DOK LEIPZIG 28. OKTOBER – 3. NOVEMBER 2019
62. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 28 October – 3 November 2019
62nd International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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11/2019

Das Programm von DOK Leipzig 2019 ist komplett

Insgesamt präsentiert DOK Leipzig in diesem Jahr 310 Filme und interaktive Arbeiten aus 63 Ländern. Aus 3.000 gesichteten Filmen haben es 161 Filme in die Offizielle Auswahl des Festivals geschafft.

 

„Die Diversität, die wir durch unsere Filmauswahl nach Leipzig bringen können – auch in Form von Themen-Vielfalt und vielschichtigen Perspektiven – ist ein Qualitätsmerkmal“, sagt Festivalleiterin Leena Pasanen. „Es geht uns aber nicht um Diversität um ihrer selbst willen. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der künstlerischen Qualität der Dokumentar- und Animationsfilme.“

 

In den Filmen der Programme und Wettbewerbe blickt DOK Leipzig auf weltpolitische Prozesse, auf zeitgemäße Frauenbilder, auf Familienschicksale und in politische Abgründe. Mediale Phänomene wie Fake News oder Whistleblowing, aber auch die Folgen der NSU-Morde beschäftigen Filmemacher/innen, ebenso wie Umweltzerstörung und die Folgen von globalen Wirtschaftsprozessen, die vielerorts in Raubbau an Mensch und Natur münden.

 

„Es ergab sich geradezu organisch, dass die großen Themen und Probleme des aktuellen Weltgeschehens auch ihren Niederschlag in den Filmen unserer Programme finden. Allerdings verstehen wir unser Festival nicht in erster Linie als Bühne für etwas ausführlichere Nachrichten, vielmehr suchen wir mit nicht nachlassender Energie nach unterschiedliche Färbungen des Dokumentarischen. Das Ausloten von Grenzen nicht-fiktionalen Erzählens ist ein immer präsenter Fokus bei unseren Entscheidungen“, erläutert Programmer Ralph Eue.

 

Teil der Offiziellen Auswahl sind Filme von international renommierten und preisgekrönten Filmemacher/innen wie Marcus Vetter, Claudine Bories und Patrice Chagnard, Christoph Hübner und Gabriele Voss, den Brothers Quay oder Nino Kirtadze. Die Sektion Spätlese, die Festivalhighlights der Saison auf die Leinwand bringt, vereint Filme von etwa Jaqueline Zünd, Anca Damian oder Werner Herzog. Teil der Offiziellen Auswahl sind zudem die Werke vielversprechender Nachwuchstalente.

 

Zur Offiziellen Auswahl von DOK Leipzig gehören sechs Wettbewerbe sowie das Internationale Programm und die Sektion Spätlese. In diesem Jahr freut sich DOK Leipzig über 63 Welt-, 27 internationale, 12 europäische und 50 deutsche Premieren. Mehr als die Hälfte der Regisseur/innen in der Offiziellen Auswahl sind weiblich. Im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm, für den in 2018 eine 40/60-Quote eingeführt wurde, sind sogar 8 von 10 Filmen unter weiblicher Regie beziehungsweise Co-Regie entstanden.

 

„Wir ziehen eine erste Bilanz zur Quote nach unserem zweijährigen Testlauf“, so Leena Pasanen. „Vielleicht ist es noch zu früh, längerfristig geltende Aussagen zu treffen. Doch sind wir stolz darauf, dass mittlerweile rund 45% unserer gesamten Einreichungen von Regisseurinnen kommen – das sind fünf Prozentpunkte mehr als in den vergangenen Jahren. Regisseurinnen scheinen mehr Zutrauen zu entwickeln, ihre Filme einzureichen. Die Kluft zwischen den Geschlechtern wird stetig kleiner.“

 

DOK Leipzig findet in diesem Jahr vom 28. Oktober bis 3. November statt. Das Festival eröffnet am 28. Oktober mit der Weltpremiere des Films DAS FORUM von Marcus Vetter.

 

Die Akkreditierung für DOK Leipzig ist noch bis zum 20. Oktober möglich.

 

Interviewanfragen an Festivaldirektorin Leena Pasanen oder Programmer Ralph Eue sowie Anfragen für Filmstills richten Sie bitte an die Presseabteilung.