähern sich mehrere Projekte dem Thema Vertreibung über etwas Vertrauteres: die Infrastrukturen und Räume, die unseren Alltag prägen, etwa Einkaufszentren, Fabriken und Klassenzimmer. Der syrische Filmemacher Rami Farah nimmt die Zuschauer*innen mit seinem Film „A1“ (Produktion: Signe Byrge Sørensen/Final Cut For Real, bekannt durch „The Act of Killing“ und „The Look of Silence“) in ein Pariser Klassenzimmer voller Geflüchteter mit und reflektiert dabei über die Schwierigkeiten, im Exil Französisch zu lernen. Max Kerkhoffs „Snails“ (Produktion: Zorana Mušikić und May Odeh/Mayana Films, bekannt durch „Aisha Can’t Fly Away“ in der Sektion „Un Certain Regard“ in Cannes 2025) entführt die Zuschauer*innen in Chiles schillernde, spiralförmige Einkaufszentren – „Caracoles“ oder „Schnecken“, die während des neoliberalen Booms der 1970er- und 1980er-Jahre eröffnet wurden – und heute Menschen beherbergen, die von der globalisierten Wirtschaft zurückgelassen wurden. In Shorena Tevzadzes „Concrete Grassland“ wird ein Paar in Tiflis durch die Verwahrlosung ihres Landes in eine andere Art von Exil getrieben: Die Familie steckt in der Ungewissheit fest und wartet auf die Fertigstellung ihrer Wohnung, während Georgien Zyklen von Unruhen, Protesten und Krieg durchläuft.
Die Themen Landenteignung und Widerstand der indigenen Bevölkerung ziehen sich durch mehrere Projekte. Loreto Plubins’ „Folil“, der die Bemühungen dreier Mapuche-Geschwister im Süden Chiles nachzeichnet, beleuchtet die Beharrlichkeit ihres Kampfes um den Erhalt ihres angestammten Landes, womit sie den Kampf fortsetzen, den ihre Eltern seit den 1940er Jahren gegen den Staat und Konzerne führen. Weiter nördlich hinterfragt Lea Schlude und Matthew Teutimez’ „Hazy Valley“ die Narrative, die einem anderen Land aufgezwungen wurden – dem heutigen Los Angeles, das auf dem nicht abgetretenen Gebiet der Kizh und anderer Völker errichtet wurde. Derweil untersucht Abdel Mandilis „The Birds Still Sing Here“ die von Schweigen geprägte Geschichte der Insel Lovongai in Papua-Neuguinea, wo zwölf indigene Clans in einen Bürgerkrieg hineingezogen wurden, wegen Landstreitigkeiten, die durch ausländische Rohstoffabbau- und Holzeinschlagaktivitäten angeheizt wurden.
Die diesjährige Auswahl zeichnet sich durch eine Vielfalt an Formen aus, die von hybriden Werken mit magischem Realismus (Jumana Mannas „Jerusalem Boys“, SEERA Films) über Erzählungen mit zwei Zeitebenen (Almira Saifullinas „Dala“) bis hin zu investigativen Projekten reicht, welche die politischen Realitäten der Gegenwart und Hinterlassenschaften der Vergangenheit mit kritischem Blick untersuchen (Chiara Sambuchis „Kim“, Prod. Gregor Streiber/inselfilm, bekannt für „Listy (Letters from the Silenced Country)“ bei den Filmfestspielen von Venedig 2026). Die Auswahl umfasst animierte Dokumentarfilmprojekte, von denen einige Animation nutzen, um Innenwelten und Traumata darzustellen, die mit dokumentarischen Filmaufnahmen nur schwer erfassbar sind (Joel Kachi Bensons „The Road to Bama“, Claudia Tosis „The Spectres of the Camp“), sowie erstmals einen Animationsspielfilm (Gao Yuans „Cloud of the Unknown“). Ebenfalls im Programm vertreten sind Projekte, die sich mit Archivmaterial auseinandersetzen, darunter unter anderem Lucas Weglinskis „Hunting Season“, Yaela Gottliebs „Je Vous Salue, Peru“ sowie Brina Klampfer Merčniks und Miha Možinas „Paloma, the Lonely Bird“.
Bei der 22. Ausgabe werden wieder Regisseur*innen und Produzent*innen zu Gast sein, die eng mit DOK Leipzig verbunden sind. Die für den BAFTA nominierte Produzentin Sonja Henrici (Thomas Riedelsheimers „Tracing Light“, Eröffnungsfilm bei DOK Leipzig 2024) kehrt mit Maryam Haddadis „The Enemy“ zurück. Ada Solomon (Adrian Pîrvu und Helena Maksyoms „Everything Will Not Be Fine“ bei DOK Leipzig 2020 sowie Bogdan Mureșanus „The New Year That Never Came“, Orizzonti-Preis für den besten Film in Venedig 2024) präsentiert Paula Onets „Unbalanced“ (AT) (microFILM). Jia Zhao (Bo Wangs „An Asian Ghost Story“ bei DOK Leipzig 2023 sowie Aboozar Aminis „Kabul, Between Prayers“ bei den Filmfestspielen von Venedig 2025) nimmt mit Sean Ali Wangs „Pratopia“ (Muyi Film, Koproduktion: Heino Deckert/Ma.ja.de.) am DOK Co-Pro Market teil.
Der DOK Co-Pro Market 2026 findet am 26. und 27. Oktober in Leipzig statt, mit zusätzlichen Online-Meetings am 3. November. Dieses Jahr werden auf dem DOK Co-Pro Market insgesamt sieben Preise vergeben, darunter zwei neue Auszeichnungen: der Verità Films Award für das beste Projekt und der GRAP Archive Award. Die Projektauswahl trafen dieses Jahr Sébastien Onomo (Produzent und Geschäftsführer von Special Touch Studios und Pathé Touch Afrique), Guevara Namer (Dokumentarfilmerin und bildende Künstlerin) und Natalie Campbell-Reid (Leiterin für Akquisitionen und Geschäftsentwicklung bei Together Films). Weitere Unterstützende sind Brigid O’Shea (Co-Leiterin des Studienbereichs bei CIRCLE und Direktorin von DAE), Giacomo Nudi (Produzent, Les Films Cosmos), Camille Blumert (Assistentin beim DOK Co-Pro Market & Short n’ Sweet), Babette Dieu (Koordinatorin des DOK Co-Pro Market) und Nadja Tennstedt (Direktorin von DOK Industry).
