Filmarchiv

Jahr

Land (Film Archive)

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A New Shift

Nová šichta
Jindřich Andrš
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2020
90 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit, Englisch

Credits DOK Leipzig Logo

Jindřich Andrš
Miloš Lochman
Augustina Micková
Studio Bystrouška
Czech Television
Tomáš Frkal
Jindřich Andrš
Lukáš Janičík
Šimon Herrmann
Eliška Cílková

Für Tomáš ist die Mine neben Fußball, seinen Kindern und dem gemütlichen Feierabendbier das Zentrum seines Lebens. 21 Jahre lang arbeitet der 44-Jährige als Bergmann, bis die Mine aus wirtschaftlichen Gründen schließen muss. Tomáš macht daraufhin eine Umschulung zum Programmierer im passend benannten Bildungsangebot „Neue Schicht“. Was er noch nicht weiß: Seine neuen Kenntnisse allein werden noch nicht aus der Krise führen. Ein Film vom Tauziehen mit dem Schicksal und dem Arbeitsmarkt.

Im ständigen Auf und Ab der Jobsuche beweist Tomáš ein beeindruckendes Durchhaltevermögen, auch kritischen Stimmen in seinem Umfeld zum Trotz. Seine hoffnungsvolle Art führt dazu, dass er von den Lokalnachrichten immer wieder als Positivbeispiel für gelungene Reintegration gezeigt wird – lange bevor vom Gelingen überhaupt die Rede sein kann. Der erste abendfüllende Film von Jindřich Andrš ist eine ebenso ruhige wie mitreißende Beobachtung. Er begleitet seinen liebenswerten Protagonisten auf behutsame Weise und schafft es, die verzwickte Jobsituation mit Würde und Mitgefühl darzustellen. Es wird deutlich, dass Arbeitslosigkeit und Jobmangel längst keine Phänomene mehr sind, die nur am Rande unserer Gesellschaften auftreten. Sie gehören zu einer Normalität, mit der sich ein Großteil der Menschen auseinandersetzen muss.
Kim Busch
Nominiert für: MDR-Film-Preis
#
Umverteilen und Mitreden
Zustand der Welt
Small Worlds, Big People
Download Film Details PDF
Re-Visionen 2020
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Carnival of Animals Michaela Pavlátová
Zwei unterschiedliche Planeten: Männer und Frauen. Was im Paradies eins war, hat die Ursünde vor langer Zeit geschieden. Aber die Welt vergeht vor Sehnsucht nach Wiedervereinigung.
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Carnival of Animals

Karneval zvířat
Michaela Pavlátová
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Tschechische Republik
2006
9 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Credits DOK Leipzig Logo

Michaela Pavlátová
Negativ Film Productions
Michaela Pavlátová
Michaela Pavlátová
Michaela Pavlátová
Michaela Pavlátová

Zwei unterschiedliche Planeten: Männer und Frauen. Was im Paradies eins war, hat die Ursünde geschieden. Seither stehen sich die Geschlechter konfliktreich gegenüber und vergehen doch vor Sehnsucht nach Wiedervereinigung. Die Erwartung ist groß, die Erregung riesig, die Fantasie unermesslich. Ein Tag im Garten der fleischlichen Lüste – von der Ekstase zur Ermattung und wieder zurück.

Ralph Eue
#
Poesie und Grenzgänge
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Die Odyssee

Die Odyssee
Florence Miailhe
Wettbewerb um den Publikumspreis 2021
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Frankreich,
Deutschland
2020
84 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Credits DOK Leipzig Logo

Florence Miailhe
Dora Benoussilio
Luc Camilli
Ralf Kukula
Martin Vandas
Alena Vandasoá
Nassim Gordji Tehrani
Julie Dupré
Florian Marquardt
Marta Szymańska
Zuzana Studená
Anna Paděrová
Eva Skurská
Polina Kazak
Lucie Sunková
Urte Zintler
Paola de Sousa
Ewa Łuczków
Anita Brüvere
Aurore Peuffier
David Martin
Marie Juin
Valentine Delqueux
Andreas Moisa
Philipp Kümpel
Florence Miailhe
Marie Desplechin
Aline Helmcke

Ein Land, das irgendwo sein könnte, nicht näher verortet und doch überall. Es ist ein schöner Sommertag, als sich das Leben der Geschwister Kyona und Adriel für immer verändert. Ihr Dorf wird überfallen, verwüstet und in Brand gesteckt. Die ganze Familie muss fliehen und erlebt auf dem Weg über einen ganzen Kontinent viele reale und surreale Situationen, um vielleicht endlich an einem friedlicheren Ort anzukommen.

Zu Beginn des Films blättert Kyona in ihrem Skizzenblock, zieht das Resümee ihres Lebens und erzählt vom Ende ihrer Kindheit. Erst spät begreifen die Geschwister überhaupt, dass sie Flüchtlinge sind, dass sie sich wie viele andere aus den verschiedensten Gründen auf zur Grenze machen: Naturkatastrophen, Folgen des Klimawandels, Krieg, Verfolgung. Die beiden Kinder geraten an gefährliche und hilfsbereite Menschen, werden voneinander getrennt und finden sich wieder. Der abendfüllende Animationsfilm, umgesetzt in Öl auf Glas, lebt vom rasanten Wechselspiel zwischen Fantasie und Realität. Er entführt, einerseits, in eine fiktive, nichtreale Welt. Doch Orte, Namen, Situationen erinnern andererseits an Bekanntes. Sie zeigen die Flucht, das Exil, das Sich-auf-den-Weg-Machen als universelle Erfahrung.
Lina Dinkla
Ausgezeichnet mit: Gedanken-Aufschluss-Preis
#
Exil
Flucht
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Fluid Life

