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Best of TV - POV
A Perfect Candidate R.J. Cutler, David van Taylor

Ein charismatischer Kandidat im Wahlkampf um den Senatorenposten in Virginia und sein demokratischer Widersacher. Die Mechanismen der Politik und ihre Strippenzieher. Spannend.

1996

A Perfect Candidate

(none)
1996
105 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Ted Skillman, Dan Portland
R.J. Cutler, David van Taylor
Nicolas Doob
Erinnern Sie sich noch an Oliver North? Unter US-Präsident Ronald Reagan hatte er in den 1980ern heimlich Waffen an den Iran verkauft und mit den Erlösen die Contra-Rebellen in Nicaragua unterstützt. Pikant – denn die USA hatten ein Waffenembargo gegen den Iran erlassen und der Kongress die Unterstützung der Contras verboten. Als der Skandal ruchbar wurde, ließ Reagan Oliver North fallen. Der Oberstleutnant wurde wegen Bestechlichkeit, Lüge und Vernichtung von Beweismitteln verurteilt. In der Berufung erreichte er einen Freispruch – wegen Immunität. Nun brauchte er einen neuen Job. Hier setzt „A Perfect Candidate“ an: Der charismatische North wirft sich für die Republikaner in den Wahlkampf um den Senatorenposten von Virginia. Elf Monate lang begleiten wir ihn und seinen Widersacher, den demokratischen Amtsinhaber Charles Robb, durch alle Höhen und Tiefen des Wahlkampfs. Ganz nah dran an den „spin doctors“, den Strippenziehern hinter den Kulissen, lassen uns Cutler und Taylor tief in die Strategien und Abgründe des Politikbetriebs blicken. So entsteht ein faszinierender und ausgesprochen spannender Film, ganz im Geiste des Direct Cinema-Klassikers „Primary“ von Robert Drew und Richard Leacock. Die Washington Post erhob „A Perfect Candidate“ zum „besten amerikanischen Dokumentarfilm seit „Hoop Dreams“ und nannte ihn „einen der wenigen unentbehrlichen Filme über Politik in diesem Land“.

– Claas Danielsen

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Best of TV - POV
Better This World Kelly Duane de la Vega, Katie Galloway

Zwei junge Amerikaner, die sich gegen die Politik der Republikaner engagieren, landen als Terroristen im Gefängnis. Idealismus, Verrat, Angst und Hysterie im „War on Terror“.

Better This World

Dokumentarfilm
2011
89 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Katie Galloway, Loteria Films
Kelly Duane de la Vega, Katie Galloway
Paul Brill
David Layton
Greg O’Toole
Katie Galloway, Kelly Duane de la Vega
Auch in den USA gibt es Jugendliche, die sich gegen Krieg, Globalisierung und rechte Ideologien engagieren. David McKay und Bradley Crowder sind politisch, sie wollen die Welt verändern und für ihre Ideale auf die Straße gehen. Doch Washington ist weit entfernt von Midland, Texas – ihrem Heimatkaff, aus dem ausgerechnet George W. Bush Jr. stammt. Doch eines Tages taucht der faszinierende Brandon Darby auf, ein echter Aktivist und Revolutionär, der die beiden unter seine Fittiche nimmt. Gemeinsam haben sie ein Ziel: Randale machen beim nationalen Parteitag der Republikaner …
Was als abenteuerlicher Ausflug einer Gruppe autonom angehauchter Jugendlicher beginnt, endet mit Terroranklagen in einem vom „War on Terror“ gezeichneten und tief gespaltenen Amerika. Ein erschütternder Film über Idealismus, Verrat, Angst und Vergebung.
– Claas Danielsen

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

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The Most Dangerous Man in America: Daniel Ellsberg and the Pentagon Papers Judith Ehrlich, Rick Goldsmith

Polit-Thriller über Daniel Ellsberg, der 1971 hochgeheime Unterlagen über den Vietnam-Krieg an die Öffentlichkeit brachte. Eine Geschichte von Gewalt, Vertuschung und Lüge.

