Filmarchiv

Sections (Film Archive)

… sie bewegt uns alle

Animationsfilm
BRD
1950
10 Minuten
Untertitel: 
keine

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Kurt Stordel Filmproduktion
Kurt Stordel
Gerhard Trede
Kurt Stordel
Bertram Otto
Eine Animation zum Lobe der Deutschen Mark als solide Währung des Vertrauens.

Olaf Möller

[Demonstration in Dresden am 22. Januar 1990; Besichtigung in Dresdener Stasi-Objekt] [Ausschnitt]

Dokumentarfilm
DDR
1990
15 Minuten
Untertitel: 
keine

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anonymous
Ein Amateurfilmdokument inmitten der politisch-gesellschaftlichen Veränderungen, die seit der Öffnung der innerdeutschen Grenze im November 1989 gefordert, gewünscht oder gefürchtet wurden. Die Unsicherheit dieser Zeit scheint der oder dem Filmenden die Kamera zu führen: Aus ungünstiger Perspektive heraus, um gute Sicht bemüht, aber ungeübt und noch nicht in der Lage, Übersicht herzustellen, sollen zwischen Transparenten und Fahnen die Redner auf der Bühne eingefangen werden. Dort erläutern prominente Sprecher ihre Deutung der Vergangenheit und stellen unter leidenschaftlichem Applaus der Zuhörer Forderungen für die politische Gestaltung der unmittelbaren Zukunft auf.

Konstantin Wiesinger

[Kolloquium Ausstellung „Zeitzeichen. Stationen Bildender Kunst in NRW“ am 11. November 1989 in Leipzig] [Ausschnitt]

Dokumentarfilm
DDR
1989
28 Minuten
Untertitel: 
keine

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Stadtkabinett für Kulturarbeit Leipzig
Stadtkabinett für Kulturarbeit Leipzig
Anlässlich einer Ausstellung im Museum der bildenden Künste zu Leipzig kurz nach dem Fall der Berliner Mauer äußern sich namhafte Künstler und Kunstvermittler der DDR in einem Podiumsgespräch zur gegenseitigen Durchdringung von Kunst und Gesellschaft in der DDR und in der BRD. Unter den Bühnengästen sind die Maler und Professoren Arno Rink und Wolfgang Mattheuer, beide über die Grenzen der DDR hinaus anerkannte Stimmen der Leipziger Schule, sowie Erhard Frommhold, Publizist und ehemaliger Cheflektor im Verlag der Kunst in Dresden. Die Befragten reflektieren ihre eigene Biografie und versuchen einen Ausblick auf die Freiheit der Kunst unter den Vorzeichen der freien Marktwirtschaft.

Konstantin Wiesinger
Kids DOK 2019
199 kleine Helden: Jésùs aus Mexiko Lina Luzyte, Sigrid Klausmann

Der elfjährige Jésùs lebt in Mexiko-Stadt und er hat einen ganz besonderen Schulweg: Jeden Morgen rudert er mit seiner kleinen Schwester auf einem Boot durch verzweigte Kanäle.

199 kleine Helden: Jésùs aus Mexiko

Dokumentarfilm
Deutschland
2018
10 Minuten
Untertitel: 
VO_Deutsch

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Gerhard Schmidt, Walter Sittler
Lina Luzyte, Sigrid Klausmann
Roland Klausmann
Justyna Feicht
Lina Luzyte
Lina Luzyte
Der elfjährige Jésùs lebt in Mexiko-Stadt und er hat einen ganz besonderen Schulweg: Jeden Morgen rudert er mit seiner kleinen Schwester auf einem Boot durch verzweigte Kanäle. Dabei sieht er jeden Tag, wie sehr die Verschmutzung des Wassers der Natur und den Menschen zusetzt. Jésùs befürchtet, dass sein schönes Zuhause nicht mehr lange existieren wird.

Marie-Thérèse Antony
Kids DOK 2019
199 kleine Helden: Koolee aus Australien Kaye Harrison

Koolees Schulweg führt über die staubtrockenen Straßen Australiens. Koolee gehört zu den Aborigines, aber in der Schule steht ihre Sprache nicht auf dem Stundenplan.