Erfahren Sie mehr über die Projekte des DOK Co-Pro Market 2026 auf unserer Website.
Alle 35 Projekte in der Übersicht:
- A1 | Regie: Rami Farah | Frankreich, Dänemark | Hauteville Productions, Les Films Grain De Sable, Final Cut for Real
- Abeti | Regie: Ruben Mayoko, Junior Mozese | DR Kongo, Frankreich, Südafrika | Zero Attitude Flix, Solent Production, CTRL ALT Shift
- Anatomy of Agency | Regie: Patrick Sam, Yasmin C. Rams | Deutschland, Namibia | Perennial Lens, Joe Vision
- Arakan Monsoon | Regie: Maung Sun | Frankreich, Myanmar | Panorama films, Massala Production, MS films
- The Birds Still Sing Here | Regie: Abdel Mandili | die Niederlande | The Waves
- The Child We Share | Regie: Yeonah Paik | Südkorea | Studio YONN
- Cloud of the Unknown | Regie: Gao Yuan | Frankreich, Hongkong | Chinese Shadows, Slowsword Limited, Shasha & Co Production
- Concrete Grassland | Regie: Shorena Tevzadze | Georgien, Frankreich | Parachute Films, DiaFilm, Ceresa Films
- Dala | Regie: Almira Saifullina | Kasachstan, Schweden | Algiz, EuroArctic Media Group AB
- The Enemy | Regie: Maryam Haddadi | UK, die Niederlande | Sonja Henrici Creates, Mudland Studio
- Evening School | Regie: Pylyp Dotsenko | Ukraine | Phalanstery Films
- Fallout | Regie: Isaac Knights-Washbourn | UK, Japan | Varda Pictures, ARTicle Films
- La Flaca | Regie: Alejandro Valbuena | Kolumbien, Kanada | Curare Films, Kasa Créative
- Folil | Regie: Loreto Plubins | Chile | La Ventana Cine
- The Gap | Regie: Paweł Ferdek | Polen | Marchello Production, Inbornmedia
- Hazy Valley | Regie: Lea Schlude, Matthew Teutimez | Deutschland | Lapislazuli Film
- Hunting Season | Regie: Lucas Weglinski | Brasilien, Deutschland | 70 Steps, Agalma Filmes, Loma Filmes
- I Am Every Woman | Regie: Ruxandra Gubernat, Maria Stanisheva | Bulgarien, Rumänien, Frankreich | ANIMADOCS, Armadillo Entertainment, Anna Films
- Je Vous Salue, Peru | Regie: Yaela Gottlieb | Peru | Walden Films
- Jerusalem Boys | Regie: Jumana Manna | Deutschland, Norwegen, Palästina | SEERA Films
- Kim | Regie: Chiara Sambuchi | Deutschland | inselfilm
- Kunchok and His Many Moons | Regie: Ashok Meena | Indien | Jal Damru Madhya, Studio Ainak, Soul of Desert
- Let Us Fight | Regie: Eli Maene | Kongo | Uhuru Films Company
- Neither Shadow nor Light | Regie: Juyeon Yang | Südkorea | Keumyoil Film
- Paloma, the Lonely Bird | Regie: Brina Klampfer Merčnik, Miha Možina | Slowenien | Vertigo
- Pegasus | Regie: Sally Jacobson, Tuva Björk | Schweden | Bank Film
- The Pitch is Greener | Regie: Roni Schlesinger, Maayan Belech | Israel | KM Productions
- Pratopia | Regie: Sean Ali Wang | die Niederlande, Deutschland | Muyi Film, Ma.ja.de.
- The Road to Bama | Regie: Joel Kachi Benson | Nigeria, USA, Polen | Bama Holding, BluBlu Studios, JB Multimedia
- Seawomen | Regie: Sopho Chkheidze | Georgien | Sakdoc Film
- Snails | Regie: Max Kerkhoff | Chile, Deutschland | CangrejoFilms, Mayana Films
- The Spectres of the Camp | Regie: Claudia Tosi | Italien | La Scontrosa
- Two of Us | Regie: Jūratė Samulionytė | Litauen | Just a moment
- Unbalanced (WT) | Regie: Paula Onet | Rumänien, Frankreich | microFILM, Darjeeling
- Who We Are | Regie: Sophie Ataya | Deutschland | SEERA Films
Erneut würdigt DOK Leipzig das herausragende Schaffen etablierter Künstler*innen im Dokumentar- und Animationsfilm.
Die Hommage Dokumentarfilm ist in diesem Jahr Helena Třeštíková gewidmet, deren wichtigstes filmisches Material die Zeit ist. In ihren Langzeitbeobachtungen macht sie sichtbar, was sich dem flüchtigen Blick entzieht: die leisen Veränderungen des Alltags, Brüche, Hoffnungen und Verluste, aus denen sich menschliche Biografien formen. Hinter den individuellen Geschichten zeichnen sich zugleich Panoramen politischer, sozialer und kultureller Umbrüche ab.
Leben, Werk und Lebenswerk der Dokumentarfilmemacherin sind untrennbar miteinander verwoben. Sie begleitet ihre Protagonist*innen oft über viele Jahre hinweg und lässt mit großer Sensibilität Porträts von emotionaler Wucht und gesellschaftlicher Tiefe entstehen, die sich nur aus der Nähe heraus erzählen lassen.