The Most Dangerous Man in America: Daniel Ellsberg and the Pentagon Papers

Dokumentarfilm
2009
94 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Judith Ehrlich, Rick Goldsmith
Judith Ehrlich, Rick Goldsmith
Blake Leyh
Vicente Franco
Michael Chandler, Rick Goldsmith, Lawrence Lerew
Lawrence Lerew, Rick Goldsmith, Judith Ehrlich, Michael Chandler Based, in part, on Secrets: A Memoir of Vietnam and the Pentagon Papers by Daniel Ellsberg
Mitten in den Wirren des Vietnamkriegs platzte 1971 in Washington eine Bombe, die mehr Sprengkraft hatte, als jede im Krieg verwendete Waffe. Daniel Ellsberg, einer der führenden amerikanischen Strategen dieses Krieges, wurde zum erbitterten Gegner und spielte der Presse 7.000 Seiten hochgeheimer Unterlagen über die wahre Geschichte des US-Engagements in Vietnam zu. Die „Pentagon-Papers“ belegen, dass vier US-Präsidenten ihr Volk und die Welt über die wahren Gründe und Aktivitäten der Vereinigten Staaten systematisch belogen hatten. Sie hatten Frieden gepredigt und Krieg gesät. Henry Kissinger, damals Sicherheitsberater von Präsident Nixon, erklärte Ellsberg zum „gefährlichsten Mann Amerikas“, der mit allen Mitteln gestoppt werden müsste.
Geschickt verweben Judith Ehrlich und Rick Goldsmith die lebhaften Erinnerungen Ellsbergs mit Aussagen von Zeitzeugen, Archivmaterial und dezenten Inszenierungen und geben so einen faszinierenden Einblick in den amerikanischen Politikbetrieb und die Funktionsweise der Demokratie. Die Geschichte von Gewalt, Vertuschung und Lüge auf der einen und Aufrichtigkeit, Mut und Wahrheit auf der anderen Seite steigert sich zu einem atemberaubenden Polit-Thriller, der den Regisseuren 2010 eine Oscar-Nominierung einbrachte.

– Claas Danielsen

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The Oath Laura Poitras

Der eine war Bin Ladens Leibwächter und wurde rehabilitiert, der andere war sein Fahrer und sitzt in Guantanamo. Spektakulärer Einblick in die Praxis von Al Qaida und der U.S.Army.

The Oath

Dokumentarfilm
2010
96 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Laura Poitras, Praxis Films
Laura Poitras
Osvaldo Golijov
Kirsten Johnson, Laura Poitras
Jonathan Oppenheim
Eigentlich hatte Regisseurin Laura Poitras geplant, Häftlinge nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis von Guantánamo Bay zu begleiten. Das amerikanische 9/11-Trauma als Ausgangspunkt nehmend, wollte sie vom Trauma der dort Inhaftierten erzählen. Realisiert hat sie jedoch einen viel komplexeren Film über Treue, Verrat, Schuld und Gerechtigkeit.
In „The Oath“ verwebt sie die Geschichte zweier Männer, die sich 1996 kennenlernten und deren schicksalhafter Weg sie nach Afghanistan zu Osama bin Laden und in die Al Qaida führte. Abu Jandal war Leibwächter bin Ladens, Salim Hamdan dessen Fahrer. Beide verheiratete Osama bin Laden mit einem Schwesternpaar. Fortan waren sie familiär verbunden. Doch der eine setzte sich rechtzeitig ab und durchlief in Sanaa ein Reintegrationsprogramm für ehemalige Jihadisten. Der andere wurde in Afghanistan verhaftet und verschwand für Jahre in Guantánamo. Während sich Abu Jandal fortan als Taxifahrer im Jemen durchschlug, musste sich Salim Hamdan als erster Häftling aus Guantánamo vor einem Militärtribunal verantworten.
Poitras gelingt nicht nur ein hoch interessanter Einblick in die amerikanische Militärjustiz, sondern auch ein enorm dichter und beunruhigender Film über das Spannungsfeld zwischen individuellen Rechten und staatlicher Gewalt.
– Claas Danielsen.

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