199 kleine Helden: Koolee aus Australien

Dokumentarfilm
Deutschland
2018
8 Minuten
Untertitel: 
VO_Deutsch

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Greer Simkin
Kaye Harrison
Archer Darcy
Kaye Harrison
Kaye Harrison
Auf der anderen Seite der Welt führt Koolees Schulweg über die staubtrockenen Straßen Australiens. Koolee gehört zu den Aborigines, aber in der Schule steht ihre Sprache nicht auf dem Stundenplan. Daher gibt sie sich besonders viel Mühe, mehr über ihre Identität zu lernen, damit ihre Kultur nicht verloren geht. Zum Glück bleibt trotzdem noch viel Zeit, um Fußball zu spielen!

Marie-Thérèse Antony
Kids DOK 2019
199 kleine Helden: Rania aus Jordanien Gessie George

In diesem Dokumentarfilm lernen wir Rania kennen. Sie freut sich jeden Tag auf die Schule, denn nicht alle Kinder in ihrem Zuhause dürfen zum Lernen gehen.

199 kleine Helden: Rania aus Jordanien

Dokumentarfilm
Deutschland
2018
8 Minuten
Untertitel: 
VO_Deutsch

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Gerhard Schmidt, Walter Sittler
Gessie George
Tobias Müller
Cem Springer
Gessie George
Rami Alquaisi
In diesem Dokumentarfilm lernen wir Rania kennen. Sie freut sich jeden Tag auf die Schule, denn nicht alle Kinder in ihrem Zuhause dürfen zum Lernen gehen. Sie wohnt in einer riesigen Zeltstadt in Jordanien, seit sie vor dem Krieg mit ihrer Familie aus Syrien fliehen musste. Die schwierigen Umstände bestärken sie in ihrem Wunsch, als Ingenieurin einmal die Welt in einen besseren Ort zu verwandeln.

Marie-Thérèse Antony
Wettbewerb für junges Kino (bis 2014) 2014
All Things Ablaze Oleksandr Techynskyi, Aleksey Solodunov, Dmitry Stoykov

Der Maidan als Schlachtfeld: Aus Protest wird Gewalt und Kontrollverlust – auf beiden Seiten. Atemlose, unaufhaltsame Bewegung, mit der Energie der Masse, bis zum Inferno.

All Things Ablaze

Dokumentarfilm
Ukraine
2014
82 Minuten
Untertitel: 
englische

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Yulia Serdyukova
Oleksandr Techynskyi, Aleksey Solodunov, Dmitry Stoykov
Anton Baibakov
Oleksandr Techynskyi, Aleksey Solodunov, Dmitry Stoykov
Marina Maykovskaya, Aleksey Solodunov
Oleg Golovoshkin, Boris Peter
Es wird vielleicht noch länger so sein, dass die Ukraine in Flammen steht und das Sinnbild des Kiewer Maidan – brennende Tonnen und Reifenbarrikaden – der visuelle und olfaktorische Knotenpunkt des revolutionären Gedächtnisses bleibt. Die Gesichter voller Ruß, entschlossen, aber müde. Die Köpfe blutig, aber hart. Der Schlachtruf „Ruhm der Ukraine, Ruhm den Helden“ hallt über den Platz, in allen Tonlagen, ein eigenartiger gemeinsamer Nenner der Aufständischen. Was mit Trommeln, Dudelsack und Europafahnen begann und nahtlos in den blutigen Widerstand gegen Knüppel-Bataillone und Gewalt auf beiden Seiten mündete, entfachte – das wird in diesem unkommentierten und doch aussagestarken wie informativen Gemeinschaftsprojekt mehr als deutlich – eine Energie der Masse, die unberechenbar und unaufhaltsam ist.
Im Kern des Films findet sich eine Szene, deren Länge an die Grenzen des Erträglichen geht, deren Symbolkraft aber gerade deshalb auch körperlich spürbar wird: Da demolieren Demonstranten freudig und mit aller Kraft eine riesige Leninbüste und schießen Siegesfotos (ohne recht zu wissen, was Lenin genau mit ihrem Hass zu tun hat), während ein alter Sowjet-Typ das geliebte steinerne Kolossfragment umarmt und nicht mehr freigeben will, bis er beinahe kollabiert. Der Maidan als Schlachtfeld. Quelle horreur!