Auch mit DOK Leipzig verbindet Helena Třeštíková eine langjährige künstlerische Beziehung. „The Miracle“ (1975), noch während ihres Studiums an der Akademie der Musischen Künste in Prag produziert, ist eine behutsame Beobachtung einer werdenden Mutter rund um die Geburt ihres ersten Kindes und war seinerzeit bereits Teil des Festivalprogramms. Was als 16-minütige Etüde begann, entwickelte sich schließlich zum Dokumentarfilm „Private Universe“, der das Leben derselben Familie über einen Zeitraum von 37 Jahren umspannt. Beide sind Teil der diesjährigen Hommage Dokumentarfilm. „René“, 2008 mit der Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb ausgezeichnet, wird in der Festivalwoche erneut in den Leipziger Kinos zu sehen sein. Der Film dokumentiert über 20 Jahre hinweg Třeštíkovás Begegnungen mit einem Strafgefangenen, während sich außerhalb der Gefängnismauern die politischen Verhältnisse grundlegend verändern. Vervollständigt wird das Programm durch „A Marriage Story“ über die Ehe von Ivana und Václav, die über vier Jahrzehnte und stürmische Zeiten hinauswächst.
Im Internationalen Wettbewerb präsentiert DOK Leipzig ergänzend Třeštíkovás neuen Film „Bára – Diary of a Rockstar“. 50 Jahre lang kehrte die Filmemacherin immer wieder mit ihrer Kamera zurück, um Bára Basikovás Leben und musikalische Karriere festzuhalten. Vergangenheit und Gegenwart verdichten sich schließlich zu einem vielschichtigen Porträt zwischen öffentlichem Image und privater Verletzlichkeit.
„Ich freue mich wirklich sehr, dass wir in der kommenden Festivalausgabe das Œuvre einer so herausragenden osteuropäischen Filmemacherin würdigen. Mit dem Programm spannen wir einen Bogen über ihre gesamte Filmografie: von den Anfängen Mitte der 1970er Jahre bis hin zu ihrem neuesten – und vielleicht letzten – Film“, äußert sich Festivalleiterin Ola Staszel.
In einer öffentlichen und kostenlosen Meisterklasse, die am 30.10. um 11:00 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig stattfindet und von Grit Lemke moderiert wird, gibt Helena Třeštíková einen Einblick in ihre Arbeitsweise und ihre dokumentarische Haltung, den Umgang mit einer solchen Fülle an Material und die Produktionsbedingungen, unter denen ihre Filme entstanden.
Die diesjährige Hommage Animationsfilm ist dem norwegischen Studio Trollfilm gewidmet, das von der Filmemacherin Anita Killi gegründet wurde und auf Animation mittels Multiplan-Cut-out-Technik spezialisiert ist. In einer umgebauten Scheune unweit mehrerer Nationalparks entwirft Trollfilm seit mehr als dreißig Jahren in größtenteils handgemachten Animationen eine Welt, die vor Empathie leuchtet und von magischem Optimismus durchdrungen ist. Dabei nimmt sich das Studio auch große Themen vor: Häusliche Gewalt, intergenerationale Traumata, Krieg.
„Hoffnungslosigkeit ist nie eine Option“, sagt Kuratorin und Filmkritikerin Marie Ketzscher. „Durch das Beharren auf dem Sich-Einfühlen in Natur und Mitmenschen widerstehen die Filme dem Zynismus der Gegenwart und appellieren an ein Umdenken. Die sagenumwobene Natur des Nordens geht in gewisser Weise auf die Filme über: Es flirrt der Staub im Gegenlicht und mit gefundenen Objekten und Materialien werden verletzliche Augen und flatternde Flügelchen animiert. Passend zum zeitintensiven Stop-Motion-Prozess – und entgegen der heutigen Schnelllebigkeit – ist außerdem das Erzähltempo entschleunigt“, führt sie weiter aus.
Viele der Filme haben darüber hinaus gemein, dass sie die Perspektive von Kindern ernst nehmen, ohne ihnen ihre unverstellte Sicht auf die Welt abzusprechen.
Die Hommage Animationsfilm setzt sich aus zwei Filmprogrammen zusammen: Eines ist dem Werk der Trollfilm-Gründerin Anita Killi gewidmet, das andere versammelt weitere Trollfilm-Produktionen.
Die insgesamt fünf Filme unter Killis Regie erzählen von der Fragilität unserer Erde („The Glass Ball“), samischen Mythen („Daughter of the Sun“), dem spielerischen Mikrokosmos von Kindern („The Hedge of Thorns“), einem titelgebenden Wutmann, der selbst ein Monster in sich trägt („Angry Man“) und einem zärtlichen Hausgeist („Mother Didn’t Know“).
Im zweiten Programm treffen ganz unterschiedliche Animationstechniken, Filmschaffende und Themen aufeinander, die ihre humanistische Haltung eint, darunter der 2D-Animationsfilm „Ich habe keine Angst!“ der deutschen Regisseurin Marita Mayer. Gezeigt werden darüber hinaus etwa „Is Heaven Blue? #2“, eine gemeinsame filmische Arbeit von Menno de Nooijer (Sohn), Paul de Nooijer (Vater) und Françoise de Nooijer (Mutter) über das Leben als Gesamtkunstwerk, der Pixilation-Dokumentarfilm „Mum’s Hair“ von Maja Arnekleiv, Tochter von Anita Killi, für den sie 2017 die Goldene Taube gewann, und der Cut-out-Animationsfilm „Quiet“ von Marianne Bundgaard Nielsen, der metaphorisch in Familienalben blättert.
Im Rahmen der Hommage Animationsfilm findet ebenfalls eine Meisterklasse statt, die dem Festivalpublikum bei freiem Eintritt offensteht und von Kuratorin Marie Ketzscher moderiert wird. Am 29.10. um 11:30 Uhr zeichnet Trollfilm-Gründerin Anita Killi im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig die Entwicklung des Studios von damals bis heute nach und gewährt einen Blick hinter die Kulissen aus Glasplatten, Kameras und Papierobjekten und den Entstehungsprozess des ersten Langfilms des Studios, der gerade in Dovre animiert wird.
