Filmarchiv

Land (Film Archive)

Extended Reality 2022
Filmstill [Posthuman Wombs]
[Posthuman Wombs] Anna Fries, Malu Peeters
Dieses autotheoretische Essay erkundet den Bauch eines Posthumans, befragt stereotype Vorstellungen von Schwangerschaft und spekuliert über nicht-binäre Reproduktionsszenarien.
Filmstill [Posthuman Wombs]

[Posthuman Wombs]

[Posthuman Wombs]
Anna Fries, Malu Peeters
Extended Reality 2022
XR
Deutschland,
Niederlande,
Schweiz
2021
20 Minuten
Englisch
Die stereotype Vorstellung von Schwangerschaft ist eine Herausforderung für Personen, die sich nicht nur als weiblich definieren. Dieses autotheoretische Essay beschäftigt sich mit der Zukunft von Familie und nicht-binären Reproduktionsszenarien, in denen alle Körper schwanger werden können. Wir reisen in den Bauch eines Posthumans und folgen Spekulationen zur Entfeminisierung des Kinder-Austragens.
Lars Rummel

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Produktion
Anna Fries, Malu Peeters
Animation
Lisa Kaschubat, Manuel Tozzi
VR Entwicklung
Ambrus Ivanyos
3D-Künstler*in
Lisa Kaschubat, Manuel Tozzi, Danielle Williams
Creative Technologist
Ambrus Ivanyos
Ton
Malu Peeters
Buch
Anna Fries
Musik
Malu Peeters
Performer
Brandy Butler, Anna Fries, Olivia Hyunsin Kim, Ncube as Bibi, Fercha Pombo, Kübra Uzun, Wheelymum
Regie
Anna Fries, Malu Peeters
Filmstill Anscht

Anscht

Anscht
Matthias Huber
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2022
Animationsfilm
Schweiz
2022
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Ein liebevoll gestaltetes Dramolett um ein drolliges Puppenkerlchen mit Stupsnase und abstehenden Ohren in bedrohlichen Situationen, die wir alle aus unserer Kindheit kennen. Das Entsetzen auf dem Einmeterbrett, unter dem sich unendliche Tiefen auftun. Die Panik, wenn sich die Tür einer öffentlichen Toilette nicht mehr öffnen lässt. Jede Szene veranschaulicht Kinderängste. Hier lacht man nicht über einen kleinen Menschen in Nöten, sondern über sich selbst.
Anke Leweke

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Regie
Matthias Huber
Buch
Matthias Huber
Kamera
Matthias Huber
Schnitt
Matthias Huber
Produktion
Fred Truniger
Ton
Matthias Huber, Thomas Gassmann, Dieter Hebben
Musik
Matthias Huber
Animation
Matthias Huber
Filmvertrieb
Chantal Molleur
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Filmstill Armat

Armat

Armat
Élodie Dermange
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Animationsfilm
Schweiz
2022
11 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Eine junge Schweizerin sucht nach ihren armenischen Wurzeln. Liebevoll animiert, öffnen sich diverse Schubladen des gleichzeitig entstehenden Familienarchivs. Diese sehr persönliche Auseinandersetzung mit kollektiven Traumata post-migrantischer Communitys findet Bilder und Worte für Rassismus und die Schwierigkeit, mit männlichen Familienmitgliedern über Gefühle zu sprechen. Leitmotiv ist ein durch nachtblaue Landschaften wandernder Schrank, der – den Rissen zum Trotz – alle(s) zusammenhält.
Samuel Döring

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Regie
Élodie Dermange
Kamera
Élodie Dermange
Schnitt
Aurélie Sprenger
Produktion
Nicolas Burlet
Ton
Jérôme Vittoz
Musik
Sam Shalabi
Animation
Élodie Dermange, Sofia El Rhyari, Yaeka Tabara
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Kids DOK 2025
Filmstill Astral
Astral Judith Ordonneau
Esther steht am Strand und beobachtet fasziniert die Sterne durch ein Teleskop. Das Fischwesen will sie davon überzeugen, dass die Unterwasserwelt mindestens ebenso so schön leuchtet.
Filmstill Astral