Barbara Wurm



Ausgezeichnet mit dem MDR-Filmpreis 2014

Andes Uprising, a Buffer City Re-Inventing Itself Through Architecture

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
14 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche

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Bernardo Villagra Meruvia
Bernardo Villagra Meruvia
Bernardo Villagra Meruvia
El Alto, Bolivien, wächst schnell – wild, doch nicht ohne Form. Eine Investigation in Sachen urbaner Ästhetik stößt auf die Cholets: Prachtbauten en miniature, die zu Wohlstand gekommenen indigenen Aymara-Familien als Wohn- und Geschäftsräume dienen. Die bunt glänzenden Gebilde mögen wie Raumschiffe aussehen, die sich in die großstädtischen Brachen verirrt haben. Aber eine Doppelbewegung von Expertenkommentar und City-Symphony präpariert das soziale Fundament der eklektischen Architektur heraus.

Lukas Foerster
Retrospektive 2019
Aus dem Alltag in der DDR: Dritter Versuch einer Rekonstruktion Carlheinz Caspari

Reenactments (samt ideologischer Einordnung) aktueller Geschehnisse in der DDR für das BRD-Fernsehen.

Aus dem Alltag in der DDR: Dritter Versuch einer Rekonstruktion

Dokumentarfilm
BRD
1971
88 Minuten
Untertitel: 
keine

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Carlheinz Caspari
Walter Fehdmer, Günter Selbach
Wolfgang Skerhutt
Joachim Zweinert
Christian Dreyer
Reenactments (samt ideologischer Einordnung) aktueller Geschehnisse in der DDR für das BRD-Fernsehen: Primetime im Kalten Krieg.

Olaf Möller
Retrospektive 2019
Aus eigener Kraft Franz Schroedter

Foto: Volkswagen Aktiengesellschaft | Über den Wiederaufbau von Wolfsburg und die Volkswagenwerke.

Aus eigener Kraft

Dokumentarfilm
BRD
1954
78 Minuten
Untertitel: 
keine

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Franz Schroedter-Studio KG
Franz Schroedter
Alois Melichar
Fritz Arno Wagner, Karl Löb, Wolf Göthe
Wolfgang Wehrum
Dörte Harms, Franz Schroedter
Ewald Otto, Robert Fehrmann
Hans Nielsen
Foto: Volkswagen Aktiengesellschaft | Über den Wiederaufbau von Wolfsburg und die Volkswagenwerke.

Olaf Möller
Internationales Programm 2019
Autobahn Daniel Abma

Im Kurort Bad Oeynhausen erleidet der Verkehr auf der B 61 den Infarkt. Heilung verspricht der Bau einer Umgehungsstraße, der hier dokumentiert wird: mit Anwohnenden und Vorübergehenden.

Autobahn

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
85 Minuten
Untertitel: 
englische

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Niklas Burghardt, Johannes Wöpkemeier
Daniel Abma
Henning Fuchs
David Schittek
Momas Schütze
Daniel Abma
Malte Eiben
Kurort Bad Oeynhausen: Tausende Lkw wälzen sich täglich durch die Innenstadt und über die Bundesstraße 61, die die Bundesautobahnen A 2 und A 30 respektive die Metropolen Warschau und Rotterdam miteinander verbindet. Als die Aberkennung des Status als Kurort, also der Verlust des einladenden Titels „Bad“ droht, muss sich etwas ändern: Eine Umgehungsstraße soll gebaut werden.

Über einen Zeitraum von acht Jahren dokumentiert der Film den Verkehrsinfarkt am Nadelöhr, die Arbeit von Bürgermeister, Polizei, Feuerwehr und Baufirmen, die Verzögerungen bei der Fertigstellung der Nordumfahrung und vor allem die Reaktionen der betroffenen Anwohner. Die freuen sich auf Ruhe und Entlastung – oder werden schon bald ein Stück Autobahn vor ihrem Häuschen haben. Weniger die große Infrastrukturmaßnahme steht im Zentrum der Langzeitdokumentation als vielmehr die Folgen für die Menschen am Straßenrand. Dort „aufgelesen“, mit einem feinen Gespür für besondere Charaktere und viel Raum für deren Persönlichkeiten und Eigenheiten, finden sich weitere Geschichten. Die lokale Tradition des Lkw-Zählens, sei es an der Bundesstraße oder an der Autobahnbaustelle, gehört ebenso dazu wie der Spaziergang oder das Joggen auf der lange unvollendet bleibenden Trasse.