Život na vodě
Zora Čápová
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2021
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2020
6 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch

Credits DOK Leipzig Logo

Zora Čápová
Ondřej Šejnoha
Tomáš Šťastný
Ondřej Nuslauer
Jáchym Vanc
Daniel Habart
Anna Petruželová

Alles plätschert in dieser poetischen Porträtskizze: der Regen aufs Dach, der Hund in der Pfütze, die Enkel im Planschbecken und die Protagonistin in der Moldau. Eine Frau mittleren Alters hat ein Frachtschiff liebevoll zum Hausboot umgebaut. In impressionistischer, analoger Ästhetik fängt der Film ihren neuen Alltag ein, vom Morgenkaffee im Bademantel bis zur letzten Zigarette an Deck in der Dämmerung. Sie scheint sich einen Wunsch erfüllt zu haben – ein Leben am und im Fluss.

Jan-Philipp Kohlmann
#
Kleine Welten, große Menschen
Familienbande
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Ilios

Ilios
Marcel Karnapke, Mika Johnson
Extended Reality 2020
-
Deutschland,
Tschechische Republik
2020
9 Minuten
Englisch,
Deutsch

Credits DOK Leipzig Logo

Marcel Karnapke
Mika Johnson
Marcel Karnapke
Jackson Bierfeldt
Mika Johnson
Mika Johnson
Jackson Bierfeldt
Marcel Karnapke

Als das Künstlerduo Karnapke und Johnson mitten in einem Projekt durch Covid-19 getrennt wird, entsteht eine Korrespondenz über den ständigen Wandel, in dem wir leben. Die darauf basierende VR-Erfahrung ist eine begehbare Meditation: über Realität, über Normalität und über die Vorzeichen, die den Regelfall von der Ausnahme unterscheiden, visualisiert in einem Raum aus unzähligen Partikeln.

Lars Rummel
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Love, Dad

Love, Dad
Diana Cam Van Nguyen
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2021
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Slowakei
2021
13 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch

Credits DOK Leipzig Logo

Diana Cam Van Nguyen
Karolína Davidová
Jakub Viktorín
Tomáš Šimon
Luce Grosjean
Viera Marinová
Diana Cam Van Nguyen
Vojtěch Domlátil
Viera Marinová
David Štumpf
Lukáš Janičík
Matěj Piňos
Kryštof Melka
Barbora Halířová
Diana Cam Van Nguyen
Lukáš Janičík

Eine junge Frau hält nach langer Zeit erneut Briefe in der Hand, die ihr Vater ihr vor fünfzehn Jahren geschrieben hat, als er im Gefängnis saß. Seine Worte sind voller Liebe und Zuneigung: So nah seien sie sich danach nie wieder gewesen, resümiert die Tochter heute. Was ist passiert? Das versucht sie, in einem Brief an ihn zu beantworten, und schreibt auf, was bislang nicht gesagt werden konnte. Die komplexe Beziehung zwischen Vater und Tochter in Form eines fragmenthaften Animationsfilms.

Lina Dinkla
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube (Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm)
#
Familienbande
Sinn und Sein
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The Cars We Drove into Capitalism

The Cars We Drove into Capitalism
Georgi Bogdanov, Boris Missirkov
Wettbewerb um den Publikumspreis 2021
Dokumentarfilm
Bulgarien,
Deutschland,
Dänemark,
Kroatien,
Tschechische Republik
2021
93 Minuten
Bulgarisch,
Deutsch,
Norwegisch,
Tschechisch,
Russisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch

Credits DOK Leipzig Logo

Georgi Bogdanov
Boris Missirkov
Martichka Bozhilova
Tina Leeb
Miljenka Čogelja
Dana Budisavljević
Jiří Konečný
Sigrid Jonsson Dyekjær
Sascha Beier
Simone Baumann
Boris Missirkov
Georgi Bogdanov
Boris Missirkov
Georgi Bogdanov
Emil Granicharov
Jacob Thuessen
Georgi Tenev
Veselin Zografov

Ein nostalgischer Trip in die Vergangenheit, als sich der Kauf eines Autos als Lebensaufgabe gestaltete – insbesondere für jene Europäer, denen maximal zwei Handvoll Marken zur Verfügung standen. Die munter montierte Kollektion von Auto-Biografien aus sozialistischer Produktion erinnert an vermeintlich unbeschwerte Zeiten, als das motorisierte Gefährt einfach Statussymbol sein durfte: frei von ideologischen Grabenkämpfen rund um Klimakrise und Mobilitätsdiät.

Von Russland über Bulgarien und Tschechien bis nach Deutschland und Norwegen werden Liebesgeschichten zwischen Mensch und Trabi, Moskwitsch oder Wolga filmisch festgehalten. Wir treffen Charaktere, die damals wie heute an ihrem geliebten Stück Blech hängen – oder es sogar zu einer stattlichen Sammlung gebracht haben. Da gibt es ein Paar, das sich auf einer Retro-Auto-Ausstellung lieben lernte und heute noch das gleiche Modell fährt. Wir begegnen einem Küster, der sein Dienstfahrzeug nach 32 Jahren Nutzung weitervererbt. Wir machen die Bekanntschaft eines Pin-ups, das stets vor Ost-Oldtimern posiert. Sie alle haben ein Faible für diese klapprigen Rostlauben. Denn obwohl die Fabrikate der sozialistischen Autoindustrie in der Regel langsam, klobig, mühsam zu fahren und zu reparieren waren – sie galten als Schauobjekte eines geglückten Lebens. Und in fast jeder Familie gab es eines: heiß begehrt, lang ersehnt, eifrig poliert.
Lina Dinkla
Nominiert für: MDR-Film-Preis
#
Gewitzt
Zustand der Welt