DOK Leipzig 29. Oktober – 4. November 2018
60. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 29 October – 4 November 2018
60th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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12/2017

Milo Rau, Shelly Silver und Kamal Swaroop feiern Premieren in Leipzig

Die Offizielle Auswahl der Jubiläumsausgabe von DOK Leipzig steht fest. In diesem Jahr feiern 113 Filme ihre Welt- und internationale Premiere auf dem Festival, das sind 13 mehr als im Jahr zuvor. Wie schon 2016 ist die Anzahl auf einen neuen Rekord gestiegen. Insgesamt sind 166 Filme und interaktive Arbeiten Teil der Offiziellen Auswahl.

 

Es laufen Werke von renommierten Filmemacher/innen wie Shelly Silver, Stanislaw Mucha, Kamal Swaroop und David Sieveking. Auch der Künstler Milo Rau, der vor allem als Theaterregisseur bekannt wurde, ist mit einem Film vertreten. Erstmals stellt der Schauspieler Charly Hübner einen Film vor, den er in Co-Regie umgesetzt hat. „Dass diese Künstlerinnen und Künstler uns ihre herausragenden Filme anvertrauen, freut uns sehr“, sagt Festivalleiterin Leena Pasanen. „Gleichzeitig sind wir stolz darauf, dass wir echte Neuentdeckungen gemacht haben. Viele junge und talentierte Regisseurinnen und Regisseure haben Filme eingereicht, die die Auswahlkommission überzeugt haben. Die stilistische Bandbreite und die Konsequenz, mit der Filmschaffende ihre Geschichten erzählen, ist bemerkenswert.“

 

Viele Filme in der Offiziellen Auswahl wurden in diesem Jahr nicht nur von jungen Regisseur/innen gemacht, sondern beschäftigen sich auch mit der Frage, wie Jugendliche heute leben. „Einige der Protagonistinnen und Protagonisten ringen um inspirierende Vorbilder, andere versuchen einen Umgang mit sozialem Druck zu finden und immer wieder geht es um Überlebensstrategien, die junge Menschen in Europa und in der ganzen Welt entwickeln“, so der Vorsitzende der Auswahlkommission Ralph Eue. 

 

„Ein besonderes Geschenk war es für uns, dass uns in diesem Jahr eindrucksvolle Filme aus Lateinamerika erreicht haben und sie überraschen durch die Vielfalt an Macharten“, so Ralph Eue weiter. Insgesamt sind Filme aus 53 Ländern vertreten.

 

Einige Arbeiten der Offiziellen Auswahl begleiten Menschen mit rechtspopulistischer Gesinnung und beschäftigen sich unter anderem mit Pegida und Aufmärschen von Neonazis. Aber auch der Protest gegen fremdenfeindliche Äußerungen und Taten ist Bestandteil von Filmen. „Diese Filme sind deswegen so wertvoll, weil sie es schaffen, uns zu wirklichem Nachdenken anzuregen. Und wir sind auch gezwungen, den eigenen Standpunkt zu prüfen. Eine bequeme Position gibt es hier nicht“, sagt Leena Pasanen und fährt fort: „Ohne dass wir in der Offiziellen Auswahl bewusst nach Filmen gesucht hätten, in denen sich unser Motto Nach der Angst widerspiegelt, sind wir auf viele Arbeiten gestoßen, die sich mit Ängsten auseinandersetzen.“

 

Die interaktive Ausstellung DOK Neuland findet an einem neuen Ort statt. „In diesem Jahr nutzen wir eine ehemalige Ladenfläche in der Innenstadt. In den Räumlichkeiten im Messehof hat unser Publikum mehr Platz um unsere 360°-Filme, Webdokus oder Games auszuprobieren“, so Leena Pasanen. DOK Neuland stellt dabei auch Verknüpfungen zum Filmprogramm her. So ist ein Transmediaprojekt Bestandteil der Auswahl, das Milo Raus Film ergänzt.

 

Alle Wettbewerbsfilme feiern bei DOK Leipzig mindestens ihre Deutschlandpremiere. Vervollständigt wird die Offizielle Auswahl durch das Internationale Programm.

 

Das Festival eröffnet am 30. Oktober mit dem dokumentarischen Krimi „Betrug“ des Müncheners David Spaeth. Der Film läuft außerdem im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm.

  

Neben den Arbeiten der Offiziellen Auswahl zeigt DOK Leipzig auch Filme in diversen Sonderprogrammen. So werden in der Festivalwoche insgesamt 340 Werke gezeigt.

 

Mehr Informationen über die Offizielle Auswahl finden Sie hier: http://www.dok-leipzig.de/de/festival/offizielle-auswahl

 

Hier geht es zu unserem Filmfinder: http://filmfinder.dok-leipzig.de

 

Logos, Festivalimpressionen und weiteres Bildmaterial finden Sie hier:

http://www.dok-leipzig.de/de/dok/presse/download

 

Sollten Sie Interviewanfragen an Festivaldirektorin Leena Pasanen oder Programmer Ralph Eue haben oder Filmstills benötigen, wenden Sie sich bitte an die Presseabteilung.