Weitere Programmreihen der diesjährigen Festivalausgabe werden in den kommenden Wochen vorgestellt.
Alle Filme der Sektion im Überblick: Filmlisten 2026
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Unter dem Titel „Kino und Kampf. Lateinamerika zwischen Ost und West“ widmet sich die diesjährige Retrospektive dem radikalen politischen Kino Lateinamerikas der 1960er und 70er Jahre. Der Freiheitskampf der Menschen in Ländern wie Argentinien, Brasilien oder Chile war ein wiederkehrendes Thema politisch engagierter Filmfestivals beiderseits der Mauer; zahlreiche analoge Kopien der Filme liegen heute in deutschen Archiven. Die überraschende Geschichte des Austauschs und der Erhaltung dieser Filme zwischen Leipzig, Ost-Berlin und West-Berlin steht ebenfalls im Fokus der Retrospektive.
Die sieben Programme umfassen fünf Lang- und 16 Kurzfilme aus den Jahren 1958 bis 1985. Das Kernstück der Retrospektive bilden Filme des sogenannten „Dritten Kinos“ Lateinamerikas – eine radikale Kinobewegung, die dem antikolonialen Kampf des Globalen Südens entsprang und gegen soziale Ungleichheit, staatliche Repression und kulturelle Fremdbestimmung aufbegehrte. Ergänzt werden sie durch einzelne ihnen thematisch verbundene DDR-Produktionen. Im Anschluss an jedes der sieben Programme finden Filmgespräche statt.
„Mir war wichtig, nicht nur das Naheliegende zu zeigen,“ sagt Kurator Florian Wüst über die Filmauswahl, „sondern immer auch neue Verbindungen herzustellen und Überraschungen einzubauen. Dem Publikum etwas vielleicht noch völlig Unbekanntes zu zeigen – und zugleich für manche eine Wiederbegegnung mit Filmen zu ermöglichen, die sie bereits damals gesehen haben.“
So zeigt das erste Programm „Ruf nach Befreiung“ zwei Klassiker des „Dritten Kinos“, die international auf große Resonanz stießen. In „Now!“ (1965) montiert der kubanische Filmemacher Santiago Álvarez Bilder rassistischer Gewalt im Rhythmus zu Lena Hornes gleichnamiger Bürgerrechts-Hymne. „La hora de los hornos“ (1968), ein agitatorisches Pamphlet für die nationale Befreiung Argentiniens, bewegte die 68er-Generation wie kaum ein anderer Film.
Mit insgesamt drei Programmen legt die Retrospektive einen besonderen Fokus auf Chile und spiegelt damit die große Aufmerksamkeit wider, die dem chilenischen Zeitgeschehen und Filmschaffen seinerzeit entgegen gebracht wurde. Das Programm „Alle Hände vereint“ zeigt mit Patricio Guzmáns „El primer año“ (1972) ein berührendes Zeitdokument, das die Aufbruchsstimmung im ersten Regierungsjahr Salvador Allendes und der Unidad Popular einfängt.
Der Militärputsch vom 11. September 1973 zerstörte die mit der Regierung Allende verbundenen Hoffnungen, brachte jedoch auch internationale Unterstützung für Chilen*innen, die für die Rückkehr zur Demokratie und gegen die Menschenrechtsverletzungen des Pinochet-Regimes kämpften. Diese Solidarität sowie die Erfahrungen von Exil-Chilen*innen in der DDR stehen im Zentrum der Programme „Chile lebt“ und „Sieg und Niederlage“. Letzteres zeigt erstmals die neue digitalisierte und restaurierte Fassung von „Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind“ (1976), Teil des berühmten „Chile-Zyklus“ von Walter Heynowski, Gerhard Scheumann und Peter Hellmich und eine Momentaufnahme Chiles nach zwei Jahren Militärdiktatur.
Die enge Kooperation mit indigenen Gemeinschaften als dokumentarische Praxis steht im Fokus der Programme „Mutter Erde“ sowie „Tod der Ausbeutung“. Das Programm „Mut des Unperfekten“ versammelt Kurzfilme aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas und zeigt, wie die Filmemacher*innen des „Dritten Kinos“ trotz beschränkter materieller Mittel ihr Publikum zu mobilisieren wussten.
Das Besondere an den im Rahmen der Retrospektive gezeigten Filmen: Ein Großteil von ihnen liegt in unterschiedlichen analogen Formaten im Archiv des Arsenal Filminstituts und im Bundesarchiv. Dieses Filmmaterial bezeugt eine rege und miteinander verflochtene Festival-, Verleih- und Archivierungsarbeit vor allem während der 70er Jahre. Die Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche (heute: DOK Leipzig) wurde zur Anlaufstelle für Filmschaffende, die insbesondere in den von Militärdiktaturen regierten Ländern Zensur und Verfolgung ausgesetzt waren. Im Wettbewerb sowie in umfassenden Retrospektiven wurde das militante Kino Lateinamerikas zu einem wiederkehrenden Bestandteil des Festivals. In West-Berlin boten die Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) und das von ihnen 1971 gegründete Internationale Forum des Jungen Films der Berlinale den Filmschaffenden eine ähnliche Plattform.
Dabei war das Engagement für das radikale Kino Lateinamerikas in Leipzig, Ost-Berlin, West-Berlin oder auch im Kontext der Westdeutschen Kurzfilmtage Oberhausen kein rein paralleles, sondern ein gemeinsames. Die Retrospektive beleuchtet, wie Akteur*innen in Ost und West ungeachtet der Komplikationen offizieller innerdeutscher Beziehungen zusammenarbeiteten. Sowohl das Staatliche Filmarchiv der DDR in Ost-Berlin, das die Leipziger Retrospektiven veranstaltete, als auch die Freunde der Deutschen Kinemathek in West-Berlin kopierten analoge Filmmaterialien, tauschten sie über persönliche Netzwerke miteinander aus und archivierten sie. So trugen sie gemeinsam dazu bei, dass die politisch gefährdeten Filme außerhalb ihrer Herkunftsländer erhalten und verbreitet werden konnten. Die damals im Staatlichen Filmarchiv der DDR archivierten lateinamerikanischen Filme wurden nach 1990 vom Bundesarchiv übernommen.