Astral

Astral
Judith Ordonneau
Kids DOK 2025
Animationsfilm
Schweiz
2025
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Am Abendhimmel leuchten die Sterne, das Meer plätschert, Esther steht am Strand mit ihrem Teleskop bereit. Sie kann sich an den Himmelskörpern gar nicht sattsehen! Ein Fischwesen taucht auf, schaut von vorn ins Fernrohr und geht Esther auf die Nerven. Was ist an diesen Sternen bloß so interessant, fragt sich der Meeresbewohner. Auch die Unterwasserwelt hat doch leuchtende Entdeckungen zu bieten!
Lina Dinkla

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Regie
Judith Ordonneau
Kamera
Judith Ordonneau
Schnitt
Zoltán Horváth, Judith Ordonneau
Produktion
Nicolas Burlet
Sound Design
Jérôme Vittoz
Animation
Judith Ordonneau
Distributor
Samuel Wanja
Kids DOK 2022
Filmstill Bémol
Bémol Oana Lacroix
Die federlose Nachtigall hat die schönste Stimme im Wald. Alle Tiere freuen sich an ihrem Gesang. Als der Herbst kommt und sie sich erkältet, kann sie plötzlich nicht mehr singen.
Filmstill Bémol

Bémol

Bémol
Oana Lacroix
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Schweiz
2021
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Ach herrje, die Nachtigall hat ja gar keine Federn! Die anderen Vögel lachen sie aus, weil sie nicht fliegen kann. Dafür wiegt ihr Gesang den kleinen Bären in den Schlaf. Sogar die Eichhörnchen hören auf zu streiten und lauschen. Als der Herbst kommt und die Nachtigall sich erkältet, fühlt sie sich viel zu krank zum Singen. Da müssen die anderen Tiere sich etwas überlegen …
Lina Dinkla

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Regie
Oana Lacroix
Kamera
Oana Lacroix
Schnitt
Oana Lacroix
Produktion
Nicolas Burlet
Ton
Jérôme Vittoz
Musik
Jérôme Vittoz
Animation
Oana Lacroix
Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill Bildraum
Bildraum Dirk Koy
Flirrende Linien verweben sich wieder und wieder neu zu einem digitalen Tuch. Ein 3D-Modell des Kunsthauses Baselland entwirrt sich aus den Linien, nur um gleich darauf wieder zu verschwinden.  
Filmstill Bildraum

Bildraum

Bildraum
Dirk Koy
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Schweiz
2022
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Flirrende Linien verweben sich wieder und wieder neu zu einem digitalen Gewebe. Diagonalen addieren die dritte Dimension. Eine bewegte Kamera lässt uns endlich erkennen, welches Geheimnis die Bildelemente bis jetzt noch für sich behielten: Ein 3D-Modell des Kreativzentrums Kunsthaus Baselland entwirrt sich – nur um gleich darauf wieder in der lichten Leere zu verschwinden.
Franka Sachse

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Regie
Dirk Koy
Kids DOK 2020
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Der kleine Vogel und die Bienen Lena von Döhren
Was ist das? Der kleine Vogel wundert sich über die summende Nachbarin und stolpert der Biene über die Wiesen hinterher. Doch aufgepasst, der Fuchs lauert schon hinterm Baum!
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Der kleine Vogel und die Bienen

Der kleine Vogel und die Bienen
Lena von Döhren
Kids DOK 2020
Animationsfilm
Schweiz
2020
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Es ist Frühling und der kleine Vogel entdeckt die ersten Blätter an seinem Baum. Schon öffnen sich die Knospen und die Biene kommt angesummt. Neugierig stolpert der kleine Vogel ihr hinterher und übersieht dabei fast den Fuchs, der schon wieder hungrig knurrt. Nach der pupsenden Raupe im letzten Jahr darf sich der Vogel nun über eine neue Gefährtin freuen.

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Regie
Lena von Döhren
Buch
Lena von Döhren
Schnitt
Fee Liechti
Produktion
Gerd Gockell
Co-Produktion
SRF Schweizer Radio und Fernsehen
Musik
Martin Waespe
Animation
Lena von Döhren
Filmvertrieb
Georg Gruber
Hommage: Isabel Herguera 2024
Filmstill Diaries of Confinement – Part One
Diaries of Confinement – Part One Katrin Hauser, Lenia Friedrich, Arjun Patel, Milan Haupt, Dexin Yin, Quingqi Ren, Tianyi Zhang, Diego Herguera, Raquel Gálvez Soto, Toni Planas Portas, César García Villafaina, Inés Gonzáles, Candela Carroceda, Agata Tracevič, Justinas Erminas, Eva Rodz, Žilvinas Baranauskas, Margarita Valionytė
Die Studierenden von sieben internationalen Hochschulen tauschen sich online über ihre erzwungene Isolation im Lockdown aus – und kommen sich über dieses gemeinsame Filmprojekt nah.
Filmstill Diaries of Confinement – Part One

