Die Multiplayer-VR-Erfahrung lädt uns in ein, einem heiligen Ritual der Kikuyu-Community in Kenia beizuwohnen, bei dem ein Mann zur Frau und eine Frau zum Mann werden kann.
Der Mugumo, der kenianische Feigenbaum, steht in der Mythologie der Kikuyu-Community für Transformation und Wiedergeburt. Die Multiplayer-VR-Erfahrung lädt uns ein, einem heiligen Ritual beizuwohnen: Beim Tanz um den Mugumo kann ein Mann zur Frau und eine Frau zum Mann werden. Wir begleiten Waicici, eine Person ohne Geschlecht, auf der Suche nach der ehrlichsten Version ihrer selbst.
Lars Rummel
Credits
Produktion
Antoine Cayrol, Steve Jelly
Co-Produktion
Steve Jelly, Arnaud Colinart, Opeyemi Olukemi, Rafael Pavon, Annick Jakobowicz, Simon Windsor
Produktionsfirma
POV Spark, France Télévisions, Dimension, Atlas V
Choreografie
Stephen Buescher
Key Collaborator
Andrew Orkin, Banna Dasta, Toby Coffey, Steve Jelly, Simon Windsor, Akash Kushwaha, Annick Jakobowicz, Stephen Buescher, Opeyemi Olukemi, Arnaud Colinart, Rafael Pavon, Antoine Cayrol, Derren Sinnott
The Battle for LaikipiaDaphne Matziaraki, Peter Murimi
In Laikipia, Kenia, leben indigene Hirt*innen und weiße Ranchbesitzer*innen in einer fragilen Balance. Doch Klimawandel und ungelöste koloniale Spannungen stellen diese zunehmend in Frage.
„Es sind Orte wie Laikipia, die einige Kenianer*innen fragen lassen: Sind wir wirklich unabhängig?“ Seit Jahrhunderten ist die Region im zentralkenianischen Hochland Weidegebiet für die Tiere der Samburu. Mit der Kolonialisierung haben sich dort auch Weiße niedergelassen, bauten Ranches und betrieben Viehzucht. Nach der Unabhängigkeit Kenias 1963 blieben sie. Die Beziehungen zwischen ihnen und den Einheimischen waren bisher ganz gut, wenn auch distanziert. Der Klimawandel erhöht jedoch das Konfliktpotenzial im Land und verschärft die Konkurrenz um Ressourcen. Unter den Auswirkungen der globalen Erwärmung leidet Laikipia seit mehreren Dekaden. Lange Dürreperioden zerstören das Grasland, auf das die Samburu-Hirt*innen und ihre Herden angewiesen sind. Die Ranches der weißen Viehzüchter*innen, nicht zuletzt auch die privat verwalteten und streng bewachten Naturschutzareale zerschneiden deren angestammte Wanderrouten und versperren den Weg durch Elektrozäune. Als Wahlen anstehen, drohen die Auseinandersetzungen zu eskalieren. Daphne Matziaraki und Peter Murimi begleiteten Kenianer*innen aller Streitparteien über einen Zeitraum von fünf Jahren und geben ihnen in diesem Film die Chance, ihre Geschichte zu erzählen.
Unyagoni: Bahatiʼs Sex Education JourneySaitabao Kaiyare
Bahati Ngazi, bekannte Radiomoderatorin mit erfolgreichem TikTok-Kanal, nimmt kein Blatt vor den Mund. Nun möchte sie sich von weisen Suaheli-Frauen zur Sexexpertin ausbilden lassen.
Fast 100.000 Menschen folgen Bahati Ngazi auf ihrem gleichnamigen TikTok-Kanal. Hier präsentiert sich die bekannte Radiomoderatorin, pusht Mombasas Kleingewerbe und vermarktet sich als Frau mit dem „geldfarbenen Teint“, die regelmäßig in frischer Kokosmilch badet. Ihre neueste Idee: Sie möchte sich von den lokalen Sexgurus – weisen Frauen der Swahili-Community – in diversen Praktiken unterrichten lassen und so von der Novizin (mikleso) zur Expertin (kungwi) reifen. Bereits der Vorabend gerät zum Ritus: Mit einem Bündel Kathblätter, Süßigkeiten, Tee und Musik bringen sich Bahati und eine Freundin in Ekstase. Regisseur Saitabao Kaiyare macht sich zum interessiert-komplizenhaften Begleiter dieses Bildungstrips. Dabei richtet er seinen Fokus wiederholt auf feministische Themen, die auch Bahati, nicht zuletzt in ihrer Radiosendung, umtreiben: Welche Ansprüche werden an Kenianerinnen gestellt? Und gibt es eigentlich auch eine „Liebeskunde“ für Männer? „Unyagoni: Bahati’s Sex Education Journey“ ist das Porträt einer kühnen und lebendigen Frau, die nicht nur an ihrem Selbstbewusstsein, sondern auch an gelegentlichen Unsicherheiten teilhaben lässt. Eine unterhaltsame, darin nicht minder komplexe Reise.