Erstmalig beleuchtet die Retrospektive von DOK Leipzig in Kooperation mit dem Arsenal Filminstitut, dem Bundesarchiv und der DEFA-Stiftung diese besondere Verbindung zwischen Lateinamerika, Leipzig und dem geteilten Berlin. In einem DOK Talk sprechen Vertreter*innen der vier Institutionen über diese historischen Verbindungen sowie ihre Bedeutung für Fragen der Digitalisierung und Archivierung heute. Der DOK Talk findet am 28.10.2026 von 15–16:30 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig statt.
Weitere Programmreihen der diesjährigen Festivalausgabe werden in den kommenden Wochen vorgestellt.
Das gesamte Programm inklusive aller Vorführzeiten ist ab dem 8.10. auf der Website von DOK Leipzig zu finden. Gleichzeitig startet online der Ticketverkauf.
Die Retrospektive wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Alle Filme der Sektion im Überblick: Filmlisten 2026
Bildmaterial zum Download: Filmstills
Rund zwei Monate vor Beginn der 69. Festivalausgabe hat DOK Leipzig die ersten Programminhalte bekanntgegeben.
Intendantin Ola Staszel, die seit Januar 2026 die künstlerische Leitung und Geschäftsführung des Leipziger Festivals verantwortet, führt mit „Positions“ eine neue Sektion ein, die Austausch und Debatte mehr Raum gibt. Diese widmet sich der Welt im Detail und in all ihrer Tiefe, Komplexität und Ambivalenz. Die Filmauswahl soll Ausgangs- und Anknüpfungspunkt sein, einander zuzuhören und ins Gespräch zu kommen, andere Meinungen und Widersprüche auszuhalten und eigene Überzeugungen zu hinterfragen.
Die Filme begleiten etwa Angehörige bei der Suche nach den Spuren der Verschwundenen des Spanischen Bürgerkriegs („Atlas of Disappearance“), setzen der Erdölförderung in Nigeria Poesie entgegen („Hope is a Word“) und beobachten, wie in einer Ausbildungsstätte für Gefängniswärter*innen in Frankreich Zweifel durch Gehorsam zu Routinen werden („Detention“). Die übrigen Filme stehen dieser Vielschichtigkeit in nichts nach. So beleuchtet „Tricontinental, Letter to Open in Case Of“ eine sozialistische Bewegung während des Kalten Krieges und „Fracture“, ein intuitiv fließendes Videotagebuch der israelischen Aktivistin Keren Kraizer, dokumentiert ihre Ambivalenz bei der Rückkehr in ihre Heimat, wo bald alles zu explodieren droht. Regisseurin Barbara Kopple, die bereits zweimal mit dem Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet wurde, vervollständigt mit „Union Town“ ihre Trilogie über die Rechte der Arbeiterklasse. Nicht zuletzt umfasst die Reihe die Weltpremiere von „The Masturbator - The Adventures of Edgar Hilsenrath“ über das Leben des vor 100 Jahren geborenen Leipziger Schriftstellers und Holocaust-Überlebenden Edgar Hilsenrath – in einer kraftvollen Mischung aus Animation und Archivmaterial.
Teil der Sektion sind in Kooperation mit der Woche der Kritik außerdem zwei Debattenformate, die etablierte Gesprächsstrukturen zwischen Publikum, Filmschaffenden und Kritiker*innen aufbrechen und im Anschluss an zwei Screenings stattfinden werden. Die Woche der Kritik wird vom Verband der deutschen Filmkritik ausgerichtet und erprobt seit 2015 parallel zur Berlinale verschiedene Formen des Sprechens über Film. Beim Festival entsteht seither eine Vielzahl spielerischer und experimenteller Diskussionsformate, die seit 2025 in einem Glossar präsentiert werden. Ergänzend zu den gemeinsam entwickelten Diskussionsabenden wird es nach weiteren Filmvorführungen der Reihe Extended Q&As mit Filmschaffenden und eingeladenen Expert*innen geben.
Die bisherigen Sektionen „Camera Lucida“ und „Panorama: Mittel- und Osteuropa“ werden nicht weitergeführt. Filme mit unkonventionellen Handschriften und jene, die den Blick auf Mittel- und Osteuropa richten, werden damit nicht mehr in gesonderten Programmen gebündelt, sondern finden sich in den Wettbewerben des Festivals.
Ebenfalls neu bei DOK Leipzig 2026: Der Publikumspreis, eine Goldene Taube für einen langen Dokumentarfilm, wird nicht mehr von einer Jury ausgewählt, sondern per Onlineabstimmung direkt vom Publikum.
Das Festivalmotiv wurde erneut vom Leipziger Grafiker und Illustrator Stefan Ibrahim gestaltet und wird in den Wochen vor Festivalbeginn überall in der Stadt zu finden sein.