Diaries of Confinement – Part One

Diaries of Confinement – Part One
Katrin Hauser, Lenia Friedrich, Arjun Patel, Milan Haupt, Dexin Yin, Quingqi Ren, Tianyi Zhang, Diego Herguera, Raquel Gálvez Soto, Toni Planas Portas, César García Villafaina, Inés Gonzáles, Candela Carroceda, Agata Tracevič, Justinas Erminas, Eva Rodz, Žilvinas Baranauskas, Margarita Valionytė
Hommage: Isabel Herguera 2024
Animationsfilm
Deutschland,
Schweiz,
China,
Indien,
Mexiko,
Kolumbien
2020
16 Minuten
Englisch,
Hindi,
Chinesisch,
Italienisch,
Spanisch,
Albanisch,
Portugiesisch (Portugal)
Untertitel: 
Englisch
Anfang 2020 steht die Welt im Lockdown still. Die Wohnungen werden zu Raumstationen, die gegen die Außenwelt luftdicht abgeriegelt sind. Niemand geht vor die Tür, nur die Gedanken gehen auf Wanderschaft. Die Studierenden von sieben internationalen Hochschulen tauschen online persönliche Eindrücke und Reflexionen der erzwungenen Isolation aus und kommen sich über dieses gemeinsame Filmprojekt nahe.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Katrin Hauser, Lenia Friedrich, Arjun Patel, Milan Haupt, Dexin Yin, Quingqi Ren, Tianyi Zhang, Diego Herguera, Raquel Gálvez Soto, Toni Planas Portas, César García Villafaina, Inés Gonzáles, Candela Carroceda, Agata Tracevič, Justinas Erminas, Eva Rodz, Žilvinas Baranauskas, Margarita Valionytė
Wettbewerb Publikumspreis 2021
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Dida Nikola Ilić, Corina Schwingruber Ilić
Nikola lebt zwischen zwei Ländern und drei Frauen: Mutter, Ehefrau und Oma. Als eine große Veränderung bevorsteht, werden die Rollen neu verteilt. Mit viel Charme und Humor.
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Dida

Dida
Nikola Ilić, Corina Schwingruber Ilić
Wettbewerb um den Publikumspreis 2021
Dokumentarfilm
Schweiz
2021
78 Minuten
Deutsch,
Serbisch
Untertitel: 
Englisch

Nikola ist Sohn, Ehemann und Enkel und gemeinsam mit seiner Frau Corina macht er darüber einen Film. Im Zentrum steht seine Mutter Dida, die aufgrund einer Lernschwäche seit jeher auf Nikolas Großmutter angewiesen ist und mit ihr in einer kleinen Zweiraumwohnung zusammenlebt. So weit, so gut. Doch die Oma wird älter und Dida sehnt sich nach Unabhängigkeit. Also ist Nikola gefragt, der sich plötzlich in der Rolle des Verantwortlichen wiederfindet. Ein charmanter Blick auf eine Familie im Umbruch.

Es ist ein ewiges Hin und Her. Das Ehepaar wohnt in der Schweiz, Mutter Dida und Oma Dobrila in Belgrad. Kaum sind Corina und Nikola an einem Ort aus dem Bus gestiegen, befinden sie sich schon wieder auf der Rückfahrt. Oder ist es die Hinfahrt? Die Großmutter und ihre Tochter sind ein funktional dysfunktionales Team – die eine das Gehirn und die andere der ausführende Körper. Dass Dida viel mehr ist als der Schatten ihrer Versorgerin, wird dann sichtbar, als Dobrila sich zunehmend in eine Beobachterposition zurückzieht. Wie kann nun der Enkel die Aufgaben der Oma übernehmen, ohne seine eigene Unabhängigkeit für die seiner Mutter einzutauschen? Dem Regieduo gelingt es, einen berührenden Film über die unausweichlichen Veränderungen in der Familie zu machen, ohne ins Schwere abzugleiten – mit viel Humor und einer Kamera, die in allen Lebenslagen dabei zu sein scheint.
Kim Busch