Frederik Lang

Beerland

Dokumentarfilm
Deutschland
2011
85 Minuten
Untertitel: 
deutsche

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Olaf Jacobs, Hoferichter & Jacobs GmbH
Matt Sweetwood
Eike Hosenfeld, Moritz Denis, Tim Stanzel
Thomas Lütz, Axel Schneppat
Stefan Buschner, Markus Stein
Makks Moond
Matt Sweetwood
Robert F. Kellner, Raimund von Scheibner

Ein Amerikaner, der sich nach zehn Jahren in Deutschland immer noch fremd fühlt, möchte die Deutschen erkunden. Wo wäre dieses Volk mehr bei sich als am Stammtisch? Und hat nicht schon Tacitus das Trinkverhalten der alten Germanen beschrieben? So begibt sich der Fremde auf Expedition ins Bier-Land. Hinter dieser Rahmenerzählung verbirgt sich das bewährte Konzept der dichten Beschreibung aus der amerikanischen Cultural Anthropology: eine Kultur anhand eines Phänomens oder Rituals zu „lesen“ wie einen Text. Der Selfmade-Ethnologe Matt Sweetwood zelebriert es im Selbstversuch als eine Art Michael Moore der angewandten Bierforschung. Dies führt ihn vom Oktoberfest auf geheimnisvolle „Bierpfade“, in eine Berliner Eckkneipe ebenso wie auf den Kölner Karneval und zu einem Bierkriegs-Spektakel, in eine Privatbrauerei, wie zur Krönung einer Bierkönigin und schließlich gar in eine Schützengilde. Munter bewegt er sich durch die Republik, die deutsche Geschichte und filmische Formen vom Road Movie, der Komödie und Reportage bis hin zur Animation. Er begegnet jeder Menge Tradition, Merkwürdigkeiten und Mummenschanz, mitunter auch dem sprichwörtlich hässlichen Deutschen, dumpf grölend und voll Fremdenhass – meist aber liebenswürdigen Zeitgenossen, die dem Fremden gern erklären, was die einzig wahre Art des Anstoßens ist. Sichtbar wird eine Volkskultur mit Beharrungsvermögen und tatsächlich so etwas wie deutsche Identität. Ja, auch im Bier steckt Wahrheit. – Grit Lemke


Internationales Programm 2019
Bekar Evi – Das Junggesellenhaus Dirk Schäfer

Das Leben ist kein Zuckerschlecken, schon gar nicht für kurdische Junggesellen in Istanbul. Sieben Saisonarbeiter leben in einem heruntergekommenen Haus in einer ungewöhnlichen WG.

Bekar Evi – Das Junggesellenhaus

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
76 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche

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Dirk Schäfer
Dirk Schäfer
Deborah Wargon
Nikola Krivokuca
Dirk Schäfer
Metin Bozkurt
Das Leben ist kein Zuckerschlecken, schon gar nicht für einen kurdischen Junggesellen in Istanbul. In der Metropole leben sieben alleinstehende Saisonarbeiter aus Ostanatolien in einem heruntergekommenen Haus. Die Männer aus zwei Generationen bilden eine ungewöhnliche WG. Sie wohnen und schlafen auf engstem Raum und teilen sich eine einzige Dusche. Da kann es schon einmal zu hitzigen Auseinandersetzungen kommen: typische WG-Zankereien ums Abwaschen oder Aufräumen. Hier schlichten die älteren unter ihnen, mit väterlicher Autorität.

Die Protagonisten erzählen von ihrer Herkunft und ihren Träumen. Ihre poetischen Schilderungen verwebt der seit Langem in Istanbul lebende deutsche Filmemacher Dirk Schäfer mit feinfühligen Beobachtungen ihrer Zweckgemeinschaft. Die Erfahrungen von gesellschaftlicher Diskriminierung und Schikanen gehen nicht spurlos an ihnen vorüber. Jedoch erleichtern Humor und Freundschaft ihren Alltag – oder wie es einer der „Bachelors“ augenzwinkernd sagt: Nun verkaufe er als Straßenhändler eben osmanische Zuckerpaste, um seinem Leben etwas Süße zu verleihen.