„Unser diesjähriges Plakatmotiv lässt ganz bewusst viele Lesarten zu“, betont Festivalleiterin Ola Staszel. „Von der Arbeiterbewegung über politische und feministische Bezüge bis hin zur Popkultur – gerade in der Vielschichtigkeit des Motivs liegt dessen Stärke. Und das passt auch zur Vielstimmigkeit in Gemeinschaft, die wir mit dieser Festivalausgabe in besonderem Maße ins Zentrum stellen wollen.“
Gestalter Stefan Ibrahim stellt die verbindende Dimension des Motivs heraus: „Das Motiv zeigt Körper in Bewegung und Menschen im Miteinander. Eine Assoziation zu Arbeit und Produktion ist dabei freilich gewollt. Ganz gleich ob Kunst, Handwerk, Dienstleistung oder Care-Arbeit, jede*r ist gemeint, jede*r ist gesehen. Bei DOK Leipzig und weit darüber hinaus, entscheiden sich Kunst- und Kulturschaffende beinahe tagtäglich für einen Gestaltungsprozess mit allen Höhen und Tiefen und auch dazu, diesen in all seinen Facetten sichtbar zu machen. Sei es, um eine Geschichte zu erzählen, oder um sie einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Dieses Plakat würdigt dieses unverzichtbare Engagement und lädt dazu ein, zwischen den (Sitz-)Reihen Teil einer Idee, eines Dialogs und einer gemeinsamen Auseinandersetzung zu werden.“
Eine zweite neue Sektion, zu der auch der Eröffnungsfilm gehört, wird Mitte September veröffentlicht.
Weitere Programmreihen der diesjährigen Festivalausgabe werden in den kommenden Wochen vorgestellt.
Das gesamte Programm inklusive aller Vorführzeiten ist ab dem 8.10. auf der Website von DOK Leipzig zu finden. Gleichzeitig startet online der Ticketverkauf.
Auch in diesem Jahr steuert DOK Leipzig ehemalige Festivallieblinge zur Leipziger Sommerkinosaison bei. Zwischen dem 8. Juli und dem 27. August sind an vier Abenden insgesamt drei Dokumentarfilme zu sehen – allesamt mit emanzipierten Protagonistinnen, die sich für Freiheit und Selbstbestimmung einsetzen.
Der oscarnominierte „Cutting Through Rocks“, der bei DOK Leipzig 2025 den Publikumspreis gewann, wird sogar bei zwei Sommerkinos zu sehen sein: im HP7 und bei der Plagwitzer Markthalle. Er erzählt von der Iranerin Sara, die sich in einer ländlichen Region des Landes für die Frauen und Mädchen in ihrer Gemeinde stark macht.
In der CSD-Woche zeigt das Luru Kino den Jugendfilm „Niñxs“, in dem die trans Protagonistin nach dem für sie richtigen Weg sucht, um von ihrem Aufwachsen und ihrer Transition zu erzählen.
Den krönenden Abschluss des DOK Leipzig Sommerkinos macht „The Woman Who Poked the Leopard“, der mit erweiterten Untertiteln (SDH) für gehörloses Publikum ausgestattet ist. Er begleitet eine Feministin und Aktivistin aus Uganda, die sich dem amtierenden Staatschef des Landes entgegenstellt.
Tickets gibt es an den Abendkassen oder über die Websites der Kinopartner Cinémathèque Leipzig, Luru Kino und Schaubühne Lindenfels.
Termine und Synopsen:
- Mittwoch, 8.7.2026
21 Uhr
HP7 (open air) – in Kooperation mit der Cinémathèque Leipzig
Cutting Through Rocks
Regie: Sara Khaki, Mohammadreza Eyni
Aserbaidschanisch/Farsi, mit englischen und deutschen Untertiteln
95 min.
Die Proteste mit dem Slogan „Frau, Leben, Freiheit“ in Teheran und anderen Großstädten scheinen weit weg von dem Ort, an dem Sara lebt. Doch die Protagonistin dieses Films setzt sich in ihrer ländlichen Gemeinde im Nordwesten des Iran ganz alltagspraktisch für die gleichen feministischen Werte ein. Ihr Vater lehrte sie einst – zum Unmut des Dorfes – das Motorradfahren. Ein kleiner Gefallen mit großer Wirkung: Für Sara ebnete er einen Weg jenseits der patriarchalen Ehe. Mobil auf zwei Rädern arbeitete sie als Hebamme und brachte zahlreiche Mädchen zur Welt, für die sie sich jetzt erneut stark machen will: Sara entschließt sich, als erste Frau in der Geschichte ihrer Kommune für den Gemeinderat zu kandidieren. Ein Schritt, der ihr einerseits begeisterte Unterstützung einbringt; andererseits muss sie offene Feindseligkeiten und eine Anhörung bei den Sittenwächtern der Islamischen Republik über sich ergehen lassen.
- Donnerstag, 16.7.2026
21 Uhr
Luru Kino (open air)
Niñxs
Regie: Kani Lapuerta
Spanisch, mit deutschen Untertiteln
93 min.
Karla ist verträumt, Karla ist charismatisch und Karla ist trans. Sie wächst in einer mexikanischen Kleinstadt auf und liebt es, sich zu schminken oder zu verkleiden. Aber manchmal wächst ihr die Welt auch über den Kopf. Dann versteckt sie sich stundenlang in ihrem Zimmer. Zum Glück hat Karla Freundinnen und eine Familie, die sie unterstützen, oft verstehen und immer auch mal herausfordern.
Über acht Jahre hinweg begleitete trans Filmemacher Kani Lapuerta seine Protagonistin in ihrem Alltag und ihrer Transition. Entstanden ist eine farbenfrohe, verspielte und politische Coming-of-Age-Erzählung aus trans Perspektive. „Niñxs“ ist ein berührender, Mut machender Film über Kindheit, Kreativität und Selbstermächtigung – und ein starkes Plädoyer für eine Welt, in der alle einfach sie selbst sein dürfen.
- Donnerstag, 30.7.2026
21:45 Uhr
Plagwitzer Markthalle (open air) – in Kooperation mit der Schaubühne Lindenfels
Cutting Through Rocks
Regie: Sara Khaki, Mohammadreza Eyni
Aserbaidschanisch/Farsi, mit englischen und deutschen Untertiteln
95 min.