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Nikola Ilić, Corina Schwingruber Ilić
Kamera
Nikola Ilić, Corina Schwingruber Ilić, Pablo Ferro Živanović
Schnitt
Myriam Flury
Produktion
Franziska Sonder, Karin Koch
Ton
Vladimir Rakić, Ivan Antić
Musik
Heidi Happy
Filmvertrieb
Raffaella Pontarelli
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube (Publikumswettbewerb)
Filmstill Elephants & Squirrels

Elephants & Squirrels

Elephants & Squirrels
Gregor Brändli
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Schweiz
2025
114 Minuten
Englisch,
Singhalesisch,
Deutsch,
Vedda
Untertitel: 
Englisch
Bei Recherchen in Schweizer Museen stößt die sri-lankische Künstlerin Deneth Piumakshi Veda Arachchige auf Depot-Objekte, die als Zeugnisse für das Alltagsleben einer Indigenen Adivasi-Gemeinschaft ihres Landes zusammengetragen wurden. Auch wenn die Schweiz keine Kolonien hatte, profitierte sie vom kolonialen System. Zwischen 1883 und 1913 unternahmen die Naturforscher Fritz und Paul Sarasin Expeditionen nach Britisch-Ceylon und Niederländisch-Ostindien. Sie erkundeten diese Gebiete – mit Hilfe von Zwangsarbeiter*innen – und brachten exotische Tiere, Pflanzen, Artefakte und menschliche Gebeine nach Basel: Eine der größten ethnologischen Sammlungen im deutschsprachigen Raum entstand – paradigmatisch für koloniale Gewalt und eurozentrischen Wissenschaftsanspruch. Bereits in den 1970er Jahren forderte Sri Lanka die Rückgabe, doch die Schweiz lehnte ab.
Deneth Piumakshi Veda Arachchige macht sich auf eine Reise entlang der damaligen Route der Sarasins und setzt sich, gemeinsam mit Adivasi-Repräsentant*innen, erneut für die Restitution ein. Ein Hürdenlauf durch Behörden und starre Museumsstrukturen beginnt. Konsequent begleitet der Film die interdisziplinäre Künstlerin und Co-Autorin des Drehbuchs beim kreativen und investigativen Verhandeln von Besitzverhältnissen. Dabei wirft er ein höchst unbequemes Licht auf die kolonialen Verflechtungen und deren bis heute blinde Flecken im globalen Norden.
Annina Wettstein

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Gregor Brändli
Buch
Gregor Brändli, Deneth Piumakshi Veda Arachchige
Kamera
Jonas Jäggy
Schnitt
Gregor Brändli
Produktion
Frank Matter
Co-Produktion
Urs Augstburger
Ton
Gregor Brändli
Sound Design
Thomas Rechberger
Musik
Yanik Soland
Filmvertrieb
Michaela Čajková
Broadcaster
SRF Schweizer Radio und Fernsehen
Nominiert für: Silberne Taube, FIPRESCI Preis, Preis der Interreligiösen Jury
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube Langfilm (Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm)
Filmstill EX-tract

EX-tract

EX-tract
Marcel Barelli
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Schweiz
2025
3 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
„Kann uns das Verschwinden der Nashörner berühren, wenn wir noch nie einen Schmetterling auf der Hand gespürt haben?“, fragt Marcel Barelli nicht ohne Pathos, aber ins Mark treffend, in seinem animierten Manifest. Er zitiert damit Daniel Paulys Shifting-Baseline-Syndrom-Theorie: Wir Menschen würden Normalität immer an unseren eigenen Erfahrungswelten und nicht an historischen Veränderungen bemessen und deshalb auch die Umweltzerstörung eher akzeptieren. Es ist nicht die einzige Anspielung, die in Barellis kompaktem Dreiminüter steckt: Er referenziert die „sechste Auslöschung“, also das aktuell stattfindende, menschengemachte Artensterben, und das Sanduhr-Symbol der Extinction-Rebellion-Bewegung. Dieser Film, den man unbedingt als Aufruf zum aktiven Widerstand verstehen sollte, bettet seine Überlegungen allerdings künstlerisch ein.
Mit der verdunstenden Wasseranimation auf Papier hat Barelli sich für eine einfache und stimmige Animationstechnik entschieden, die mittels Flüchtigkeit Arten-Sterben und Arten-Vergessen perfekt einfängt. Hinzu kommt Archivmaterial. Anders als die von ihm verehrten „Cinétracts“-Flugblattfilme von 1968, aber ebenso eindringlich, wählt er für seinen Appell eine zeitgemäße, persönliche Ansprache. Berührend verwebt er seine Thesen mit der eigenen Biografie: Familienbilder weisen in eine Zeit, als Barelli selbst noch „mit Dinosauriern spielte und Hühnchen aß“.
Marie Ketzscher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marcel Barelli
Produktion
Nicolas Burlet
Animation
Marcel Barelli
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
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Fulesee