Annina Wettstein
Internationales Programm 2019
Brand Jan Koester, Alexander Lahl

Markus ist ehrenamtlicher Bürgermeister in Tröglitz. Mit seiner Frau setzt er sich 2015 dafür ein, vierzig Flüchtlingen Obdach zu gewähren. Dann nimmt „sein“ Ort eine seltsame Fratze an.

Brand

Animationsfilm
Deutschland
2019
5 Minuten
Untertitel: 
englische

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Max Mönch
Jan Koester, Alexander Lahl
Hannes Schulze
Jan Koester
Jan Koester
Jan Koester
Elise Landschek
Hannes Schulze
Markus ist Ortsbürgermeister in Sachsen-Anhalt. Mit seiner Frau setzt er sich 2015 dafür ein, vierzig Flüchtlingen Obdach zu gewähren. Dann nimmt „sein“ Ort Tröglitz eine seltsame Fratze an: Die Bevölkerung ist beklemmend polarisiert und plötzlich steht die Flüchtlingsunterkunft in Flammen. Der animierte Dokumentarfilm sucht zu verstehen, was passiert ist. Dunkle Schraffierungen und Schattierungen kontrastieren mit idyllischen Aquarelllandschaften und legen Zeugnis über Verlorenes und Aufzuklärendes ab.

Nadja Rademacher

Bread, Revenge?

Dokumentarfilm
Frankreich,
Deutschland
2019
76 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche

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Stefan Hayn (Stefan Hayn Filme und Malerei)
Stefan Hayn
Till Megerle
Stefan Hayn
Stefan Hayn
Klaus Barm
Der französische Widerstandskämpfer Robert Antelme fiel 1944 in die Hände der Deutschen. Er kam nach Gandersheim, ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges erlebte Antelme noch das ganze Ausmaß der Entmenschlichung im nationalsozialistischen Gewaltregime. Er schrieb darüber bald nach seiner Befreiung das Buch „Das Menschengeschlecht“, das heute ein Klassiker der Vergangenheitsbewältigung ist.

Stefan Hayn hat sich bereits in seinem Film „Straub“ (2014) mit Antelme beschäftigt. Nun geht er noch einmal ausführlicher auf eine Reihe von Texten ein, die kurz nach dem Krieg auch zu einer Debatte über die Frage des Umgangs mit der deutschen Schuld beitrugen. Hayn bezeichnet seinen Film im Vorspann als „lecture filmée“, eine „gefilmte Lektüre“: Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Texte (darunter Überlegungen über einen Brotdiebstahl unter Gefangenen) im französischen Original präsent sind, auch in der Rezitation durch Sprecher mit deutscher Muttersprache. Verschiedene Formen der „Lektüre“, die bis zu einer skizzenhaften szenischen Reinszenierung gehen, werden mit Gegenwartsaufnahmen aus heutigen Gedenkstätten zu einem vielschichtigen, im besten Sinn geschichtspolitischen Filmessay verwoben.

Bert Rebhandl

Brücke über den Strom

Dokumentarfilm
DDR
1969
21 Minuten
Untertitel: 
keine

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Amateurfilmclub Frankfurt an der Oder
Manfred Kern
Detlev Mohr
Manfred Kern
Die Grenzstadt Frankfurt an der Oder soll hier zentrale Themen der Gestaltung von Gesellschaft und Staat unter sozialistischen Vorzeichen symbolisieren. Die arbeitsschrittteilige Fließbandproduktion im Halbleiterwerk bezeugt den Umbau der Agrar- zur Industriewirtschaft. Wer in der DDR zu Hause war, sollte gemäß dem Selbstverständnis als staatsbürgerliches Kollektiv zu diesem Fortschritt durch eine disziplinierte, engagierte und, im Falle der Frauen, emanzipierte Lebensweise beitragen. Außenpolitisch vertrat der Arbeiter- und Bauernstaat die Aussöhnung mit dem östlichen Nachbarn Polen. Das Miteinander polnischer und deutscher Arbeiterinnen im Halbleiterwerk illustriert dieses Anliegen.

Konstantin Wiesinger