- Donnerstag, 27.8.2026
21:30 Uhr
Plagwitzer Markthalle (open air) – in Kooperation mit der Schaubühne Lindenfels
The Woman Who Poked the Leopard
Regie: Patience Nitumwesiga
Englisch/Luganda, mit erweiterten deutschen Untertiteln (SDH)
Wenn Stella Nyanzi einen Raum betritt, ist Action angesagt. Die ugandische Feministin, Genderforscherin, Anthropologin und Poetin nimmt bei ihrem Kampf gegen die staatliche Unterdrückung kein Blatt vor dem Mund. Mit einem vulgären Gedicht verhöhnt sie den seit fast 40 Jahren amtierenden Staatschef Yoweri Museveni und kommt dafür 2017 ins Gefängnis. Nach ihrer Freilassung kandidiert Nyanzi für das Parlament, ohne das nötige Geld für eine Wahlkampagne zu haben. Mit ihren Kindern druckt und verteilt sie Plakate und Flugblätter in den Slums von Kampala. Wiederholt sieht sich die Familie mit Polizeigewalt konfrontiert und emigriert schließlich nach Deutschland.
Die Gewinnerfilme des Doc Alliance Award 2026 wurden heute bei der Preisverleihung während des Doc Day Lunch im Rahmen des Marché du Film in Cannes bekannt gegeben.
Der mit 5.000 Euro dotierte Doc Alliance Award für den besten Langfilm ging an „The Case Against Space“ (UK/Frankreich) by Graeme Arnfield. Darin rekonstruiert Arnfield den weltweit ersten Streik im All im Jahr 1973 – auf Grundlage von Gesprächsprotokollen mit dem Kontrollzentrum auf der Erde – und zeichnet ein ikonoklastisches Porträt des Astronauten als überlasteten Arbeiter.
„Dieser Film knüpft zwar an die früheren Arbeiten des Filmemachers mit Found Footage an, stellt jedoch einen Schritt in eine neue Richtung dar. Formal mutig setzt er auf eine klaustrophobische Lo-Fi-Ästhetik, die die menschlichen Zeugnisse in den Vordergrund rückt“, lobte die Jury.
Der mit 3.000 Euro dotierte Doc Alliance Award für den besten Kurzfilm ging an „Some of You Fucked Eva“ (Frankreich) von Lilith Grasmug – die Geschichte einer typischen Cheerleaderin und des sozialen sowie kulturellen Mikrokosmos einer amerikanischen Highschool, erzählt durch eine Montage von YouTube-Videos.
„Sämtliche Bilder stammen aus dem Internet und wurden gekonnt verfremdet und neu arrangiert, um eine Atmosphäre zu schaffen, die von den Ängsten und Leidenschaften von Jugendlichen durchdrungen ist. Der Film greift filmische Konventionen auf, die von Highschool-Filmen bis hin zu David Lynch reichen und entwickelt dabei eine fesselnde und eindringliche Erzählung“, so die Jury.
Darüber hinaus erhielt der lange Dokumentarfilm „Fantasy“ (Fantaisie | Frankreich) von Isabel Pagliai eine Lobende Erwähnung der Jury in Anerkennung der „einzigartigen Fähigkeit der Regisseurin, unvergessliche Bilder zu erschaffen“.
Zur Jury gehörten Wouter Jansen (CEO von Square Eyes), Maria Palacios Cruz (Festivalleiterin des Open City Documentary Festival) sowie der Filmkritiker, Filmemacher und Produzent Mark Peranson.
Doc Alliance unterstützt aufstrebende Talente des europäischen Dokumentarfilms. Die Aktivitäten des Netzwerks zielen darauf ab, ihre Werke sichtbarer zu machen und ihre Position als Künstler*innen, die finanzielle Unterstützung für kommende Projekte suchen, zu stärken. Teil des Netzwerks sind sieben europäische Festivals: CPH:DOX, Doclisboa, DOK Leipzig, FIDMarseille, Ji.hlava IDFF, Millennium Docs Against Gravity FF und Visions du Réel. Das Partnerfestival 2026 ist Golden Apricot Yerevan International Film Festival. Jedes der Festivals zeigt bei seiner nächsten Ausgabe eine Auswahl der 16 nominierten Filme.
Jurybegründung – Bester Langfilm (im Original):
The Doc Alliance Award goes to a film that combines extensive research with speculative interpretation. Whilst drawing on the filmmaker’s previous work with found footage, this film represents a step in an equally uncompromising new direction. Formally bold, it commits to a claustrophobic lo-fi aesthetic that foregrounds the human testimonies.
Jurybegründung – Bester Kurzfilm (im Original):
We decided to award a film in which a character recalls a moment of collective hysteria at her high school. All the images are sourced from pre-existing archive taken from the internet, and skilfully distorted and re-arranged to build an atmosphere steeped in teen angst. The film recalls cinematic conventions from high school movies to David Lynch, and manages to built a compelling and gripping story.
Jurybegründung – Lobende Erwähnung (im Original):
An unconventional yet focused documentary portrait that immerses the viewer into a literally dark and psychologically disturbing reality, guided by a director with the unique ability to create inedible and unforgettable images.
Weitere Informationen zum Doc Alliance Award: docalliance.org
Weitere Informationen zum Gastfestival 2026: Golden Apricot IFF
Die Filme, die um die diesjährigen Doc Alliance Awards konkurrieren, wurden nun bekanntgegeben. Jedes der sieben europäischen Dokumentarfilmfestivals, die das Netzwerk Doc Alliance bilden, sowie das diesjährige Gastfestival Golden Apricot Yerevan International Film Festival (GAIFF) hat einen kurzen und einen langen Dokumentarfilm aus seinem vergangenen Programm vorgeschlagen.
Die Doc Alliance Awards werden am 19. Mai in Cannes während des Doc Day Lunch beim Marché du Film verliehen. Die Veranstaltung ist nur mit Einladung zugänglich.