Fulesee
Christina Benz
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2020
Animationsfilm
Schweiz
2019
4 Minuten
Schweizerdeutsch
Untertitel: 
Englisch

Mit der Dunkelheit kommt die Angst, mit der Angst schwindet das Licht. Bei einem gemeinsamen Tauchgang steigen in „ihm“ versunkene Erinnerungen auf. Wie bei der Verlandung, beim „Faulen“ des Sees wird der Freiraum des Wassers zum Sumpf. Die wachsende Beklemmung beschleunigt den Atem im Rhythmus der intensiver werdenden lyrischen Sprache. Die Kraft der Strudel und der expressiven schweizerdeutschen Laute färben und formen die bestechend grafische Sandanimation.

André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Christina Benz
Buch
Patric Marino
Kamera
Christina Benz
Schnitt
Christina Benz, Christine Rüfenacht
Produktion
Marco Leisi
Co-Produktion
Gabriela Bloch Steinmann
Ton
Christof Steinmann
Musik
Oli Kuster
Animation
Christina Benz
Hommage Peter Mettler 2023
Filmstill Gambling, Gods and LSD
Gambling, Gods and LSD Peter Mettler
Eine hypnotische und musikalische Reise, die sich aus den gefilmten Momenten heraus assoziativ zu einem Tableau über Menschen auf der Suche nach Transzendenz und Ekstase entfaltet.
Filmstill Gambling, Gods and LSD

Gambling, Gods and LSD

Gambling, Gods and LSD
Peter Mettler
Hommage Peter Mettler 2023
Dokumentarfilm
Schweiz,
Kanada
2002
180 Minuten
Englisch,
Schweizerdeutsch,
Hindi
Untertitel: 
Englisch
Ein zentrales Element in Peter Mettlers preisgekröntem Schaffen ist das Motiv der Bewegung im Film: Sein Reisen entführt uns hier von Kanada über die USA in die Schweiz bis nach Indien und entfaltet sich aus den gefilmten Momenten heraus assoziativ zu einem Tableau über verschiedene Menschen. Sie alle sind auf ihre Weise auf der Suche nach Transzendenz und Ekstase. In diesem hypnotischen Trip über Zeit und Vergänglichkeit lässt sich der Regisseur stets auf Unerwartetes ein. Neugierde und Unvoreingenommenheit prägen seinen Blick. Weit über hundert Stunden Drehmaterial fließen in eine brillante Montage, in der Transition und Entrückung auch eine visuelle und akustische Entsprechung finden.
Annina Wettstein

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Peter Mettler
Buch
Peter Mettler
Kamera
Peter Mettler
Schnitt
Roland Schlimme, Peter Mettler
Produktion
Cornelia Seitler, Alexandra Gill, Ingrid Veninger
Sound Design
Peter Bräker, Peter Mettler
Musik
Fred Frith
Deutscher Filmverleih
GMfilms
Re-Visionen 2020
Media Name: 05157710-9261-4de9-856f-433375b42230.png
Grüezi Jonas Raeber
Ein karierter Herr, ein freundlicher Gruß, ein Lob auf das Reisen ins südliche Ausland – und dann eine animierte Eskalation von allem, was seit Langem einmal gesagt werden musste.
Media Name: 05157710-9261-4de9-856f-433375b42230.png

Grüezi

Grüezi
Jonas Raeber
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Schweiz
1995
3 Minuten
Schweizerdeutsch
Untertitel: 
Deutsch
Ein kurzes Ja und ein langes Aber. Ein Herr im Karohemd grüßt freundlich und schwärmt vom Reisen ins südliche Ausland. Aber wenn er zurückkommt, dann hat es diese südlichen Ausländer, ja, in die Schweiz geschwemmt. Das ist nicht gut. Gar nicht gut! Jeder Satz gibt dem darauffolgenden Feuer. Je länger die Hasstirade dauert, desto röter und böser wird der ansonsten freundliche, karierte Herr.
Ralph Eue