Die Gewinnerfilme werden von einer dreiköpfigen Jury ausgewählt: Wouter Jansen (CEO und Gründer von Square Eyes), Maria Palacios Cruz (Festivalleiterin des Open City Documentary Festival) und Filmkritiker, Filmemacher und Produzent Mark Peranson. Der Preis ist mit 5.000 € für den besten langen Dokumentarfilm und 3.000 € für den besten Kurzfilm dotiert und bietet den Filmemacher*innen finanzielle Unterstützung für ihre zukünftige Arbeit. In der Kategorie „Bester Langfilm“ sind nur Debüts oder zweite Regiearbeiten zugelassen.
Im Anschluss an die Preisverleihung werden Vertreter*innen des Netzwerks das „Doc Alliance Research Handbook“ vorstellen. Im Rahmen eines langfristigen Forschungsprojekts hat Doc Alliance Informationen zu allen Mitgliedsfestivals gesammelt, mit Fokus auf die Bereiche neue Technologien, inklusive Programmgestaltung, Nachhaltigkeit, Nachwuchsförderung und pädagogische Praktiken.
Doc Alliance hat sich der Förderung aufstrebender Talente im europäischen Dokumentarfilm verschrieben. Zu den Mitgliedsfestivals gehören CPH:DOX, Doclisboa, DOK Leipzig, FIDMarseille, Ji.hlava IDFF, Millennium Docs Against Gravity und Visions du Réel. Jedes der Festivals zeigt mindestens drei der nominierten Filme bei seiner nächsten Ausgabe.
Nominierte Langfilme:
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A Song Without Home (სิมღერა სახლის გარეშე), Georgien/USA, Regie: Rati Tsiteladze, nominiert von CPH:DOX
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Afterlives, Deutschland/Belgien/Frankreich, Regie: Kevin B. Lee, nominiert von Doclisboa
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Fantasy (Fantaisie), Frankreich, Regie: Isabel Pagliai, nominiert von FIDMarseille
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Holler For Service, Deutschland/USA, Regie: Ole Elfenkaemper, Kathrin Seward, nominiert von DOK Leipzig
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Imago, Frankreich/Belgien, Regie: Déni Oumar Pitsaev, nominiert vom Golden Apricot IFF
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Minimum Love (Minimum lásky), Tschechien, Regie: Maja Penčič, nominiert von Ji.hlava IDFF
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The Case Against Space, Großbritannien/Frankreich, Regie: Graeme Arnfield, nominiert von Visions du Réel
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Two Mountains Weighing Down My Chest, Deutschland/Niederlande, Regie: Viv Li, nominiert von Millennium Docs Against Gravity
Nominierte Kurzfilme:
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Amma, Do Giraffes Cry?, Tschechien, Regie: Kartikeya Saxena, nominiert von Millennium Docs Against Gravity
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Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow (Apokalypsa včera, dnes, zítra a pozítří), Ukraine/Tschechische Republik, Regie: Anastasiia Bonadyha, nominiert vom Ji.hlava IDFF
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Cold Call, Deutschland, Regie: Stefanie Schroeder, nominiert von DOK Leipzig
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Conversations and Dreams, Tschechien/Armenien, Regie: Melanya Hamasyan, nominiert vom Golden Apricot IFF
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Errabonda, Dänemark/Italien, Regie: Emma Harris, nominiert von CPH:DOX
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Some of You Fucked Eva, Frankreich, Regie: Lilith Grasmug, nominiert vom FIDMarseille
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The Divided City of Mitrovica (Podeljeni grad Kosovska Mitrovica), Serbien/Kosovo, Regie: Marko Grba Singh, nominiert von Doclisboa
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The Interpreter, Großbritannien, Regie: Mohamad Hafeda, nominiert von Visions du Réel
Weitere Informationen zum Doc Alliance Award: docalliance.org
Weitere Informationen zum Gastfestival 2026: Golden Apricot IFF
Das Festivalnetzwerk Doc Alliance hat das diesjährige Gastfestival bekanntgegeben: GAIFF, das Golden Apricot Yerevan International Film Festival, findet jährlich in der armenischen Hauptstadt statt, dieses Jahr vom 12. bis 19. Juli.
In den kommenden Monaten wird GAIFF bei gemeinsamen Veranstaltungen und Treffen der Netzwerkfestivals dabei sein, bei denen Erfahrungen und Ideen zu Themen wie Filmbildung, Nachwuchsförderung, XR, Inklusion und Nachhaltigkeit ausgetauscht werden. Außerdem nominiert das Festival einen Kurz- und einen Langfilm für den Doc Alliance Award und ist an der Auswahl der Jury beteiligt.
Das 2004 in Jerewan, Armenien, gegründete Golden Apricot Yerevan International Film Festival folgt dem Leitbild, durch das Kino Brücken zu bauen und den Dialog zwischen Kulturen zu fördern. GAIFF zeigt Filme, die unterschiedliche ethnische Zugehörigkeiten, Religionen und nationale Identitäten widerspiegeln. Das Programm des Festivals vereint Spiel- und Dokumentarfilme ohne Unterscheidung der Formen und umfasst internationale und regionale Wettbewerbssektionen, ein Kurzfilmprogramm für aufstrebende armenische Filmemacher*innen sowie eine Reihe an Sektionen außer Konkurrenz, die sowohl zeitgenössische Produktionen als auch historische Filmwerke präsentieren.
Doc Alliance unterstützt aufstrebende Talente des europäischen Dokumentarfilms. Jedes der sieben Mitglieder (CPH:DOX, Doclisboa, DOK Leipzig, FIDMarseille, Ji.hlava IDFF, Millennium Docs Against Gravity FF und Visions du Réel) sowie das Gastfestival nominiert jährlich einen kurzen und einen langen Dokumentarfilm für den Doc Alliance Award.
Die nominierten Filme werden Ende April bekanntgegeben. Verliehen werden die Preise im Rahmen von Cannes Docs (Marché du Film, 13.–20. Mai).
Weitere Informationen zu Doc Alliance: Website des Netzwerks
Weitere Informationen zum Gastfestival 2026: GAIFF
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