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Regie
Jonas Raeber
Buch
Jonas Raeber
Produktion
Jonas Raeber
Ton
Daniel Bühler
Animation
Jonas Raeber
Produktionsfirma
SWAMP Animation Luzern
Media Name: 2b6b2018-759e-45f6-82ac-b7bfdf4e2e7a.jpg

In Nature

Dans la nature
Marcel Barelli
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2021
Animationsfilm
Schweiz
2021
5 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch

Tiere kennen kein „LGBTQIA*“, sie sind und machen einfach. Gender, Sexualität und Familienkonstellationen praktizieren sie nach Lust und Notwendigkeit. Da gibt es noch viel zu entdecken, wie Marcel Barelli zu berichten weiß. Er war auf der Pirsch, hat genauestens beobachtet und belauscht. Flott animiert und mit Witz erzählt er von großartigen zoologischen Launen und Beziehungswundern.

André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marcel Barelli
Schnitt
Marcel Barelli
Produktion
Nicolas Burlet
Ton
Jérôme Vittoz
Animation
Marcel Barelli
Filmstill Johnny & Me

Johnny & Me

Johnny & Me
Katrin Rothe
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2023
Animationsfilm
Deutschland,
Schweiz,
Österreich
2023
100 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Während eines Ausstellungsbesuchs ziehen die Fotocollagen des als „Monteurdada“ berühmt gewordenen Antifaschisten John Heartfield eine Grafikdesignerin in den Bann. Durch einen Strudel aus Papier- und Fotoschnipseln fällt Stefanie in ein altmodisch anmutendes Atelier. Eine Schere – ein analoges Arbeitsgerät, welches sie selbst kaum noch nutzt – erregt ihre Aufmerksamkeit. Sie beginnt, aus Karton eine Figur auszuschneiden, eine Miniaturversion des Künstlers, die alsbald zu ihr spricht und mit ihr gemeinsam sein Leben und Werk erkundet. Das Atelier entpuppt sich als lebendiges Archiv, das fortwährend Dokumente und Informationen zu und über Johnny hervorbringt. Stefanie, von ihrem Job gestresst und enttäuscht, findet durch die Recherche neue Motivation und den Mut, sich als Gestalterin anders auszurichten.

Beide Protagonist*innen üben den gleichen Beruf aus und sehen sich mit den gleichen Fragen nach Bedeutung und Anerkennung ihrer Arbeit konfrontiert. Beide kämpfen auf ihre Weise mit Frustrationen und Ängsten, ausgelöst durch die verschiedenen sozialen und politischen Gegebenheiten ihrer Generation. Die unterschiedlichen Elemente dieses animierten Dokumentarfilms fügen sich zu einer dialogischen Collage, die die Aufgabe der Kunst, ihre aufklärerische und kritische Kraft sowie ihr Potenzial zum Anstoß von Veränderung in unserer Gesellschaft durchdenken.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Katrin Rothe
Buch
Katrin Rothe
Kamera
Thomas Eirich-Schneider, Richard Marx, Manon Pichón
Schnitt
Hannes Starz
Produktion
Gunter Hanfgarn, Andrea Ufer, Ralph Wieser, Sereina Gabathuler, Werner Schweizer
Co-Produktion
Rolf Bergmann, Carolin Mayer, Gabriela Bloch Steinmann
Ton
Stephanie Stremler, Manuel Harder, Michael Hatzius, Dorothee Carls
Sound Design
Lukas Brandes
Musik
Micha Kaplan, Thomas Mävers
Animation
Lydia Günther, Caroline Hamann, Tonina Matamalas, Anne-Sophie Raemy, Benjamin Swiczinsky
Filmvertrieb
Elina Kewitz
Deutscher Filmverleih
Joachim Kühn
Künstlerisches Design
Amelie Couchet, Malte Stein, Lisa Neubauer, Wolf Matzl, Birgit Scholin, Rosanne Janssens, Jonatan Schwenk, Kerstin Zemp, Werner Kernebeck, Gyula Szabó, Cornelia Freche, Lisa Sinram, Theresa Grysczok, Mandy Müller, Melanie Hauff, Edoardo Pasquini, Cornelia Diomis